Beiträge von Metatron

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    Wenn du nicht rufst (weil es eh nix nützen würde), dann war der Hund auch nicht ungehorsam.... ;)

    Im Freilauf übe ich grössere Ablenkungen erst auf kurze Distanzen. Habe ich keine, oder zu zögerliche Reaktion, verkürze ich die Distanz, dh. ich rücke dem Hund auf die Pelle, bzw. rufe ihn schon früher ab. Selig weiterbuddeln oder andere Privatbeschäftigungen werden unterbrochen, Hund hat also nix davon. Und ich belohne differenziert: prompte zügige Reaktion sehr hoch, eine gemütliche Irgendwann-Reaktion kriegt noch ein Okay. Das ist einer der häufigsten Fehler, die die Leute beim Rückruf machen: sie bringen dem Hund geradezu bei, erst beim dritten Ruf zu kommen. Nach den ersten Trainingseinheiten haben sie nämlich in ablenkungsarmen Situationen das Gefühl, ihr Hund "könne" das, und honorieren es immer weniger. Ein Fein und vielleicht ein Leckerli, war ja nix besonderes. Ist der Hund aber zu abgelenkt und kommt nicht, gibt es Action, wird mit Spielzeug rumgehüpft, weggerannt - der Hund hat das bald raus, dass es sich lohnt, zu warten. Es sollte genau umgekehrt sein: Klotzen schon am Anfang, beim ersten Ruf. Der Hund soll gar nicht auf die Idee kommen, nicht zu reagieren. DAS muss man sehr konsequent durchziehen, und zwar sehr lange! Nicht den Hund trainieren, dass er Herkommen als mässig lustvolle Tätigkeit betrachtet.


    Um mich da nochmal einzuklinken: So arbeite ich auch. Hatte ja mein Dummytraining schon beschrieben. Und da unser Futterdummy eine Ersatzbeute ist, wird für besonders gutes Rankommen immer der Dummy geworfen und Roxy darf nach Lust und Laune hinterher hetzen.

    Eine bessere Belohnung gibt es für sie eigentlich nicht, das könnte durch kein Quietschen, Loben oder leckerchen getoppt werden.

    Wenn ich hier die Leute so beobachte, dann fehlt mir so oft die Interaktion beim Loben. "Fein" und Leckerchen reingestopft, schon dreht Hundi sich um und rauscht wieder davon.

    Und zu Konsequenzen bei Ungehorsam im Freilauf: Also bei mir ist da dann auch schonmal die Leine geflogen. Das ist sicher nichts für die tägliche Anwendung, aber im richtigen Moment durchaus wirksam. Roxy hat es sich jedenfalls gemerkt und die Leine auch nicht negativ verknüpft. Ich will in dem Zusammenhang aber nochmal betonen, dass ich damit nicht befürworte, wenn jemand seinen Hund tagtäglich mit einer Wurfkette oder Trainingsdiscs malträtiert. Nur mal der Hinweis, dass so ein Schreckmoment in der richtigen Sekunde durchaus seine Wirksamkeit hat.

    Man kann nicht immer der leckerlieverteilende Wattebauschwerfer sein.

    Nassfutter:

    - Rinti (egal welche Sorte): Ich mochte weder Optik noch Geruch. Für den gleichen Preis gibt es andere Futtersorten, die geruchlich und optisch besser sind.

    - Landfleisch: s. Rinti



    Trockenfutter:

    - Canis Alpha: Fand ich prima, hat super gut gerochen aber Roxys Output ist davon immer sehr grau gewesen.

    - Bestes Futter Magic und Magic Banane: Mochte Roxy nicht. Und ich fand die Kroketten total fettig, das hat mir nicht zugesagt.

    - Platinum: Haben wir nur als Leckerlie verfüttert und allein davon wurde Roxy schon moppelig.


    Die Liste, welches Futter ich von Anfang an nicht gekauft habe und warum wäre allenlang. Ich wollte einfach ein gescheites Futter, nicht zu getreidelastig (am liebsten getreidefrei), ohne EG-Zusatzstoffe, mit einer klaren und verständlichen Deklaration, es sollte nicht so viel Schnickschnack drin sein, der Fettgehalt sollte eher moderat sein und: Roxy sollte es wirklich gerne fressen.

