Beiträge von susami

    Hallo,

    ich hab zum Thema Nackenschütteln ganz aktuell wieder einen Bericht über den Trainer Uli Klöppel in einer Hundezeitung gelesen. Der vertritt ja die Auffassung, das dies unter Hunden eben nicht zwangsläufig totschütteln bedeute, sondern auch einfach nur bei ungefähr gleichgroßen und gleichstarken Tieren eine Form der Zurechtweisung sei. :ka:

    Ich bin kein Verhaltensforscher, und solange sich die Experten noch über die Interpretation von derartigem Hundeverhalten streiten kann ich da sicher nicht der Weisheit letzten Schluss zu äußern.

    ABER: ich hab einen Herdenschutzhund-Mix. Diese Hunde haben eine gewisse Härte gegenüber körperlichen Schmerzen, sonst könnten sie ja ihre ursprüngliche Aufgabe nicht erfüllen sondern wären nach der ersten unangenehmen Wolfsattacke nicht weiter nach vorn gegangen um die Herde zu schützen (bzw. eigentlich ihr Territorium)

    Mein Freund hat unseren Hund anfangs auch versucht mit körperlichen Verweisen *schönred* zu erziehen. Da wäre das Nackenschütteln noch die harmloseste Variante gewesen. Es hat NULL bewirkt, es beeindruckt unseren Hund garnicht.
    Außer das mein Hund jetzt ehr wegläuft und sich unterm Bett versteckt als zu kommen wenn mein Freund ihn ruft. Auch nicht wirklich das was mein Freund erreichen wollte.

    Ich finde auch ganz unbedingt, das so ein großer Hund Respekt vor seinem Halter haben muss. Das der Halter die Regeln des Zusammenlebens bestimmen muss.
    Aber mit Gewalt, auch der relativ harmlosen und angeblich hundgerechten, ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Ehr im Gegenteil.
    Ich MUSSTE andere Wege finden!

    Und warum sollte ich diese anderen Wege, die einfach einen respektvollen partnerschaftlichen Umgang von verschiedenen Lebewesen bedeuten, nicht dann auch bei meinem Dackel beschreiten?

    Ich geh mit meinen Hundejungs so um, als wären es Besucher aus einem fernen Land die eben unsere Sprache nicht verstehen und unsere technische Welt so nicht kennen. Und auch noch ganz andere Sitten und Gebräuche haben. Ich zeig ihnen alles und leite sie an, sicher und zufrieden in meiner Welt zu leben. Und lass ihnen ansonsten den Raum für ihre Form zu leben.
    Ich behandle sie so, wie ich selbst gern behandelt werden würde, sollte ich gezwungen sein unter Fremden zu leben.
    Das liest sich jetzt vielleicht sehr vermenschlicht - für mich ist es einfach nur respektvoller Umgang mit anderen Lebenwesen.

    lg
    susa

    Ich hab zwei Hunde!
    Da geht es garnicht anders als Name+Kommando. Denn manchmal will ich ja nur von einem der Hunde was.
    Der Name bedeutet: Achtung aufpassen, DU bist gemeint. Find ich völlig ok so - ich persönlich werd ja auch lieber mit Namen angesprochen.

    lg
    susa

    Gute Bässärooong Sääääämmm :rose:

    Dä Lärry hatte datt auch mal, son Ärger mit Kralle. Der sacht datt tut verteufelt weh. Und sowatt kann lang dauern bises widda jut is - der wohnt jetzt schon seit Dezämbär bei uns, un jetzt wächst ihm gaaanz laaangsaaam neue Kralle.

    Isch war bisher noch nie geunfallt *toitoitoi*, also schon bissi, mal irgendwo Pfote blutig gerissen - abba nich so schlimm. Der Lärry hat die dann imma sauber geleckt, datt is der beste Pfotenpfleger wo Du Dir denken kannst. Abba den Spezi-Doc kenn ich auch, von Routen- äh - Rosinen- äh Rotiten-Druntersuchen. Isch hab abba noch nie Löcher in Popo gespitz gekriecht, nur in Schulter und in Vornepfote.

    Abba datt mit Fuß in Vabandgemulle kenn isch auch, von mein Fraule. Als isch ganz neu hier eingezogt bin, da isse ja schonmal mit so spezial Socke hier rumgehumbbelt. Und nu hattse sich widda auf Popo gelegt beim Laufen, und nu hattse Klumpfuß. Der is ganz dick und rot-blau-lila gemustert. Und jetzt läuftse - äh - ne - humbbelt se widda mit Spezi-Socke und so Armstöcken durch de Wohnung. Un se darf nich mehr mit uns jagen gehen.

