Beiträge von BieBoss

    Bedenke bitte: Wenn der Hund ein Fehlverhalten zeigt, daß er anfangs noch nicht hatte, kann die Ursache nur daran liegen, daß mit ihm falsch umgegangen wurde (wenn auch unbewußt, klar). Und WER geht überhaupt mit ihm um? - Der Halter! Hier ist also die Fehlerquelle zu suchen, und daran zu arbeiten.

    Wenn Ihr unbewußt irgendwas falsch macht, was diesen Hund dazu animiert, Euch bewachen/terrorisieren zu müssen, wieso kommt Ihr auf die Idee, daß Ihr das dann beim nächsten Hund richtig machen würdet, zumal Ihr bisher noch nicht wißt, WAS genau anders gehandhabt werden müßte?

    Ein zweiter Hund dazu würde das Problem daher sicherlich nicht verbessern, sondern bestenfalls verdoppeln - und dann viel Spaß..... ;-) Der könnte höchstens ein bisserl Gesellschaft für den Kleinen Racker bringen, falls (und das ist nur eine Idee, keine Diagnose, weil ich die Situation bei Euch ja nicht beurteilen kann) Ihr z.B. mit ihm zu wenig arbeitet (gezielt, mit Kopfarbeit etc.). Aber wenn Ihr jetzt schon zu wenig mit dem Hund arbeitet, werden dann halt 2 Hunde rumlaufen, mit denen zu wenig gearbeitet würde, was die Lage nicht verbessert. Wär dann zwar etwas weniger langweilig für den Kleinen, aber mehr Kopfarbeit hätte er davon auch nicht, verstehst Du?

    Daher: kein Zweithund, solange der erste noch gröbere Baustellen hat, sondern lieber mal an den Ursachen arbeiten. Und wenn´s um die Zeit geht: oft hilft schon ein Trainer, der da 1-2 Mal draufschaut, wie Ihr mit dem Hund daheim umgeht (insofern auch ein Vorteil, wenn der Trainer zu Euch kommt, dann sieht er den Hund in seiner alltäglichen Umwelt und seiner alltäglichen Kommunikation mit Euch), und kann Euch vielleicht grundsätzliche Tips geben, deren Umsetzung im Alltag Euch das Leben schon sehr erleichtern könnten. Dann brauchst auch keinen Babysitter, wenn der Trainer zu Euch nach Hause kommt. Das wär mir das Geld wert....

    Frag doch mal hier im Forum, wer aus Eurer Nähe einen Trainertip geben kann, mit Angabe Eurer Postleitzahl oder so, hier haben viele schon gute Erfahrungen mit Trainern gemacht, die dann gerne mit Namen/Adressen weiterhelfen.

    Viel Erfolg! ;-)

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    Diese Ameisen treiben mich noch in den Wahnsinn...vor 2 Wochen war ein Kammerjäger da, der hochgiftge Fallen aufgestellt hat. Soweit so gut, die Ameisen die das gefressen haben, waren auch tot, aber trotzdem noch da. Jetzt sind die Fallen fast leer und die Ameisten strömen aus neuen Löchern in der Küche...die finden überall ein Loch, mag es noch so klein sein. Das ist nicht mehr schön :sad2:

    Versuch´s mal damit, Backpulver zu streuen auf die Wege, wo sie herkommen! Altes Hausrezept, bei mir wirkt´s wunderbar.....

    Ich würde, wenn ich Hunde im Haus habe, nicht unbedingt mit Gift arbeiten wollen.

    Der kann alles lernen, was er bei Dir noch brauchen wird. Sprich, laß ihn behutsam an Deinen Alltags-Unternehmungen teilhaben, nimm ihn überall mal mit hin, wo er auch später sein soll, laß ihn einfach das kennenlernen, was er bei Dir in Deinem Leben können muß. Wenn Du z.B. selten in die Stadt gehst, und der Hund irgendwann alleinebleiben kann (Du schreibst ja, Ansätze zeigt er), würde ich mir überlegen, ob er "Stadt" unbedingt kennenlernen muß, oder ob es Dir wichtiger ist, daß er (erstmal) mit anderen Hunderassen umzugehen lernt, oder Deine Kollegen in der Arbeit ruhig hinnimmt, wenn er dort mit darf, etc. Eben einfach die Prioritäten da setzen, wo es für Dich am Wichtigsten ist, und die dann der Reihe nach in Angriff nehmen. Alles auf einmal wird nicht gehen.

    Aber sei beruhigt: meine damals 8jährige Frieda kannte auch nicht alles, als sie zu mir kam, ist aber auch heute, mit geschätzen 12 Jahren, noch in der Lage, Neues zu lernen. Vielleicht etwas langsamer als in der Welpen-Welteroberungsphase, aber dazulernen können sie immer!

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    Die Katze ist doch noch total jung - knapp 4 Monate?!

