Ich nehme zwei Hündinnen immer mal wieder mit.
1. Kleinpudelmädel, ca, 2,5 Jahre, die *hust* etwas ältere Besitzerin (jenseits der 90) kann nicht mehr so, wie die Kurze es bräuchte, also nehme ich sie mit. Es ist wohl Mitleid, von mir aus auch meine soziale Ader, wie auch immer man es nennen mag. Wir gehen keine besonderen Strecken, sondern sie kommt schlicht auf Majas und meinen Gassi-Runden mit. Gedanken um den ersten Spaziergang hab ich mir "damals" ohne Ende gemacht, aber völlig unnötig, die Kurze kennt zwar nix, ist aber ein kleiner Streber. Die ist so glücklich, dass sich wer mit ihr beschäftigt, dass sie sich in kürzester Zeit zum Musterschüler entwickelt hat, was dann so aussieht, dass ich beide Hunde rufe und die Kleine steht vor mir, noch bevor Maja sich umgedreht hat
Dementsprechend muss ich der Halterin auch kein Feedback geben, was mir nicht passen würde, die Kleine ist einfach ein Traum. Bei der Dame hätte es aber auch wohl weniger Sinn, die ändere ich nicht mehr und wenn der Hund bislang keine Erziehung genossen hat, dann wird er das nicht tun, wenn ich jetzt der Halterin erzählen würde, was mir nicht passt.
2. Labrador-Schnauzer-Mix, knapp 1,5 Jahre alt, die Hündin einer Freundin von mir. Sie kommt ab und an mal für einen Nachmittag oder so zu uns, wenn es bei ihrem Frauchen zeitlich eng wird. Um den ersten gemeinsamen Spaziergang musste ich mir keine Sorgen machen, Maja kann so ziemlich mit jedem und hätte sie schlimmstenfalls einfach ignoriert. Die beiden haben sich aber von Anfang an geliebt und so musste ich mir auch keine Sorgen machen, als ich das erste MAl mit beiden alleine unterwegs war. Auch hier gehe ich keine besonderen Strecken, sondern ich entscheide nach Zeit, Wetterverhältnissen und der Stimmung der Hunde, wo wir langgehen. Feedback bekommt die Besitzerin schon von mir, allerdings weniger, was mir an ihr nicht passt, sondern so generell, wie es gelaufen ist, was mir aufgefallen ist, wir sprechen drüber, wie sie und ich jeweils in bestimmten Situationen vorgehen usw. damit wir auch an einem Strang ziehen. Ansonsten steht mir nicht zu, irgendwas an diesem Hund als für mich nicht passend zu beurteilen, es ist nicht mein Hund und sie muss ihrer Besitzerin passen. Sie muss sich hier an die Hausregeln halten, die grob gesehen die sind, die sie auch von Zuhause kennt und sie darf mir draußen nicht den Arm auskugeln, auch etwas, was Frauchen genauso sieht
Alles andere was ich so bemerke, spreche ich zwar an, aber nciht unter dem aspekt "Das passt mir nciht", sondern mehr so "Das ist mir aufgefallen, macht sie das bei dir auch, darf sie das, darf sie das bei dir nicht usw."
LG, Henrike