Beiträge von BieBoss

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    .....Was würdet ihr machen ?? Glg

    Ich würde ihm in sehr bestimmtem Tonfall erklären, daß ich den Hund gerne entferne von meinen Mädels- aber auf seine Verantwortung, die Tierarztrechnung zahl ich hinterher nicht (würd ich natürlich nie so heftig machen, daß er den Doc hinterher braucht, aber das weiß der ja net *gg). Bin mir ziemlich sicher, der würde unter wüsten Beschimpfungen (die ich dann geflissentlich überhöre) seinen Hund einsammeln kommen....... Und dann würde er von mir ein "Dankeschön - geht doch...." kriegen mit nem fröhlichen Grinsen...

    Ich werd mich doch net über so nen pubertierenden Jungspund echauffieren...... Das gibt dem doch bloß Munition und die gewünschte Aufmerksamkeit.

    Das mit dem Anruf bei der Polizei ist doch auch ne gute Idee! Oder einfach anleinen und mitnehmen - bis der kapiert hat, was Du da machst, biste schon ein paar Meter weit weg. Was meinst, wie der auf einmal rennt, wenn er ohne seinen Hund dasteht *gg

    Mitnehmen und dann (ohne Vorwarnung ihm gegenüber-der soll ruhig ne Weile suchen) im Tierheim als Streuner abgeben - das kostet ihn beim Abholen dann die Übernachtung...... Mal sehen, ob er das nochmal macht *gg

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    ...... Ausserdem hat Bella ein bisschen Panik vor fremden Männern wir haben sie ja aus dem TH vor 4 Monaten geholt.
    Und wenn sie draussen von fremden Personen angesprochen wird dann knurrt sie gerne mal aus Unsicherheit.
    Daher frag ich mich wenn die VP nun männlich ist ob sie dann überhaupt zu der VP hingehen würde ? .....

    Wenn ich sowas vorher weiß, würde ich anfangs keine fremden Männer als Versteckpersonen nutzen. Erstmal beibringen, daß Trailen superduper toll ist; erst dann zunächst nur Männer, die sie vor dem Ausbringen mal kurz gesehen hat (z.B: begrüßen und kleines Leckerli reichen), ans Trailende, sodaß sie den (nicht ganz fremden, daher ist´s einfacher!) Mann mit dem Trailspaß verknüpfen kann ("Trailen ist toll --> Beteiligte Männer sind auch toll!"), und dann erst, wenn das gut geht, auch mal Männer, die sie gar nicht kennt. Ganz wichtig, daß diese Männer von dem Hund erstmal nix wollen, also höchstens die Futterdose reichen, nicht aber sich dann auf den Hund stürzen und von oben bis unten angrapschen *gg Verbales Lob darf sein dabei, aber in nicht zu tiefer Tonlage, und nicht allzu begeistert oder laut oder zappelig dabei, eher ein ruhiges und leises "ja, priiiima", und ihm vom Hals bleiben, also nicht gleich anfassen. Wenn der Hund lieber spielt als Bestätigung, kann man ja über ein Zerrseil spielen oder den Ball werfen (finde aber Zerrseil besser, weil man den Hund damit an die Versteckperson bindet, und nicht wie beim Ball von sich fortspielt), aber auch dabei nicht anfassen lassen die ersten Male bei fremden Männern. Achja - in die Augen starren oder sich über den Hund beugen sollten sie ihm dabei auch net, klar.... (also Futter in der Hocke überreichen lassen)

    Ich hab beim Trailen keinen Rucksack dabei, bin ja kein Umzugsunternehmen :lol:

    Einzig meine Bauchtasche ist dabei, da ist der GA drin (verpackt in Tüte, damit die Kerls nicht vorher schon wissen, wen sie suchen müssen - dann riechen sie nämlich nimmer gescheit an - warum auch....), und Ersatz-Leckerli (wenn was schiefgeht, nochmal ne kleine Motivation hinten dranhängen nach dem Trail), und ansonsten das GPS zur Trail-Aufzeichnung bei längeren Strecken und Wasser für den Hund. Für mich hab ich Wasser im Auto, so lang halt ichs grad noch aus bei unseren Strecken bis zu 6-700 Metern..... *gg Achja - Kotbeutelchen - die Kröten pflegen öfter mal auf dem Trail oder auf dem Rückweg ihre Geschäfte zu machen - ist wohl so aufregend, die Trailerei..... *gg

