Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    letzten Sonntag ist mir gerade so etwas passiert. Wir laufen im Wald, Filou an der Leine, Ronja frei. Auf einer großen Lichtung haben wir uns ins Gras gesetzt und auch Filou rennen lassen.

    Nach einer halben Stunde wollten wir weiter. Ich rief die Hunde, die auch sofort da waren und wir sind auf den Weg. Ich mache Filou an die Leine. Der Karabiner war noch nicht richtig zu, als er zu winseln begann und nach hinten zog. Ich konnte erstmal nichts sehen.
    Plötzlich hob sich ein minikleiner Kopf und große Knopfaugen sahen mich an. Es war ein Rehkitz, nicht größer als 30cm und noch recht wackelig auf den Beinen.
    Ronja konnte ich sofort ins Platz legen und Filou band ich an einem Baum fest.
    Ich hatte noch nie so ein kleines Kitz gesehen. Jeder noch so unsportliche Hund hätte dieses wunderschöne, obersüße Tier töten können.

    Ronja hört hier aufs Wort, sie lässt sich immer ablegen. Würde ich sie nicht rechtzeitig abrufen, würde sie zu dem Kitz gehen, es abschnüffeln und adoptieren wollen (so kam ich zu unserer ersten Schildkröte, einer verletzten Ente und einer halbtoten Ratte). Sie bringt mir jedes Tier unbeschadet und erwartet, dass es jetzt mit uns geht.
    Ein Abschnüffeln wäre für das Kitz bereits das Todesurteil gewesen, denn die Mutter hätte es nicht mehr angenommen.

    Von daher...
    Ob Filou was gemacht hätte? Ich glaube nicht. Er wäre hin, hätte aber wahrscheinlich nichts gemacht. Er würde zwar jagen, aber wenn ein Hase stehen bleibt, dann hält er gebührenden Abstand. Zumal er eh an der Schlepp ist und nur in wildarmen Umgebungen laufen darf.
    Nichts desto trotz bleibt er während der Setz-und Brutzeit an der Leine.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    Deine Hündin ist noch ein Welpe, gerade mal 11 Wochen alt und noch nicht lange bei Dir.
    Gib ihr Zeit, das Verhalten Deines Welpen ist völlig normal. Andere Hunde sind natürlich in dem Alter noch hochinteressant und bis Dein Hund wirklich zuverlässig hört, gehen noch Monate ins Land.

    Ich finde es schon mal toll, dass sie auf Sitz und Komm reagiert.
    Überfordere die Kleine nicht, wichtig ist jetzt, dass sie alle möglichen Altagssituationen und auch alle möglichen Menschen kennenlernt. So wird sie später ein selbstsicherer Hund werden.

    Ein sauberes Leinelaufen wirst Du mit ihr noch nicht hinbekommen. Du kannst nur versuchen sie auf einer Seite zu führen. Das pendeln hört von ganz alleine auf.

    Hab Geduld und lass sie Welpe sein.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    wenn der Hund gelernt hat, dass er an der Leine keine Kontakte zu Artgenossen hat, dann wird er oftmals (nicht jeder Hund) relaxter an andere vorbei laufen.
    Wenn der Hund auch an der Leine immer wieder spielen darf (soweit das überhaupt möglich ist), dann versteht er nicht warum er mal hin darf und warum nicht!
    Viele Hunde fangen dann an zu bellen und zu zerren weil sie zu dem anderen Hund hin wollen. Das kann sich dann immer weiter hochschaukeln und man kann echte Probleme bekommen. Vor allem wenn der Hund wenig richtige Hundekontakte hat.

    Nicht immer hat das dann etwas mit Aggression zu tun, wird aber oft so betitelt und sieht auch oft so aus. Meistens ist es Frustration, die sich so äußern kann.

