Beiträge von BieBoss

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    Dann sollten sich solche Leute doch besser gleich einen Kurzhaarhund anschaffen.

    Wieso - hast Du Dir Deinen Hund nach der Fellänge ausgesucht?

    Normalerweise sucht man sich den Hund doch danach aus, was man mit ihm machen möchte, wie er von der Art zu einem paßt - ob das Fell dann kurz oder lang ist, war für mich jedenfalls kein Entscheidungsgrund....

    Ich versuch mal, sinnvoll zu antworten ;-)

    1. Du gehst also viel zu wenig raus und beschäftigst Dich mit dem Hund in keinster Weise, und wunderst Dich, wenn ihm vor Langeweile nur Blödsinn einfällt. Versteh das bitte nicht als Vorwurf - ich habe das so überspitzt ausgedrückt, damit Dir klar wird, wo die Ursache für dieses Verhalten liegt.;-) Ist also nicht bös gemeint.

    --> Beschäftige Deinen Hund! Wirst sehen, das macht sehr viel Spaß, und schweißt zusammen.

    Du hast die Frage, wie lange die Hündin bereits bei Dir ist, noch nicht beantwortet -magst Du das noch machen? Es kann durchaus sein, wenn der Hund noch recht neu bei Dir ist, daß sie z.B. deswegen auf einen Rückruf nicht hört, weil sie schlichtweg noch keine Bindung zu Dir aufgebaut hat - sei es, weil sie noch neu bei Dir ist, sei es, weil Ihr noch nie groß was zusammen gemacht/erlebt/bewältigt habt.

    Gute Adresse für Beschäftigungsmöglichkeiten des Hundes innen und außen: http://www.spass-mit-hund.de

    2. Alleinbleiben muß ein Hund erstmal lernen. Du kannst nicht Dinge voraussetzen, die Du ihr nicht beigebracht hast. Im Prinzip bist Du selbst also an jedem Unsinn "schuld", den der Hund verzapft. Blöd, weil sich das blöd anhört, das "schuld sein", gut, weil daraus automatisch folgt, daß auch nur Du selbst das ändern kannst - also, weil Besserung möglich ist ;-)

    Zum Thema Alleinbleiben gibt es hier im Forum ganz viele Beschreibungen, klick mal bitte hier, das ist toll beschrieben:
    https://www.dogforum.de/alleinebleiben…ung-t62763.html

    Ein Rückruf muß ebenfalls erstmal gelernt und aufgebaut werden - ob Du HIER, KOMM oder Bahnhof schreist, Dich dabei auf den Boden wirfst, oder mit den Augen klimperst dabei, ist egal - Du mußt nur dem Hund verklickern, was das Augenzwinkern bedeutet - so lange er das nicht weiß, kannst Du Dich zu Tode klimpern und wirst Dich wundern, warum der Hund nicht herkommt, obwohl Du doch so schön klimperst *gg

    Ich stelle gerade entsetzt fest, daß es dazu noch gar keine Anleitung in der Knowledge-Base gibt... Fühlt sich wer berufen? *gg Bis dahin: Beschreibung siehe weiter unten.....

    3. Wenn der Hund lauter Zeugs frißt, das nicht für ihn bestimmt ist, kann das daran liegen, daß er zu wenig Futter kriegt, sein Futter schlecht verwertet (also einfach mehr braucht, um den Bedarf zu decken), das Futter schlecht ist (schlechte/billige Inhaltsstoffe, die nicht verwertet werden können --> Riesen-Haufen, weil das schlechte alles wieder rauskommt unverwertet), das Futter nicht die benötigten Inhaltsstoffe hat, ihm also einfach irgendwas fehlt, oder ihm schlichtweg einfach langweilig ist. Kann auch eine Kombination aus all dem sein.

    Über gutes Futter kannst Du Dich hier informieren: https://www.dogforum.de/linksammlung-z…er-t154835.html

    Abgesehen davon gilt in der Hundewelt: jeder frißt, wenn er Hunger hat. Geht z.B. ein Anderer weg vom Futter, bedeutet das für den Hund, der Andere überläßt ihm das schlichtweg und er darf es haben. Dein Stehenlassen von Resten in Reichweite des Hundes ist also quasi die Freigabe für ihn, da dran zu dürfen. Will heißen: erklär ihm, daß er das nicht darf, verhindere auch gleichzeitig, daß er daran kommt (das Fressen dieser "Beute" ist ein Erfolg für ihn und belohnt ihn für´s Türenöffnen etc., und deswegen wird er es immer und immer wieder tun, selbst wenn Du das nicht möchtest - spätestens, wenn Du weggehst, geht er wieder dran. Läßt Du nix stehen, hat er nichts davon, die Türe zu öffnen und wird es evtl. nicht mehr machen).

