So - ohne jetzt alle Antworten gelesen zu haben (dann bin ich unbeeinflußt von dem, was andere schreiben), mal erste Ideen.....
Zitat
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Wie soll mein Hund lernen etwas richtig zu machen, wenn ich ihm nicht die Chance gebe, es falsch zu machen?
Verstehst du wie ich meine?.....
Naja - also, wenn Du Trainerin bist, wie Du schreibst, solltest Du doch wissen, daß es immer besser ist, einen Hund einen Fehler gar nicht erst machen zu lassen, und ihm stattdesseen, wenn er zu einem solchen ansetzt, lieber eine Alternative zu zeigen...
Beispiel: mein Hund soll, frisch aus dem Garten kommend, gerade nicht aufs Sofa. Geht er nur in Richtung Sofa mit diesem "ich probier´s mal"-Blick, kommt an der Stelle von mir schon ein "Hm-mmmmmm! *räusper.... Körbchen!", sodaß der Hund weiß, was er tun soll. Nicht aufs Sofa, aber im Körbchen darf er sichs gemütlich machen. Dafür brauche ich ihn nicht erst aufs Sofa springen zu lassen, um ihm beizubringen, daß er da nicht drauf soll, ist ja widersinnig. Lieber signalisiere ich ihm vorher "Achtung, bis hierher und nicht weiter" und lasse ihn gar nicht erst drauf, damit er lernt, daß er nicht drauf soll..... Und wenn ich weg bin, verhindert dann die geschlossene Wohnzimmertüre, daß er drauf geht.
Ansonsten hab ich auch den Eindruck, nur von der Beschreibung her, daß der Hund nicht wirklich zur Ruhe kommt. Nichtmal, daß Ihr zu viel machen würdet, aber er darf halt immer dabei sein. Da fehlt der Beschreibung nach (kann ja nur beurteilen , was Du schreibst) die nötige Konsequenz. Wenn ich schon lese, der Hund weckt früh alle, wenn er vorher Gassi war.... Bei sowas gibt´s von mir ein "Schluß! Ab ins Körbchen!", wenn er Terz macht, bzw. (besser im Sinne von dem, was ich oben schrieb, in Sachen Fehler gar nicht erst zulassen) ich lasse es gar nicht erst dazu kommen, indem ich ihn z.B. nach dem Gassi direkt füttere und dann noch mit nem Knochen zum Knabbern ins Körbchen schicke. Dann ist er einerseits müde und beschäftigt, andererseits kann er das an Streß, das er unterwegs durch Halligalli evtl. aufgebaut hat, durch das Kauen wieder abreagieren, und er lernt, was Ihr möchtet: nämlich nach dem Gassi wird einfach nur rumgelegen und Ruhe gehalten. Du könntest auch beim morgendlichen Gassi ne kurze Suchaufgabe geben, bei der er sich konzentrieren muß, statt den Hund z.B. aufzudrehen (ist nur ein Beispiel, ich weiß ja nicht, was Du machst unterwegs mit ihm *gg), sodaß er nicht vollkommen aufgedreht heimkommt. Generell würde ich für so nen Hund momentan eher Konzentrations-Aufgaben machen als ihn hochzudrehen über Agility und Tobespielchen o.ä., bevor er ne Pause verordnet kriegt, damit er runterkommen kann auf dem Weg. Bis er halt gelernt hat, die verordnete Ruhephase zu akzeptieren und im Körbchen bleibt, wenn ihm das befohlen wird. Problem ist halt, daß Du wahrscheinlich nicht beeinflussen kannst, wie konsewuent der Rest der Familie darauf achtet, daß der Hund die Kommandos einhält, die gegeben werden, gerade wenn Deine Mutter, wie Du schreibst, sehr im Haushalt engagiert ist, wird sie die Zeit nicht haben, immer darauf zu achten, daß der Hund tatsächlich liegenbleibt. ;-)
Ansonsten würde ich tagsüber den Hund mal dazu "zwingen", einfach Ruhe zu halten und dort zu bleiben, wo ich möchte - notfalls, indem ich ihn ein paar Tage lang mal ab und an ne Viertelstunde auf seinem Platz fixiere, wenn eh Schlafenszeit ist (bitte nicht den ganzen Tag irgendwo anbinden, es geht nur darum, daß er dort auf dem zugewiesenen Platz zu bleiben lernt!), und ihn dann wieder freigebe. Dies sorgt auch dafür, daß Hundi Euch ernst nimmt: Ihr sagt, er soll bleiben und er kann gar nicht anders, als dies zu tun, weil er ja nicht weg kommt. Achja - und das Einführen eines Freigabe-Kommandos könnte auch helfen, weil er dadurch lernt, daß ein Kommando so lange gilt, bis wieder die Freigabe von Dir kommt.