Beiträge von Niani

    Ich sollte mir Gedanken machen. Mein Hund ist total unnormal. Der empfindet es gar nicht als Qual, wenn ich das Maul aufmache. Der hat sogar gelernt, dass es dafür in 99% aller Fälle einen Keks gibt. Man könnte fast meinen, das sei Alltag bei uns.

    Mit einem Zäpfchen hätte sie deutlich mehr ein Thema. Egal, wie sehr man sie "überlistet".

    Egal. Hauptsache Aruna weiß, dass wir alle unsere Hunde mit Schnauzgriff terrorisieren und dass in jedem Fall das Zäpfchen die bessere Wahl wäre, völlig wurst wie unsere Hunde das sehen.

    Aber vielleicht kann ich nur einfach nicht mitreden, weil ich meinen Hund gar nicht überlisten muss? :lol:

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    Narkose??? Hab ich was von Narkose geschrieben? Ich hab meinem Hund lediglich nicht mit Gewalt Dinge angetan, die ihr in ihrem eh schon gebeutelten Zustand noch mehr Stress gemacht hätten und habe dafür einige Unannehmlichkeiten in Kauf genommen!

    Nö, aber das wäre z.B. in meinem Fall die einzige Alternative gewesen und Maja hätte nicht die Schmerzen der Behandlung ertragen müssen, bei der ich dann einfach mal beschlossen habe "Da muss sie nun durch". Ich hab ihr quasi mit Gewalt Dinge angetan, die man hätte vermeiden können, wenn man sie in Narkose gelegt hätte.
    Und darauf bin ich auch nur gekommen, weil du hier angefangen hast zu verallgemeinern, dass die Hardliner ja generell lieber den einfachen WEg gehen, statt Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, um es sanfter zu machen.

    Du scheinst völlig zu übersehen, dass in den meisten Fällen die kurze, schmerzlose Tabletten-Gabe eben der stressfreieste Weg ist für den Hund. Das geht ruckzuck und ist auch schnell wieder vergessen. Für Henry, von dem ich im Kopf habe, dass er ebenfalls ziemlichen Stress beim TA hat, wäre das übrigens auch eher meine Wahl. Die paar Sekunden, wo ich dem Hund die Tablette "mit Gewalt" aufzwinge, sind schneller vergessen als ein Besuch beim TA inkl. Autofahrt (bei gereiztem MAgen ja oft auch nicht so der Bringer), dem Stress in der Praxis, den Spritzen usw. Mir kann keiner erzählen, dass eine Spritze mit wenigr "Gewalt" verbunden ist als eine Verabreichung einer Tablette via "Maul auf, Tablette rein, Maul zu"

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    Ich bin letztens am R12 Eingang mit Hundchen vom Hausmeister nach draußen gebeten worden :roll:
    Das war aber auch das erste Mal bisher, ansonsten gab es mit Leni auch nie Probleme und viele Dozenten sind wirklich sehr hundefreundlich.

    *gröhl* Das les ich ja erst jetzt... Gerade in R12. Da, wo ständig ein kleiner Hund in der Pförtnerloge sitzt...

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    Na ja, wir haben da grad einiges hinter uns und ich bin froh, dass wir die sanfte (wenn auch schwierigere) Tour gewählt haben. Mein Mädchen hat jetzt eine noch engere Bindung zu mir als sie es vorher ohnehin schon hatte. Aber diese Disussionen wird's immer geben - Hardliner gegen Wattebäuschchen-Fraktion. Wichtig ist unterm Strich, dass dem Hund geholfen wird und dass er nicht traumatisiert wird. ;)


    Ich verstehe nicht, was das mit Hardliner zu tun haben soll...

    Und ebensowenig, wie du davon nun auf die Bindung schließt. Maja vertraut mir so sehr, dass der Tierarzt bei ihr in entzündeten Wunden herumstochern darf, ohne dass ich sie festhalten müsste, sie legt nur ihren Kopf in meiner Hand ab.

    Willst du mir sagen, die sanftere, schwierigere Tour via Narkose wäre da die bessere Wahl für den Hund gewesen??? Sorry, deine Pauschalaussagen gehen mir grad dezent gegen den Strich...

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    Ich weiß nicht, wie es euch gehen würde, wenn der Magen rebelliert und ihr dann noch mit Gewalt gezwungen würdet Tabletten zu schlucken.... Okay, als Mensch versteht man's ja noch, dass es sein muss, aber als Hund?
    Na ja, der Eine macht's auf die Harte, der andere ist eher sanft zu seinem Tier, das nicht versteht, was da grad abgeht.

    Nunja. Das kann man so sehen oder so. Wenns um Gesundheit geht, hat die Vorrang vor "Das versteht der Hund nicht". Wenn die sanfte Tour möglich ist, ist das immer die erste Wahl. Wenn es sanft aber eben nicht geht, aus welchen Gründen auch immer, dann muss mein Hund sprichwörtlich in den sauren Apfel beißen und sich bestimmte Dinge einfach mal gefallen lassen, zu seinem eigenen Wohl. Das muss mein Hund dann auch nicht verstehen, was da grad abgeht, in den Fällen reicht es dann mir, dass ICH weiß, dass die Alternativen für den Hund noch schlechter wären.

