Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    ich habe auch einen Hund, der große Probleme machte wenn es um Futter oder Kausachen ging.
    Mein Rat:
    je mehr Stress Du da reinbringst um so schlimmer wird es.

    Oft fühlen sich die Hunde bedroht wenn man auf sie zugeht.
    Versuch daher mal ihn abzurufen wenn es sein muss. Wenn Du ihn rufst kann er entscheiden ob er mit dem Kauteil kommt oder ohne. Kommt er ohne, dann gib ihm ein Bleib und hol den Knochen. Begutachte ihn und gib ihm diesen wieder zurück. Auch fühlt er sich hier nicht bedroht. Wenn ein Hund etwas in seinem Korb/Bett hat, dann stör ich dort nicht. Generell gibt es Steichelverbot für alle wenn der Hund im Korb liegt. Ob mit oder ohne Kauteil.
    Wenn ich etwas von dem Hund will, dann wird er abgerufen.

    Wenn ich Kausachen ins Spiel bringe, mach ich es mittlerweile ganz spielerisch. Ich werfe sie und er bringt sie mir. Irgendwann geb ich sie ihm mit Nimm und dann gehört er ihm.
    Dann nehm ich auch nichts weg, oder störe ihn ständig.

    Erreicht hab ich das damit, dass ich mehrere von den Kausachen geholt habe und wenn er mir den ersten nicht brachte, dann hab ich mit einem anderen gespielt. Schließlich wollte er diesen haben und ich hab ihn geschickt mir den anderen zu holen. Als er mir diesen brachte, bekam er den anderen.
    Mittlerweile hat er gelernt, dass diese Resource nicht knapp wird und er bringt sie mir freiwillig ohne Grummeln. Das war aber ein längerer Prozess und geht nicht von heute auf morgen. Auch würde ich die Hand nicht ins Feuer legen wenn jemand anderes versuchen würde ihn zum Abgeben zu bringen.

    Mit den Spielsachen habe ich es genau so gemacht. Ich habe alles verteilt und es gab einfach so viel, dass er sie nicht horten und bewachen brauchte. Heute ist es so, dass nur noch ein Kautau rumliegt und alle anderen Spielsachen zum spielen geholt werden. Auch das ist mittlerweile kein Problem mehr und er bringt mir alles voller Vertrauen.
    Am Ende des Spiels gibt es dann für das letzte Ausgeben noch ein Leckerli und fertig.

    Was das füttern angeht, so hat er wohl in Spanien ganz schlechte Erfahrungen gemacht und hier knurrte er bereits wenn ich das Zimmer oder auch nur das Stockwerk betrat in dem er fraß.
    Das war absolut nicht tragbar, da er es auch verteidigte wenn er etwas übrig lies.
    Nun arbeite ich seit drei Wochen mit dem Futterbeutel und es funktioniert auch hier einwandfrei. Filou ist wesentlich entspannter und da er öfter bekommt, hauptsächlich außerhalb des Hauses,(wenn auch die gleich Menge) scheint er auch hier keinerlei Bedenken zu haben, dass er hungern muss.
    Mal muss er was dafür tun und mal bekommt er es einfach so.

    Auch wenn ein Brocken runterfällt bleibt er entspannt. Zu Beginn versteifte er hier und ich musste aufpassen, aber mittlerweile kann ich ihm den Brocken zeigen (seitlich runterbeugen) und er frisst ihn dann ganz entspannt.

    Es gibt nirgends die Patentlösung, aber wenn man es nicht ganz so verbissen sieht und versucht den Stress aus der Situation zu nehmen, dann geht es allen beteiligten besser.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    was machst Du denn für die Impulskontrolle und die Frustrationstolleranz?
    Hab ich das überlesen, oder hast Du das noch nicht geschrieben?

    Um Dir weitere Ideen geben zu können müsste man zumindest wissen was Du für Übungen machst.
    Auch Staffys Beiträge kann ich sehr gut nachvollziehen, denn oft macht man zuviel und

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo Ela,

    ich kann Deine Angst sehr gut verstehen. Man weiss ja schon als Welpe, dass der Tag X kommen wird.
    Je älter unsere Hunde werden um so mehr Gedanken macht man sich darüber, gerade wenn die ersten Alterswehwehchen einsetzen.

    Meine Hündin hat eine angeborene HD und wurde schon zwei Mal operiert. Vor Zwei Jahren hatte sie einen ganz schlimmen Schub und konnte die Hinterhand gar nicht mehr bewegen. Wir haben das dann mit eine Neuraltherapie hinbekommen. Damals sagte mir der TA, dass es irgendwann der letzte Schub sein kann.

    Ich machte mich richtig fertig und wusste nicht wie lange ich sie noch an meiner Seite habe.
    Es konnten Wochen, Monate oder Jahre sein.

    Da meine Hündin so eine Freude an ihren Spaziergängen hat und teilweise auch läuft als hätte sie nichts, hab ich mir ein Beispiel an ihr genommen.
    Sie weiss nicht wie lange sie noch leben wird und genießt jeden Tag.
    Auch ich genieße jeden Tag mit ihr und versuche umbekümmert und mit Spaß an die Spaziergänge zu gehen.