    SOFORT ein gleichaltes, gut sozialisiertes und gleichgeschlechtliches Kätzchen dazu, am besten aus einem Hunde-Haushalt und ALLES ist perfekt?!
    ...


    Hm - war die Frage nicht, ob das ok geht, wenn der Hund die Katze säugt??

    Ist nicht böse gemeint, aber warum werden in solchen Dingen immer ungefragte Tips gegeben? Das hilft doch dem Fragesteller überhaupt nicht weiter.

    Wichtig ist doch erstmal, daß es der kleinen Katze gut geht und sie durchkommt, und wenn das der Fall ist, kann man sehen, wie´s weitergeht - ob die Kleine womöglich vermittelt werden soll, oder man sich eine zweite dazuholt. Was macht das für nen Sinn, wenn man zu einer Katze aus einer schlechten Situation kommt wie die Jungfrau zum Kind, vollkommen ungeplant, da schafft man sich dann doch keine zweite dazu an! Laßt doch die TS sich erstmal die eine Katze kümmern und entscheiden, was aus ihr werden soll.....

    Und daß die Katze aufhört zu saugen, wenn eine andere Katze mit einzieht, halte ich ja für ein Gerücht - mit nur wenigen Wochen saugen die halt nunmal, wenn sie alt genug ist, wird sie von alleine wieder damit aufhören. Immerhin hat sie sicherlich durch die schlechte Haltung ne Menge Nachholbedarf, sowohl an qualitativem Futter als auch an Kuschelbedürfnis, das sie evtl. durchs Säugen gestillt bekommt, obwohl sie ja schon aus dem Säuglingsalter raus sein dürfte inzwischen.

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    Es wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, warum Hundehalter sich noch mehr, als heute schon gang und gäbe ist, reglementieren möchten.

    Ich kenne keine zweite Interessengruppe, die so nach mehr staatlicher Kontrolle schreit, wie Hundehalter.

    Gaby und ihre schweren Jungs

    Das liegt schlichtweg daran, daß die Hundehalter eben auch sehen, was (oft auch nur woanders *gg) schiefläuft, denke ich, und ist im Sinne des Tiers gedacht. Aber Du hast recht, es ist traurig, daß es solche Gedanken überhaupt geben muß.... Wäre halt cool, wenn der Staat die wichtigen Dinge (tierschutzrelevante Dinge) kontrollieren und da aktiv werden würde, und nicht nur Formalitäten wie auf welchen Listen welcher Hund steht. Aber daß rücksichtslose Menschen andere belästigen (mit Kothaufen im Vorgarten oder einem notorisch anspringenden Hund oder einem freilaufenden, aber nicht gehorchenden Hund), das wird man anders als mit Vorschriften wohl nicht einschränken können... ;)

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    Darum meinte ich ja, bei leuten die schon hunde hatten/haben,
    müsste man das natürlich anders machen als bei denen,
    die den ersten hund bekommen.
    ......

    Im Gegenteil, Leute, die schon bei 10 Hunden alles falsch gemacht haben, würden vielleicht durch so nen Führerschein mal darüber nachdenken, was sie da tun! Man kann nämlich auch 30 Jahre lang alles verkehrt machen, weil man das irgendwann mal gelernt hat, als eben noch dies oder jenes als Allheilmittel galt, was heute längst widerlegt ist. Ob das der Schnauzengriff ist, das Dominanz-Gequatsche, oder was auch immer.

    Ich finde in diesen Tests am "besten" diese Bilder, wo man die Stimmung des Hundes zuordnen muß. So z.B. Schwanzhaltung bei entspanntem Hund o.ä. Meiner hat z.B. das Schwänzchen (naja, was davon übrig ist...) immer kerzengerade in die Höhe gestreckt (außer er schläft grade, dann wird´s angelegt). Lt. dem Test wäre das aber wohl keine entspannte Haltung, weil für entspannt muß die Rute gerade nach hinten getragen werden. So ein Quatsch - wer hat z.B. schon mal nen entspannten Windhund gesehen mit "ausgestreckter Rute"? Das ist doch vollkommen rassespezifisch, z.T. sogar vom Hund abhängig. Und um eine ent-/angespannte Stimmung zu erkennen, das mach ich doch nicht nur vom Gesichtsausdruck oder Schwanz abhängig, sondern vom Gesamteindruck der kompletten Körpersprache.

