Beiträge von BieBoss

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    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass du gewaltigen Ärger bekommen wirst, sollte dein Hund auf deinem Grundstück jemanden beissen/ schnappen. Egal ob Postbote, Besuch oder ungebetene Gäste! Sichere den Hund und schau dass der Postbote auf das Gru dstück kann ohne mit dem Hund zusammen zu treffen!

    Beser: schau, daß der Postbote oder jede andere fremde Person NICHT auf das Grundstück kann. Ich würd das einfach abschließen, um jegliches Risiko auszuschließen, denn man ist niemals in der Lage, zu 1000 Prozent den Hund unter Kontrolle zu haben. Du hörst die Klingel nicht, und schon ist´spassiert, weil Postbote meint, er geht durchs Grundstück bis zur Haustür und klingelt dort nochmal...

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    .....
    Ansonsten: über die Versicherung laufen lassen, in der Regel haben die auch ein Interesse, unberechtigte Forderungen abzuweisen.

    Das einzige Interesse der Versicherung ist es, möglichst wenig Geld zahlen zu müssen. Was meist darauf hinausläuft, auch in solchen Fällen lieber die neue Jeans zu ersetzten, als Folgekosten durch nen Prozeß zahlen zu müssen. Da geht´s in keinster Weise darum, ob Du Recht hattest oder nicht!

    Denn es kostet wesentlich mehr, wenn die Forderung unberechtigt ist, selbiges nachzuweisen.

    Hm - hört sich irgendwie an, als hätte er noch net ganz kapiert, daß die Aufgabe lautet: "Such die Spur und finde die Person", sodaß ich da evtl. nochmal gaaanz klein und kurz anfangen würde. Und dann minimal (damit er Dir nicht gleich hochdreht) angereizt, indem die Person langsam von Dir weggeht und hinterm nächsten Auto verschwindet, oder losgeht, dann an ner Ecke weiter vorn stehenbleibt, und dann Du kommst mit Hund, sie ruft ihn kurz und verschwindet dann (was der Hund halt an "Anreizen" verträgt, ohne gleich hohle zu drehen *gg), und dann sofort loslegen. Das Anreizen dafür, daß der Hund evtl. mal den Herrn "was soll ich tun?" ausschaltet, und einfach ohne nachzudenken, was Du jetzt wieder von ihm willst, hinkommen will.

    Wenn Du allerdings grundsätzlich denkst, daß selbständiges Entscheiden den Hund derzeit noch überfordert oder er noch nicht so weit ist, muß man echt überlegen, ob das Trailen das Richtige ist für ihn. Aber wie ich Deinen letzten Post verstanden habe, möchtest Du ihn ja eigentlich schon gerne etwas selbständiger haben, oder? Aber das müßte man dann eben gezielt aufbauen (daß Hunde sutiationsbezogen lernen, ist da für Dich von Vorteil: was er auf dem Trail macht, setzt er daher nicht notwendigerweise auch im Alltag um an Selbständigkeit!), und in meinen Augen mit mini-mini-Steps, und sicherlich nicht mit 800 Metern geradeaus (hatte ich das richtig von Dir gelesen irgendwo, oder war das wer anderes?). Daß er da noch nicht wissen kann, was er tun soll, ist klar...

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    Wir haben ja getrailt, nur macht er das eben nicht selbstständig, sprich er holt sich immerzu Rückmeldung von mir und so macht das einfach keinen Sinn. Und ne Dampfwalze ist der auch, mit so viel Gewicht wie dein Harry es hat könnte ich ihn niemals halten.

    Hm - wann lobst Du denn unterwegs auf dem Trail? Hast Du mal probiert, in genau dem Moment, wo er selbständig schnüffelt oder abbiegt in die richtige Richtung, genau dann zu bestätigen? Nicht dann, wenn er zurückschaut zu Dir! Klar, wenn das ne schwierige Stelle ist, an der er noch Hilfe braucht, mußt Du helfen - aber sowas kannst ja erstmal vermeiden, bis er gelernt hat, was er soll, und daß er selbständig arbeiten und entscheiden darf.

