Beiträge von BieBoss

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du nicht mit Deiner Rangfolge alles durcheinandergebracht hast....

    Normalerweise würde ich ganz spontan sagen, daß in so einem Fall die Hündin die Chefin sein würde:

    - sie ist die Hündin (in Paarkonstellationen oft die "Chefin")
    - sie ist älter und hat Erfahrung
    - sie ist länger bei Dir

    Ich hab ein Pärchen, und selbst da ist Biene, die zuerst da war, und die ein halbes Jahr jünger ist als Bossi, und gut etwas mehr als die Hälfte von ihm wiegt, eindeutig die Chefin daheim.... ;-) Wenn er auf nem Bett von uns liegt, und sie will rauf, guckt sie ihn nur an - und er weicht, verläßt sogar das Bett, dann krümelt sie sich darauf zusammen (nicht, daß nicht Platz für 5 Hundepärchen in dieser Größe auf dem Bett wäre - aber sie hat da wohl ihre Ansprüche.... *gg) - an anderen Tagen wird im selben Körbchen gekuschelt.

    Was natürlich noch mit reinspielt, ist die Persönlichkeit, wo sie lt. deiner Beschreibung in der Vergangenheit sehr zurückhaltend war. Das kann aber mit einem neuen Hund im Haus ganz anders sein.

    Wie fit ist sie denn körperlich, wie sind die Größenverhältnisse? Gibt es Momente, wo ersichtlich ist, daß sie ihn nicht nur "furchtbar" oder lästig findet und umgekehrt, also Annäherungsversuchen zwischen den beiden?

    Kann er sie kräftemäßig "unterbuttern", könnte sie sich wehren - macht sie Ansätze, ihn mal zurechtzuweisen? Wenn Du selbst ihn bevorzugst, könnte es sein, daß Du ihn damit erst auf dei idee gebracht hast, irgendwelche Ansprüche haben zu können, und durcheinandergewirbelt hast, was sich von alleine genau andersrum eingespielt hätte. Aber wie gesagt, ist nur ein Anhaltspunkt - die gesamte Situation bei Dir vor Ort kann ich ja nicht beurteilen, schon gar nicht, ohne die Hunde gesehen zu haben. Ich würde, bevor ich da einfach aufgebe, nochmal nen Profi draufschauen lassen, der das von außen ganz neutral sieht. Ist ja auch für den Kleinen blöd, wenn der wieder zurückgegeben werden müssen sollte.

    Kann natürlich auch sein, daß sie jetzt altersmäßig schwächer wird, und es daher normal ist, daß sie sich alles gefallen läßt (oder Vieles), weil er jünger ist und "Oberwasser kriegt", einfach weil er jung und kräftig ist. Wie gesagt - mal angucken lassen..... ;-)

    Abgesehen davon - solltest Du den Kerle abgeben müssen: beim nächsten Mal den vorhandenen Hund mitnehmen zur Auswahl des Neuen, das minimiert das Risiko, daß es nicht paßt....

    PS:
    Wenn sie Dir die Adresse nicht geben will, sagst Du, "dann rufe ich die Polizei, sobald ich daheim bin. Die finden Sie schon.". Böse - aber vielleicht hilft´s..... Passieren wird natürlich nichts, weil Du ja keine Rechnung hast (und sicher auch nicht die Polizei rufen wirst *gg) - aber vielleicht schläft sie ein paar Nächte schlecht, und überlegt sich das Gequietsche demnächst vorher...

    Na, DER hätt ich aber was erzählt..... *gg

    Versuchs mal damit:

    - ganz doof, aber das Naheliegendste im ersten Moment: wenn Du die siehst, nicht mehr rufen, sondern Freigabekommando geben (wenn Du noch keines hast: einführen, ist manchmal seeehr wertvoll). Am besten genau dann geben, wenn er sie gerade entdeckt, und bevor sie ruft, also solange er noch nicht am Rennen ist.

    - dieselben Leckerli dabei haben, wegen der Dein Hund dort hingerannt ist. Und in Mengen wie Jackpot... ;-)