    Und manchmal sind die Dinge, die auf den ersten Blick als "unsanft" betrachtet werden, für den Hund denn doch weniger unangenehm als die Alternativen. Und nein, für meinen Hund gibt es beispielsweise nichts, absolut gar nichts, wo man Tabletten reinmogeln könnte, schon dann nicht, wenn er grad nicht akut krank ist, aber erst recht nicht, wenn er grad ein Magen-Problem hat...

    LG Henrike

    Hallo Malika,

    hab ich das richtig im Kopf, dass Henry schon immer einen etwas nervöseren Magen hatte? WEnn ja, würd ich nun einfach mal auf Magen verdorben oder Gastritis "bauen" und Schlimmeres gedanklich wegschieben ;)

    Im Falle einer Gastritis ist es sogar recht normal, dass sie nicht trinken mögen, auch wenn sie eigentlich dringend sollten. Das ist nicht sonderlich vernünftig, aber hilft nichts. In solchen Situationen würde ich einfach dazu neigen, über einen Tropf immer mal wieder Flüssigkeitsdepots anzulegen, so dass der MAgen Zeit hat, sich zu beruhigen, der Hund aber dennoch nicht austrocknet.

    Und wenn er mal ein Weilchen nicht frisst, ist das nicht sooo dramatisch. Gib dem MAgen etwas mehr Zeit, er muss noch nicht heute wieder fressen (auch, wenn er noch so dünn sein sollte, ich weiß, wovon ich rede, das war bei Maja seinerzeit nix anderes) Manche Sachen funktionieren nur über Zeit. So schwer uns Besitzern das auch fallen mag (und jaa, ich weiß wirklich wie hart das ist.

    Aber ein Rückschlag hilft keinem von euch.

    Gute Besserung weiterhin,
    Henrike

    Camiro. Von mir aus auch derselbe Schnitt von einem der diversen anderen Anbieter, aber hier gibts nix anders mehr.

    Nach Step-In-Geschirren, K9, Amarok-Norweger haben wir einiges durch, keines saß nur im Ansatz so gut wie das Camiro.

    Foto hab ich grad nur das hier, ist von TierKreativ:

    Externer Inhalt img152.imageshack.us
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    Kleinkram beim örtlichen TA ca. 1km entfernt.

    Größere Geschichten und Untersuchungen zwischen 30 und 50 km. Wenn nötig, würde ich auch weiter fahren.

    Wobei ich sagen muss: Für tägliche Sachen wären mir 45km auch recht weit. Klar, wenn notwendig, würd ichs tun, aber wenns eine Alternative gibt, wähle ich die.

    Majas Röntgenbilder und Untersuchungen bzgl. ihrer Pfote z.B. hat die Klinik gemacht. Verbandswechsel anfänglich hat der Haus-TA gemacht, später sogar ich selbst, weil ich nicht ständig mit ihr in die Praxis wollte...

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    Niani: Klar, das Risiko besteht. Aber könnte man das nicht auch abbauen? Bluey hat als Jungspund Tempos gefressen, anfangs clickte ich also Tempo-Aufnahme und shapte mich zum Anzeigen bis später hin zum Überlaufen und Ignorieren. Tempos waren dann kein Thema mehr... So ähnlich mit der Box???

    noch mal edit: Und wenn ich Jabba nur ein einziges Alternativ-Verhalten beiclickern würde? Zu mir kommen?

    Also, ich kann dir nur meine Erfahrung bzgl. Alternativ-Verhaltens sagen: Ich arbeite mit Maja via Alternativverhalten in Bezug auf das Fressen essbarer Dinge unterwegs. Und nein, ich kann die Belohnung des Alternativverhaltens nicht abbauen. Der Reiz des Essens ist so verdammt groß, dass wir nicht zum Überlaufen/Ignorieren übergehen können, sondern wir müssen jedes gottverdammte Brötchen, jeden Kotzehaufen und jedes Gummibärchen "anzeigen" und können dann dran vorbeilaufen. Auf Kommando geht auch das Weiterschicken ohne Anzeige. Aber würde ich da irgendwas versuchen abzubauen, hätte ich innerhalb kürzester Zeit einen Hund, der sofort alles wieder aufnimmt. Denn die Anzeige und das Weiterschicken funktionieren nur darüber, dass Maja verlässlich jedes Mal etwas dafür bekommt, dass sie das macht. Ein "Ignorieren" kann es niemals geben, sondern nur ein "Wahrnehmen und sich dagegen entscheiden". Baue ich aber meine Motivation, sich dagegen zu entscheiden, nämlich das Alternativritual ab, entscheidet sie sich halt auch nicht mehr dagegen...