    4. Zum Thema nicht gehorchen: siehe oben: erst zeigen, was Du willst, wenn Du ein Kommando sagst, dann dieses üben.
    Hier etwas Hintergrundwissen zum Lernen beim Hund: (an unsere Profis: auch das wär n guter Punkt für die knowledge-Base...*gg)
    - ein Hund lernt nur durch viele Wiederholungen.
    - ein Hund lernt orts-/zeit-/personen-/situationsgebunden. Das heißt, wenn er daheim SITZ kann, heißt das noch lange nicht, daß er das draußen und mit Ablenkung oder im Kofferraum vom eigenen Auto auch schon kann. Er verknüpft quasi die gesamte Situation á la: "ok, wenn Fraule SITZ sagt, es nachmittags ist, ich im Wohnzimmer stehe, Hunger habe und es gerade schneit, dann soll ich den Hintern runterbewegen". Das bedeutet für Dich: erstmal grundsätzlich daheim und ohne Ablenkung üben. Wenns schneit, wenns regnet, die Sonne scheint, wenn er Hunger hat, wenn er satt ist. Wenn das Kommando im Wohnzimmer klappt, dann üb das auch mal in der Küche oder im Flur. Wenns überall in der Wohnung klappt, dann übe mal in allen Räumen, wenn der Fernseher im Hintergrund läuft, oder der Nachbar mit auf der Couch sitzt, also mit leichter Ablenkung. Dann übe es z.B. aus einem Spiel heraus (also mit stärkerer Ablenkung). Wenn das alles sitzt, kannst Du es mal draußen (angeleint, damit sie nicht weglaufen kann) versuchen, auf einer einsamen Wiese ohne Ablenkung. Wenn das klappt, evtl. mal, wenn jemand draußen auf Euch zukommt, also mit etwas Ablenkung. Also quasi immer die Ablenkung steigern, und die Orte variieren. Klappt alles auch mit Ablenkung und Leine, dann versuch es mal OHNE Ablenkung ohne Leine, dann mit leichter Ablenkung, dann mit viel. Jeweils immer an vielen unterschiedlichen orten, bevor Du die Ablenkung steigerst.

    5. Hundebegegnungen sind nochmal ein ganz spezielles Kapitel, weil die Hunde meist recht wild drauf sind, hinzurennen..... ;-) Hier würde ich erstmal, noch BEVOR der Hund sich aufführt, entweder die Richtung wechseln, oder aber eine alternative Aufgabe geben, die sich mit "HINRENNEN" nicht verträgt: z.B. sitzen lassen (sitzen und rennen zeitgleich is ja nunmal nich...). Allerdings kann das gemäß dem, was ich gerade direkt zuvor geschrieben habe, nur dann klappen, wenn das SITZ bei mittelmäßiger Ablenkung schon richtig gut funktioniert! Beherrscht sie das nichtmal im Wohnzimmer, wie soll das bei einem so großen Reiz, dem fremden Hund, dann funktionieren? Also bis das SITZ richtig gut funktioniert, lieber in großem Bogen ausweichen, die Richtung ändern, evtl. ablenken (z.B. Quietschespielzeug oder Leckerli - damit lernt sie zwar nicht, was sie tun soll, aber Du hast das Gezerre evtl. erstmal im Griff). Oder Du hälst sie einfach so gut fest, daß sie auf keinen Fall zu dem anderen Hund hinkommt, und dadurch für ihr schlechtes Verhalten (das Gezerre) auch noch bestätigt wird - denn sie will ja zu dem Hund, und wenn sie zerrt und hinkommt, lernt sie damit, daß sie mit Gezerre ans Ziel kommt - und das willst Du ja gerade nicht. Manchmal doof in Situationen, wo der andere Hund frei läuft und zu Euch rennt - dann mußt den eben abblocken oder dem Halter freundlich sagen, er soll den bitteschön wegrufen. Oder Deinen hund nehmen und ("Desinteresse" ausstrahlend, also bitte nicht fluchtartig!) weglaufen.