    Ansonsten höchstens noch ne Puderdose, damit ich an Stellen, wo er (bei abgesprochenen und markierten Trails) auf der "falschen" Straßenseite läuft, anhand der Windrichtung zuordnen kann, daß das so ok ist (wenn der Wind nach rechts rüberweht, kein Wunder, wenn der Hund auch rechts läuft....), oder entsprechend korrigieren kann (beim Dog Training, damit er spurtreuer läuft). Hilft auch beim Traillegen - damit der Hund z.B. den Trail nicht so gelegt bekommt, daß er den Geruch (v.a. am Ziel) über den Hochwind kriegt. Schließlich soll er die Spur verfolgen (Bossi tendiert nämlich dazu, wenn die Versteckperson ihn nicht sofort "anspringt", auf Sicht zu gehen oder über Hochwind....). Oder wenn ich Kreuzungen ausarbeite - der Weg führt nach rechts, Hund geht aber links. Wenn ich da weiß, daß der Wind die Witterung nach dem Ausbringen der Versteckperson von rechts nach links geweht haben muß, dann gebe ich nach links hin dem Hund mehr Spielraum, selbst abzuchecken, daß die Witterung dort irgendwann aufhört, sodaß der Hund sich von alleine korrigieren kann.

    Das Geschirr wird neben dem Auto angezogen und bleibt an, bis wir wieder im Auto sind (die Leine kommt aber vor und nach dem Trail ans Halsband, sodaß sie wissen "Arbeit beendet". Ritual ist bei uns: absitzen, Frauchen sortiert Leine, dann umleinen ans Geschirr, GA auspacken, dann anriechen lassen, GA wieder wegpacken und Startkommando). Die Leine zum Zurückführen ist die Trailleine, die kann man ja dann kurz fassen.

    Handschuhe mag ich net, da hab ich kein Gefühl in den Händen (muß aber auch nur max. 9 Kilo Hund halten...*gg). Nur im Winter, aber selbst da nehm ich meist solche ohne Finger vorn dran ;-) (also, halt nur bis zum ersten Fingerknöchel).

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    .... Unser Jagdhundtrainer meint ihr fehlt die Unterordnung....

    Oh weh - was erwartet der Kerle von nem Junghund.....

    Deine Hündin ist erst 10 Monate alt. Viel zu jung für irgendwelche Prüfungen (das festgesetzte Mindestalter hat schon seinen Grund, damit nicht irgendwelche Profilneurotiker ihren Welpen mit nem halben Jahr durch irgendwelche Prüfungen prügeln und ihn damit "verheizen"....), und es ist somit vollkommen legitim, wenn sie noch ab und an die Ohren auf Durchzug schaltet. 2 Stunden Fußgehen sind für jeden Hund in jedem Alter ne absolute Zumutung. Das erfordert Konzentration, so zu gehen, und die ist einfach über diese Dauer nicht gegeben. Schon gar nicht beim pubertierenden Junghund, und nichtmal in ner abgeschotteten Turnhalle, in der sich kein Mensch aufhält außer Dir..... Geht einfach nicht, ist so.... (das soll Euch der Trainer erst mal vormachen - sagt ihm, wenns tatsächlich klappt -wird es nicht, keine Sorge-, übt Ihr das auch!)

    Den Rückruf kann man getrennt üben, erst ohne, dann mit wenig, und erst dann mit etwas mehr Ablenkung, sich langsam steigernd. Von Null auf "bei entgegenkommenden Hunden anständig Fuß gehen", das sind Meilen, trainingstechnisch gesehen, und damit Monate Arbeit!

    Du schreibst "Härte muß sein" - NEIN - mit Härte machste bestenfalls das Vertrauen Deines Hundes in Dich kaputt. Konsequenz , ja, absolut. Aber keine Härte. Das kann kein Hund verstehen. Du mußt ihm seine Welt "einfach" erstmal beibringen, und dann konsequent auf Durchsetzung der Kommandos achten. Und (Lektion 1 für den Hundeführer) damit der Hund lernt, daß jedes Kommando zu befolgen ist, gebe ich als allererstes mal gar kein Kommando, daß ich in diesem Moment nicht durchsetzen kann, weil der Hund abgelenkt und nicht angeleint ist, und der Anspruch (Ablenkung) einfach noch zu groß ist! (jetzt speziell bezogen auf das Fuß 2 Std. lang in dieser Wanderung mit dieser extremen Ablenkung)

