Zitat
Wir haben es auch keinesfalls verbissen betrieben und ich hätte es auch gelassen, wenn ich nicht den Eindruck gehabt hätte, dass es ihr wirklich Spaß macht
Wenn sie das Feuerzeug sieht, wackelt das ganze Pöpöchen vor Aufregung.
Das Problem ist hier nichtmal die Verbissenheit, sondern wirklich die Frequenz. Das Hirn gibt hier ein Tempo vor, weil es eine bestimmte Zeit braucht, damit das Gelernte verarbeitet werden kann.
Ich geb dir mal ein Beispiel aus Majas Junghund-Zeit: Ich wollte Maja das Pfötchen geben beibringen. Nicht als Muss, sondern einfach aus Spaß an der Freude, so als Beschäftigung für drinnen. Wir haben das regelmäßig geübt und Maja war auch mit einem Heidenspaß bei der Sache, weils da Kekse gab. Allerdings wollte der Groschen nicht so richtig fallen, dass sie das von sich aus anbot. Irgendwann dachte ich mir "Gut, dann nicht, ist ja nicht so wichtig" und habs gelassen. Nach einer Woche wollte ich ihr nach dem Gassigang die Pfoten abtrocknen und mache dabei wohl die Handbewegung, die ich sonst auch immer zum Pfötchen geben gemacht habe. Und was macht die Kurze? Hält mir die Pfote hin, als hätte sie nie was anderes gemacht. Das war mir eine Lehre.
Ich kann dich übrigens auch verstehen. Als ich vor 1,5 Jahren mit Maja mit der ZOS angefangen habe, war das zu einem Zeitraum, in dem ich an einer Knieverletzung rumlaborierte. Ich konnte mehrere Wochen nicht mit ihr Gassi gehen. Gut, sie kam dennoch raus, aber nicht die gewohnte Dauer. Also wollte ich ihr zumindest von meiner Couch aus ein wenig Kopfarbeit und Auslastung bieten. So sind wir zur ZOS gekommen. Und weil Madame das so toll fand, hab ichs am Anfang auch übertrieben. Bis mir diejenige, nach deren Anleitung ich das trainiert habe, auf die Füße getreten hat und mir gesagt hat, ich solle es nicht übertreiben, Maja solle doch auch dauerhaft Spaß daran haben. Und irgendwie erinnerte ich mich dann wieder an unsere Pfötchen-Geschichte und musste mir die berühmte zusammengerollte Zeitung ein paar mal selbst auf den Kopf hauen 
Ich bin also die allererste, die hier jeden bestens verstehen kann, der am Anfang denkt "Ach, wir konditionieren ja erstmal nur und der Hund hat so einen Spaß dran und wir machen das ja auch nicht lang". Ich bin aber auch diejenige, die inzwischen einfach eingesehen hat (einsehen musste...), dass man bessere Erfolge hat und es für den Hund mit mehr Spaß verbunden ist, wenn man weniger macht. 
LG, Henrike (die momentan mit Maja an der Päckchenstraße arbeitet und zu gern täglich trainieren würde :D)