Hallo,
letzten Sonntag ist mir gerade so etwas passiert. Wir laufen im Wald, Filou an der Leine, Ronja frei. Auf einer großen Lichtung haben wir uns ins Gras gesetzt und auch Filou rennen lassen.
Nach einer halben Stunde wollten wir weiter. Ich rief die Hunde, die auch sofort da waren und wir sind auf den Weg. Ich mache Filou an die Leine. Der Karabiner war noch nicht richtig zu, als er zu winseln begann und nach hinten zog. Ich konnte erstmal nichts sehen.
Plötzlich hob sich ein minikleiner Kopf und große Knopfaugen sahen mich an. Es war ein Rehkitz, nicht größer als 30cm und noch recht wackelig auf den Beinen.
Ronja konnte ich sofort ins Platz legen und Filou band ich an einem Baum fest.
Ich hatte noch nie so ein kleines Kitz gesehen. Jeder noch so unsportliche Hund hätte dieses wunderschöne, obersüße Tier töten können.
Ronja hört hier aufs Wort, sie lässt sich immer ablegen. Würde ich sie nicht rechtzeitig abrufen, würde sie zu dem Kitz gehen, es abschnüffeln und adoptieren wollen (so kam ich zu unserer ersten Schildkröte, einer verletzten Ente und einer halbtoten Ratte). Sie bringt mir jedes Tier unbeschadet und erwartet, dass es jetzt mit uns geht.
Ein Abschnüffeln wäre für das Kitz bereits das Todesurteil gewesen, denn die Mutter hätte es nicht mehr angenommen.
Von daher...
Ob Filou was gemacht hätte? Ich glaube nicht. Er wäre hin, hätte aber wahrscheinlich nichts gemacht. Er würde zwar jagen, aber wenn ein Hase stehen bleibt, dann hält er gebührenden Abstand. Zumal er eh an der Schlepp ist und nur in wildarmen Umgebungen laufen darf.
Nichts desto trotz bleibt er während der Setz-und Brutzeit an der Leine.
Liebe Grüße
Steffi