Zitat
In der Huschu ist voll die Diskussion entbrannt weil eben dieser H und aus Ungarn stammt der jetzt STaupe hat, ob geimpft oder nicht wei´ß ich eben nicht, müsste das nochmal erfragen, die Impfgegner flippen jetzt natürlich aus weil der "schei....ß Auslandshund schuld ist wenn ihr (ungeimpfter!!) hund sich jetzt evtl. ansteckt......
Möchtest Du wohl jetzt damit argumentieren, ich muß meinem Hund das ganze Chemiezeugs an Impfungen reinpumpen, nur weil irgendwelche Leute sich vor lauter Geiz-ist-geil-Mentalität ansteckend kranke Hunde holen? Daß ich dran schuld wäre, wenn mein Hund sich an solchen Hunden ansteckte, weil ich ihm das Zeugs net gegeben hätte? Ich denke, wenn mein Hund, ob geimpft oder nicht, sich ansteckt, ist immer noch der kranke Hund "schuld", der die Keime übertragen hat, und nicht mein Hund, weil er ungeimpft ist (bzw. wäre)!
Da muß man doch an ner ganz anderen Stelle ansetzen: unsere Hunde alle komplett durchzuimpfen ändert nichts daran, daß Hunde woanders so gehalten werden (Massenhaltung, verdreckte Käfige etc., das ganze Programm halt), daß sie überhaupt erst erkranken, dann noch gegen deren Kranksein nichts unternommen wird, und die armen Tiere dann obendrein noch im kranken Zustand durch die Nationen gekarrt werden! Wenn man diese Mißstände beseitigen würde, dann hätten wir auch kaum ein Problem mehr mit wiederkehrenden Staupe- u.a. ansteckenden Infektionen und müßten das Chemiezeugs net dauernd reinimpfen. Die Impferei beim Hund kaschiert doch bloß das Ausmaß des Elends, wo sich überall Krankheitskeime befinden, sprich verdeckt die Auswirkungen solcher Haltungsformen - die Keime sind ja trotzdem da, auch wenn der Hund keine Krankheitszeichen mehr zeigt.
Deswegen generell auf Auslandshunde zu schimpfen, halte ich für übertrieben - aber ich gestehe, hätte ich einen Hund, mit dem ich noch im Verein trainiere, und in derselben Gruppe im Verein wär solch ein Staupe-Hund aus dem Ausland, ich wäre auch ganz schön sauer (selbst wenn meine voll geimpft wären), wenn meiner sich von dem anstecken könnte - aber nicht auf den armen "Auslandshund", sondern auf den Besitzer, der den Hund in die Gruppe mitnimmt, bevor der TA das freigegeben hat... Und indirekt natürlich auf die ganzen Umstände, die die armen Tiere erst so erkranken lassen.
Hab vor ner ganzen Weile bei uns im Park mal jemanden gesehen mit einem Welpen aus der Tschechei, Kaufpreis 35,- € und komplett ohne Papier und Impfungen. Die lief bei uns im Park rum, wo alle mit ihren Hunden waren. Sowas ist dasselbe: einfach nen kranken Hund mitnehmen an Orte, wo viele andere Hunde sich anstecken könnten, einfach verantwortungslos. Gibt ja auch Welpen, die noch nicht komplett durchgeimpft sind und sich dort dann anstecken könnten, oder kranke Hunde, die Impfungen nicht vertragen, alte, die durch Impfungen zu sehr belastet würden, Epilepsie-Hunde, bei denen Impfen wohl kontraindiziert sind etc.etc., selbst wenn man davon ausgeht, daß ein Familienhund normalerweise durchgeimpft ist.
Die Impferei mag vielleicht helfen (und selbst das ist ja teilweise umstritten), aber die Lösung (nicht für alle Krankheiten, ganz klar, aber gerade bei Hunden, wo viele Krankheiten durch die Haltungsbedingungen begünstigt werden) liegt darin, die "günstigen" Bedingungen für solche Keime zu eliminieren, als da wären Massenhaltung, schlechte Versorgung, zu viele Tiere auf zu engem Raum, Schwächung der Jungtiere, indem sie zu früh von den Eltern getrennt werden (ich sag nur Vermehrer!), etc. etc.
Dann wäre sicherlich die Gefahr für Staupe & Co. nicht komplett gebannt - aber doch deutlich reduziert; so weit, daß man darüber nachdenken könnte, daß das ganze Chemiezeugs nicht mehr standardmäßig gebraucht und in den Hund gepumpt wird. Und dann muß sich jemand, der nachdenkt und impfkritisch ist und subjektiv abzuwägen versucht, was an Chemie er seinen Hunden antun möchte, und dann wohlüberlegt impft oder eben nicht impft, auch nicht mehr (mehr oder weniger direkt) als fahrlässig oder leichtfertig abstempeln lassen... (ich spiele auf den von mir orange markierten Teil Deines Textes oben an).
Jedenfalls, gibt es Staupe mit Sicherheit nicht nur im Ausland, sondern leider auch hier, und insofern sind diese Leute, die jetzt bei Euch auf Auslandshunde schimpfen, schon etwas blauäugig.....
Übrigens: HIER: http://www.x-axis.net/krankheiten/hunde/staupe/index.html
lese ich raus, daß nur gegen die sekundären Infektionen was gemacht werden kann bei Staupe. Nachdem die Erreger selbst im ZNS und Gehirn sitzen lt. dem Artikel, schließe ich daraus, daß man zwar die Auswirkungen der Krankheit bekämpfen kann, aber der Hund nicht mehr 100% gesund wird nach so einer Erkrankung. Ob er dann aber noch ansteckend ist, das hab ich nirgends gefunden auf die Schnelle......