    - Konsequenz zeigen:
    Du rufst. Frau kommt, und er geht zu der Frau - dann rufst Du ganz laut "NNNNNEIN!" (darf grollend sein im Tonfall, und tu das am besten schon in dem Moment, in dem er die Richtung umschwenkt oder auch nur rüberguckt, bevor er umschwenkt! Damit er genau weiß, was falsch ist, da ist das Timing wichtig), dann gehst Du auch hin (Dein Gang darf ihm ruhig zeigen, daß Du das jetzt nicht so toll findest), leinst ihn an (Achtung: nicht grob, das Anleinen darf nicht als Strafe rüberkommen, sonst läuft er später evtl. davon, sobald Du die Leine in die Hand nimmst!) und nimmst ihn mit - und zwar genau dahin, wo er hätte hinlaufen sollen, also an den Punkt, von dem aus Du ihn gerufen hast. Ich würde, wenn ich dort angekommen bin und er da sitzt, wo er hingehört, sogar nochmal das Kommando HIER geben, und sagen ""sooo ist fein HIER!" oder so.
    Er muß ja erstmal lernen, daß Du das nicht möchtest, daß der da hinrennt. Ich würde an der Stelle auch gar nicht groß mit der Frau kommunizieren, nur den Hund abholen und wieder mitnehmen, damit er das direkt mit dem Fehlverhalten verknüpfen kann. Er geht falsche Richtung - Fraule holt ihn und nimmt ihn 100% konsequent dorthin mit, wo sie ihn hingerufen hat. Das mit der TA-Rechnung etc. ist gut - würde ich aber erst hinterher anbringen, damit Deine Reaktion prompt ist und der Hund sie verstehen kann. Wenn Du die erstmal beschimpfst, gibst Du ihr eine Wichtigkeit, die sie nicht haben soll für den Hund. Es geht nur darum, daß er nicht zu Dir kam, obwohl Du gerufen hast. Behandle sie "wie ein Stückerl Wurst", das ein anderer Hundehalter auf der Wiese verloren hat, und das den Hund bei der Arbeit ablenkt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die ist da, aber egal. Du hast gerufen, und selbst wenn der Himmel zwischendurch einstürzt, er soll kommen, Punkt. Das muß beim Hund rüberkommen.

    - ihm zeigen, daß er keinen Erfolg mehr hat, wenn er dort hinrennt:
    mit Freunden üben - aber vorher überlegen, was die tun sollen, wenn sie ihn genauso abgerufen kriegen: sprich, üben, daß der Hund dort keinen Erfolg hat. Das kann sein, daß die sich einfach hinsetzen und gelangweilt gucken, oder sie verscheuchen den Hund (bitte nur, wenn er sowas verträgt! Er soll ja schließlich kein Trauma kriegen *gg), oder schicken ihn zumindest weg oder sagen NEIN - was Du halt einschätzt, daß der Hund vertragen kann an Ablehnung. Soll beeindrucken, aber nicht verängstigen.
    Problem ist hierbei, daß, wenns mit der Frau zwischenrein wieder klappt (daß er zu ihr geht, und dort belohnt wird), der Hund eine variable und damit besonders wirksame Bestätigung erhält. Darf also echt in nächster Zeit nimmer passieren, daher echt woanders üben.

    - eine Alternativhandlung trainieren, die durch das Anlockverhalten Fremder ausgelöst wird:
    z.B. daß er sich setzen soll, sobald irgendwer irgendwo quietscht. Kannst mit Freunden üben. Erstmal neben dem Hund stehen, angeleint. Freund auf Abstand quietscht und lockt (erstmal so vorsichtig, daß der Hund es zwar wahrnimmt, aber nicht gleich unkontrolliert losschießt, um das nicht zu schwer zu gestalten). Du: "SITZ!" - wenn er sich setzt, kriegt er superleckerli und ne Spielrunde oder so, jedenfalls ganz viel ganz tolle Belohnung.
    Dies erst auf weitere Entfernung, dann darf der Freund immer näher kommen und immer verführerischer rufen, also die Schwierigkeit steigern. Auch beim locken: erst nur "huhu", dann "Ja, Hundi, wer is denn da?", dann mal mit seinem Namen rufen lassen, den Tonfall von "normal" bis "quietschig" steigern, dann soll der andere in die Hocke gehen zum Anlocken und dabei rufen und voll halligalli machen, oder davonrennen und dabei quietschen. Deine Reaktion: ein stoisches "SITZ!" und Party, wenns klappt. Dann dasselbe, aber auf Entfernung. Sprich, Du stehst erst mal neben ihm, aber mit Schlepp. Dann etwas weiter weg, mit Schlepp, wieder dasselbe Programm komplett. Dann ganz weit weg, und der Rufende "Fremde" näher am Hund als Du, und wieder das ganze Programm.

    Dann dasselbe ohne Schlepp, aber wieder beginnen, indem Du neben dem Hund stehst (weil Du da noch notfalls festhalten kannst); vorher absprechen, falls er doch durchstartet, wie die Freunde reagieren sollen. Ich würde das so machen wie oben: hingehen, abholen, mitnehmen zum Ausgangspunkt, auf dem Du gerufen hast.

