Beiträge von Steffi E.

    Hallo,

    ich würde die Streithähne dann kurz trennen, eine Auszeit und wieder laufen lassen.

    Sie müssen sich ja nicht lieben, aber sie sollten sich ignorieren.
    Kann ich verstehen und würde ich auch so sehen.

    Wenn das so nicht funktioniert, dann beide anleinen und fertig. Die nächsten Tage würde ich sie dann einfach nicht zusammen lassen, sondern nebeneinander herlaufen.

    Das wird sich bestimmt legen, sind ja erst 3 Tage und der Staff ist noch ein Baby.

    Beide Hunde müssen das miteinander noch lernen, denn hier ist keiner souverän. Beides Kindsköpfe ;)

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ganz abgewöhnen sollte man es nicht. Vor allem wenn der Trieb einfach da ist, aber man kann ihn in die gewünschten Bahnen lenken.

    Man muss seinem Hund zeigen was man statt des bisherigen Verhaltens von ihm erwartet.
    Bei mir ist es ruhig sein wenn ich mit jemandem rede.

    Wenn der Hund schon verknüpft hat: Bellen = Leute weichen zurück,
    dann mach ich es so, dass ich nicht an den Menschen vorbeilaufe die er anbellt, sondern sie in ein Gespräch verwickel.
    Die meisten Menschen sprechen einen ja auf den Hund an, oder auf den Weg beim Gassigehen fragt jemand nach der Uhrzeit und das ist immer eine Gelegenheit noch kurz zu sprechen.

    Weicht ein Mensch zurück, dann sag ich meistens gleich: der hat mehr Angst wie Sie, Sie können ruhig stehen bleiben!
    Zu Filou hab ich dann immer: ist ok und Sitz gesagt, aber eher beiläufig und mich kurz unterhalten.
    Dann ging es ohne irgendeine Beachtung meines vierfüssigen Begleiters weiter.

    Hat er während des Gesprächs geknurrt, dann hab ich situationsbedingt reagiert. Zum Beispiel: wenn ihn jemand angeschaut hat/angesprochen hat (die Menschen meinen ja dann immer besonders nett sein zu wollen) und er deswegen knurrte, dann hab ich den Menschen gesagt, dass sie ihn einfach ignorieren sollen und wenn sie wissen wollten warum, dann hab ich es erklärt.

    Hat er geknurrt weil der andere einfach nur in eine Tasche gegriffen hat, oder sich kurz bewegt hat, oder auch gar nichts gemacht hat, dann hab ich ihm mit: ist ok, bestätigt und wenn er dann nicht aufgehört hat, dann hab ich es unterbunden.

    Filou hat dabei gelernt, dass ich ihn beschütze und die Situation ganz gut alleine handeln kann. Je nachdem eben.

    Das ging natürlich nicht von heute auf morgen.
    Ich rede hier von einem Zeitraum von 2 Jahren, aber es lohnt sich.

    Gelobt hab ich ihn übrigens nie wenn er ruhig war, sondern ich hab es einfach als selbstverständlich angesehen und deshalb auch nicht besonders gemacht.

    Hundi könnte sonst ganz schnell verknüpfen:
    erst knurren, dann ruhig sein = Leckerli :D

    Wenn Besuch kommt, dann darf er mit zur Tür und schauen wer kommt, aber an den Besuch darf er nicht!
    Wir gehen rein und ich schick ihn dann weg. Entweder er geht (mittlerweile) allein in den Korb, oder er hält gebührend Abstand zu den Menschen und hält sich im Hintergrund.

    Kann er das nicht und meint den Besuch ständig bedrängen zu müssen (früher mit knurren, heute mit kopf-auflegen und von allen die Bestätigung holen), dann schick ich ihn in den Korb und dort muss er dann auch bleiben. In letzter Zeit legt er sich sofort hin und 10 Minuten später schläft er. Raus darf er dann natürlich auch wieder und wenn er sich benimmt, dann kann er tun und lassen was er möchte. Wenn er sich nicht benimmt dann geht es wieder in den Korb.

    Ist halt schon ne Menge Arbeit und Konsequenz, aber es ist machbar.

    Loben tue ich ihn übrigens auch mal den armen Hund:
    wenn es klingelt und er bellt, dann lobe ich ihn.
    wenn er aufpasst und bellt weil jemand was in den Briefkasten wirst, dann lobe ich ihn auch.

    Ein "ist ok" ist für ihn auch ein Lob (zum Beispiel jemand steht an einer Ecke und kommt ihm verdächtig vor und er knurrt).
    Bei ihm kommt es so an, dass er mich warnt, ich sage ihm es ist ok er hat einen guten Job gemacht. Damit ist er entlassen und ich übernehm die Verantwortung an dem bösen Menschen vorbeizulaufen. ;)

    Wir sind noch nicht ferdisch, aber gut Ding will Weile haben...

    Wenn man bedenkt wo wir schon gestanden haben mit meinem spanischen Freund, so kann ich nur mehr als stolz auf ihn sein.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    genau das ging mir auch durch den Kopf...
    Wie ist der Umgang mit dem Hund?

    Warum ist er aggressiv gegenüber Menschen? Ist er überhaupt aggressiv, oder war das mit dem Jogger vielleicht der jugendliche Leichtsinn gepaart mit etwas Hütetrieb?

    Hast Du ihn von klein auf, oder erst später bekommen? Wenn später, was weist Du über seine Vorgeschichte?
    Was machst Du zur geistigen Auslastung?

    Ich habe einen Bordermix aus Spanien, der Schlimmes mit Menschen erlebt haben muss. Er war angstaggressiv.

    Mittlerweile haben wir viel gelernt und Filou ist um einiges sicherer geworden.

    Was hast Du denn schon ausprobiert mit den Trainern und wie lange hast Du trainiert?

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich würde auf jeden Fall mal einen Tierarzt aufsuchen und sie durchchecken lassen.
    Könnte es sein, dass sie vielleicht läufig wird?
    Da sind viele Hunde etwas pinziger und lustloser...

    Kannst ja mal berichten was der Tierarzt gesagt hat.
    Flöhe bekommt man auf jeden Fall weg.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Hallo,

    ich schließe mich Corinna an und kann dem Posting nur zustimmen.
    Besser hätte man es nicht auf den Punkt bringen können.

    Bitte holt Euch einen Trainer ins Haus und Du versuche den Hund zu ignorieren, kein anstarren, kein streicheln, kein gar nichts.

    Mein Tipp:
    Diese Situationen, in denen der Hund beissen könnte, müssen im voraus erkannt werden und von der "Halterin" entsprechend umgelenkt werden!
    Der Hund muss wissen, was er statt des Beissens machen soll: z.B. auf seinen Platz gehen!

    So ein unsicherer Hund braucht ganz klare Regeln und Ansagen (das hat nichts mit Rangordnung zu tun). Anweisungen, klare Strukturen, geben ihm Sicherheit, da er nichts selbst entscheiden muss.
    Am Besuch hat so ein Hund absolut null verloren. Anders rum ebenso!

    Es ist falsch einfach mal abzuwarten und danach dann den Hund zu disziplinieren. In seinen Augen hatte er keine andere Möglichkeit, als so zu handeln!

    Liebe Grüße

    Steffi