    6. Vom Hungern lernt der Hund schlichtweg mal gaaaaar nix. OK, sie wird evtl. zurückkommen, wenn sie weiß, daß DU das Futter hast - aber beim nächsten Mal, wenn sie grad satt ist, funktioniert das Abruf-Kommando dann immer noch nicht. Also völliger Blödsinn, hast ja selbst erlebt....

    Viel besser: Rückruf trainieren.
    Fang an mit: Hund rufen, wenn´s Futter gibt. Jedes Mal, wenns Futter gibt. So lernt sie, daß Kommen toll ist, denn sie kriegt aj jedes Mal, wenn sie gekommen ist, ihren vollen Futternapf.
    Wenn das jeden Abend/Morgen (wann Du halt fütterst) klappt, versuchs mal, wenn Du tagsüber im Wohnzimmer stehst und sie rufst - dann gibts halt mal einfach ein Leckerli, sobald sie kommt. Wenn das klappt, versuch das mal draußen auf ner Wiese, aber an der langen Leine, damit sie nicht weg kann: wenn sie eh grad auf Dich zugeht (also quasi das Kommando KOMM gar nicht mehr schiefgehen kann, weil sie ja schon dabei ist, zu kommen!), ruf sie, und steck ihr dann das Leckerli rein, wenn sie da ist. Als Nächstes unterwegs beim Spazierengehen irgendwo austesten, immer noch an der langen Leine. Dann mit etwas mehr Ablenkung versuchen. Wenns net klappt, war die Situation noch zu schwierig, dann beim nöchsten Mal noch mit etwas weniger Ablenkung versuchen. Dann ist nicht der Hund "schuld" (also dann nicht strafen o.ä.!), wenn ers nicht macht, sondern er kanns dann halt einfach noch net in der schwierigeren Situation, und Du mußt ihm das erstmal noch etwas leichter machen, einfach nochmal nen Schritt zurück im Training gehen. Wenn das dann klappt, kannst wieder schwieriger probieren mit mehr Ablenkung.

    So - das war jetzt ganz schön viel für den Anfang... Vielleicht versuchst Du ja trotzdem mal, einen Hundeverein in der Nähe zu finden, wo´s auch einen kompetenten Trainer gibt. Oder Du verrätst uns in etwa Deinen Wohnort, damit Dir die Profis hier nen anständigen Trainer/Verein nennen können, damit Du nicht wieder an den falschen gerätst....

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    .......
    Tretminen macht man weg und wenn das Pinkeln wirklich mal an eine total unpassende Stelle ging, kann man immer noch mit dem Gartenschlauch drüber. Aber man kann sich natürlich auch als Natur- und Tierfreund inszenieren und dann nicht mal mit den natürlichsten Vorgängen im eigenen Garten klar kommen: Das allerlei Tiere da auch einfach mal hinmachen. Ist btw noch kein Kind dran gestorben ...

    Also, ganz ehrlich: erstens ist das die Entscheidung von jedem selbst, ob man die Hundekacke im Garten haben möchte oder nicht (ich mag´s z.B. auch net - selbst wenn man den Haufen entfernt, irgendwas bleibt immer hängen, und da möchte ich mich barfuß auch net drin wiederfinden in den Resten), und zweitens reg ich z.B. mich genauso über Katzen... auf, die ich in meinen Beeten vorfinde ;-)

    Und zum Pinkeln und den natürlichen Vorgängen: ich lad Dich gern mal zum Kaffee ein und serviere Dir dann ein paar frische leckere Erdbeeren, auf die mein Hund vorher gepieselt hat - mal sehen, ob Du dann immer noch davon sprichst, daß das "alles bloß Natur" ist..... *gg Und wenn Du das net ißt, sag ich Dir, Du wärst hygienehysterisch...... :lachtot:

    Klar - sterben wird niemand dran, aber ich würde einem Kind (egal, ob das eigene oder Besucherkinder) auch nicht gerade die Hunde-Pinkelecke im Garten zum Spielen zuweisen wollen, und wenn man richtig liest, steht auch irgendwo von der TS, daß sie einfach nicht genügend Platz im Garten hat, dem Hund ne eigene Ecke zuzuweisen, und sich der Hund halt ausgerechnet die als Kinder-Spielecke vorgesehene Fläche für seine Geschäfte ausgesucht hatte.

