Beiträge von Niani

    Ich packe meinen Hund da in Watte, wo ich es für nötig halte und lasse ihn da uneingepackt, wo ich denke, dass Hundi schlecht drauf verzichten kann (ich würde ihr z.B. ungern das Schwimmen komplett verbieten).

    Mein Hund braucht keine Stöckchen zu seinem persönlichen Glück, also kann ich die durchaus auch streichen und brech mir keinen Zacken aus der Krone, das dann auch wirklich durchzusetzen.

    Allerdings hab ich noch nie erlebt, dass mich dafür wirklich jemand schräg angeguckt hat (oder ich habs verdrängt :D), es kommt höchstens eine interessierte NAchfrage oder man akzeptierts, auch wenn man es selbst nicht so ganz nachvollziehen kann...

    Naja, 45 Minuten ausdiskutieren haben auch mich angenervt. Aber mit einer Pflegehündin mit TH-Vergangenheit, die generell noch ein Thema mit "Ruhe" hat, gehts manchmal nicht anders. Und nachdem sie geschnallt hatte, wie der Hase läuft, war alles super. Mit meiner muss ich sowas auch nicht ausdiskutieren, die weiß, wie ich meine Kommandos meine. Bei "Neulingen", die mich noch nicht lange kennen, die vermutlich generell noch nie soooo viel Konsequenz kennengelernt haben, reichte ein einfaches "Schluss jetzt" leider nicht, die olle Ziege hat mich angeguckt, um dann wieder in Richtung Maja sprinten zu wollen.

    Es geht ja nicht darum, die Hunde nur noch auf den Decken liegen zu haben. Beide dürfen die Schlafplätze wechseln, sie dürfen was trinken gehen etc. sie dürfen sich auch von mir aus gemeinsam in eine Kudde quetschen, es darf nur nicht getobt werden.

    Aber mal ehrlich: Was sollen sie sonst tun, wenn sie nicht toben dürfen, als pennen?

    LG, Henrike

    Ich trenne die jeweiligen Hunde voneinander und weise sie an, sich schlafen zu legen. Maja bekommt ein "Heia machen" um sich ins Körbchen zu legen, die Pflegis, die das Kommando nicht kennen, werden von mir zum Ruheplatz geführt und dort bleib ich so lange stehen, bis sie sich hinlegen, ich lobe kurz fürs Hinlegen und dann ist Ruhe im KArton.

    Meint jemand, er müsse testen, ob ich meine, was ich sage, wird einer durchaus auch einfach mal durch eine geschlossene Tür daran gehindert, wieder anzufangen.

    Ruhen beide und einer will hinlaufen, um den anderen wieder zum Spielen zu animieren, korrigiere ich und bringe ihn zum Ruheplatz zurück. Wirds zu nervig, fliegt derjenige raus.

    Mit meiner einen Pflegehündin hab ich das mal 45 Minuten am Stück ausdiskutiert, ob nun Ruhe ist oder ob man immer und immer wieder zu Maja hinrennt. Danach gabs nie wieder eine roße Diskussion drum und sie hat das akzeptiert. ;)

    LG, Henrike

    Keine Ahnung, ob Handbücher zwingend notwendig sind... Ich habe kein einziges, ich bin generell nur im Besitz von zwei Hundebüchern (kurz hab ich überlegt, den "Rotwerd"-Smilie einzufügen, aber nee, ich schäm mich ja gar nicht :D).

    Auf Majas Aussage, ob sie so sehr drunter leidet, dass ich keine Bücher zu Rate gezogen habe, ist auch kein Verlass, die Madame ist sowieso der Meinung, dass das blöde Rabenfrauchen zu streng ist, sie zu wenig füttert und sie zu selten krault :roll:

    Aber im Zweifelsfall bekenn ich mich natürlich gern schuldig, der Hund ist nach Bauchgefühl erzogen worden. Ob das nun gut oder schlecht ist, mögen andere beurteilen, die das Riesenbaby kennen...

    LG, Henrike

    Zitat

    Ich besitze eine Labrador Hündin aus einer unseriösen Zucht (war schwer krank, allerdings NICHT aufgrund einer rassespezifischen Disposition) und weiß wirklich nichts an meinem Hund auszusetzen.
    Durch extrem viele Sozialkontakte konnte ich mir ein Bild davon machen, wie andere Rassen (Mischlinge) soziale Probleme lösen und nur wenige sind dabei so souverän wie mein "degenerierter" Labrador.
    Damit meine ich NICHT, dass sie sich permanent unterwirft, beschwichtigt oder vermeidet. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, geht Cala auch in die Konfrontation, was allerdings noch nie mit Bisswunden oder Ähnlichem endete.
    Ich habe an meinem Labrador nichts auszusetzten und kenne im Gegensatz genug Mischlinge oder reinrassige Hunde, die sich mal ne Scheibe von ihrer Souveränität abschneiden könnten.