    Und wenn das dann alles klappt, freu Dich auf die nächste Begegnung. Sie wird rufen, Dein Hund wird sich setzen, Du kannst hingehen und ihn anleinen, und dabei ungefähr so gucken: :D (und ihm dann natürlich als Belohnung mindestens ein halbes Hähnchen in den Rachen stopfen!!) ;-)

    Achja - Superbelohnung wäre für das Hinsetzen, wenn das auch auf Entfernung und mit wegrennender lockender Person und ohne Leine klappt: er wird anschließend freigegeben und darf dort hin. Allerdings bin ich nicht sicher, ob ich das in dem Fall anwenden würde. Mußt Du entscheiden: soll er lernen, daß er ohne Deine Freigabe nicht hinlaufen darf, kannst das als Bestätigung fürs Absitzen und Abwarten der Freigabe einsetzen. Möchtest Du ihm aber beibringen, daß er zu niemandem hinzurennen hat (wäre die sicherere Variante), würde ich das nicht verwenden. Denn er wird ja dann doch wieder dort bestätigt...

    So - und jetzt viel Spaß beim Üben! Das mit der Tierarzt-Rechnung würde ich auch machen. Wenn die nochmal ruft: "Geben Sie mir bitte mal Ihren Namen und Ihre Adresse!" - "Warum?" - "Weil ich Ihnen die letzte vierstellige Tierarztrechnung noch schicken muß, mein Hund nach Ihren letzten Leckerlis tagelang Durchfall hatte und dann in stationär die Klinik mußte wegen lebensbedrohlichen Durchfalls/Austrocknung." Böse - aber vielleicht hilft´s.....

    Zitat

    Gestern haben wir wieder trainiert. Bei der einen Strecke war hinter dem Gebüsch Wasser mit Enten. Als Ronja und ich dran waren sind wir dann los um die VP zu suchen und Ronja ist immer wieder auf der linken Seite gelaufen, zwischendurch nach rechts gependelt und dann wieder auf die andere Spur.... Auf einmal bog sie nach links ins Gebüsch ab(gleichzeitig fingen die Enten an zu schnattern) SIe ging ein ganzes Stück blieb dann stehen dreht um und rannte wieder los.... zurück zum weg und nach dem nächsten Baum direkt wieder links zur VP....

    Was meint ihr ist Ronja abgebogen weil die Enten geschnattert haben oder meint ihr der Geruch ist nach da gewichen???


    Beim nächsten Mal Babypuder einstecken, und damit an Ort und Stelle Windrichtung prüfen..... (Puder, weil man damit schön sieht, in welche Richtung es vom Wind geweht wird).

    Kann sein, daß sie einfach nur erst links auf der Spur gelaufen ist, und der Wind aber nach rechts zog, und sie sich die Witterung von rechts dort holte. Und Wasser kann schon irritieren, da es normalerweise Geruch anzieht und mitträgt in Fließrichtung.

    Oder, wenn Euch der Wind entgegen kam, kann es einfach sein, daß er den Geruch der Spur der VP nach links zum Baum von da vorne zu ihr hingetragen hat, und sie etwas früher abgebogen ist. Wäre völlig ok, vielleicht ist sie nochmal raus, weil sie innen nicht weiter kam.

    Was da nun ausschlaggebend gewesen sein mag, kannst nur direkt an Ort und Stelle feststellen, schon 2 Minuten später kann das ganz anders aussehen.

    Bei meiner Frieda, die ja erst minikurze Strecken geradeaus trailt, sehe ich das immer sehr deutlich. Wind prüfen, er geht von links nach rechts. Dann Start. Sie läuft auf der Spur los, holt sich den Geruch aber immer wieder von rechts und kehrt, wenn sie ihn hat, auf die Spur zurück, d.h. sie pendelt minimal. Gerade bei ganz jungen Trails findet sie ja mehr Geruch in der Luft, als am Boden, da hat sich ja noch nicht viel abgesetzt, daher holt sie ihn sich aus der Luft, nämlich rechts, wo der Wind ihn hingeweht hat. So kann der Hund bei Wind von links nach rechts ein ganzes Stück versetzt zur eigentlichen Spur arbeiten. Ich prüfe das deswegen vorher, weil ich wissen will, warum sie rumpendelt, oder rechts oder links von der Spur arbeitet, weil ich einen Hund möchte, der möglichst spurnah arbeitet. Und wenn ich weiß, sie KANN nur dort eine Spur haben, weil der Wind bei dieser ganz frischen Spur so weht, ist es für mich ok, dann lasse ich sie. Anderenfalls würde ich sie z.B. etwas kürzer nehmen und in Spurnähe zu halten versuchen.