    Hab das Problem mit Bossi auch grade - und ich laß ihn dann inzwischen eiskalt "im Regen stehen" (vorausgesetzt, ich weiß, daß er diese Stelle bewältigen kann-ist ja kein Anfänger mehr...) oder ich sag "arbeiten!" (er kennt dieses Kommando und seine Bedeutung), und bewege mich z.B. an ner Abbiegung, an der er mich anguckt, einfach nur "blond" innerhalb des Kreuzungsbereichs, bis er sich entscheidet; und siehe da - irgendwann wird´s ihm zu dumm, wenn ich ihm net helfe: er entscheidet sich, richtig abzubiegen - und dann kriegt er seine Bestätigung, weil er selbständig richtig entschieden hat. Oder, wenn er grad voll auf dem Trail ist, Nase konzentriert unten, kein Abscannen des Waldrandes auf Wild etc., in dem Moment gibt´s ein kurze "Jawoll!" oder "sooo ist gut!", ganz lobend, weil er die richtige Richtung geht- aber ruhig gesprochen, damit er nicht hochdreht. Und ich merk´s jedes Mal, nach dem Lob geht die Post ab, da legt er gleich nochmal ein Stückchen zu an Tempo, weil er merkt, er ist auf dem richtigen Weg.

    Aber wie gesagt, darf halt keine zu große Schwierigkeit dabei sein, die er alleine nicht hinkriegt, denn Ziel ist ja letztlich, daß irgendwann gerade bei Schwierigkeiten Hund und Halter als Team agieren und zum Erfolg kommen. Also bei größeren Schwierigkeiten darfst ihn um Himmels Willen nicht hängenlassen ;-)

    Aber irgendwie muß man dem Hund ja zeigen, daß ER beim Trailen das Sagen haben darf, wenn er ne Spur in der Nase hat. Und danach kann man ihm immer noch zeigen, daß wenn er nicht weiterkommt, natürlich Unterstützung kriegt von Dir; aber erstmal muiß er kapieren, was er soll: nämlich entscheiden und die Richtung vorgeben. Am besten geht das, indem die Trails immer nur so schwer sind, daß der Hund sie alleine bewältigen kann; lieber etwas langsamer vorgehen, als daß er dauernd Unterstützung kriegt von Dir, weil der Trail zu schwer ist, und sich daran gewöhnt. Notfalls unterwegs nochmal GA auslegen an einer Stelle, die schwierig sein könnte....Bloß nix so legen, daß Du vorher schon absehen kannst, daß er da alleine nicht weiterkommt.).

    Mit Bossi hatte ich auch in den letzten Jahren immer massiv am Grundgehorsam gearbeitet und einem zuverlässigen Rückruf, und v.a. auch daran, daß er sich unterwegs an mir orientiert, weil er halt ein Jäger vorm Herrn ist, und ich ihn partout frei laufen lassen können möchte. Hat geklappt - aber genau das ist mir halt dann auch beim Trailen auf die Füße gefallen, weil er halt auch gern mal zu mir guckt, und sich an mir zu orientieren versucht. Deswegen stelle ich ihm jetzt einfache Aufgaben, von denen ich weiß, er kann sie ohne mich bewältigen, und bestätige bzw. lasse ihn sofort zum Erfolg kommen, wenn er richtig entscheidet (z.B. Versteckperson direkt hinter der Abbiegung, sodaß er gleich Erfolg hat, wenn er richtig abgebogen ist, und damit die selbständige Entscheidung bestätigt wird).

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    ......Bei mir selbst geht das nicht halb so einfach. Gerade wenn man den Trail gerade läuft. Frag mich am Schluss wie ich mich an der oder der Kreuzung verhalten habe und ich weiß es nicht mehr. ......

    Hihi - das kenn ich irgendwoher..... Möchte manchmal net ein Video vom eigenen Trail anschauen müssen..... *ggg

    Man guckt derart auf den Hund oder auf einen bestimmten Umsant, an dem man grad arbeitet, daß einem gar nicht auffällt, was man selbst so für nen Unsinn macht ab und an :headbash:

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    Wenn eine Hündin sich während einer Scheinschwangerschaft das Fell wegleckt hat sie doch PROBLEME, oder seh ich das falsch??
    Und wenn mein Hund Probleme hat ist es doch an mir ihm zu helfen.

    Naja - aber ob es eine Hilfe ist, das gleich mit ner OP anzugehen??? Du wirst ja sicherlich auch nicht gleich Dein Bein amputieren, wenn Du Dir irgendwo das Knie aufschrammst..... *gg (abgesehen ist das ein vollkommen natürliches Verhalten - Problem höchstens für den Halter, der das nicht kennt!)