    Daß 100% bei keinem Hund erreichbar sind, hast ja schon gelesen - das sind keine Maschinen, sondern Lebewesen! Ich selbst führe 2 Jagdterrier (ausgelastet über Trailen), und der Große, den ich seit 5 Jahren habe, kam mit eineinhalb Jahren zu mir, und hat gemacht, was er wollte. Inzwischen sind wir so weit, daß der Gehorsam relativ zuverlässig sitzt (außer bei Wild auf Sicht *hust....; haben die BH nach eineinhalb Jahren, also mit 3, abgelegt). Will heißen, er kennt alle Kommandos, die wir haben, und befolgt sie - selbst der Abruf aus dem Spiel oder wenn er schon im Anflug auf fremde Hunde ist, klappt zu 95% (wenn ich ihn rufe, bevor er auf 2 cm am anderen Hund dran ist *gg). Der Rückruf klappt toll - ok, er pieselt mal erst zu Ende, bevor er kommt - aber ich weiß, DASS er kommt, wenn ich gerufen habe, und zwar beim ersten Mal, und egal, wie weit er weg ist. Wie gesagt, bei Wildsicht hat sich´s dann mit dem Rückruf, aber das ist auch schon Höhere Schule, da muß erstmal der Professoren-Titel her ausbildungstechnisch *gg - und ob dieser Studiengang für Jagdhunde überhaupt zugelassen ist, hab ich noch net rausgefunden *gg Aber Abruf von der Spur funktioniert super. Die Terrine laß ich selten ohne Leine, da blind, und mit anderen Hunden unverträglich und deswegen nicht abrufbar bei Hund in Hörweite (die rennt hin und greift präventiv zu). Die läuft nur in gesicherten Bereichen ohne Leine, und da funktioniert´s gut.

    Aaaaber: dafür hat´s echt bei Beiden Zeit gebraucht. Zeit, viel Üben, viel Geduld. Und endlos Konsequenz. Und ich habe festgestellt, mit Härte vergrätz ich mir bestenfalls den Hund und er hat keinen Bock mehr, mit mir zu arbeiten, eigentlich sind die Kerls voll die Sensibelchen.... klar- wenns bei Fraule Ärger gibt, warum sollen die zu mir kommen?

    Dein Freund sollte sich mal Gedanken machen, wo er den Hund ausbilden läßt - was Du schreibst, hört sich echt vorsintflutlich an.... Ausbildung geht anders, auch bei Jägern.... Mit Freundlichkeit (die ist trotz Konsequenz möglich), Geduld, vielen Wiederholungen und Freude an der Zusammenarbeit auch auf Seiten des Hundeführers - wie sonst soll der Hund Spaß an der gemeinsamen Arbeit bekommen? Wenn Dir bei diesen Ausbildungsmethoden schlecht wird (sehr gut! Hundeschule -auch beim Jäger- heißt nicht, daß man den (gesunden Menschen-)Verstand und das Bauchgefühl am Waldrand abgibt, bevor das Training los geht. Und das gilt auch für Deinen Freund....) - dann hör auf Dein Bauchgefühl und mach´s anders, nur Mut....

    Beim Wandern würd ich wie beim Spazierengehen die Flexi mitnehmen, zwischenrein ganz kurze Unterordnungs-Sequenzen, als Belohnung ein kurzer Freilauf (Gegend halt vorher abchecken). Wie halt beim Gassi auch - man macht doch beim Wandern auch mal ein Päuschen, und in der Zeit kann man kurze Unterordnung machen- und wenns nur ne Ablage mit anschließendem Zerr-/Beutespiel oder eine kurze Futtersuche am Wegrand/in der Wiese ist. Dann ist auch der Kopf ausgelastet, und der Hund nicht so hochgedreht, daß er so zieht. Und er merkt, daß ihr interessant seid, weil bei Euch Action ist. Oder ne Kuschelrunde zum "Runterkommen", während Ihr pausiert. Wenn Wandern noch zu aufregend für den Hund ist, könnt Ihr auch einfach mal am Wochenende zum Picknick in die freie Natur fahren, und den Hund mitnehmen und zu Euch legen. Gar nix machen, nur gucken lassen, die Natur aufnehmenlassen, irgendwann wird der schon runterfahren und merken, es tut sich genau gar nix, und dann entspannen. Sodaß er auch "draußen" als normal kennenlernt. Viel Impulskontrolltraining, damit er nicht immer gleich losspringt, wenn irgendwo was raschelt im Gehölz.-

    Generell: fragt Euch, was Ihr dem Hund bietet, damit er gern zu Euch zurückkommt. Bei meinem Bossi war´s ne Zeitlang so, daß ich nur noch mit Leckerli und/oder Zerrseil aus dem Haus gegangen bin. Jedes Zeichen, daß er sich an mir orientiert (Blick zu mir, warten auf mich etc.) wurde mit Leckerli oder Zerrspiel bestätigt, jeder Rückruf ebenfalls mit wildem Spiel (das ist sein Super-Jackpot, das Spiel mit mir). So hat er gelernt, es lohnt sich immer, zu Frauchen zurückzukommen - und er rast heute wie bekloppt mit Lachgesicht zu mir, wenn ich ihn rufe. Wichtig: nicht nur abrufen, um dem Spiel ein Ende zu setzen, sonst ist Abruf mit "jetzt ist der Spaß zu Ende" verknüpft, und Du wirst irgendwann den Hund jagen müssen, um ihn wieder einzufangen... *gg (und der wrid immer schneller sein als Du..... *gg) Im Gegenteil: Rückruf erfolgte bei mir zeitweise zu 95%, um mit dem Hund zu spielen, ihm ein Leckerli reinzuschieben, oder um ihn auf der nächstbesten Wiese rennen zu lassen. Rückruf bedeutet SPASS bei Fraule....