    Zitat

    bevor wir jetzt alle spekulieren ob diese - doch sehr merkwürdig klingende Geschichte - wahr ist oder nicht, lasst uns doch warten bis der TS noch etwas schreibt.
    vielleicht kann er noch etwas Klarheit in die Sache bringen ;) .....

    Das wär klasse - denn daß man keine Auskunft über das von einem begangene "Verbrechen" kriegt, und ohne Einschaltung des Amtsvets und ohne drohende Gefahr da einbricht, hört sich schon komisch an. Bin aber erstmal davon ausgegangen, daß das ernst gemeint war....

    Boah - also, wenn das meiner wäre, ich würd längst bei der Polizei sitzen. Und so lange Rabatz machen, bis ich wenigstens erfahre, was passiert ist. Dann Gegenanzeige wegen Diebstahls und übler Nachrede (Tierquälerei). Darauf bestehen, daß die Anzeige aufgenommen wird, notfalls die Vorgesetzten erfragen. Und bevor ich nicht erfahren hätte, wo der Hund ist, und was mir überhaupt vorgeworfen wird, würden die mich nicht mehr los kriegen, nicht mal, wenn sie mich zu zehnt raustragen würden.

    Geh hin, versuch´s erstmal höflich. Kann sein, daß die so kurz angebunden sind, weil jemand Schauermärchen über Dich erzählt hat. Wenn Du live dort hingehst, und ganz höflich, aber bestimmt erklärst, daß Du bitte wissen möchtest, was hier abgeht, dann geben sie Dir vielleicht eher Auskunft. Aber wichtig: seriöses Auftreten, erstmal kein Theater, Klamotten entsprechend auswählen (nicht irgendwie schlunzig...) (ich denk mal, wenn Dir z.B. wer Vernachlässigung unterstellt, würde ein "schlampiges" oder zu nachlässiges Äußeres evtl. den Verdacht erhärten, Du weißt doch: Kleider machen Leute, und wenn man wen nicht kennt, urteilt man erstmal nach dem Äußeren).

    Was Du auch machen kannst: bei den Nachbarn anfragen, ganz unschuldig, á la "bei mir wurde eingebrochen, sogar der Hund ist weg", Du machst Dir Sorgen, ob sie was mitgekriegt haben. Vielleicht outet sich da schon der "Täter", der die Polizei geholt und denen Stories erzählt hat.

    Ansonsten: wenn Du rechtsschutzversichert bist, umgehend einen Anwalt konsultieren. Evtl. ist einstweilige Verfügung über Herausgabe des Tiers möglich. Zumindest müssen die sich äußern, um was es geht.

    Ich drück Euch die Daumen!

    Achja - Amtsvet kontakten, evtl. weiß der was. Muß der nicht bei Tierquälerei Bescheid kriegen? Und alle Tierheime in der Nähe abklappern, so weit kanns ja net weg sein, muß das zuständige TH sein. Beschreiben, was passiert ist, wie der Hund bei Dir lebt, Du weißt nichtmal, warum der weggenommen wurde, evtl. geben Die Dir noch ein paar Infos.

    Und wenn ich DEN Nachbarn finden würde, der mich da angezeigt hat, der würde keine Nacht mehr ruhig schlafen, glaub mir.....

    Wollte Dich gerade beneiden, weil ich DAS gelesen habe:

    Zitat

    .........Mein Maedel saß da schon neben mir und wir beide glotzten in den Wald hinein.

    und wollte fragen, wie Du das trainiert hast.

    Bis ich dann den Schluß gesehen habe:

    Zitat

    .........Wäre wohl mit nem Terrier anders gelaufen. ....

    :lachtot: :lachtot: :lachtot:

    Und ich dachte, endlich mal jemand, der weiß, wie er nen jagenden Terrier gezähmt kriegt..... War´s wieder nix..... *gg

    Zitat

    ......Seitdem hab ich zumindest eine "falls du DEN Hund mal verkaufen willst..."-Handynummer hier, aber ursprünglich wollte ich das Tierchen doch bloß als Rattenfänger....

    Tja... Da sind mit dem Tierchen im ersten Jahr wohl auch die Ansprüche gewachsen.... *gggg Hättste vorher fragen sollen, ob der noch wächst..... :lachtot:

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    .......Wie man an der besabberten Scheibe sieht, hat sie ihm längst angekündigt, was ihn dann erwartet.....

    Klar - ne abschlabber-Orgie..... *gggg


    So süß, das Bild..... :herzen2: Wer kann so einem Blick widerstehen?

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    .......

