Auch für mich ist ganz deutlich, daß der arme Mops sich nur noch bedrängt fühlt, Deinen sogar ein Stück über die Wiese kläffend verfolgt - DAS IST KEIN SPIEL!! Zumindest nicht für den Mops. Der arme Kleine wird massivst bedrängt, quietscht die ganze Zeit, sucht Schutz bei seiner Halterin und wird in keinster Weise von dieser unterstützt. Und Dein Hund findet´s einfach nur toll, und merkt gar nicht, daß der Andere hilflos ist bzw. ignoriert dessen Abwehrversuche. Bei 0:10 etwa wird der arme Kleine schon fast zerquetscht zwischen Deinem Hund und seiner Halterin, die sich dabei nicht mal auch nur einen Millimeter vom Fleck rührt, um ihm Platz zu geben.
Der Kleine ist einfach nur total überfordert und verunsichert. Wenn Dein Hund das z.B. mit meiner kleinen Biene machen würde, hätte er ein Problem: die würde ihm eine klare Ansage erteilen und ihn bei Nichtbeachtung diese anschließend keifend über die Wiese hetzen, so klein wie sie ist - aber sie besteht auf anständigem Benehmen und Respekt ihr gegenüber ;-) Aber der Mops hat dafür wohl nicht genügend Selbstbewußtsein, ist vielleicht auch noch jung.
Hier bist Du gefordert, sowas zu beenden. Am Ende der Sequenz setzt Dein Hund sich dann endlich freiwillig hin und läßt dem kleinen Luft - das wäre z.B. ein toller Moment, um ihn ganz doll zu loben. Weil er´s endlich kapiert hat, daß es dem Kleinen zu viel geworden ist. Wenn Du solche Dinge unterstützt, kann er das gut lernen, was an Verhalten erwünscht ist, und wird künftig evtl. vorsichtiger sein oder schneller reagieren, wenn ein Hund zeigt, daß es zu viel wird.
So, wie der Süße spielt, könnte er Spaß mit meinem Terriertier haben. Der kläfft auch immer, wenn er zum Spielen auffordert, und dieses körperliche Rumgeraufe käme ihm auch entgegen ;-) Aber für den kleinen Mops ist das in dem Moment echt zu viel. Und selbst, wenn er mitmachen würde - wenn die etwas wilder spielen, hast Du immer die Gefahr, daß Deiner beim Draufspringen den Kleinen blöd verletzt - wenn ein Hund so körperlich spielt, würde ich ihn nicht mit wesentlich kleineren Hunden spielen lassen. Wenn der blöd drauffällt, ist der Rücken vom Mops kaputt... mit dem zweiten Hund sieht das viel besser aus, das ist wirklich Spiel. Spiel erkennt man u.a. daran, daß mal der eine, mal der andere gejagt wird, oben oder unten liegt. Das hat man bei dem Mops überhaupt nicht, der ist nur unten, oder versucht zu flüchten oder zu maßregeln. Ganz anders also.
Da kann ich nur dringendst einen guten Trainer empfehlen, der Euch beibringt, den eigenen und andere Hunde zu lesen. Und das gilt für beide Parteien, auch die Halterin des armen Möppels.....
Und wenn Du Hunde lesen kannst, dann erkennt Du auch rechtzeitig, wenn der Andere sich bedrängt fühlt und kannst Deinen Hund ausbremsen und rausnehmen aus der Situation, bevor der Andere sich genötigt fühlt, so deutlich zu werden in seiner Verteidigung, daß Blut fließt! Dann klappt auch der Kontakt mit anderen Hunden wieder. Deiner wird nie lernen, sich adäquat zu verhalten, wenn Du ihn immer einfach machen läßt, egal, wie wild er ist und wie er sich aufführt, und ihm nicht erklärst, daß er die Signale des Spielpartners besser ernst nehmen sollte. Irgendwann würde er mit dieser Spielweise mal an den Falschen geraten, der ihm dann zeigt, daß er sowas nicht akzeptiert - und Du hast bestimmt keine Lust auf Tierklinik & Co. - oder? ;-)
Sehr empfehlen kann ich Dir diese DVD zum Thema Körpersprache Hund:
Da ist die Körpersprache des Hundes super erklärt und auch mit Bildern bzw. kurzen Sequenzen miteinander kommunizierender Hunde anschaulich gemacht. Hat mir auch nach einigen Jahren der Hundehaltung nochmal so Einiges vor Augen geführt, was ich vorher nicht wahrgenommen hatte. Ist zwar relativ lang, das sind zwei DVDs, aber lohnt sich echt ;-)