Hallo Ute,
sorry, ich wollte hier shcon längst was geschrieben haben... Mir fallen gleich drei Dinge ein: 1. das Lupovet IB Derma kann durchaus ein Allergieauslöser sein, sofern ein Hund auf einen der Inhaltsstoffe reagiert, denn es ist keines von diesen Allergiefuttern vom Tierarzt, die so verändert wurden, dass das Immunsystem vom Hund die Allergene nicht mehr erkennt
2. bei Stress werden bestimmte Hormone freigesetzt, die eine allergische Reaktion noch verstärken können
3. bei manchen Hunden wird das Kratzen in Stresssituationen zu einer Art Übersprungshandlung
Beim Tierarzt gibt es zwei Formen des Allergietests: Den Hauttest und den Bluttest. Beim Hauttest werden ähnlich wie beim Menschen (falls dir der Pricktest was sagt) an verschiedenen Stellen Substanzen, die bestimmte Allergene enthalten auf die Haut aufgebracht und es wird kurz in die Haut gepiekst, damit die Substanzen in die Haut dringen können. Diese Tests können nicht so sonderlich umfangreich durchgeführt werden, weil einfach nur eine bestimmte Menge an Haut zur Verfügung steht
Beim Bluttest wird Blut abgenommen und dieses wird dann auf Antikörper in Bezug auf potenzielle Allergieauslöser untersucht. Diese Tests sind ausführlicher, haben aber immer das Problem, dass sie nicht so sonderlich genau sind, da der Nachweis von Antikörpern nicht zwangsläufig etwas über eine generelle Allergie aussagt, sondern lediglich, dass schonmal ein Kontakt stattgefunden hat.
Meine persönliche Empfehlung wäre, den Allergietest sausen zu lassen, zumindest vorerst (denn er ist immer mit Kosten und beim Hauttest auch mit "Leiden" für den Hund verbunden). Stattdessen würde ich den Hund futtertechnisch einfach nochmal umstellen. Da müsste ich dann wirklich genau abwägen, ob ich Exclusion-Nassfutter geben würde oder eines der Allergiefutter vom Tierarzt.
Exclusion birgt den Vorteil, dass es auch Futtermilben ausschließt, aber auch den Nachteil, dass der Hund auf speziell die Komponenten, die enthalten sind, allergisch reagiert. Die Allergiefutter vom TA haben den Vorteil, dass der Hund nicht mehr auf die einzelnen Inhaltsstoffe reagieren kann, denn die sind ja so verändert, dass der Körper sie nicht mehr erkennt. Der NAchteil wäre hier, dass es die meines Wissens nach nur als Trockenfutter gibt, da hat man dann wieder potenziell Futtermilben und dass die Inhaltsstoffe nicht so wirklich hochwertig und das sind, was man für angemessene Nahrung für einen Hund hält.
Stellt man dann bei einer Futterumstellung fest, dass der Hund weniger reagiert, hat man ganz klar die Futtermittelallergien bestätigt. Reagiert er weiterhin, könnte man immernoch den Allergietest machen oder sich überlegen, wann der Hund welchen Stress hat und wie man daran arbeiten will (darüber könnte man sich ja auch jetzt schon ein paar Gedanken machen und Ideen sammeln :))
LG, Henrike