    Wenns jetzt was Schlimmes wäre, das lebensgefährdend sein könnte (z.B. ständige Gebärmutterentzündungen), dann würde ich so ne einschneidende Maßnahme wie eine OP sicherlich nicht verdammen - aber so?

    Ich seh da irgendwie keine Verhältnismäßigkeit und würde (obwohl ich weiß Gott kein fanatischer Homöopathie-Anhänger bin und auch schulmedizinische Medikamente verabreiche, wenn nötig!) es auch erstmal auf natürlichem Wege versuchen.

    Zusätzlich mit etwas Ablenkung arbeiten: eine Hündin, mit der gearbeitet wird, die hat keine Zeit, sich auf ne Geburt einzustellen oder vor Langeweile Plüschviecher zu bemuttern, die liegt nach der Arbeit ausgelastet im Körbchen und pennt. Und die eigene Einstellung hilft da auch net weiter: wenn ich dastehe und den Hund bemitleide und betüddel, nur weil er sich grad mal am Bauch putzt, und da gleich ein Leiden reininterpretiere in ein vollkommen natürliches Verhalten, dann bestärkt das den Hund natürlich auch noch in diesem Verhalten. Nimm´s hin, ist normal, lenk die Süße etwas ab, wenn sie sich den Bauch leckt, und ermutige sie zu ner Runde fröhlichem Toben..... ;-) Oder geh ne Runde Gassi oder in die Stadt: viele neue Eindrücke machen müde, strengen an, und Hundi schläft ruhig statt sich in "ich bin schwanger" zu baden und leidend zu gucken. Jeder mitleidsvolle Blick von Dir bestätigt sie in ihrem leidenden Tun, weil sie dafür Aufmerksamkeit kriegt...

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    Also für mich klingt es bei K9 so, das gezielt Trainer gesucht werden, die keine Ahnung vom trailen haben.

    sie z.b. hier : http://www.suchhundezentrum-rheinland.de/jobangebote.html

    "Sie besitzen schon erste Kenntnisse im Bereich Mantrailing (z.B. durch Trailen mit dem eigenen Hund) oder haben anderweitige Erfahrung in der Arbeit mit Hunden"

    Andreas


    Naja - kann sein, daß es darum geht, daß jemand, der woanders trainiert hat, nach ganz anderen Methoden gelernt hat. Insofern könnte ich mir schon vorstellen, daß sie Leute suchen, die nicht ganz ahnungslos sind in Sachen Trailen und vor allem Hund, aber eben noch formbar, damit sie ihre Ausbildungsmethode vorstellen können und diese auch akzeptiert wird. ein K9-Trainer soll ja dann sicherlich auch nach der K9-Ausbildungsphilosophie arbeiten, wie halt in anderen Organisationen auch bestimmte Vorstellungen vorherrschen, klar. Manche neigen ja dazu, dann zu diskutieren, weil sie das so und so gelernt hätten, und Hund und Halter dann um-lernen müssen. Aber das ist nur ein spekulativer Gedanke von mir - keine Tatsachenbehauptung... ;-) nicht, daß jetzt wer behauptet, ich unterstelle irgendwas oder verbreite falsche Dinge.

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    Geprüft oder nicht geprüft, wäre mir völlig schnurz, wenn mir der Trainer Blödsinn erzählt, glaube ich ihm das auch wenn er geprüft ist nicht.
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    Da hast Du nicht ganz unrecht - allerdings hat ein Anfänger evtl. das Problem, daß er mangels Erfahrung (noch) nicht beurteilen kann, ob der Trainer Unsinn erzählt oder nicht. Und man will ja, wenn man ne Spezialausbildung macht, für die man noch dazu Geld zahlt, doch nicht allzu großen Unsinn lernen, den man hinterher mangels Erfahrung nichtmal selbst ausbügeln kann, sondern der einem dann weitere Trainerkosten verursacht.... Insofern ist halt ne Prüfung für nen Neuling/unbedarften Erst-HH ein Punkt, an dem er sich orientieren kann. Daß diese dennoch keine Garantie darstellt, brauch man glaub ich nicht extra zu betonen *gg

    Anja - na gut, bis zur Einsatzreife gebracht ist vielleicht etwas übertrieben für nen Freizeit-Trail-Trainer *gg. Aber bis zu einem bestimmten Punkt ausgebildet haben und etwas Erfahrung mitbringen, also net gleich z.B. nur die weiße Prüfung einmal bestanden, würd ich schon gern haben bei nem Trainer, dem ich mich anvertraue *gg Deine K9-Trainer haben ja auch bisserl mehr als das an Wissen ;-) Wenn der Trainer auf (fast) demselben Niveau wäre wie der zu Trainierende, sieht er halt Fehler u.U. nicht so gut wie wenn er schon mehrere Hunde ausgebildet oder unter Anleitung hatte, dazu braucht´s die Erfahrung.

