Hallo,
also generell würde ich auch sagen, dass der Hund noch Zeit braucht, aber:
wenn er auf der Couch knurrt, dann fliegt er runter und bekommt Couchverbot. Ob es jetzt aus Angst war oder nicht, sei mal dahin gestellt und im Grunde auch völlig egal.
Couch ist ein Privileg und wenn er damit nicht umgehen kann, dann muss er eben darauf verzichten bis er es kann.
Einem Angsthund biete ich einen sicheren Platz (manchmal auch eine Box) an, an dem niemand direkt voreilaufen muss. Dort kann er seine Ruhe haben, wird nicht betatscht und auch nicht bedrängt. Solche Plätze schätzen ängstliche Hunde.
Unter den Tisch würde ich diesen Hund nicht lassen, denn das sind oftmals die Situationen wo es eskalieren kann. Sie fühlen sich sicher und manch einer fängt auch an diesen Platz zu verteidigen.
Ein Tisch ist ja wenn man drüber nachdenkt auch ein ganz wichtiges Möbelstück. Es wird von der ganzen Familie stark genutzt und wozu? Zum Essen und auch zum gemeinsamen Zusammensitzen.
Wenn ein Angsthund unter dem Tisch liegt und jemand seine Füsse ausstreckt und den Hund anstupst der gerade schläft, dann kann das nach hinten losgehen.
Wenn irgendetwas Essbares vom Tisch nach unten fällt und sich ein Mensch danach bückt, dann kann sich so ein Hund bedroht fühlen und schnappen, gerade wenn mehrere Personen am Tisch sitzen und er keinen Ausweg sieht. In diesem Falle wird nämlich aus dem Schutztisch eine Falle.
Solche Hunde brauchen klare Regeln und eine konsequente, liebevolle Führung.
Sie brauchen Sicherheit und Vertrauen und das schaffe ich nur wenn ich ihnen genau zeige was ich erwarte und in welchem Rahmen sie sich bewegen dürfen.
Sie müssen sich auf ihre Menschen verlassen können und diese sollten eine Linie fahren, also nicht heute so und morgen so, denn dann kann der Hund sie nicht einschätzen und wird auch kein Vertrauen aufbauen.
Egal wie neu ein Hund in meinen Haushalt kommt, oder was er erlebt hat, meine Regeln gelten vom ersten Tag an und nicht erst nach einer Eingewöhnung von X Tagen.
Liebe Grüße
Steffi