    Ich selbst verhindere die Pinkelei, indem ich halt einfach hinterher bin, wenn ich die Hunde im Garten mit habe, sodaß sie mir zumindest von den Beeten und Johannisbeer-/Himbeer-Büschen wegbleiben. Gassi wird vorher gegangen, sodaß die großen Geschäfte eh unterwegs und dann im Müll landen, sodaß max. noch Markieren übrigbleibt für den Garten, und wenn sie das im Misthaufen-Eck erledigen, lasse ich sie, ansonsten wird eben abgebrochen. Meist liegen sie nach ner Weile irgendwo in meiner Nähe im Gras und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen, dann brauch ich auch nimmer hinterherzurennen *gg

    Ganz klar, daß das net von alleine funktioniert, und auch nicht immer, selbst wenns der Hund gelernt hat, da muß man halt ne Weile hinterher sein. Ich würde den Hund daher derzeit überhaupt nicht alleine in den Garten lassen - wie soll sie´s lernen, wenn sie mal hinmachen darf, und es ihr dann wieder verboten wird. Bedeutet halt auch, wenn man krank ist, den Hund nicht "mal schnell" in den Garten zu lassen - darüber muß man sich eben klar sein und eine entsprechende Lösung im Hinterkopf haben (notfalls der Nachbar, der dann kurz geht, o.ä.).

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    "Darf ich biiiiiiittteeee den Teller auslecken?"


    Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk

    Oh, mein Gott - dieser BLICK! Ich würd ihr den Teller hinstellen, aufstehen und glatt noch einen holen - fürstlich gefüllt mit allem, was der Kühlschrank hergibt...... :herzen2:

    Merkt man irgendwie, daß ich den Terroristen vollkommen verfallen bin? *gg

    ...UND auch noch ein Louis-Foto - ich glaub, heut ist Ostern und Weihnachten ;-) ;-)

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    Der gemeine Terrier ist ein Sonnenanbeter:....

    Dem kann ich nur zustimmen - mein Bossi liegt total oft so in der Küche in seinem Lieblingskörbchen bzw. daneben in der Sonne - je nachdem, wie die Sonne wandert, wandert er auf dem Boden liegend faul durch die ganze Küche mit! Töchterchen sagt immer wie so n Sonnengott.... *gg und stimmt - so sehen sie richtig friedlich aus *gg

    Zitat

    Schon mal drüber nachgedacht, daß es Hunde gibt, die man nicht mal so eben auf den Arm nehmen kann?

    Was macht man denn wohl in diesen Fällen?

    .......

    Ja, was wohl - Krafttraining... Auf geht´s, Gaby *gggg
    (und nein, ich mach das jetzt nicht vor....) :hust: :hust:

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    was haben denn die menschen immer für probleme wenn man seinen hund auf den arm nimmt?

    damit verhindere ich doch dass falsche erfolgserlebnisse gemacht werden. bellt mein hund aus unsicherheit einen jogger an, dieser rennt natürlich weiter, da hat doch mein hund jedesmal ein erfolgserlebnis! jogger kommt, ui ich hab angst, jogger ist ganz nah- ich fange an zu bellen damit der mir nichts tut. jogger läuft vorbei, mir ist nichts passiert, bestimmt weil ich gebellt habe. schlimmer gehts kaum!

    Ich finde ja, wenn ich den Jogger so rechtzeitig sehe, daß ich den hudn auf den Arm nehmen kann, dann hätte ich ihn auch einfach an die Leine und zu mir nehmen können in der Zeit. So würde der Hund nämlich lernen, gesittet an Joggern vorbeizugehen, und bei Dir Schutz zu suchen - Jogger kommt, ich geh zu Fraule, brauche nicht unsicher zu sein. Anders verknüpft er doch bloß: wenn ein Jogger kommt, nimmt Fraule mich hoch. Was lernt er dabei? Das Hochnehmen ändert ja nichts an der aktuellen Gefühlslage dem Jogger gegenüber und er lernt nicht, mit der Unsicherheit / der Situation umzugehen.

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    Ist jetzt ja nicht die größte Gedächtnisleistung ;) ......