    Bei Biene war´s die gemeinsame Arbeit (auch für Leckerli, aber viel ging auch über verbales Lob und Kuscheln bei ihr) unterwegs: klettern über Bänke, springen über Baumstämme, auf Baumstämmen balancieren etc., die is eher so eine kleine Feld-Wald-Wiesen-Agility-Kröte *gg Wenn sowas ansteht, hab ich ihre volle Aufmerksamkeit bei mir. Bei Frieda (die 2. Jagdterrine) ist´s das Essen, aber auch Knuddel-Einheiten.

    Nicht vergessen: ein größerer Hund ist mit 10 Monaten noch lange nicht erwachsen (und damit verläßlich), die brauchen bis zu 3 Jahre, bis die im Kopf "erwachsen" sind.

    Daß Gehorsam in der Pubertät schwierig ist, ok - ein Grund mehr, immer wieder 2-3 Minuten tagsüber genau selbigen einzufordern. Kurze Sequenzen, mit viel Bestätigung. Pubertät ist lang kein Grund, nix mehr zu tun - was der Hund hier lernt, weiß er auch hinterher noch..... ;-)

    Diesen Satz von sabarta solltet Ihr Euch auf die Fahne schreiben, den find ich klasse:
    "Als Halter heißt das für mich, will ich dass der Hund "funktioniert", muss die Umwelt so sein, dass die Reize für den Hund nicht zu stark sind. Mit Zeit und Übung wird es für den Hund immer leichter, bzw. Reize beeinflussen ihn nicht mehr so stark." --> ist der Hund in der Pubertät etwas leichter abgelenkt, schraube ich die Anforderungen etwas niedriger, sodaß der Hund die Übungen erfolgreich absolvieren kann und den Spaß am Training nicht verliert, weil er Erfolg haben kann.

    Ist natürlich dumm, wenn Du Deinen Freund nicht so beeinflussen kannst, wie Du möchtest. Aber vielleicht hilft das als Argument: ""straf den Hund nicht für etwas, das DU (also Dein Freund) ihm noch nicht richtig beigebracht hast......" Denn erstmal muß der Hund lernen, zu rechnen, und DANN kannst Du evtl. Rechen-Fehler korrigieren. Und auch dann gilt für mich immer noch: jeden Fehler, den Dein Hund macht, hast Du selbst zu verantworten: Entweder Du hast es ihm (noch) nicht gescheit beigebracht, oder die Ablenkung hast Du vergessen zu berücksichtigen, oder Du gibst ein nicht eindeutiges Kommando, hast ne zweideutige (bedrohliche?) Körpersprache etc. Kein Hund will den Halter "mal eben" ärgern und befolgt deswegen ein Kommando nicht....

    Wo ich bei Euch derzeit ein Problem sehe: der Hund wird unterschiedlich geführt von Dir und Deinem Freund. Könnte gut sein, daß den Hund das verunsichert, und er dann irgendwann überhaupt nicht mehr weiß, was er nun tun soll, wenn der eine es mit Freundlichkeit versucht, und der andere mit Härte durchgreift, wo der Hund noch gar nicht verstanden oder verinnerlicht hat.

    Setzt Euch also einfach mal zusammen, versuch, Deinen Freund zu überzeugen. Und ich bin sicher, dem Ausbilder ist es vollkommen wurscht, wie Dein Hund das PLATZ gelernt hat, wenn er´s in der Stunde auf einmal kann - da fragt er dann nicht mehr nach, wie Ihr das letztlich hinbekommen habt. Übt es einfach daheim so, wie Ihr wollt, und in der Trainingsstunde laßt Ihr keinen an Euren Hund dran, und sagt ganz deutlich, wenn Ihr irgendwelche Maßnahmen für unpassend erachtet (am besten unter 4 Augen, Ihr sollt nicht die Stunde aufmischen - wenn der Ausbilder bloßgestellt wird vor allen Teilnehmern, wird er eher weniger bereit sein, seine Methoden mal zu überdenken...). Wenn nie einer deutlich macht, daß die Ausbildungsmethoden überholt sind, wird der auch nicht auf die Idee kommen, selbige mal zu ändern oder aktualisieren. Das ist nämlich die andere Seite der Medaille.....