    So sind wir bei Lupovet gelandet. Da steht Roxy jeden Tag beim Füttern und der Gaber tropft ihr schon aus dem Maul. Sie frisst es wirklich gerne. Und zur Abwechslung gibt's außerdem auch Dose oder Frisches.

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    Ja genau, das war der Tatort :D
    Hast ein echtes Schauspiel (oder eher Trauerspiel) verpasst.
    Dafür duftet Merlin jetzt schön frisch nach Baby-Shampoo :lol:

    Hast du direkt mit dem Futterdummy gearbeitet oder das reine Holen und Bringen erst über was anderes aufgebaut?

    Wie hast du das aufgebaut?


    Ich bin ja erstaunt, dass ich jetzt mit Roxy schon mehrmals problemslos an den (verlassenen) Kuhweiden vorbei gekommen bin... :hust: Außer letzte Woche, da wollte sie mal die Kälbchen besuchen gehen...


    Ich musste das Holen und Bringen nicht aufbauen, das hat Roxy vom ersten Tag an mit Begeisterung gemacht. Retriever-Blut eben. Ich habe das nur immer bestärkt und feiere immer Party, wenn sie mir was bringt.

    Ich habe irgendwann den Futterdummy gefüllt, geworfen und Roxy hinterher geschickt. Bei den ersten Versuchen war der Dummy absolut uninteressant. Dann hab ich das Teil weggepackt und erst nach einiger Zeit wieder probiert. Dummy gefüllt und erstmal unterwegs immer daraus belohnt. Wenn sie was gut gemacht hat, hab ich den Dummy aufgemacht und sie durfte sich selbst bedienen. (Vorsicht, aktue Gefahr ein paar Finger zu verlieren...) Irgendwann habe ich den Dummy dann geworfen und sie einfach hinterher hetzen lassen. Zuerst hat sie dann versucht, den Dummy zu stehlen und selbst zu öffnen. Dabei hab ich gar nichts gemacht, mich nur hingestellt und gewartet und dabei Blut und Wasser geschwitzt, dass sie das Teil auch ja nicht auf machen kann. Sie hat es mir dann von selbst gebracht, vor die Füße geklatscht mit dem Blick "Da, auf machen!!!". Von da an war's eigentlich sehr einfach.

    Die erste Übungphase sah dann so aus, dass ih den Dummy geworfen habe, sie hinterher gehetzt ist und es mir von allein gebracht hat. Dann habe ich das Bringen mit einem Befehl belegt. Gleichzeitig habe ich ihr beigebracht, den Dummy ordentlich zu bringen, mir nicht vor die Füße zu schmeißen sondern sich vor mich zu setzen mit Dummy im Maul und ihn mir dann in die Hand zu geben.

    Die zweite Phase fing damit an, dass ich sie abgelegt habe, den Dummy geworfen habe und sie erst hinterher durfte, wenn ich sie losgeschickt habe.

    Dritte Phase war, dass sie absitzen musste, ich losgestiefelt bin und den Dummy aus etwa 20m Entfernung geworfen habe und sie dann nach meiner Freigabe hinterher durfte.

    Vierte Phase: Wie dritte Phase, nur dass sie aus ihrer Position erst zu mir kommen und nochmal absitzen musste und ich sie dann erst losgeschickt habe.

    Fünfter Schritt: Absitzen auf Entfernung, Dummy fliegt und sie darf erst hinterher, wenn ich sie schicke. Daran arbeiten wir zur Zeit.

    Sechster und ebenfalls aktueller Schritt: Dummy fliegt, Roxy darf sofort hinterher (also ohne absitzen), aber ich rufe sie ab, noch während sie dem Dummy nachhetzt.

    Außerdem fange ich langsam an, den Futterdummy durch einen Standard-Dummy zu ersetzen. Sicherlich wird der Standard-Dummy ihr den Futterdummy nie ersetzen können, aber es ist eine gute Abwechslung im Training.


