Beiträge von Niani

    Oh missversteh mich nicht. Knurren ist die Ausdrucksform von "Da passt mir was nicht", es unter Aggression zusammenzufassen war so schön einfach. Und doch, bei meinem Hund kann ich ganz klar an der Bindung festmachen, dass ich Dinge bei ihr tun kann, die unangenehm sind, ohne, dass sie mich warnt. Und wenn du dir bei einem sicher sein kannst, dann dabei, dass mein Hund nicht dafür gemaßregelt würde, dass sie mich warnt. Wird sie nicht, wenn sie es denn mal tut. Stattdessen schaue ich, dass ich das akzeptiere, wenn sie mir zeigt, dass ihr was nicht passt. Natürlich könnt sie nun draus lernen, dass sie immer nur knurren muss, wenn ihr was nicht passt - tut sie aber nicht. Sie hat gelernt, dass ich ein Knurren akzeptiere und respektiere, was wiederum unser Vertrauensverhältnis stärkt.

    Du schreibst, es gibt verschiedene Hunde. Natürlich gibt es die. Aber ich hab nirgendwo pauschal von allen Hunden gesprochen, sondern immer nur von meiner Maja als individuellem Hund, denn da treffen die Aussagen zu. Und Birgit hatte in diesem Thread doch danach gefragt, wie wir es bei unseren einzelnen Hunden halten, wenn ich mich nicht irre. Wo ist also dein Problem mit meinem Beitrag?

    Mein Hund muss nicht dauerhaft lieb sein. Aber es erleichtert das Leben so ungemein ;) Mit Maja habe ich einen Hund, der alles mit sich machen lässt, an dem ich alles machen kann, was ich (oftmals aus medizinischen Gründen) für notwendig halte und der nicht im Leben auf die Idee käme, nach mir zu schnappen. Muss sie aber auch nicht. Sie darf mich nämlich warnen, wenn ich ihr wehtue. Auch das tut sie selten genug (was ein echter Retriever ist, ist hart im Nehmen).

    Ich weiß es wirklich zu schätzen, einen Hund zu haben, der keine Ressourcen verteidigt, der mich alles an ihm machen lässt und bei dem sich mir die Frage eigentlich nicht stellt, ob sie bestimmte Aggressionen zeigen darf oder nicht, denn sie tut es so gut wie nie. Ich möchte es auch eigentlich nicht anders haben, weil ich es so schön "einfach" finde. Allerdings sah und sähe der Weg dorthin nie in Form von Verbieten aus. Es ist die Bindung. Ich kann inzwischen von Maja und mir behaupten, dass wir ein verdammt gut eingespieltes Team sind und nur deshalb, weil sie mir grenzenlos vertraut und ich ihr (fast) grenzenlos vertraue, ist die Situation zwischen uns so, wie sie ist: Dass mein Hund keine Notwendigkeit sieht, mir gegenüber Aggressionen zu zeigen.

    Nein, ich möchte eigentlich keinen Hund haben, der mir gegenüber Aggressionsverhalten in jedweder Form zeigt. Und nein, ich würde es dennoch nicht verbieten. Denn ich gehe lieber den "sanften" Weg der Aggressionsvermeidung, da kann ich mir dann sicherer sein, dass das Verhalten nicht umschwankt.

    LG, Henrike

    Nunja, angenommen man hat einen unverträglichen Hund oder zumindest einen, der nicht drauf steht, in einer Tour von anderen belästigt zu werden, wohin darf man denn dann noch mit dem Hund? Wo darf der Hund sich denn dann auslaufen?

    Ich habe hier bei mir genügend Möglichkeiten, meinem Hund Freilauf zu bieten, auch ohne Auslaufgebiete. Obendrein kann ich mich glücklich schätzen, einen Hund zu haben, der mit allen anderen klarkommt. Aber was mach ich denn, wenn ich diese Gegebenheiten nicht habe? Wenn Freilauf nur in solchen Gebieten möglich ist und der Hund zwar von sich aus nicht auf andere Hunde losgeht, aber von diesen auch möglichst in Ruhe gelassen werden möchte? Muss mein Hund dann sein Leben quasi an der Leine fristen, weil ich mit ihm auch nicht ins Auslaufgebiet gehen kann, weil dort jeder seinen Hund ohne zu fragen zu meinem hinlässt? Na, ich weiß nicht. Rücksichtnahme ist doch keine einseitige Geschichte. Bleibe ich mit einem solchen Hund den Auslaufgebieten fern, nehme nur ich Rücksicht und die anderen Halter gar nicht. Nutzt jeder das Auslaufgebiet und man fragt halt entsprechend nach, nehmen alle Seiten Rücksicht, weil man eben dafür sorgt, dass kein Hund den anderen belästigt und jeder Hund sich dennoch austoben kann.

