Im Alltag fordere ich ein, dass Kommandos solange befolgt werden, bis ich sie auflöse und Alltagsgehorsam soll zwar auch Spaß machen, aber da kann ich damit leben, dass das Leben halt manchmal nicht so ist, wie mans gerne hätte
In der ZOS muss ich nichts einfordern und kann komplett positiv arbeiten, ich hab ja keinen Druck und Hundi kann sich das allein erarbeiten.
Und ja, Maja ist anfangs auch nochmal aufgestanden, aber das ist in dem Konzept, wo der Clicker wirklich das Bestätigungssignal im Sinne von "Fein gemacht" bedeutet auch nicht schlimm. Es passt nur nicht in das Konzept, wo der Clicker halt dieses "Go on" bedeuten soll...
Ein ansonsten auch schon geclickerter Hund muss hier nicht korrigiert werden. Er lernt "Ich lege mich hin, habe dafür ein click bekommen, also leg ich mich das nächste Mal wieder hin" und wird dafür wieder bestätigt. Das macht man ein paar Mal, dann dauert es immer eine Sekunde länger, bis der erlösende Click kommt. Und so steigert man das, ohne dass man den Hund einmal hätte korrigieren müssen. Ich bin beileibe nicht nur Wattebäuschchenwerfer, aber wenn wir just for fun ZOS betreiben, dann muss ich da keine festen Grenzen stecken und durchsetzen. Ich behaupte einfach, dass ein Hund, der in der ZOS nie großartig korrigiert wurde, sondern einfach nur durch trial and error gelernt hat, welche Verhaltensweisen zum Ziel führen und welche nicht (und sich somit die "Grenzen" quasi selbst erarbeiten), mit noch mehr Spaß rangeht, weil er eben nie "ausgebremst" wurde. Bei sensiblen Hunden macht sich das sehr deutlich bemerkbar.
Zumal, das darfst du nicht vergessen, ein "normal" geclickerter Hund überhaupt keine Regeln überschreitet, wenn er nach dem Click aufspringt, denn er hat gelernt, dass der Click die Übung beendet und somit darf er dann auch aus dem Platz raus 
Heute würde Maja übrigens auch nach einer längeren Zeit ohne Click nicht aufspringen, einfach weil ich die Zeit, bis der Click kam, schrittweise nach oben gezogen habe 
LG, Henrike