    Liest sich vielleicht etwas statisch, aber das hat sich jetzt über ein Jahr hingezogen. Zwischendurch gab es Dummy-Pausen, da habe ich wochenlang nichts gemacht, vor allem im Sommer. In der Zeit habe ich dann viel Unterordnung gemacht, aber auch viel mit Clickern oder einfach nur entspannt Gassi gehen. Ich mache immer verschiendene Sachen parallel, damit es nicht langweilig wird. Roxy hört ja mittlerweile sehr ordentlich und die Phase, in der sie alle 50m abhauen wollte ist auch vorbei.


    Bei uns ist der (Futter)Dummy ihre Beute und sie verteidigt den Dummy ja auch gegen andere Hunde, vor allem bei fremden Hunden. Ich habe aber auch Glück mit ihr, denn zum einen vertraut sie mir so ziemlich bedingungslos und zum anderen ist sie sehr intelligent und versteht ganze Handlungsstränge meistens auch ohne schrittweises Aufbauen.

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    Ich hatte mit Merlin gestern auch so ein Sch***-Erlebnis. Es ging allerdings nicht um was lebendiges, sondern um schöne, frische Kuhk***e.


    Oh, war das bei eurem Spaziergang an der Roten Mühle? Nur gut, dass ich mich entschieden hatte, mal zu Hause zu bleiben. :D


    Zum Thema: Roxy jagt auch. Und das war und ist bei uns eine große Baustelle. Ich habe es anfangs auch nur mit positiver Verstärkung versucht, aber damit kommt man nicht weit.

    Hir wurden jetzt wirklich viele gute Ratschläge gegeben, aus denen eine Mischung sicherlich ein prima Ergebnis erzielen wird. Es gibt halt nicht DEN Erziehungsweg schlechthin. Wichtig ist, dass du konsequent gleichzeitig auf mehreren Ebenen arbeitest. Unterordnung, Abbruchsignal, Nein, Bindung zu dir...

    Ein Durchbruch war bei uns der Futterdummy, den ich werfe und dem Roxy hinterher hetzen darf, wenn ich sie erfolgreich aus einer Jagdsituation abgerufen habe. War ein weiter Weg, bis es funktioniert hat. Aber der Dummy "ersetzt" ihr die Jagd auf Tiere. Den Dummy zu hetzen ist immer erfolgreich, es ist immer mit einem Lob von mir verbunden und damit zum lohnenderen Objekt geworden.

    Ich habs mit dem Futterdummy gemacht.


    Futterdummy mit leckeren Sachen gefüllt, geworfen und gewartet. Ein paar Mal hat Roxy versucht, das Teil zu klauen und selbst zu öffnen. Hat nicht funktioniert. Ich habe sie dann unterwegs einige Tage lang demonstrativ immer aus dem Beutel heraus belohnt (ohne zu werfen), nach einigen Tagen habe ich wieder geworfen und siehe da: Hundi hinterher, kurz damit gekaspert und dann hat sie es zu mir gebracht.

    Naja, das habe ich eine Weile geübt und bin wirklich nur schrittweise weitergegangen, so dass sie es mir heute sauber zurückbringt und nicht mehr fallen lässt oder vor die Füße klatscht.

    Ich seh da auch gar kein Problem, eine Futterration auf die Weise zu verfüttern. Ich finde es eher positiv, wenn ein Hund sich sein Futter auch mal richtig erarbeiten muss.

    So viel, dass da gleich eine Tagesration drauf geht, soll man ja gar nicht üben. Ich habe ganz am Anfang vielleicht 2-3 Mal den Dummy fliegen lassen.

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    meine beiden sind müde.... *g* und schlaaaaaaaaafen *yippieh*


    Roxy liegt wie erschossen im Bett.


    BOOOOOOOOOOOOOOO schläft natürlich nicht. Ist ja auch frech von mir, es wäre ja schon längst Abendessenzeit für den Herrn. :motzschild:


    Edit: Ich hab heute übrigens drei Runden die Kamera mitgeschleppt und kein einziges Bild gemacht... *wirklichdoof*