    JEtzt mal ehrlich: Es bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone, mal freundlich nachzufragen und es tut auch nicht weh. Wie gesagt, ich habe diese Problematik nicht, weil Maja mit allen verträglich ist. Dennoch kann ich für mich abwägen, was ich schwerwiegender finde: Den Mund aufmachen und abklären, ob Kontakte gewünscht sind oder erwarten, dass andere Hunde dauerhaft an der Leine bleiben und sich von Auslaufgebieten fernhalten, damit ich meinen Hund im Auslaufgebiet ohne nachzufragen zu allen anderen hinlassen kann. Und ich finde letzteres eine weitaus schrecklichere Einstellung...

    LG, Henrike

    Gut, ich würd auf einer Hundeauslauffläche kein Picknick veranstalten, aber ansonsten sähe ich schon zu, dass ich vorher nachfrage, bevor ich meinen Hund hinlasse.

    Je nach Gebiet ist es ja so, dass man nciht allzu viele Alternativen hat, seinen Hund mal freilaufen zu lassen. Das heißt aber noch nicht, dass auch zwangsläufig der Hund mit jedem anderen Hund in Kontakt kommen muss. Der Eine will vielleicht ein paar Trainingseinheiten im Freilauf mit dem Hund machen, die er sonst nirgends machen könnte, der nächste hat vielleicht mehrere Hunde, bei denen eine gewisse Gruppendynamik entsteht, wenn ein fremder Hund anfängt zu nerven und der dritte hat einen Hund, der überhaupt keinen Wert auf Kontakte zu anderen Hunden legt, aber dennoch mal ohne Leine sich auslaufen soll. Und das kommt dazu: Ich bin so arrogant, dass ich nicht jedem Hundehalter zutraue, die Hunde wirklich lesen zu können und erkennen zu können, wann das nicht mehr Spiel ist, sondern bald richtig böser Ernst wird. Dafür habe ich schon zu oft in Situationen, die zu kippen drohten, eingegriffen und ein "Aber warum denn? Die spielen doch so schön!" kassiert. Damit will ich dir, Deliara, das nicht absprechen, das abschätzen zu können, aber prinzipiell nehme ich mir das Recht heraus, von meinem Hund zu sagen, dass ich sie am besten kenne und auch am besten beurteilen kann, wann mal gut ist. Stell dir mal vor, der Halter hat erkannt, dass seine beiden anfingen, genervt zu reagieren und du hast das nicht wahrgenommen, dass da Spannungen entstanden. Hätte einer von beiden deiner eine Ansage gemacht, hätte es auch schnell passieren können, dass der andere direkt mitmacht, weil das ja sein Kumpel ist. Dann hätten wir vermutlich heute hier einen Thread lesen dürfen, wie es sein kann, dass in einem Freilaufgebiet zwei Hunde "grundlos" auf deine losgehen und sie vielleicht an der ein oder anderen Stelle lochen... Dann find ichs schon besser, wenn der Halter rechtzeitig eingreift und dir sagt, dass du deine abrufen sollst. Noch besser fände ich es, wenn du halt vorher abklären würdest, ob das okay für ihn ist.

    Das Ganze heißt ja Hundeauslaufwiese und nicht Hundekontaktwiese.

    LG, Henrike

    Ich find die schwarzen Keramik-Näpfe von Ikea total super, da schlicht und leicht zu reinigen (die passen auch gut in die Spülmaschine).

    Die folgende Idee stammt nun von Alina (Zoe), aber ich hab ihr die Idee mal "geklaut": Man kann diese Näpfe mit einem Porzellanstift selbst bemalen und wenn man das dann im Backofen einbrennt, löst sich die Farbe auch nicht mehr ab. Du könntest also selbst dein Zebramuster oder die Totenköpfe aufbringen. Dürfte in der Gesamtsumme deutlich günstiger sein als viele "Designer-Näpfe" :)

    LG, Henrike

    Also Majas Reaktion jetzt auf das Metacam war auf eine injizierte Spritze und danach die Suspensionslösung. Ich gehe also schon davon aus, dass die Suspensionslösung speziell für Maja auch nicht das Richtige war bzw. diese auch die MAgenschleimhaut angreift.

    Noch steht Maja unter "Anti-Kotz-Medikation" und verträgt momentan Reissuppe und vielleicht auch schon normalen Reis, das sehen wir dann. Aber sonderlich lustig fand ich es nicht, dass mein Hund von ein paar Teelöffeln Reis verteilt auf 4 Stunden sofort wieder erbrechen musste...

    Die hier momentan angesprochenen Schmerzen, die derzeit aktuell sind, bedürfen zumindest jetzt keiner Medikation, Maja läuft momentan relativ sauber. Wenn sich das ändert, bin ich aber wieder darauf angewiesen, ein möglichst breites Spektrum an Wissen angesammelt zu haben, damit ich möglichst viel im Kopf habe, wenn es dann an die weitere Therapie geht - sowohl eine OP als auch eine weitere Schmerztherapie...

    wollyfrauchen:
    Ich nehme an, du meinst das Phen Pred, das auch Cortison enthält? Danke für den Hinweis, damit fällt es dann nämlich raus. Aber zu dem Candril finde ich momentan keine Informationen, weißt du den Hersteller zufällig noch?

    LG, Henrike