    Die anderen Hunde laufen halt auch euch zu und signalisieren deiner Hündin, dass sie keine Gefahr darstellen.
    Manche laufen vorbei und andere nehmen eben Kontakt auf, auch wenn der Gegenüber nicht ganz so freundlich reagiert.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich würde so wie Balljunki geschrieben hat vorgehen. Einfach weiterlaufen und ihn nicht beachten. Wenn Du ihm ständig Aufmerksamkeit schenkst in diesen Situationen, dann wird er es nicht als selbstverständlich ansehen, denn Du machst etwas besonderes aus seiner Angst.

    Versuchs mal.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    für mich hört sich das einfach nach Übermut an...
    Was sagen denn die Trainer von der Hundeschule? Hundplatz ist auch etwas völlig anderes als zuhause. Das darfst Du nicht vergessen.

    Was ein Hund auf dem Hundeplatz kann, kann er nicht automatisch auch zuhause, und umgekehrt.

    Hunde lernen ortsbezogen.

    Ich würde da gar nicht so lange rummachen, denn der Hund putscht sich ja immer weiter hoch.
    Mit jedem Mal wo Du ihn ansprichst, zurückweichst, ihn wegstubst, ihn körperlich maßregelst, wird sich das nicht ändern.
    Kurz runterdrücken, so dass er auf seinen Pfoten steht, ein Nein dazu und weitergehen. Versucht er es nochmal, dann sich ihm direkt entgegenwenden, ihn quasi abfangen, ihn wieder auf den Boden stellen und ein energischeres (bei mir ein ruhigers, drohendes "Nein") Nein. Normalerweise ist dann auch gut.

    Vielleicht versucht er es nochmal, oder ein paar Tage später wieder, aber wenn Du da versuchst ruhig und energisch aufzutreten, dann ist das meist bald erledigt.

    Liebe Grüße und viel Erfolg

    Steffi

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich finde Fährte überhaupt nicht kontraproduktiv.
    Mit Filou arbeite ich auch so. Viele sind der Meinung es sei kontraproduktiv, aber wenn alles was der Hund machen möchte "stöbern und jagen" ist, dann mach ich mir das zu Nutze. Vor allem wenn nichts anderes zieht, keine Leckerlis, kein Spieli, einfach nichts.

    Du kannst den Hund ja gar nicht belohnen, denn sein Trieb ist da einfach stärker.

    Ich arbeite mit einem Felldummy, den ich auf einen bestimmten Pfiff hin, fürs Kommen als Belohnung einsetze.
    Im Garten und im Urlaub klappt es bestens (mach das jetzt seit 8 Wochen). Hier bei uns zuhause klappt es phasenweise sehr gut.

    Im Garten und in sehr reizarmer Umgebung übe ich Impulskontrolle, indem er den Dummy nur auf Abruf holen dorf.
    Klappt auch schon gut.

    So werde ich das ganz langsam Stück für Stück weiter aufbauen.

    Mal sehen wie es klappt. Derzeit so gut, dass er die letzten 3 Tage frei laufen durfte.
    Er ist ansprechbar und lässt sich lenken. Wenn ich aber merke, dass er sich hochfährt kommt er an die 15 Meter Schlepp.

    Ich denke aber, dass dies nur klappen kann bei Hunden, die noch keinen Jagderfolg hatten. Filou hatte noch keinen, doch nach einem Jahr Schlepp suchte ich immer noch nach der absoluten Motivation für meinen Hund. Schließlich kam ich auf die Idee mit dem Fulldummy.

    Filous ganze Geschichte wäre zu lang hier.

    Mal sehen was die anderen sagen.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich glaube hier liegt viel mehr im Argen als man das hier so sagen kann. Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ich denke Du solltest jemanden zu Euch kommen lassen der sich alles vor Ort ansieht.

    Vor Ort kann Dir jemand viel mehr Tipps geben als hier, denn ihr habt da ja doch verschiedene Baustellen aufeinmal und nicht nur ein Problem.
    Von daher sollte man sich euer Miteinader ganzheitlich anschauen.

    Beide Hunde sind in einem schwierigen Alter und zwei von den pupertierenden Fellbällen mächtig zu werden, ist nicht einfach.

    Liebe Grüße

    Steffi