    Hast Du ne Ahnung...... *gggg

    Ne, das sicherlich net, aber wenn ich die Haufen von Bossi zählen müßte, müßt ich erstmal hinterherkommen, um zu sehen, ob der da vorn irgendwo echt grade was macht oder nur schnuppert/buddelt etc. Weil der verkriecht sich dazu immer ins hinterste Gebüsch in mindestens 50 Metern Entfernung. Das wär dann eher ne Lauf- als ne Gedächtnisleistung für mich ;-)

    Klar heb ich die Haufen auf, wenn sie mitten auf ner Wiese oder am Weg (aber da macht er ja net, das ist eher Spezialität der Mädels *gg) sind o.ä., dann seh ich ja auch ob Durchfall oder Würmer drin o.ä. Und wenn sie Durchfall haben oder recht oft müssen, geben sie ja unter der Zeit auch Bescheid, daß sie rausmüssen, daran allein merke ich ja schon, daß was net paßt, dann kuck ich schonmal drauf.

    Elsemoni: warum mußt Du Füllstandsanzeige (schönes Wort *gg) geben? Ich würd als Halter halt wissen wollen, wann Du zuletzt draußen warst, wenn ich den Hund wieder abhole, damit ich mir das zeitlich entsprechend einplanen kann, wann ich wohl wieder gehen muß - und wenn der Hund dann vorher müssen sollte, zeigt ers doch?

    Gefühl: reden tu ich ja auch drüber hier und mit Euch- nur zählen würd ich net wollen *gg Auch wenn einer mal a weng dünnflüssig macht (seh ich, weils dann meist nimmer reicht zum 50 Meter weit weglaufen, wenns so drückt), gebe ich Töchterchen Bescheid, damit sie darauf guckt, ob der Hund "mal müssen" anzeigt und rechtzeitig gehen kann, wenn ich weg bin.

    Hi, Simon - erstmal willkommen im Forum ;-)

    Ohne die vorherigen Beiträge gelesen zu haben (muß auch noch was arbeiten heut *gg): was ist an der Haltung von BorderCollies sensibel? Das sind ganz normale Hunde wie jeder Andere auch, haben auch nur 4 Füße. Klar muß man sich über die Ansprüche eines Arbeitshundes (wie beim Terrier/Jagdhund/Windhund/etc.etc.) im Klaren sein - nichtsdestotrotz sind´s ganz normale Hunde. Gehalten werden sie auch wie ganz normale Hunde, auch in der Wohnung. Beschäftigen kannst einen Hund (auch einen Border, die sind genauso Rudeltiere wie andere Rassen und brauch ihren Familienanschluß) mit dem, was ihm Spaß macht - das muß man individuell austesten. Allerdings würde ich einen sehr triebigen und unruhigen Hund/Rasse eher nicht im Agility mit Frisbee-Werfen hochpushen, sondern eher mit ruhigen Dingen wie Suchbeschäftigungen (Personensuche, Zielobjektsuche, Fährtenlegen o.ä.) oder Tricks lernen.

    Wenn der Hund normal beschäftigt wird (und das heißt nicht, schon mit nem Welpen ein Manager-Tagesprogramm zu planen, sondern 1-2mal die Woche mit der Arbeit auszulasten), reicht ihm das vollkommen, der braucht um Himmels Willen nicht täglich 4 Stunden Beschäftigung. Im Gegenteil, das Wichtigste, was ein triebiger Hund lernen muß als Welpe, ist erstmal das Gegenteil: Ruhe zu halten! Ab und an kleine Einheiten (ich spreche hier von 5 Minuten) Spiel oder Kommando-Lernen, oder mal nen kurzen Besuch auf einer Hundewiese, oder mal ein Besuch in einem (ruhigen) Laden, einfach Alltags-Dinge kennenlernen, und anschließend braucht der wieder ne Runde Schlaf, um das zu verarbeiten. Und auch das sicher nicht jeden Tag.

    Ganz am Anfang hat ein Welpe genug damit zu tun, Dich, die Familie, die neue Wohung, die neue Umgebung draußen, die Nachbarshunde kennenzulernen, Eure Hausregeln, das Leinenlaufen, Stubenreinwerden u.v.m. - da würde ich auf keinen Fall parallel noch ein Beschäftigungsprogramm durchziehen. Wenn du den Hund schon als Welpen zum Arbeiten treibst (montags Agility, Dienstag früh Dogdance, Dienstag Nachmittag Laufen, Mittwoch früh Unterordnung, mittags Treibball,......etc.etc.) , wirst erstens nie nen ruhigen gelassenen Hund kriegen, und zweitens bist Du dann immer mehr auf der Suche nach einer Auslastung für den Hund, weil der Dir in seiner Kondition immer überlegen sein wird.... Dann gehst Du immer länger spazieren, rennst immer schneller, etc.....