    Und noch was: frage Deinen Freund, was er generell möchte: einen Hund, der mit Lachgesicht zu ihm zurückkommt, wenn er gerufen wird, oder einen, der mit eingezogenem Schwanz beschwichtigend zurückkehrt nach dem Abruf, weil er weiß, sonst gibt´s Ärger...... Zumindest mir geht´s immer so: jeder mißtrauische Blick meines Hundes, weil er nicht weiß, was ihm gerade bei mir bevorsteht, trifft mich mehr als ein Messer in den Bauch..... und meines Erachtens nach ist ein Hund, der ein Rückruf-Kommando toll findet, wesentlich zuverlässiger (weil ers gerne macht) als einer, der bestraft wurde in der Ausbildung, wenn er nicht kommt......

    So - langer Roman - aber ich hoffe, das ein oder andere Argument wird Dir helfen, Deinen Freund zu überzeugen. und laß Dich nicht verunsichern - ein Hund in dem Alter ist noch lange nicht fertig und kann keine 100% zeigen, nichtmal 90% - geht einfach noch nicht..... Das zu verlangen, setzt Hund und Halter unter Streß - und wie soll man dann noch lernen (beide Seiten)?

    Naja, ich find Barfen an sich schon mal ne gute Idee für eine Umstellung - denn dann kann man, wenns Hundi verträgt, anfangen mit ner Ausschlußdiät, und austesten, auf was der Hund reagiert. Wie willst Du sonst feststellen, auf was der Hund reagiert? Bevor ich tausend Allergietests mache, die dann auch net 100%ig zuverlässig sind, dann lieber ne Ausschlußdiät, dann weiß ich zu 100%, auf was der Hund reagiert. Aber macht natürlich nur Sinn, wenn andere Ursachen gesundheitlicher Art schon ausgeschlossen wurden (Hautkrankheiten o.ä.).

    Meine Frieda ist 12 und hat trotz furchtbarer Zähne (teilweise fehlend, teilweise echt nur noch Stummel, die hab ich schon so bekommen.....) keinerlei Probleme mit Knochen, egal welcher Art. Die kriegt alles klein - was eßbar ist, wird plattgemacht.... *gg

    Nie und nimmer - meine fressen die Schoten pur und stören sich net dran *gg

    Dann lieber Maulkorb nehmen und antrainieren, daß der Hund den akzeptiert, wenns in der Gegend echt so gefährlich ist.

    Evtl. kannst auch trainieren, daß alles, was Hundi findet, irgendwie angezeigt wird (Vorsitzen o.ä.(), und jedesmal für´s Funden ein supertolles Leckerli geben, damit er motiviert ist, egal wie lecker, das liegenzulassen. Könnte aber passieren, daß er Dir dann irgendwann jeden Dreck am Boden anzeigt, weil´s dafür super Leckerli gibt... *gg

    Im Übrigen haben Hunde ein sehr gutes Gedächtnis: wenn die in einen Schafzaun (Strom) geraten, da rennen die kein zweites Mal rein, glaub mir.....

    Außerdem lernt der Hund mit der Methode höchstens, daß diese eine Frikadelle eklig war, wird aber nicht die nächste oder den präparierten Hasenkadaver auch wieder liegenlassen. Das müßte man schon ständig mit allen möglichen Situationen drumherum üben.

    Beim nächsten Hund werde ich das von Welpenbeinen an üben - an der Leine, Leckerli vorher auf dem Weg verlieren (ohne daß Hund es sieht), und den Hund dann nicht hinlassen. Ganz konsequent, darf der Hund halt keine Möglichkeit kriegen, zum Erfolg zu kommen...... Gar net so einfach......

    Wenn die Süße erst so kurz bei Dir ist, besteht ja auch gar kein Grund für sie, auf Dich zu achten/hören. Da ist noch keine Bindung da, die weiß noch nicht, daß sie nun immer bei Euch bleiben darf etc.....

    Das kommt schon - mit zunehmender Bindung wird´s besser werden. Bindung erreichst Du auch, indem Du mit ihr arbeitest,und wenn Du klare Grenzen vorgibst (nein, wir essen nicht vom Tisch, oder was auch immer), berechenbar bist (immer dieselbe Reaktion bei Nichtbefolögen von Kommandos, dabei, was erlaubt ist und was nicht etc.), konsequent bist (Durchsetzen von Kommandos), wird sie Dich auch nach einer Zeit als verläßliche Führungskraft einstufen und Dir gehorchen.

    Dazu kommt, wie schon hier geschrieben, wenn der Hund nichts kennt draußen, und andere Hunde auch nicht kennenlernen durfte bislang, ist natürlcih die Ablenkung draußen nicht zu toppen. Hier dann noch zu fordern, daß sie auf Dich achtet, wäre, wie wenn Du bei Sturm im Meer um Dein Leben schwimmst, und einer daneben steht und Deinen Schwimmstil bewerten möchte *gg Geht irgendwie nicht so ganz, darauf zu achten in dem Moment.

