Beiträge von Niani

    Nur falls das falsch rübergekommen sein sollte: Ein jagender Hund muss m.E. nicht für den Rest seines Lebens an der Leine bleiben. Er sollte in meinen Augen aber da angeleint werden, wo damit zu rechnen ist, dass er jagen geht. Wenn er kontrollierbar ist, kann er von mir aus auch da abgeleint werden, wo sich Jagdmöglichkeiten bieten könnten.

    Selbiges gilt dann halt für Hunde, die Kleinhunde als potentielle Jagdbeute sehen. Sie müssen nicht für den Rest ihres Lebens an die Leine. Aber da, wo sie eine Gefahr für Kleinhunde darstellen, sollten sie an die Leine. Sind sie kontrollierbar, ist das für mich kein Problem, wenn sie abgeleint werden.

    Und bis das mit der Kontrolle klappt, muss es halt Möglichkeiten zum Freilauf in eingezäunten bzw. wild-/kleinhundfreien Gebieten geben.

    LG, Henrike mit hauptsächlich sichtjagender Gassi-Hündin (die auch nur da abgeleint wird, wo nichts passieren kann)

    Ich habe gerade eben eine mir bekannte Hundetrainerin, die zwei Salukis im Training hat, danach gefragt. Sie sagt, es ist durchaus möglich, auch "Orientale" wie Salukis zu kontrollieren. Es ist vielleicht nicht einfach und man muss durchaus "wachsam" sein, aber es ist machbar. Sie sagt, die beiden sind "Jäger vor dem Herrn" und dennoch dürfen sie frei laufen. Eben weil sie kontrollierbar sind.

    Einen der beiden durfte ich auch schon kennenlernen und habe es selbst erlebt, dass er frei laufen durfte und vor allem: KONNTE!

    Es geht also auch bei Orientalen.
    Wenn du mir nun noch mit dem Argument kommst, dass der wahrscheinlich nicht so viel Importblut in den Adern hast, dann geb ichs auf. Dann frage ich mich wirklich, warum es dann ein Saluki mit so viel Importblut sein musste, wenn du offensichtlich nicht in der Lage bist, mit dem Jagdtrieb umzugehen und so zu handeln, dass keine anderen Tiere gefährdet werden, wobei es mir persönlich wurscht ist, ob das nun Kaninchen oder Kleinhunde sind...

    Mir fehlen die Worte bei soviel Ignoranz und Dreistigkeit.

    Andere Hunde bleiben ewig und drei Tage an der Schleppe, damit sie auch ja nie die Möglichkeit bekommen könnten und ausnutzen könnten, auch nur ein Karnickel zu jagen (und zwar solange, bis sie wirklich kontrollierbar sind!!!) und dein Hund bekommt von dir regelmäßig die Möglichkeit, auf einen Kleinhund zu gehen, kann man ja glatt von Glück reden, dass er sie bislang "nur" zwei Male ergriffen hat...

    Mir tut jeder Kleinhund leid, der euch begegnet, bei dem Yamiq ganz eventuell seinen Trieben nachgehen könnte...

    Zitat

    Hatte vergessen zu ergänzen, dass mit "uneingeschränkter Bewegungsfreiheit in der Kleingartenanlage" mein unmittelbarer Umkreis gemeint war. ;) :p
    Leinelaufen ist nunmal was anderes, als einfach nur in unmittelbarer Nähe zu bleiben.

    Für mich ist da kein Unterschied, abgesehen davon, dass andere sich sicherer fühlen und man sich an die Regeln hält. Ein leinenführiger Hund wird ohne Probleme durch die Siedlung laufen, ohne dass ihm was vor den Beinen baumelt, ohne dass er weitergezogen werden muss und sonstiges. Großartig Zeit zu schnuppern bleibt ihm nicht, wenn er in meiner unmittelbaren Nähe bleiben muss und ebensowenig für Tempowechsel, weil er ja in meiner Nähe bleiben muss. Warum bricht man sich dann einen Zacken aus der Krone, die Leine dranzumachen?