    Es hilft uns beiden, denn wenn ich als Trauerkloß durch die Gegend laufe, dann hemmt das auch sie.

    Von daher werde ich die gemeinsame Zeit so lange genießen wie es geht und wenn der Tag X gekommen ist, dann werde ich bei ihr sein.

    Versuche die Zeit mit Deinem Schäfi zu genießen und mach Dir nicht ständig Gedanken (ist leichter gesagt als getan, ich weiss).

    Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass es ein gutartiger Krebs ist, der langsam wächst.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    warum soll der Beitrag Quatsch sein?
    Ich finde es gibt weit aus andere Beiträge die man als solchen abtun könnte.
    Und:
    im Zweifel immer für den Angeklagten :D

    Er schreibt ja, dass er sich nochmal melden würde. Warten wir also ab.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    so wie das klingt ist es aufmerksamkeitsheischendes Bellen (gerade die Situation mit der Couch) und da hilft eigentlich das Ignorieren ganz gut.

    Wenn der Hund merkt, dass er damit nicht weiterkommt, dann stellt er es ein, denn es führt ja nicht zum Erfolg. Dies bedeutet aber, dass Du sie wirklich komplett ignorieren musst, also nicht anschauen und auch nicht ansprechen, kein Nein und kein Aus. Den Hund gibt es nicht.

    Wenn sie zu aufdringlich wird, dann schieb sie kommentarlos weg und fertig.

    Wegen des Wischmops und Staubsaugers würde ich sie in ihren Korb schicken. Übe das erstmal ohne Staubsauger und wenn sie zuverlässig im Korb bleibt, dann kannst Du es auch während des Saugens probieren.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    super, dass es so gut geklappt hat. Freut mich sehr.
    Mit Zeit und Geduld und Training bekommt man so einiges in den Griff.

    Ich kenne übrigens viele junge Rüden, die in Wohnungen, vor allem fremden Wohnungen, markieren.

    Sie müssen es eben erst lernen und das ist kein Grund zur Kastration, wie Du ja selbst gemerkt hast.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    zu allererst solltest Du mal versuchen die Welt mit den Augen Deines Hundes zu sehen.
    Er lebte 1,5 Jahre in einer Scheune. Was hat er dort gesehen und erlebt?

    Stell Dir vor, dass Du in einem Raum aufwächst und nichts kennst. Plötzlich kommt jemand nimmt Dich raus und stellt Dich mitten auf eine Straße.

    Straßenlärm, hupende Autos, schreiende Kinder, unterschiedlich gekleidete Menschen, Menschen mit Hüten, Krücken, Rollstühlen, Fahrräder, Kinderwägen, Skatebords und Inliner.

    Da braucht er erstmal seine Zeit um sich daran zu gewöhnen. Er ist auch erst 6 Wochen bei euch und da dürft ihr nicht zu viel erwarten.

    Ich würde ihn draußen an eine Schleppleine machen, so hat er mehr Bewegungsfreiheit und kann trotzdem nicht einfach auf jemanden zulaufen.
    Du kannst dann auch anfagen ihm den Rückruf beizubringen. Erst wenn dieser gut sitzt würde ich ihn wirklich von der Leine lassen.
    Die Anspannung wird sich mit der Zeit legen, wenn er merkt, dass keine Gefahr ausgeht und die Bindung zwischen euch gewachsen ist.

    Liebe Grüße und hab Geduld

    Steffi

    Hallo,

    kannst Du nicht zwei Plätze einrichten wo die Hunde nach dem Spaziergang liegen können?
    Das muss natürlich auch geübt werden, aber ich würde mir von meinem Hund jetzt nicht aufdiktieren lassen ob ein anderer Hund in die Wohnung kann oder eben nicht.
    Das entscheidest Du. Auch musst Du schauen, dass er den anderen nicht attackiert.

    Er muss ihn ja nicht lieben, aber zumindest ignorieren.

    Klar ist es schwer mit einem Hund, der schon seine Erfahrungen hat, aber es ist machbar. Auch dauert es seine Zeit.
    Ich würde einfach weiter arbeiten, denn Fortschritte habt ihr ja schon gewaltige gemacht.

    Hast Du mal versucht ihm den Bernhardiner "schön" zu füttern?
    Also immer wenn der Bernhardiner zu Besuch kommt bekommt er einen Kauknochen auf seinem Platz, oder ganz spezielle Leckerlis, die es aber wirklich nur gibt wenn der andere Hund da ist.

    So kann er mit der Zeit eine Verknüpfung herstellen: anderer Hund in Wohnung = Superleckerli

    Auch das dauert, kann aber die Situation entspannen.

    Wenn Du es ihm nur verbietest und ihn bestrafst, dann kommt nur noch mehr Stress auf und das wiederrum fördert Aggression.

    Liebe Grüße

    Steffi