    Datt macht jetz so ein andere Fraule, die kennisch aus Hundeschule - da isse imma mit dä Dobi-Omi Naomi. Abba nu kommt die imma morgens un abends und holt uns, dann gehen wir zusammen hier in unsere Gegend jagen. Lärry hatte ja Schiss, datt die uns holt und nich widda nach Hause findet. Abba isch hab im gleich gesacht datt is ok, Fraule hat die doch gerufen mit Quasselknochen, und außerdem kenn isch die Raphaela doch. Un die Naomi-Omi hat mir auch schon flüstert datt die ganz lieb und nett is. Also zeign wir uns jetzt mit Schokoladenseite.

    Hej Chandrokumpäl!

    Fieso hattu Protestanden in Po? Wie kommen die da hin? Un machen sich dann auch noch breit da - pffft - ährlisch, isch würd die da sofort widda raus scheissen, ups :ops: isch mein schmeissen.
    Un im Maul hastte auch noch welche? Odda watt anders?

    Jedenfall mit dem Fressen, da habisch Tipp für Dich: Wennste mal kein Hungar hast, dann nimm da Futter trotzdem aus Napf und vergrab datt in Garten, oder in Dein Körbchen. Kannste ja schnell runta schlingern und dann widda hochspucken. Dä Lärry macht das öfters mal so.
    Dann is Dein Fraule froh und rennt nich zu Spezi-Doc zum lästern. Und Du hast vorgesorgt, für schlechte Zeiten.

    Die scheint et bei Euch ja öfters mal zu geben, watt da imma los ist :???:
    Fieso hat Charly sein Steuernummer verloren? Hatter hinterzogen? Odda is der Dobaknacki krimminiell?
    Dann müssen wir Profiler-Truppe zusammenstellen und den Knacki einknasten, datt habisch im Fernsehn sehn. Vielleicht kann Pollo uns dabei helfen, der hat doch schon soviel beruferfahrung.

    Erstma haltet Ohren steif und Schwanz hoch Jungs, von sowatt lassen wir uns doch nich unterkriechen.

    Euer Jacko-Subbbaaaaa
    und der kleine Mann Lärry .... aus dem sonnigen ruhigen Oberbayern

    ganz

    Zitat

    Das ganze Gelabere von, "der Hund wird ja durch Körpersprache geführt" ect. (sorry susami, ist nicht persönlich gegen Dich gerichtet!) geht mir dermaßen auf den Senkel.

    Da hab ich kein Problem mit. Führen mittels Körpersprache (und höchstens noch ein paar Kommandos) ist doch das Ideal, sozusagen das höchste anzustrebende Ziel. Das das nun nicht immer klappt und schon garnicht von Anfang an ist doch normal, sonst bräuchte man ja keine Leine mehr.
    Es soll Leute geben die mit ihren Hund soweit sind und die Leine nur zu Dekozwecken um den eigen Hals rum tragen. =)

    verträumte Grüsse
    susa

    Zitat

    Dann doch lieber gezielt, in Maßen, ein/zweimal klar und deutlich ne Ansage und das Thema ist erledigt (sofern der Hund einen Ernst nimmt - anderes Thema).

    Genau DAS ist doch der Punkt: die deutliche Ansage!
    Denn eigentlich führt man ja nicht mit der Leine, sondern mittels Körpersprache und Stimme. Dazu muss der Hund einen allerdings tatsächlich ernst nehmen, d.h. man muss es auch wirklich ernst meinen. Und man muss sich selbst erstmal wirklich ernst nehmen.
    Ein geflötetes türilüürilalala-Nein wirkt eben auch so.

    lg
    susa

    *die das theoretisch gut weiss aber auch nicht immer schafft*

    Zitat

    Ich muß noch mal etwas zum Thema Spenden und EZ loswerden, ich finde es auf keinen Fall berechtigt, hier alle Orgas über einen Hut zu scheren.

    Falls sich das auf mein Post zum Thema bezieht - in dem von mir erwähnten Interview ging es mehr um die staatliche Entwicklungshilfe. Klar fließt dieses Geld zum Teil auch in irgendwelche Orgas, das meiste wird aber nach meiner Kenntniss direkt in Projekte der jeweiligen Regierung gesteckt, also wird damit indirekt genau diese Regierung gestützt. Warum sollten die dann was daran ändern in ihrem Land? Ist doch schön wenn wenigstens Geld aus den reichen Ländern fließt.

