Hallo,
ein Hund aus dem Ausland hat meistens schon einiges erlebt was ihn prägt.
Vielleicht hatte er nie Menschen die sich um ihn gekümmert haben.
Filou kam aus Spanien und hatte dort auch viel Schlechtes erlebt.
Auch er litt unter Trennungsangst und daher hab ich ihn die ersten Wochen nicht alleine gelassen (mal aufs Klo und Müll rausbringen).
Normalerweise schläft bei uns kein Tier im Schlafzimmer. Filou musste ich mit reinnehmen, da er vor lauter Panik pieselte, speichelte und sich die Pfoten blutig gekratzt hätte.
Er schlief dann neben meinem Bett in seiner Box. Diese Box hab ich wochenweise weiter Richtung Schlafzimmertür geschoben und irgendwann stand sie dann in der offenen Tür. Er konnte sich ab da raussuchen ob er in der Box schlafen wollte, oder auf seinem Schlafplatz.
Er entschied sich für seinen Schlafplatz und hatte dann keine Probleme mehr außerhalb des Schlafzimmers zu schlafen.
Mit der Zeit hat er auch tagsüber immer mehr Sicherheit in seine Umgebung bekommen und als er mir richtig gefestigt erschien (er lief mir dann auch nicht mehr hinterher wenn ich den Raum verlies), hab ich ihn einfach mal mit Ronja alleine gelassen. Es waren nur 10 Minuten und er war entspannt als ich heimkam.
Das war nach zwei Monaten.
Nach weiteren Wochen konnte er mit Ronja ohne Probleme auch mal 3 bis 4 Stunden alleine bleiben.
Heute nach 2,5 Jahren bleibt er auch problemlos ganz alleine zuhause.
Im Urlaub bleibt er jedoch nur mit Ronja alleine, denn dort fühlt er sich alleine nicht sicher.
Es braucht seine Zeit, aber mit Geduld wird das auch bei Euch klappen. Ihr dürft nur nichts überstürzen.
Sie wird sich mehr an Dich anschließen im Moment weil Du ihr mehr Sicherheit vermittelst. Warum auch immer...
Viele Auslandshunde haben ein besseres Verhältnis zu Frauen als zu Männern. Das wird sich aber auch mit der Zeit legen.
Habt Geduld mit der Maus und gebt ihr Zeit. Sie ist ja auch erst 2 Wochen da.
Liebe Grüße
Steffi