    Spaziergang OHNE Beschäftigung SOLL sogar sein, ein Hund muß nicht immer zwangs-beschäftigt werden..... Unabhängig von der Rasse. Der Hund liest unterwegs "Zeitung" und nimmt mit der Nase ganz viele Informationen auf, die der Mensch gar nicht wahrnehmen kann - ein langsamer Spaziergang mit viel Schnüffeln kann sicherlich anstrengender sein für den Hund als ne halbe Stunden joggen z.B.

    Man muß aber schon ehrlich sein zu sich selbst: wenn ich mir meine Zeiten ansehe und feststelle, ich arbeite Vollzeit, und möchte gerne abends mal ins Kino o.ä. (wo Hund net mit kann), und am Wochenende möcht ich gern lieber "chillen" als am Hundeplatz o.ä. rumzuhängen, dann würde ich mir ernsthaft überlegen, ob´s (wenn überhaupt!) ausgerechnet ein Arbeitshund wie der Border werden soll. Klar, ein Minimum Beschäftigung mit dem Hund soll´s schon sein, und wenn ich bei Vollzeit-Job nicht die Lust habe, mehr oder weniger wenigstens die gesamte Freizeit mit Hund zu verbringen, würd ich mir überlegen, ob das auf Dauer gut geht.

    So weit meine Überlegungen bzw. meine persönliche Meinung zu Deinen "Border-Fragen" ;-) Vielleicht hilft´s Dir ja bei der Entscheidung ein bißchen.....

    Juhu - ich oute mich: bin auch ein Tierquäler..... Meine Hunde müssen tagsüber alleine sein, weil ich arbeite (wenn die Tochter grad mal net da ist - aber irgendwann wird sie hoffentlich fertig studiert haben und dann wohl auch mal ausziehen), werden nicht täglich 3 Stunden lang bespaßt, gehen auch nicht 7mal am Tag jeweils 5 Stunden Gassi, bekommen nicht ausschließlich BARF (Hilfe - wenn das leer ist, müssen sie TroFu fressen, die Armen), sie hören nicht perfekt (aber zumindest so, daß ich damit leben kann, und das ist schon recht gut), ich hatte keine Hundeerfahrung, hab mir den ersten Hund von privat geholt (oh Frevel - kann nur sagen: damals war ich noch net im Forum, man möge mir vergeben.... *gg), hab dann auch als vollkommen unerfahren in der Haltung nen irren Jagdhund geholt (ausm Tierheim), wenns Geld leer ist, gibt´s auch meal 3 Tage Billigfutter oder Essensreste mit reingemixt. Und zu allem Überfluß hab ich mir dann auch NOCH nen Jagdhund geholt, den ich ja als Nichtjäger gar nicht artgerecht beschäftigen kann, diesmal auch noch ausm (Auslands-)Tierschutz.

    Und dennoch: ich arbeite mit meinen Hunden, so gut es mir möglich ist, ich bin vor und nach der Arbeit fast nur für sie da, bzw. nehme sie mit, wenn ich unterwegs bin (gestern war z.B. Frieda mit im Büro), sie werden geliebt, artgerecht gehalten (ja, auch mit "jagdlicher" Beschäftigung -Sucharbeit- für die Jäger, allerdings net am Viechzeugs.... *gg), kommen genügend raus, sind keine Einzelhunde (wenn sie schon alleinebleiben können müssen). Und, oh Wunder: sie sind daheim vollkommen entspannt, gehorchen meist gut, sind freundlich anderen Menschen/Hunden gegenüber, und ich hab den Eindruck, sie genießen ihr Leben trotz aller Widrigkeiten..... Was hab ich falsch gemacht?

    :lol: :lol:

