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Ich selbst bin Auch jetzt nicht die ruhigste Person, bin selbst ziemlich hibbelig, ist das der Fehler ? ....
Auch das kann (mit) Ursache für nen überdrehten Hund sein. Mein Bossi ist da ganz besonders ein Spiegelbild von mir selbst. Gehe ich ganz entspannt schlendernd, bleibe ruhig, rufe ihn auch ruhig heran, dann kann auch er entspannen und trabt locker in meiner Nähe rum.
Bin ich aufgedreht, zischt der ab, rennt 200 Meter voraus, kommt wieder, rennt wieder weg, kommt, springt an mir hoch ("mach hinne!" *gg), geht wieder. Ist zwar kooperationsbereit, und spielt dann auch mit mir, rennt also nicht komplett sinnlos durch die Gegend, aber man merkt´s halt einfach. Allerdings kann er sich alleine wieder beruhigen, nach ner Weile läuft er dann im normalen Umkreis und ist gut ansprechbar.
Notfalls kann man das auch erstmal üben, indem man wo spazierengeht, wo es nix Aufregendes gibt, schön langsam, ab und an sich mal setzt, die Natur genießt, dann weiterschlendert, notfalls ein Buch mitnehmen, damit Du keine Hummeln im Hintern kriegst, wenn Du sitzt. Erst, wenn der Hund ganz entspannt neben Dir liegt, kannst wieder aufstehn und weiterschlendern. Damit zwingt Du Dich selbst, zu entspannen, und das überträgt sich auch auf den Hund. Wenn das so ganz gut klappt, kannst das auch mal in der "Stadt" probieren, Dich etwas weiter weg von einer Streßquelle einfach hinsetzen, total entspannen, gähnen, nen Kaffee trinken, und den Hund die Eindrücke einfach verarbeiten lassen. Wenn er ruhig ist, wieder heimgehen, dann kann er dort schlafen und das Erlebte weiter verarbeiten. Geht das gut (man kann die Zeit registrieren, die er benötigt, ruhiger zu werden), dann kannst auch mal etwas näher ran gehen an die Streßquelle, selbes Spielchen von vorn.
Ganz viel hilft es mir, mir bewußt zu machen, wenn ich hektisch oder aufgedreht bin, dann kann ich ganz gut mit ein paarmal bewußt Durchatmen bei mir Ruhe reinbringen, und dann klappts auch mit Dem Hundekerl ;-)
Als Bestätigung muß es nicht unbedingt Fleisch sein. Bossi z.B. nimmt auch gerne Gurken, Paprika o.ä. - hat er durchs Barfen kennen- und schätzengelernt. Ich nehm meist Fleischwurststückchen, aber manche Barfer wollen das ja dann nicht, weils schon wieder verarbeitete Produkte sind.
Generell zur Ernährung: Getreide pusht gewaltig. Wenn ich barfe, dann merk ich das deutlich am Hund, denn da kann ich selbst entscheiden, ob Getreide im Futter ist oder nicht. Oder Du versuchst ein getreidefreies Trockenfutter, notfalls auch als Leckerli für unterwegs.