    Insofern halte ich die Idee für gut, erstmal immer dieselben Wege und Wiesen zu erkunden, wenn die dann vertraut sind, fährt der Streßpegel dort runter, und Du kannst auch draußen anfangen, mit ihr zu arbeiten. Solange sie nicht in der Lage ist, auf Dich zu achten, wird sie ganz sicher nicht in der Lage sein, auch nur mal von sich aus auf Dich zu gucken oder gar SITZ zu machen. Erst muß sie draußen etwas weniger gestreßt sein dadurch, daß sie die Wiesen einfach kennenlernt.

    Ich denke, anfangs werdet Ihr damit genug zu tun haben, ihr die heimischen Regeln vertraut zu machen, Euch kennenzulernen, die ersten wenigen Gassiwege kennenzulernen, oder einfach mal auf ner Bank im Park zu sitzen und die Umwelt zu beobachten (und zwar so lange, bis sie entspannt daliegt! Dann kannst wieder gehen - so lernt sie, nur bei Entspannung geht´s weiter, hochdrehen bringt nix.). Da wird sie nach einem Spaziergang ins Körbchen und darin ins Koma fallen, weil sie das erstmal alles verarbeiten muß. So lange das passiert, würde ich mit ihr nicht noch extra arbeiten - klar, Alltagsgrenzen darf sie kennenlernen (Kein Anspringen, nicht aufs Sofa, nix vom Tisch nehmen, nicht in Nachbars Beete pieseln etc. - was Ihr eben einführen wollt, liegt ja bei Euch), aber so Dinge wie SITZ oder Leinenführigkeit draußen, das würde ich etwas aufschieben, bis sie erstmal angekommen ist, und die nähere Umgebung entspannt genießen kann. Dann ist der Kopf wieder frei und aufnahmefähig. (Sitz o.ä. höchstens daheim üben, wo sie in der Lage ist, ihre Aufmerksamkeit auf Dich zu richten, aber eben bloß nicht draußen abfordern - kann sie einfach noch net, und gewöhnt sie daran, daß Kommandos ignoriert werden können ohne Folgen - gaaanz schlecht.... *gg)

    Eine gut Idee finde ich, ist es, von Anfang an unterwegs jedes Zeichen von Aufmerksamkeit Dir gegenüber zu bestätigen. Sprich, dreht sich der Hund unterwegs nach Dir um - Party mit Leckerli........ Wartet er an ner Ecke auf Richtungsanweisung von Dir - Party...... Sagst Du was und er wendet das Ohr in Deine Richtung: verbales Lob, wenn er dann herkommt, Leckerli. Und: wenn er irgendetwas möchte, soll er etwas dafür tun. Sprich, Du willst mit ihm Gassi, er will durch die Türe, dann muß er Dich erstmal angucken, Lob und raus mit Euch - das Rausgehen ist dann quasi schon die Bestätigung. Will er Futter daheim: Napfhinstellen, Hund absitzen lassen, Freigabe zum Fressen erteilen. Will er ein Spieli/Leckerli: zu Dir rufen, wenn er kommt, kriegt er´s.

    Ob das mit dem Futter so wie vorab von Chuva beschrieben so klappt, weß ich net - mancher Hund frißt, wenn er so sehr im Streß ist draußen, gar nix mehr - dann klappt das nicht, nur draußen zu füttern, irgendwann wird er verhungern *gg Aber wenn´s funktioniert, umso besser, das mußt halt austesten. Für mich ist Futterverweigerung draußen ein Zeichen von massivem Streß für meine Hunde (bei nem anderen Hund kanns auch einfach sein, daß er draußen andere Prioritäten setzt, und Futter einfach nur uninteressant ist - kommt also auf den Hund an, kann nicht verallgemeinert werden). Früher hat Bossi unterwegs gar nix angenommen, ich konnte ihn ausschließlich mit Spieli bestätigen - was ihn wiederum so hochgedreht hat, daß er vollkommen ausgetickt ist (unkontrollierbar rumgesprungen und gerast, zwar fröhlich, aber sichtbar auf 180, und mit nem Radius jenseits von gut und böse.....). Als er dann etwas entspannter wurde, hat er angefangen, auch Leckerli gerne zu nehmen. Spieli gibt´s seitdem nur noch sporadisch für supertolle Sachen (Rückruf von ner Katze oder aus dem Spiel mit anderen Hunden), damit ich ihn nicht allzusehr hochdrehe unterwegs.