    Du schreibst: "als Trailtrainer hätte ich erstmal ein spezielles Wissen, müsste aber auch nur dieses anwenden. Als Hundetrainer bräuchte ich ein viel weitgefächerteres Wissen und würde vor größeren Herausforderungen (oder einer größeren Verantwortung) wenn Leute mit problematischen Hunden kämen stehen."

    Genau das sehe ich andersrum, wie schon geschrieben hatte. Es taucht z.B. ein Problem beim Trailen auf, das aber evtl. auf den allgemeinen Umgang im Hund-Mensch-Team zurückzuführen ist. Und das mußt auch als "nur"-Trailtrainer erkennen und beheben können, verstehst? Erfordert also nicht nur Trail-Wissen, sondern eben auch das weiter gefächerte Basis-Wissen. Das Trailwissen alleine hilft dann u.U. nicht weiter. So war das gemeint....

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    .....Ich halte das auch für fraglich (deswegen fragte ich ja auch hier ;) ) ob das wirklich Sinn macht, wenn Trailerfahrene, aber noch lange nicht professionelle Trailer den Schein machen. ....

    Da stimme ich Dir 100% zu....

    Ich halte es nicht für sinnvoll, nen Trainerschein zu machen, solange man nicht ausreichend Erfahrung gesammelt hat. Und mit Erfahrung meine ich nicht, daß man mit seinem ersten Hund z.B. seit einigen Monaten trailt, oder mal auf Lehrgang war, sondern daß man schon einige eigene Hunde in mehrjähriger Arbeit selbst ausgebildet hat (nicht unter Anleitung hinterm Hund hergelaufen ist, wie man das als Anfänger ja zwangsweise macht), bevor man sich an fremden Hunden und deren Haltern versucht, bei denen man ja oft erst mal rausfinden muß, was grundsätzlich schief läuft zwischen Hund und Halter, wenns Probleme gibt beim Trailen. Insofern stimme ich Dir da zu, daß ne allgemeine Trainerausbildung vorher sicherlich sinnvoller ist.

    Denn als Trainer wird man sicherlich nicht nur auf Hunde stoßen, die genauso gestrickt sind, wie der eigene, und muß mit neuen Problemen umgehen können. Und einen eigenen Hund ausgebildet zu kriegen, egal, bei welchem Trainer, heißt ja auch noch lange nicht, daß ich in der Lage bin, selbst Hunde (auch eigene) auszubilden (das, was man als Anfänger trainiert, das ist ja kein Hund-Ausbilden seitens des Trainierenden, der wird ja -wie man selbst als HF auch- von den Trainern ausgebildet). Zum Ausbilden muß ich erstmal wissen, wie baue ich ein Trainnig auf, wie lernt ein Hund generell, wie gehe ich mit den unterschiedlichen Rassen (eher ruhig/eher temperamentvoll) um, bevor ich mich aufs Trailen-Beibringen stürze. Sonst kannst nur nach Schema F das Gelernte anwenden.

    Und man sieht ja in dem Moment, in dem man selbst mit einem Trainer das Trailen oder was auch immer trainiert, was man an den Trainer für Ansprüche stellt und erwartet. Klar kann man als Trail-Trainer gehen ohne diese Voraussetzungen (die K9-Trainer haben ja meist schon ne andere Ausbildung hinter sich und entsprechend Praxiserfahrung, was ich von Simone + Corina weiß), aber dann ist halt die Frage, was für Ansprüche stelle ich an mich als Trainer, und warum mache ich einen Unterschied in dem, was ich von MEINEM Trainer verlange an Erfahrung etc., und dem, was ich als Trainer später zu bieten bereit bin, wenn ich Stunden zu geben anfange.

