Hat der TA ein Hautgeschabsel gemacht und WIRKLICH Demodex gefunden oder hat er das nur so durchs Draufgucken diagnostiziert? Wenn kein Geschabsel gemacht wurde, würde ich einen weiteren TA konsultieren.
Demodex fangen Hunde sich normalerweise nicht draußen ein, im Gegensatz zu Grasmilben, sondern Demodex-Milben leben in der Haut und kommen bei einer Schwächung des Immunsystems meist zum Vorschein. Wenn ein Hund demodex-Milben hat, dann liegt die Vermutung nahe, dass er sich bei der Mutter während des Säugens angesteckt hat.
Ich vermute, das SpotOn war Advocate, die Waschlösung Ectodex. Ich bin ehrlich: Das Ectodex alleine ist schon eine Hammerbehandlung weil sehr aggressiv. Das noch gepaart mit Advocate würde ich meinem Hund für einzelne Stellen nicht antun, bitte befrage diesbezüglich nochmal einen anderen Tierarzt, ich kenne nur, dass man entweder das eine oder das andere Mittel gibt, beides wäre mir auch eine zu hohe Gefahr, dass die Belastung für die inneren Organe zu groß wird.
Für Demodex gilt, sofern ihr eine gesicherte Diagnose habt: Behandeln, bis alle Stellen weg sind, danach darauf achten, dass das Immunsystem nicht unnötig geschwächt wird. Also keine Antibiosen, wenn vermeidbar, hochwertige Ernährung, aufpassen mit dem Impfen und SpotOns. Cortison sollte ebenfalls nur gegeben werden, wenn es gar nicht anders geht, da es das Immunsystem unterdrückt und prompt feiern die Demodex eine große Party auf dem Hund.
Mich irritiert, dass beide Hunde gleichzeitig Probleme bekommen haben, das würde für mich eher nach Grasmilben klingen. Meines Wissens nach hilft Advocate auch gegen Grasmilben, so dass egal in welchem Fall bald eine Besserung eintreten sollte. Mit den Ectodex-Waschungen würde ich, sofern es sich wirklich um Ectodex handelt, unbedingt warten, bis ein zweiter TA was dazu gesagt hat, ich persönlich empfinde diese doppelte Behandlung mehr als fahlässiges "mit Kanonen auf Spatzen schießen". Demodex sind zwar keine Spatzen, aber gleich mit zwei Mitteln daran zu gehen halte ich insofern für gefährlich, als dass es auch eine deutlich größere Belastung für den Organismus des Hundes darstellt.
LG, Henrike