    Wichtig: net rumschreien unterwegs, wenn sie nicht auf Euch hört (sie kann nicht anders, ist auf Anderes konzentriert), vielleicht hilft eher ein leichtes Anstupsen mit den Fingern, wenn Ihr ihre Aufmerksamkeit wollt (oder einfach mal ein Stehenbleiben, sodaß sie sich rumdreht: "Häh - warum geht´s net weiter", und in dem Moment des Rumdrehens sofort bestätigen und das Gewünschte abverlangen, ob Richtungswechsel oder Hinsetzen, was auch immer), und gaaaaanz viel Ruhe - nur, wenn Ihr Ruhe ausstrahlt, kann sie runterkommen, also nicht hektisch werden... ;-)

    Radfahren mit nem Malamute, der net hört, würd ich jetzt net unbedingt empfehlen - wie willst den wieder zum Stehen bringen, und wie reagiert der, wenn ein Hase die Straße quert? Der hat Dich schneller vom Rad gezerrt als Du HILFE schreien kannst..... Dann lieber Such-Spiele zur Auslastung, und Laufenlassen dann nur in eingezäunten Grundstücken. Kannst z.B. im nahegelegenen Verein fragen, ob Du außerhalb der Trainingszeiten ihr Gelände für Freilauf nutzen kannst, und ob´s andere ähnliche Möglichkeiten in der Umgebung gibt. Gibt bestimmt auch Windhundfreiläufe, die man mit nutzen kann, wenn man nachfragt.

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    ......Und in einer Zoohandlung, in der Hunde verboten sind (wurde im anderen Thread auch erwähnt), würde ich garantiert nicht mehr einkaufen.

    Grade da hätte ich jedes Verständnis - wo Klein- und Nagetiere hausen, die eh schon durch die Laden-Situatin gestreßt sind, muß ich nicht noch mit nem Hund rein und denen nen Herzinfarkt verursachen, weil der zu dicht hingeht......

    Außerdem mag ich´s net, wenn z.B. im Fr..napf jeder seinen Hund die Schnauze ins Futter bzw. die offenen Leckerli reinstecken läßt, das ich dann kaufen möchte. Keine Lust, mir was einzufangen für den Hund, man weiß nie, was die anderen Hunde alle mit sich rumschleppen....

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    ......
    Ich würde ja gerne weiter in den Geschäften kaufen, aber ich hab nunmal oft den Hund dabei und rein organisatorisch ist es mir nicht möglich, den Hund zuhause zu lassen, vor allem sehe ich es nicht ein, weil es eben nur Erledigungen von wenigen Minuten sind. .....


    Das kann ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen: wenns nur wenige Minuten sind, warum kannt den Hund dafür nicht daheim lassen? Kann er nicht alleine sein? Könntest ja auch, wenns kurze Erledigungen sind, nach der Arbeit uf dem Heimweg erledigen o.ä., wo der Hund eh net dabei ist...

    Ich hab selbst schonmal Leute getroffen, die ich in meiner Welpenstunde kennengelernt hatte. Die hatten ihren Mops (Standard-mäßiges Gewicht 6-8 Kilo!) auf über 12 Kilo (der war ca. 3 Jahre alt damals) hochgefüttert, der konnte sich kaum bewegen, geschweige denn, der Spielaufforderung von Bossi (die erkannten sich offenbar wieder) zu folgen - der hat geschnauft wie ne Dampflock nach dem ersten versuchten Sprung.

    Da hab ich mir dann schon erlaubt, was zu sagen. Die haben gemeint, der Doc hätte gesagt, er könnte ein bisserl weniger haben, aber das ginge schon noch. Ich hab ihnen dann verklickert, daß der Doc auch gerne weiterhin ihr Geld nach Hause tragen möchte, und deswegen vielleicht ein klitzekleines Bißchen untertrieben hat. Wenn der Doc also schon sagt, Hund könnte "etwas" weniger haben, dann meint der eher, der Hund sei massiv verfettet. Und hab ein bißchen aufgeklärt über reduzierte Lebenserwartung, und ganz klar in Aussicht gestellt, daß der keine 6-7 Jahre alt würde, wenn der weiter so gefüttert würde. Hab das Beispiel gebracht: stell Dir vor, Du hast 60 Kilo. Dann stell Dir vor, Du hast wie Dein Hund 50% (!) mehr drauf: sprich, 90 Kilo. Kannst Du Dir vorstellen, wie Du Dich da noch bewegen willst? Was das für ein Unterschied ist? Hab die beiden leider nimmer gesehen seither, aber ich befürchte, daß das net viel genutzt hat. Das war die Sorte ältere Leute, die ihrem Hund Sahnetorte als Leckerli reinstopft..... ;-( Aber ich habs mir in dem Moment nicht verkneifen können, der Kleine war so süß gewesen als Welpe, so ein Springinsfeld.....

    Meiner Frieda hab ich, als ich sie bekam, erstmal nen Futternapf hingestellt und dauer-befüllt. Armes Hundchen kam mit 7 Kilo von der Straße, quietschfidel, aber schon etwas spargelig für ne Terrine.... (und wenn ich schon sage spargelig, dann heißt das seeeehr dünn....). Und ich füllte und füllte den Napf.....