    Will heißen, bevor ich nicht selbst mehrere Hunde erfolgreich selbst ausgebildet hätte und zumindest einen allgemeinen Trainerschein/-ausbildung gemacht hätte, würde ich mich nicht zum Trail-Trainer ausbilden lassen. Denn die Theorie zu wissen, ist das eine, und mit Sicherheit auch sehr wichtig. Aber eben mit fremden Hunden und Problemen bei fremden Hunden umgehen zu können, das erfordert Erfahrung.

    Ist bei RH-Staffeln aber dasselbe Problem: guck doch mal nach, was bei manchen RH-Staffeln ein Ausbilder an Voraussetzungen braucht. Da hat mal wer seinen ersten und einzigen Hund in der Fläche ausgebildet, und macht daher jetzt "mal eben" ne Staffel auf und bildet andere Hundeführer und Hunde aus - was erwartet man da für Ergebnisse? Und solange es keine allgemeine Regelung gibt, was der Ausbilder mindestens können muß, wird es immer wieder solche Ausbilder geben. Deswegen mein Tip: folg Deinem Bauchgefühl und macht erst ne seriöse Trainer-Ausbildung, dann Trailen als Zusatzqualifikation.

    Ich denke, Geld machen als Trainer kann man eh net, und wenn, dann nur mit Privatstunden für Problemhunde, ganz sicher aber nicht mit Trailgruppen - das wird nie zum Lebensunterhalt reichen, weil die Leute, die den Hund nur als Freizeitbespaßung betrailen, keine 50 Euro die Stunde dalassen werden, und Du innerhalb eines Ausbildungssystems wahrscheinlich nicht den ganzen Betrag, den die Leute dalassen, selbst wirst einstecken können.

    Ich denk da z.B. an Rütter, bei dem man erstmal 525,- € Lizenzgebühren pro Monat (=6.300,- € pro Jahr!) entrichten muß, bevor man für ihn aktiv werden kann (zusätzlich zu den Studiengebühren von 15.000 € lt. seiner Website *gg Hört sich viel an, aber rechne mal, was Du bei K9 zahlst, wenn Du alle Stufen machst, vom Basic zum Mantrailing-Trainer und Thera-Trail-Trainer... und das ist ne Spezialausbildung, die Kosten kommen also obendrauf aufs Basiswissen...). Und 6.300,- € pro Jahr (!) - das sind "fei" viele Rütter-Trainerstunden, die du jedes einzelne Jahr geben mußt, ohne daß überhaupt erstmal was bei Dir hängenbleibt.... Anders wirds bei anderen Organisationen auch nicht sein, wenn du dort lizenziert wirst, auch bei K9. Also - Hundetrainer und Geld verdienen, das ist ungefähr genauso wahrscheinlich wie als Putzfrau Millionär zu werden..... Als Hobby nebenbei, gerne, macht Spaß - aber da lohnt sich dann der teure Preis für dei Ausbildungen nicht, den man derzeit noch entrichten muß (wobei bei vielen Ausbildern dann noch kostspielige Praktika dazukommen, weil die jeweilige HuSchu, die den Ausbildungsplatz zur Verfügung stellt, auch nochmal kräftig reingreift in den Geldbeutel der künftigen Mitbewerber....)

    Ich antworte mal bewußt vollkommen unbeeinflußt, sprich, ohne alles gelesen zu haben.

    Wenn ich dem Hund erst zeigen muß, daß ich "die Hosen anhabe", heißt das, daß dieser sehr wohl gemerkt hat, daß ich sie eben NICHT anhabe, sonst würde das Zusammenleben ja funktionieren...

    Wenn ich so tue, als ob, indem ich dem Hund ständig vorschreibe, was zu tun ist, und ihn einschränke bis zum Gehtnichtmehr, er sich nicht mehr als 3 Schritte von mir entfernen darf, Fressen nur auf Kommando etc., wird ihn auch dies nicht davon überzeugen, daß ich Hosen anhabe, um bei dem Bild zu bleiben *gg Im Gegenteil, damit bin ich despotisch und definitv niemand mit Führungsqualitäten, zeige im Gegenteil sogar große Unsicherheit, weil ich sonst nicht alles würde regeln wollen, und Mißtrauen dem Hund gegenüber, sonst würde ich ihn ja machen lassen können. Sowas ist für mich kein Zusammenleben.