    Naja, wenn man sich mal die Labradore allgemein anschaut und nicht nur einzelne tolle Exemplare, von denen ich hier auch eines sitzen habe, dann sind aus arbeitswilligen, arbeitsfähigen, robusten Wasserhunden mit ziemlich entspannter Weltanschauung Hunde geworden, die durchaus Defizite haben und das leider auch nicht zu knapp. Gesundheitlich (da fällt meine auch drunter), aber auch vom Wesen her: Bewegungsunlustig, unmotiviert, dafür umso "wankelmütiger" in bestimmten Situationen, distanzlos und stellenweise sowas von "unentspannt"...

    Man muss sich in der Tat nur mal auf der Straße umschauen, die Schlaftabletten-Labradore mit 10kg zu viel auf den Rippen und die Dampfwalzen-Exemplare, die begleitet von "Der tut nix" ihre Matschpfoten auf deinem Brustkorb hinterlassen, sind genauso überall wie die oftmals hypersexuellen Labrador-Rüden, die alles besteigen, was nicht niet- und nagelfest ist ;)

    Staffy hat schon Recht, es liegt hier einiges im Argen. Von "neutralisiert" würd ich aber höchstens bei den Schlaftabletten reden ;) Und ja, vielleicht brauchen wir dafür wirklich nen eigenen Thread ;)

    LG, Henrike

    Zitat

    @ Niani
    Ich wollte hier nicht seitenweise über die Zucht von Labradoren diskutieren. Das war damals nicht Sinn des Threads und sollte auch nicht dazu werden.

    Wenn man provokant die Labradore als Beispiel für die Argumentation nutzt, muss man damit rechnen, dass das auch mal jemand hinterfragt bzw. mit dieser Aussage nicht klarkommt...

    Ansonsten: Ja, was aus dem Labrador stellenweise geworden ist, ist traurig und schade. Von "neutralisiert" zu sprechen, halte ich jedoch noch immer für stark überzogen (und das nicht nur wegen der ab und an tollen Labradore dazwischen) und dies den Vermehrern anzulasten, ebenfalls ;)

    LG, Henrike

    Schön, dass du Fragen grundsätzlich mit Gegenfragen beantwortest. :roll:

    Ich sehe sehr sehr viele Dinge, was Änderungen am Labrador angeht, sowohl Äußerliches, als auch Verhalten.

    Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass dies rein auf die Kappe der Vermehrer geht. Ich behaupte sogar, dass du gerade beim Vermehrer Gefahr läufst, keinen Schlaftabletten-Labrador zu bekommen, eben weil dort nciht mit Zuchtziel "neutraler" Hund vorgegangen wird, sondern weil dort x-beliebige Hunde aufeinander gelassen werden. Beim Vermehrer kannst du auch nicht sicher sein, ob du einen von schmalen langbeinigen Labrador bekommst, einen breiten Vertreter auf kürzeren Beinen oder gar einen schmalen Labrador auf kurzen Beinen oder einen breiteren, der von der Größe her ziemlich weit oben am Standard angelegt ist.

    Und eben deshalb fällt es mir ja so schwer zu glauben, dass du wirklich annimmst, es sei der "Verdienst" der Vermehrer, dass es heute durchaus auch die Schlaftabletten unter den Labradoren gibt (und dass es sie nicht zu selten gibt, ist mir ebenfalls bewusst...)

    Zitat

    Beschäftige dich mal mit dem Verhalten der heutigen Vermehrerlabis und denen, die noch rein im Ausland (und teils noch hier) gezüchtet werden.

    Schau dir mal einen im Original und das, was du heute als Familienhund bekommst.


    Na, das möcht ich doch jetzt mal genauer wissen. Soll das heißen, dass die Vermehrerlabbis die "neutralisierten" Hunde sind? Und wie will ein Vermehrer das schaffen, wo wir doch immer predigen, dass Vermehrer ohne Sinn und Verstand, ohne Zuchtziel und Konzept Hunde in die Welt setzen?