    Tja, irgendwann trafen wir dann nen alten Freund meiner Tochter auf der Straße, und der meinte grinsend zu Frieda: "Na, Schweinchen?" ... *hust.... Ich, lachend: "Ich glaub, ´s geht los, WIE nennst Du meinen Hund?!" Sagt der, immer noch grinsend und den Hund streichelnd: "Naja, schau se Dir halt an, sieht doch aus wie ein kleines Schweinchen!".... So ein Frechdachs, so jung wie meine Tochter, und schon genauso frech - aber dann hab ich mir die Motte mal angekuckt - und siehe da: ich fand keine Taille mehr, und die sah aus wie ne Wurst..... Ich hab einfach im täglichen Miteinander nicht gesehen, wie dick sie geworden war, weil man den Hund dauernd sieht, und weil das Zunehmen ja nicht schlagartig geht, sondern ganz allmählich erfolgt.

    Naja - ich hab sie dann daheim mal auf die Waage gestellt, und schlug die Hände überm Kopp zusammen: a bisserl über 10 Kilo bei (wenns hochkommt) 38 cm Schulterhöhe.... Oh weia..... Hab das Futter umgehend reduziert, nur noch ne Portion angeboten für einen 7-8-Kilo-Hund, echt ne Zeitlang alles abgewogen, und nicht mehr nach Belieben den Napf gefüllt.

    Und schneller, als ich gucken konnte, war die Süße wieder auf schlanken sportlichen 7,5 Kilo unten, das dauerte nur wenige Wochen. Klar - als Hibbel-Terrine bewegt sie sich heute noch (mit 12 Jahren) gerne und viel, und bei weniger Futter ist das Fett dann ganz schnell wieder unten.

    Ich habe meine Lehre daraus gezogen: seitdem wiege ich die Hundis, wenn ich grad mal Lust habe, routinemäßig durch. Ich tendiere seitdem aber auch dazu, eher zu wenig zu geben, als zu viel (war wohl doch ein kleiner Schreck *gg). Beim vorletzten Wiegen hatte Frieda z.B. auf einmal nur noch 6,8 Kilo - eindeutig viel zu wenig. Ich merke das aber inzwischen, wenn ich aufmerksam bin, besonders bei den Terriern, wenns zu wenig wird: die legen dann den Energiespargang ein, und sind superbrav, rennen weniger schnell und die Sturköppe werden plötzlich gehorsam *gg Ich hab dann wieder bisserl was draufgelegt und einige Tage bewußt "gemästet", und siehe da, ein paar Tage später war sie wieder die alte, verrückte Frieda, die beim Gassi erstmal wüst an der Leine zerrt, beim Trailen hibbelig über den Trail hüpft, statt ihn zu laufen, und übermütig springt, wenn ich die Wohnung betrete. Von wegen, der Hund wird halt doch alt..... Auf der Waage konnt ich dann wieder die 7,5 Kilo sehen.

    Ich war damals sehr froh, daß mir das so ins Gesicht gesagt wurde, weil ich´s echt nicht bemerkt hatte. Und ich habe daraus eben gelernt, ofter zu kontrollieren, und, gerade nach den 6,8 Kilo, noch öfter zu wiegen, und auch bewußt aufzupassen, wie lebhaft die Terrier sind.

    Bienchen war nur einmal "ein bisserl" zu dick (6 Kilo, bei 5,1-5,3 Kilo Normalgewicht, SH 33 cm), die frißt einfach alles, was ihr über den Weg läuft, aber da konnte ich schnell gegensteuern. Inzwischen hält sie gut ihre 5,1 - 5,3 Kilo, obwohl sie bei der Sucharbeit immer recht reichhaltig bestätigt wird (wir haben in der Rettungshundestaffel Einige, die ihren großen Hund dann nach dem Fund mit höchstens 3 Stückchen gekochtem Hühnerfleisch bestätigen *gg - ich frag immer, ob die den Hund veräppeln wollen mit den 3 Bröckchen.... *gg). Aber sie bewegt sich halt auch sehr viel, im Training und mit dem "Terrierpack" *gg

    Bei komplett fremden Leuten sage ich aber in der Regel nix, die müssen das mit sich selbst ausmachen, weil ich ja auch net weiß, was dahintersteckt (älterer Hund, erst bekommen, oder krank, was auch immer). Bin ja nicht die Dorf-Gewichtspolizei..... *gg Da müßt ich woanders anfangen... *hust..... (vor der eigenen Haustür *gg)

    Hier mal das Fussel (Frieda) als Moppelchen, und wieder erschlankt:
    http://imageshack.us/a/img844/5037/aivj.jpg (das Datum stimmt net, da spinnt die Cam, da hatte ich die noch gar net!)
    im Vergleich zu:
    http://imageshack.us/a/img14/698/l0sr.jpg