    ...und was die Vorsicht angeht: die hat einen aktuellen Anlaß. Mir hat meine ja eigentlich sehr anpassungsfähige und brave PRT-Hündin gerade gezeigt, wo der Terrier-Hammer wirklich hängt - und zwar mit einer Rehhetze, wie ich sie kaum je erlebt habe...

    Wow - DIE Beschreibung ist ja echt krass....... Ja - ich erkenn da den ein oder anderen Punkt wieder.... *gg Bossi kennt auch nix mehr, wenn irgendwo ein Reh steht. Aber es ist mir gottseidank schon lange nicht mehr passiert, daß wir eines gesehen haben bei freilaufendem Hund, ich kenne mich bei uns aus und weiß inzwischen, wo es gefährlich wird, und wo ich ihn laufen lassen kann, und bisher hab ich das sehr gut eingeschätzt. Kam nämlich schon vor, daß 2 Minuten nach dem Anleinen schon das erste am Waldrand rausgeschossen kam und munter übers Feld hüpfte..... Da hab ich ganz schön geschwitzt...

    Daß Bossi allerdings zurückkäme, nur weil das Teil nimmer sichtbar ist - das hab ich noch nicht erlebt *gggg Der geht da echt hinterher, das Schlimsste waren mal fast 3 Stunden, die ich auf ihn gewartet hatte. Allerdings ist es mir in solchem Ausmaß nur in der ersten Zeit passiert, wo ich ihn noch nicht so gut einschätzen konnte - aus solchen Situationen lernt man seeehr schnell, weil man schon bibbert, ob er oder der Jäger schneller sind!

    Das Grinsen nach getaner "Arbeit" kenne ich auch - seeeehr glücklich, und anschließend schläft der Hund am Liebsten 24 Stunden am Stück *gg Aber er grinst genauso, wenn er mit mir ne Runde toben durfte, erfolgreich getrailt hat o.ä. - insofern hab ich null schlechtes Gewissen, wenn der nicht an Wild arbeiten darf.

    Daß die über Zäune etc. gehen, kann ich mir gut vorstellen, wenn Bossi hüpft, sieht er selbst von hinten aus wie ein Reh oder ne Gazelle. Das sind recht nette Sprünge. Und selbst meine "alte" Frieda hüpft mir noch aus dem Stand ins Gesicht, und da ginge bei Rehsicht (bzw. bei ihr eher Geruch) mit Sicherheit noch was... Allerdings würde sie nicht ans Ziel kommen - blind durch den Wald hetzen, da hat das Reh doch bessere Chancen, da steht ihr dann einfach zu viel im Weg. Bisher ist sie aber noch gar nicht abgehauen - und das wird so bleiben - jawoll, nicht daß die hier mitliest.... *gg

    Allerdings bin ich der Überzeugung, sowas ist (fast) jedem Terrierhalter schon mal passiert - man darf halt net vergessen, wofür die Mäuse ursprünglich gezüchtet worden waren..... Und in der Zwischenzeit bin ich mit Bossli sehr glücklich, gestern Abend erst habe ich ihn erfolgreich von Nachbars Katze abgerufen, und anschließend von so nem Kleinviech (was auch immer es war: größer als Eichhörnchen, kleiner als Katze, buschiger Schwanz, war im Dunkeln und ich habs nur von hinten gesehn). Rehe o.ä. stehen aber deutlich höher im Kurs, ich möchte das daher nicht in der Realität austesten, ob ich ihn da noch abgerufen bekäme....

    In den Osterferien war ich im Bayerischen Wald wandern und Tierfreigehege angucken (natürlich angeleint! :rollsmilie2: ). Den Elch hätt er schon mitgenommen, den Wisenten hat er auch hinterhergejault (bei beiden Sichtlaut). Bei den Wölfen war´s nur ein Fiepen - wahrscheinlich wollt der Dödl die "begrüßen" gehen, wie er´s mit anderen Hunden zu tun pflegt, wenn ich ihn nicht bremse..... *gg Nach dem Besuch war der fix und alle, ich glaub, die Selbstbeherrschung, die ich verlangt habe, hat ihn mehr geschlaucht, als es ne Jagd getan hätte..... (er war dann einige Tage nur an der Leine danach - nicht, daß er das Jagen dann nachholen würde daheim!)

    Komischerweise konnte er sich bisher bei Wildschweinen in Gehegen (die Schweine sind ja eines seiner "Hauptgeschäfte" in der jagdlichen Arbeit) immer beherrschen, da rastet er net aus. Vielleicht, weil er´s inzwischen kennt, wir haben eines in der Nähe, wo wir so einmal im Jahr vorbeikommen. Oder isser doch nicht ganz lebensmüde? ;-)