Beiträge von BieBoss

    ob ein Hund für die Gesellschaft überhaupt tragbar ist.

    Und genau das hängt wiederum davon ab, ob es jemanden gibt, der ihn sicher unterbringen und führen und beschäftigen kann und WILL. Und das heißt nicht, den ganzen Tag in irgendeiner Ecke weggeschlossen, damit er niemandem was tun kann, sondern eine Haltung, die dem Hund auch das "Ambiente" gewährleistet, in dem er entspannen und leben kann, aber eben auch keine Außenstehenden gefährdet.

    Und wer soll genau diese Entscheidung treffen und: entscheiden, ob es so jemanden gibt, wann derjenige den Hund findet, und wie lange man mit dem Einschläfern wartet, in der Hoffnung, daß sich so jemand irgendwann doch meldet. Alles kacke...

    Man muß da an den Ursachen arbeiten, und die liegen eindeutig bei Otto Hinzundkunz, der sich vor Kauf nicht informiert, eigentlich gar keine Zeit für nen Hund hat, nicht nachdenkt "was ist wenn..." - sondern einfach nur "haben will", auf dem Niveau von 3jährigen....

    Da braucht es Information an künftige Halter, und irgendwie Mindestvoraussetzungen oder so. Bloß: fragt mich net, wie festlegen. Ein Hundeführerschein macht nur Sinn bei kompetenten Lehrern, und wer wiederum entscheidet, wer kompetent ist?

    Letztlich kommt man damit auch in einen Konflikt über die freie Entscheidung des Menschen, den man nicht in jedem Handgriff regulieren kann. Denn je mehr reguliert wird, desto mehr verblöden die Leute.... :person_shrugging:

    Und der nächste Punkt wäre, mal zu überlegen, welche Hunde man hier überhaupt importiert. Die Tierheime sind voll, einem osteuropäischen Straßenhund geht es hier im Tierheim nicht besser als daheim auf der Straße. Okay, hier bekommt er zu futtern, aber er ist auch eingesperrt im Tierheim.

    Straßenhunde mit Herdenschutzanteil haben meines Erachtens nach in der Stadt hier nichts zu suchen, man kann denen hier i.d.R. nicht das bieten, was sie brauchen, gerade Wachtrieb inner Mietwohnung oder Schutztrieb beim Gassi nur in der Stadt empfinde ich als problematisch.

    Letztlich haben wir hier genügend problematische Hunde, die die Tierheimplätze belegen. Und wenn der Hund hier einfach hergekarrt wird, ohne daß bereits ein adäquater Platz für ihn existiert- ich weiß nicht, was dem Hund das bringen soll.....

    "Hauptsache gerettet" ist keine Lösung, da muß was Tellerrandübergreifendes her.

    Aber in der Theorie simmer wahrscheinlich alle gut :winking_face_with_tongue: Nen sinnvollen Lösungsvorschlag hab ich nicht. Da müßte ein komplettes Konzept her. Nicht nur Einzelne mit gutem Willen.

    Aber könnten solche HH nicht auch einem etwas schwierigerem Hund aus dem Inlandstierschutz ein Zuhause geben?

    Hätt ich machen können, klar. Dann wäre Frieda halt die restlichen 10 Jahre ihres Lebens im Shelter inner Box gesessen bzw. wahrscheinlich deutlich eher eingegangen....

    Ich wollte DIESEM Hund helfen. Sie war schon 8, blind, dazu die Rasse (MEINE Rasse, aber damit kann halt net jeder), und dann aggro auf andre Hunde. Die wär da nie rausgekommen..... :person_shrugging:

    Und ich hätt im Leben nicht so viel "Hund" gelernt wie mit ihr....

    Und wer greift denn oft auf Direktimporte zurück? Der, dem es im seriösen Tierschutz zu mühsam war, ein Tier zu bekommen oder aufgrund seiner Lebensumstände gar keines bekommen hätte.

    Ich sehe diese Direktimporte echt als einen wichtigen Teil des Problems.

    Einspruch. Kannst Du das belegen? Meine Frieda war Direktimport, verantwortungsvoll vermittelt. Und nein, ich habe weder Probleme, ein Tier ausm seriösen Tierschutz zu kriegen, noch ist er mir zu mühsam.

    Eher: derjenige, der helfen möchte.... Daß sich der Ein oder Andre dann überschätzt, steht auf nem andren Blatt

    Generell ist es mir etwas zu einseitig, "den Tierschutz" dafür verantwortlich zu machen, daß die Menschen zunehmend zu deppert sind, richtige Entscheidungen zu treffen, sich gescheit zu informieren und dann auch die Verantwortung für ihre Entscheidung zu übernehmen. "Geht er halt uns Tierheim!" :loudly_crying_face:

    Natürlich kann "der Tierschutz" Einfluß nehmen und verantwortlicher vermitteln. Aber das setzte voraus, daß da Profis arbeiten würden- aber sind das nicht sehr oft einfach engagierte Menschen, die helfen möchten, aber fürs Vermitteln einfach zu wenig Wissen besitzen?

    Wenn beide Seiten sich ausreichend für das Tier interessieren würden (nicht nur für's "Haben" oder "Helfen"!), wäre ein Großteil der Probleme schon gelöst. Denn ich wage mal zu behaupten: die meisten Hunde sind gefährlich, weil sie nicht gescheit geführt werden oder vermenschlicht o.ä. (falsch gehalten halt)

    So viele Hunde mit "angeborenem Dachschaden" kanns gar net geben.....