    "Die Hosen an" habe ich dann, wenn ich souverän und ruhig durchsetze, was ich vom Hund will, wenn ich klar und deutlich kommuniziere in Sprache und Gestik/Mimik, konsequent bin (nicht heute Hü und morgen Hott), ihm Sicherheit gebe, ihn notfalls beschütze, aber auch bei all dem Hund sein lasse und ihm damit zeige, daß ich ihn als Lebewesen Hund ernst nehme. Wenn ich authentisch bin, also das, was ich denke, übereinstimmt mit Gestik/Mimik, sodaß ich dem Hund ein eindeutiges Signal geben, mit allem, was mir zur Verfügung steht: Körpersprache, Gestik und Mimik, und nicht tue, als wollte ich streng sein, dann aber nicht aufpassen, ob der Hund ein Kommando auch wirklich durchführt - dann nimmt er mich nicht ernst.

    "Die Hosen an" habe ich dann, wenn ich in jeder Situation für den Hund berechenbar und verläßlich bin.

    Ansonsten bin ich wie im täglichen Leben beim menschen halt auch vielleicht Chef ("Prof. Dr. Dr. Dr. h.c." am besten noch mit Schild an der Brust, mit Textmarker "CHEF" draufgeschrieben) vom Titel her, aber sicherlich keine Autorität oder (klingt schöner) Führungspersönlichkeit für meinen Hund.

    Und nur wenn ich Letzteres bin, werde ich nicht jedes Kommando aufs Neue diskutieren müssen, sondern es wird halt einfach ausgeführt, weil ich es gebe.

    Insofern ist es relativ: ich muß es dem hund nicht irgendiwe ZEIGEN, daß ich die Hosen anhabe, sondern ich muß mich so ändern, daß ich sie tatsächlich anhabe: immer ruhig bleiben, sicher und souverän sein (das schließt nicht aus, daß man auch mal lacht, wenn der Hund Unsinn macht!), zeigen, was der Hund soll (setzt voraus, daß ich weiß, was ich von ihm erwarte!) etc. etc. Man kann es also nicht zeigen, wer die Hosen an hat, man muß sie "einfach" anziehen. Geht net von heut auf morgen, auch der HF muß im zusammenleben lernen (isch schaffe es auch nicht immer, ruhig zu bleiben - aber immer öfter *gg) - aber das verlangt ja auch niemand.....

    @Steffi: Zum Thema berechenbar: immer dasselbe erlauben oder nicht erlauben, eben nicht heute darf er Sofa, morgen nicht (wenn der Hund diese Sicherheit braucht). Meine wissen, daß sie mal dürfen und mal nicht, und zu "fragen" haben (mich angucken und auf Freigabe warten z.B. ist damit gemeint), und können damit leben. Enien anderen Hund verunsichert das, der braucht dann klare Regeln. Eben grundsätzlich kein Sofa, oder immer Sofa.

    Berechenbar aber auch in der Reaktion: immer dieselbe (faire) Reaktion (fair deswegen, weil Du nicht etwas bestrafen kannst, von dem der Hund nicht gelernt hat, daß ers nicht tun darf. Also erst zeigen, was er -nicht- darf in Situation X, sondern stattdessen tun soll, und dann später korrigieren, wenn ers denn tatsächlich falsch macht). Springt er aufs Sofa, NEIN und runternehmen. Nicht heute runterschubsen, morgen NEIN sagen (am besten noch im Säusel-Ton, damit der Hund gar nimmer weiß, was gemeint ist), und übermorgen mit nem Kissen bewerfen. Oder heute freundlich runterschieben, und morgen Klaps auf den allerwertesten (macht man ja eh net, ich schreib das so nur, um den Unterschied zwischen "mal ganz nett" und "nächstes Mal böse werdend" deutlich zu machen!)

    Der Hund muß auch nicht alles verstehen, warum heute so oder morgen anders - er muß nur wissen, er soll einfach fragen, bevor er aufs Sofa geht. EINE Regel, die kann jeder Hund verstehen. Und daß ich dann ja oder nein sage, ist je nach meiner Laune, und das akzeptieren meine Hunde auch. Ich habe meinen Grund für ja oder nein, aber der Hund braucht das nicht zu verstehen, der muß nur wissen, daß es ja oder nein geben kann, und er deswegen vorher die Freigabe (oder nicht-Freigabe) abzuwarten hat.

    Was Sundri beschreibt, fällt für mich eher unter Konsequenz denn unter Berechenbarkeit.