Tja, ich habe mehrfach im Jahr keine andere Wahl, als mit dem Hund über einen überfüllten Platz zu gehen, auf dem Menschen feiern, saufen und ihre Würstchen fallen lassen. Anderenfalls käme der Hund nämlich mehrere Tage nicht bis zur nächsten Wiese, um mal Pipi zu machen, geschweige denn um eine ganze Gassi-Runde zu drehen.
Sie hats im Welpenalter kennengelernt und findet bis heute nichts Beängstigendes daran, mit mir dort rüberzugehen. Schlimm findet sies, ja. Sie findet es sogar ganz fürchterlich schlimm, dass da überall Essbares liegt und sie nicht mal eben "aufräumen" darf.
Die Feste, von denen ich Rede, sind zwar nciht von Tausenden besucht, aber es herrscht laute Musik, die Leute sind immer alkoholisierter, je später die Stunde und mitunter wird der Hund auch angelabert. Vielleicht ist da mein Vorteil, dass ich einen Labrador habe, die solche Aktionen höchstens lustig findet, aber für Maja wäre nicht rauszugehen definitiv ein größeres Übel, als da halt langzugehen.
Ich kann die Wut nachvollziehen, dass einige die Hunde mitschleifen, wenn diese offensichtlich mit der Situation nicht klarkommen. Aber da es durchaus die Hunde gibt, die damit ganz wunderbar klarkommen, verstehe ich nciht die generelle Wut auf alle, die die Hunde mitnehmen. Ich kanns aber sowieso nicht nachvollziehen, warum man immer allen Stress von Hunden fernhalten soll. Einen Großteil der Alltagstauglichkeit eines Hundes macht für mich seine Fähigkeit aus, mit Stresssituationen umgehen zu können - und das lernt er eben nciht, wenn man ihm immer allen Stress erspart.
LG, Henrike