    Orgas mit sehr engagierten Mitarbeitern, die rein auf privater Spendenbasis arbeiten sind m.M. nach ein ganz anderes Kapitel und durchaus unterstützenswert.

    lg
    susa

    Zitat

    Ja aber genau diese individuelle Einstellung/Entscheidung kann man hier doch mal sachlich diskutieren und ggf. überdenken!?

    Bezüglich der Ausgangsfrage - mehrere 1000 Euro für eine OP beim Hund - ist dies hier ja auch geschehen, die "Querschläger" mal außen vor gelassen. Die überwiegende Antwort war, so zumindest mein Eindruck, das die meisten hier es für moralisch vertretbar oder sogar bedenkenlos halten. Besonders in Anbetracht der sonstigen Lebensweise sehr vieler Menschen in unserer sogenannten 1. Welt.

    Wenn man aber jetzt das Thema erweitert, wie ja teilweise auch durch Björn geschehen (Futter, Leinen, Schlafplätze, Trauer), dann fallen die Antworten sicher vielfältiger aus. Man müsste also jede evtuelle Ausgabe für den Hund einzeln "besprechen". Auf einen Nenner kommt man dabei sicher nicht, ob eine sachliche Disskussion unter den gegebenen Umständen möglich ist, da hab ich so meine Zweifel.

    Ich kann aber mal kurz meine Einstellung zu Spenden in sogenannte Dritte-Welt-Länder anreißen.
    Ich hab dazu mal vor ein-zwei Jahren ein aufschlussreiches Interview mit einem Botschafter aus Afrika gelesen.(merde, wieso kann ich mir die wichtigen Details nie merken)
    Zusammengefasst meinte er, daß wir sämtliche finanzielle Hilfen sofort abschaffen sollten - da sie in Wahrheit nicht helfen sondern die bestehenden Systeme aufrecht erhalten und damit immer neues Elend schaffen. Würde sie helfen könnte man doch nach über 40 Jahren Entwicklungshilfe mal irgendwo Ergebnisse sehen. Stattdessen wird Jahr für Jahr immer mehr Geld in diese Länder gepumpt - und den Menschen dort geht es immer schlechter. (Erinnert mich an die Vermehrer-Diskussion)
    Diese Gelder haben nur Alibifunktion um unser schlechtes Gewissen zu beruhigen; wollten wir wirklich etwas ändern müsste der Hebel an ganz anderer Stelle angesetzt werden (=politische Entscheidungen und Machtverhältnisse)

    Dieses Interview hat mir damals die Augen geöffnet, seither helfe ich nur dann, wenn ich weiss das es einem Menschen direkt zugute kommt und hilft. Ich geb z.b. auch kein Geld auf der Strasse, sondern lad denjenigen dann zum Essen ein - wollen komischer Weise die meisten nicht.

    Auf den Punkt gebracht sind meine Hunde mein Hobby, mein Luxus; das Geld was ich für die Beiden ausgebe zahle ich genaugenommen für mich. Für meine egoistischen Bedürfnisse, für mein Wohlbefinden. Und ich bin da so wie ich es handhabe mit mir im Reinen, es gibt auch Dinge die ich nicht machen würde. Und einige die ich nicht nochmal machen würde - denn auch Fehlentscheidungen (Fehlkäufe) passieren.

    lg
    susa

    Ich kenn leider dieses Buch (noch) nicht.
    Kann aber Fassis Beitrag zu 100 % unterschreiben.

    Ergänzend: in der aktuellen "dogs" ist ein interessanter Bericht über Dingo (artige) wild lebende Hunde bei Ureinwohner in Papua-Neuguinea.
    Die Hunde dort leben beim Dorf, fressen Abfall, schlecken die Kinderpopos sauber und "holen" sich recht selbstständig Streichel- und Kuscheleinheiten. Außerdem begleiten sie die Männer unaufgefordert zur Jagd, lassen sich dabei sogar zum Flüsse-durchqueren tragen, und bekommen einen Teil der Jagdbeute.
    Die Menschen kümmern sich aber nicht irgendwie um die Hunde, es ist auch keiner einem speziellen Haus oder Menschen zugeordnet.
    Woher diese Hunde kommen ist noch völlig unklar.

    lg
    susa