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    Optimal heißt, er wird nicht durch die Leine eingeschränkt. Sie hängt ihm nicht vor den Füßen, der Hund wird daran nicht gezogen, wenn er sich entfernen will usw. . Ohne kann er schnüffeln, im Zickzack laufen, mal hier mal da gucken gehen, vor und zurück, nach eigenem ermessen stehenbleiben oder lostraben ect. .

    In einer Kleingartenanlage???!?

    Mein Hund darf an so vielen Punkten nur "eingeschränkt" laufen, da wird ihn die Durchquerung der Kleingartenanlage nicht umbringen, wenn er da nur eingeschränkt laufen darf. An einer Straße würdest du selbiges vermutlich nicht fordern, oder?

    Warum muss ein Hund in einer Kleingartenanlage so uneingeschränkt wie von dir beschrieben laufen dürfen? Mein Hund darf durchaus uneingeschränkt laufen. Aber nicht immer und überall.

    Und wäre es dann nicht quasi schon eine Einschränkung für den Hund, ihm zu verbieten, die Kleingärten zu betreten? Wenn er uneingeschränkt laufen können soll, dann muss er ja wohl auch frei entscheiden dürfen, ob er nun Grundstücksgrenzen übertritt oder nicht, gell?

    Polemische Grüße, Henrike

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    Aber optisch sieht es so aus.

    Tut es das? Ich gehe nicht davon aus, dass jeder, der sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, diese auch sinnvoll findet. Ich gehe lediglich davon aus, dass er akzeptiert hat, dass es gewisse Regeln geben muss, damit JEDER am Straßenverkehr teilnehmen kann, auch wenn ihm einzelne Regeln nun nicht recht sind.

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    Bei diesen Regeln hat man keine andere Wahl, bzw. man kann sie kaum umgehen. Außerdem wird der Hund dadurch nicht eingeschränkt/geschädigt.


    Man kann sie nicht umgehen? Klar kann ich schneller fahren, als es erlaubt ist. Wenn ich erwischt werde, muss ich meine Strafe zahlen, rumlamentieren bringt da nichts. Und dass auf Studiengebühren verzichtet werden kann, beweisen ja andere Bundesländer. Dass die Hundesteuer eine Luxussteuer ist, ist ebenfalls allen hier klar, ergo käme man auch gut ohne sie aus. Abgesehen davon gibt es doch viele Hundehalter, die keine Steuern für den Hund zahlen. Klar kann man das umgehen. Aber wenn sie erwischt werden, gibts halt die Sanktionen. Wieso ist das was anderes?
    Und warum bitte wird der Hund geschädigt, wenn er in einer Gartensiedlung an der Leine geführt wird? Einschränkung verstehe ich ja vielleicht noch, aber wird er nciht auch eingeschränkt, wenn er ohne Leine im Fuß da durch die Sidlung geführt wird???

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    Der grundsätzliche Leinenzwang wirft ein schlechtes Bild auf Hunde und ihre Halter. Von vorneherein. Aus der Perspektive sollte man es mal betrachten. Und dieses schlechte Bild ändert sich nicht durch die Leine. Es verdeutlicht dann nur, dass ich diesem Bild zustimme.

    Nur weil ich mich an bestehende Regeln halte, muss ich ihnen doch nicht zustimmen. Es gibt sogar sehr viele Regeln, denen ich nicht zustimme, an die ich mich dennoch halten muss. Sei es die Geschwindigkeitsbegrenzung auf bestimmten Straßen, die ich nicht nachvollziehen kann, die Studiengebühren, die ich jedes Semester zahlen muss, die Hundesteuer, die ich meiner Stadt zahle, ohne was dafür zurückzubekommen usw. usf. Wenn ich öffentlich nur zeigen kann, dass ich etwas nicht zustimme, indem ich mich darüber hinwegsetze, dann wären wir in Deutschland aber schnell arm dran. Die Steuern werden nur noch willkürlich gezahlt, wenn überhaupt, an Verkehrsregeln hält man sich nur noch, wenn man ihnen zustimmt und sonstige Gesetze sind auch nur noch "nette Vorschläge" an die man sich nicht hält, wenn man öffentlich kund tun will, dass man ihnen nicht zustimmt.

    Das kanns doch wirklich nicht sein...