    Generell bin ich für solch einen Führerschein, in der Form, daß Theorie-Infos gelehrt und dann auch abgefragt werden, "Knigge"-Fragen dabei (sprich Hund anleinen, wenn angeleinter kommt, Haufen wegräumen, Benehmen gegenüber der Außenwelt, nicht in Vorgärten ka..en.... etc., ich glaube, damit werden schon die meisten Probleme vermieden, wo kriege ich in der Stadt Kottütchen u.a. Infos bzw. wo muß ich welchen Hund melden (lokale Regelungen, auch zu Listenhunden), kurze Anregungen, sich mit der Körpersprache zu beschäftigen (man könnte kleine Videoanalysen zeigen: dieser Hund beschwichtigt gerade schnüffelnd, der da drüben baut sich eben auf, Zeitpunkt, einzugreifen bei einer Hundebegegnung u.v.a.). Infos, was der Hund können sollte im Alltag, Infos zu Impfungen (incl. Erwähnung v. Impfrisiken und der Anregung, selbst abzuwägen)/Krankheitsanzeichen, Vorstellung von Hilfsmitteln für die Erziehung und warum welches nicht verwendet werden sollte/illegal ist (Stachel/Tele etc.), Hinweis, daß Hilfsmittel besser nur nach Anleitung eines Trainers verwendet werden sollten, Timing von Lob/Tadel, Beurteilungskriterien für Hundeschulen, Hinweis auf rassespezifische Themen (sprich, womit muß ich bei welchen Rassen rechnen - Führigkeit, Jagdtrieb, Hütetrieb, Wach-/Schutztrieb u.a. - Hinweise, wie ich an Infos zur Vorbeugung von Problemen komme etc.). Natürlich kann man all diese Themen nur anreißen. Aber wenn man wenigstens Anregungen gibt, kann sich der Betroffene dann vorher entsprechend informieren und dann entscheiden, ob er mit Jagd-/...trieb klarkommen würde oder lieber eine andere Rasse wählt. Sprich: Auswahlkriterien für einen Hund (nicht Schönheit, sondern was paßt zu mir). Evtl. noch Infos über Hundeschulen im Umkreis, die man besuchen kann zur Weiterbildung. Das Ganze mit kleinem Skript und ner dicken Seite Literaturhinweisen, wo man sich intensiver informieren kann bei Interesse, darunter Bücher und Websites. Ich denke, viele Anfänger würden dadurch Stichpunkte bekommen, wo sie sagen würden "oh, daran hab ich gar nicht gedacht", und sich evtl. weiter schlau machen.

    Also insgesamt nicht so ein 0815-Kurs, wo man sich mal 2-3 Stunden wo reinsetzt und dann ein paar Kreuzchen-Fragen beantwortet, sondern schon geballte Anregungen, wo man welche Infos findet, mit welchen Themen man sich so vorab vertraut machen sollte/könnte. Anschließend eine Teilnahmebescheinigung, fertig.

    Klar geht sowas nicht völlig kostenlos, wer den Kurs hält, muß ja auch von was leben. Aber wenn das sinnvoll gestaltet wird, sodaß man daraus was mitnehmen kann, hätte ich selbst kein Problem damit, auch etwas zu bezahlen. Allerdings keine 200 Euro ;-) (Idee: über die leidige Hundesteuer finanziert, die kassieren ja an manchen Orten echt genug). Und als "Abschiedsgeschenk" nach dem Kurs ne Rolle Kottütchen, von der Stadt gespendet.... ;-) Bei der Anmeldung des Hundes zur Steuer und Versicherung (! oft wird der Hund, wenn er zur Steuer nicht gemeldet wird, wenigstens versichert...) Nachweis, daß der Kurs belegt wurde.

    Problem ist, daß man mit so nem Führerschein die Leute nicht erreicht, die die großen Probleme verursachen: die Klientel, die sich "gefährlich aussehende" Hunde genau deswegen anschafft, weil sie so aussehen. Die machen dann halt den Schein und ignorieren die Erkenntnisse daraus, oder gehen gar net erst hin, weil der Hund eh net angemeldet wird. Aber ich bin sicher, daß man viele Alltagsproblemchen, die sich irgendwann zum Problem ausweiten, vermeiden könnte, wenn die meisten Menschen etwas besser informiert werden würden, weil sie die Infos eben nicht von alleine einholen.

    Bei Bossi und mir hat damals der Richter nach der Prüfung sogar (an alle gerichtet) gesagt, er hätte vermißt, daß die Leute den Hund zwischendrin auch mal loben und kurz streicheln. Also - mach nur.... Wichtig ist unr, wie eben schon geschrieben wurde, daß Du den Hund, bevor Du erneut loslegst zur nächsten Übung, wieder in die Grundstellung bringst.

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    ......
    PS. Übrigens ist keiner meiner Rüden "gaga", aber zu mindest der Ältere würde es nicht witzig finden, wenn sein Frauchen von anderen Hunden angesprungen wird.

    Hihi - DEN Hund möchte ich sehen, wenn Du mit Deinen Hunden kommst, der die einfach ignoriert und Dich dann anspringt..... Ich mein, mein Terriertier ist ja schon größenwahnsinnig - aber das würd glaub ich nicht mal der machen....