Hier gibt es eine recht gemischte Jägerschaft. Man sollte jedenfalls wissen, wo welches Revier beginnt... Gerät man an den falschen Jäger, ist das Gewehr schon im Anschlag, wenn der Hund nur zum Kacken 3m vom Weg ab ins Gebüsch geht.
Die anderen sind aber sehr nett, haben durchaus Verständnis für menschliche und hündische Fehltritte. Auf das rechte Maß kommt es eben an, und zwar auf beiden Seiten: Hundehalter und Jäger.
Ich bin nicht gerade jemand, der seinen Hund einfach so jagen lässt (Mäuse ausgenommen...). Aber zwei-drei Mal im Jahr kommt es eben vor, dass da eine super gut riechende Spur läuft oder ein Reh direkt vor uns über den Weg springt oder oder oder... Dann ist Roxy weg und ich konnte mir in den Allerwertesten beißen. Ich stehe dann nicht nur Ängste um meinen Hund aus, sondern auch um das Wildtier. Beide sollen keinen Schaden nehmen. Deshalb trainiere ich fast täglich mit Roxy, das sehen auch die Jäger und nehmen es wohlwollend zur Kenntnis.
Hunde sind eben nicht zu 100% berechenbar. Da kann man nichts dran ändern, aber man kann sich bemühen und nicht gleichgültig gegenüber dieser Tatsache sein. Unsere Hunde sind nicht dazu da, wahllos den Wildbestand zu "regulieren".
Wirklich ärgern tue ich mich aber über so manchen Hundehalter, dessen Hund 3 mal in der Woche ausbüchst und dann eben alleine "Gassi geht". Sowas haben wir hier, der Besitzer ist Hobbyjäger und rühmt sich, die Jagdprüfungen zu machen. Gassi geht aber meistens seine Frau, und ihr läuft der Hund mehrmals in der Woche weg und jagd. Und trotzdem kommt er nicht an die Schleppleine. Sowas kotzt mich an. Mir ist der Hund jetzt schon zwei Mal vors Auto gelaufen, zum Glück ist nie was passiert. Dafür setzt's dem Hund dann eine Tracht Prügel, wenn er zurück kommt.