Zitat
........Wir haben dem Tierschutzverein vertraglich zugesichert, dass sie kastriert wird.......
Auch wenn Du Recht hast, und die Frage nicht war, ob wir kastrieren würden oder nicht, eine kleine Anmerkung sei mir noch erlaubt (immerhin solltest Du objektiv entscheiden können): solche Klauseln in Tierschutz-Verträgen sind rechtlich nicht haltbar. Keiner könnte Dir was, würdest Du es nicht tun. Und scheinbar "problematische" erste Läufigkeiten geben sich oft noch, wenn der Hund dann zum zweiten-dritten Mal läufig wird, das spielt sich im Laufe der Zeit ein, man sollte das auch nicht mit dem Menschen und PMS oder sowas vergleichen - ist schon was Anderes..... ;-)
Ich habe in meinem Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, daß der Hund umso mehr unter der Läufigkeit und "Scheinschwangerschaft" leidet, je mehr die Halter die Läufigkeit als "Problem" ansehen, und darauf achten, wie "schlecht" es dem "armen Hund" geht..... *gg Sprich, wenn ich nen Hype draus mache, leidet der Hund auch furchtbar, weil ich mit meiner Fürsorge und immer nachgucken, obs dem Hund gut geht, jedes Zipperlein, das er zeigt, ungewollt bestärke.
Ich verstehe zwar, wenn ein Tierschutzverein nach Möglichkeit verhindern möchte, daß eines der vermittelten Tiere trächtig wird, aber es auf solche Methoden zu versuchen, ist in meinen Augen echt link - die wissen doch ganz genau, daß das nicht haltbar ist...... Finde sowas schade - immerhin vertrauen sie einem das Leben des Tiers an, aber so weit geht das Vertrauen dann offenbar doch nicht. Da wird auf Vertrauen gesetzt, man muß die gesammelten Finanzen und Freizeiten auflisten, bevor man überhaupt nen Hund kriegt, und wird dann trotzdem noch mit Vertragsklauseln gelinkt, die rechtlich nicht haltbar sind - also, ich finde, sowas geht einfach nicht, hat in meinen Augen was mit Fairneß zu tun.
Ansonsten, zur Kastration: ich kenns nur von Rüden (meiner wurde vom Tierheim noch kastriert damals, heute -nachdem ich mich in den letzten Jahren intensiv damit beschäftigt habe- würd ich das auch nicht mehr machen lassen), ich habe ihn am 9. Tag nach der Kastra bekommen, am nächsten Tag waren die Fäden draußen, und die OP längst vergessen. Auch als meine Frieda ne größere Bauch-OP hatte (Tumore), war die nach 2-3 Tagen schon wieder vergessen, und sie wäre über Tische und Bänke gegangen, hätte ich sie gelassen. "Schmerzen, was ist das?" *gg
Solange Du darauf achtest, daß sich an der Wunde in den Tagen nach der OP nichts entzündet (Frieda bekam nen Body an für draußen, damit sie sich net drauflegt auf die Naht, und dann Erde reinkäme), dürfte da nix passieren - und 4 Wochen später weiß der Hund nicht mal mehr, daß da mal was war. Über die Kastra an sich würde ich mir jetzt also erstmal keine Gedanken machen, da passiert nach 4 Wochen nix mehr, wenn vorher alles glatt lief.
Zu Deinem Urlaub: Ganz ehrlich, bevor ich mit so nem Gefühl in den Urlaub fahren würde, weil ich den Hund alleine lasse, bliebe ich lieber daheim.... Denn wenn (und weil!) ich mir dann dauernd Gedanken machen würde, könnte ich den Urlaub eh nicht genießen, und dann könnte ich mir das Geld dafür auch sparen ;-) Ich hab mir z.B: vorgenommen, da ich Vollzeit arbeite, gehört meine Freizeit fast komplett den Hunden - und das schließt bei mir den Urlaub ein. Ich hätte also genau dasselbe Gefühl, würde ich ohne sie in Urlaub fahren. Denn gerade im Urlaub hätte man doch mal Zeit, sich so richtig mit den Rackern zu beschäftigen, oder ausgiebig wandern zu gehen etc.
Andererseits, solange ich die bei meiner Tochter daheim wirklich gut untergebracht (und beschäftigt) weiß, oder in einer vertrauenwürdigen Pension, die die Hunde und ich schon kennen - dann hinterlaß genaue Anweisungen, was zu füttern ist, wer Dein Doc ist (für alle Fälle, und auch den Doc informieren, daß diejenigen in der Zeit mit dem Hund vorbeikommen könnten, und Du Rechnungen dafür hinterher zahlst, dann müssen die nichtmal was auslegen), und wo Du im Notfall erreichbar wärst - und dann genieß einfach den Urlaub. ;-) Viel Spaß!