    Danke, UnserCarlos, für diesen schönen Beitrag! Allerdings darf man auch net vergessen, daß wir Forenmitglieder hier oft Vieles wissen und uns selbst nicht daran halten, weil´s halt grade net wichtig ist (ich sage nur Leinenpflicht oder Koteinsammeln), oder wir auch nur Menschen sind und grad net aufpassen, wenn Hundi das Beinchen an Nachbar´s Autoreifen hebt. Aber wenn jemand dann ein Problem hat, muß es auch erlaubt sein, das, was man weiß, weiterzugeben, um den Fragenden zu helfen. Unabhängig davon, ob der eigene Hund perfekt ist oder net (man sagt ja nicht umsonst, der Schuster hat die schlechtesten Leisten, das alte Sprichwort hat schon seinen Sinn). Aber, und das stört mich beim Lesen auch manchmal, der Tonfall spielt halt die Musik. Wenn mich die 1.001ste Frage zur Stubenreinheit nervt (oder, mein Lieblingsthema: "Welcher Hund paßt zu mir?", oder mein zweitliebstes: "Mein Lebenstraum ging in Erfüllung" - komischerweise fast immer mit nem Border oder Aussie.... *nerv....), beantworte ich sie halt schlichtweg nicht. Oder ich bleib eben höflich, und laß den Moralapostel daheim - und der klingt hier im Forum schon ab und an gut durch (ob das so geplant ist vom Schreiber, laß ich mal dahingestellt, denn man versteht in nem Forum gern mal was anders als es gedacht war).

    Vor allem kann ich es nicht verstehen, wenn die Leute vollkommen runtergemacht werden - denn die Bereitschaft, mir etwas anzunehmen von Anderen und mein Verhalten zu ändern, wird sicherlich nicht steigen, wenn ich von diesen wüst beschimpft werde als ahnungslos etc. Mal abgesehen davon, daß die Leute ja meist nachfragen, weil ihnen schon aufgefallen ist, daß da irgendwas nicht paßt, und sie nen Fehlerr gemacht haben müssen.

    Am tollsten finde ich immer so Beiträge wie:
    "...als mein Hund gestern meinen Hasen....*blabla" erzählt der TS ganz begeistert von seinen Viechern, und fragt im Anschluß was zum Verhalten des Hundes. Und als Antwort kommt dann ein vollkommen entsetzes "Waaas? Du hälst einen Hasen in Einzelhaltung??" (am besten noch, wenn vorher irgendwo stand, daß der zweite grad vor ner Woche gestorben war) und schon geht´s los: vom Tierquäler bis wasweißich muß der TS sich dann rauf und runter schimpfen lassen. Erstens: lesen ist manchmal von Vorteil. Zweitens: das war glaub ich nicht ganz das, was der TS wissen wollte, und führt den Thread vollkommen ins OT. Drittens: es geht auch höflich.... Man könnte ja erstmal freundlich interessiert fragen, ob der TS noch mehr Hasen hat o.ä.

    Wobei ich zugebe: im Alltag geht´s mir selbst schon manchmal genauso (weil man da nicht wie im Forum den "Beitrag" nochmal lesen und überdenken und umformulieren kann), und wenn dann die Park-Bekanntschaft erzählt, daß sie schon drauf wartet, daß die (in meinen Augen vollkommen verfettete!) Dackelmix-Hündin der Nachbarin (der Bauch hängt fast aufm Boden, und als Bossi sie zuletzt mal zum Rennen aufgefordert hatte, konnte sie sich nicht genügend bewegen und gab wieder auf - 3 Jahre jung ist die Hübsche:( ) mal Junge von deren Jack-Russel-Rüden kriegt, sie hätten schon ganz viele Anfragen, dann ärgere ich mich hinterher über mich selbst (richtig heftig), weil ich angefangen habe, zu "missionieren", was das für ein Unsinn sei, Mixe zu produzieren, die Hunde ja nicht auf Krankheiten untersucht seien, die arme Hündin SO schon kaum laufen kann, was soll die noch mit Welpen im Bauch, dann kommt sie ja gar nimmer hoch, etc...... Wie sind halt im wahren Leben, und nicht alle Menschen haben das Interesse, sich so mit den Bedürfnissen ihrer Tiere auseinanderzusetzen wie die meisten hier im Forum (sonst wären sie ja net hier *gg). Da ist ein Hund halt einfach ein Haustier und nicht wie bei Vielen hier ein Familienmitglied mit eigenen Bedürfnissen, die bestmöglich erfüllt werden. Ist halt so, das muß auch ich akzeptieren, und wenn ich anfange überall zu missionieren oder den Zeigefinger zu erheben, wo jemand was macht, das ich nicht so machen würde, hätt ich viel zu tun und würde nicht mehr zum Arbeiten kommen..... (außerdem steht man dann irgendwann wahrscheinlich ziemlich allein im Park, weil alle plötzlich nen Riesen-Bogen um einen machen *gg) Und trotzdem kann man sich´s halt manchmal net verkneifen, die Moralkeule zu schwingen ;-)