Beiträge von LaBellaStella

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    Einmal hab ich ein Lob von einem Labbi-Besitzer bekommen, dessen eigener Hund wirklich sehr brav und folgsam war:

    "Also Kompliment an Ihre Geduld - wenn das mein Hund wäre, hätt ich den nach nem Jahr schon abgegeben. Mir wär das zu anstrengend mit dem."

    Was sagt man da - danke? :hust:

    :lol: :lol:

    tja - sowas hörte ich auch schon mal ganz ähnlich in bezug auf sam... :lol:

    Zitat

    Also, ich finde: für so eine Leinenbefreiung sollte ein normaler Alltags-Gehorsam getestet werden. Kein Fuß, kein Perfektionismus, sondern einfach eben alltägliches: Abrufen und Verhalten bei Jogger, Radfahrer, Spaziergänger und anderen Hunden. Nicht mehr und nicht weniger... :D

    Ich fände es dabei vorallem wichtig, daß die Leute eben lernen ihren eigenen Hund zu lesen und einschätzen zu können und sich in Rücksicht gegenüber anderen zu üben: eben auch mal anleinen, wenn Hundi doch grad bissel abgelenkt ist. Rücksichtsvolles und vorausschauendes Handeln bei Begegnungen...

    naja. das liest sich ja schön. aber ich glaub, das wars dann auch.

    denn: irgendwie muss man so eine prüfung einfach standardisieren.

    und genau da wirds dann echt schwierig:

    denn drück das mal in einem irgendwie "messbarem" parameter aus.

    so wie: "wenn die ampel rot zeigt, dann darf man nicht gehen, dann muss man stehen bleiben". das ist eindeutig und klar und muss eingehalten werden. also: bei rot stehen = bestanden / bei rot drüber = druchgefallen.

    das ist einfach.

    nun nehmen wir aber mal "rücksichtsvolles und vorausschauendes handeln" - was ist das, wenn mans so auf den punkt bringt, dass es für "jeden" gilt?

    für den einen: ich ruf meinen hund ran, wenn ich einen jogger sehe, mein hund stetzt sich am rand hin, lässt den jogger vorbei - und wir gehen ruhig und gesittet weiter.

    für den nächsten: ich ruf meinen hund ran, lein ihn an, der jogger läuft vorbei....weiter im text

    aber für den nächsten: ich seh den jogger, geh zu meinem hund, lein ihn an, geh 5 meter in die wiese, lenk ihn um oder ab - mein hund verbellt zwar den jogger, aber ich kann ihn noch händeln und verhindern, dass er den jogger frisst - ich bring meinen hund wieder "runter" und weiter im text.........

    und für den übernächsten: mein hund geht von sich aus zur seite wenn ein jogger kommt, ich muss gar nix machen, der darf derweilen an der seite da vorne ruhig an seinem grashalm schnüffeln...

    und ein anderer sagt: jogger interessieren meinen hund nicht - aber an der leine ist er ein leinenpöbbler wenn er andere hunde sieht - dafür isser im freilauf ein ganz friedlicher....

    weisst was ich meine? auch wenn sich ein hund an der leine aufführt wie ein berserker - wenn der hh das so händeln kann, dass er dennoch niemanden gefährdet oder belästigt - dann ist trotzdem alles gut - seh ich zumindest so. oder wenn der hund zwar einem reh hinterher gehen würde - aber der hh so umsichtig ist, dass er seinen hund sichert, wenn er wild in der nähe vermutet - auch dann ist eigentlich alles gut.

    ich kann mir, nach den berichten die ich hier im DF oft lese, schon vorstellen, dass es unglaublich nervig ist, wenn man in einer gegend lebt, wo es immer wieder unerfreuliche zwischenfälle gibt. aber vielleicht kann sich ja auch einer von jenen, die derlei immer und immer wieder erleben, auch mal in die reinversetzen, die in einer gegen leben wo alles in allem zum grossteil eher "vernünftige" hh leben - die dann mit einem generellen leinenzwang völlig unnötig "abgestraft" werden und die auch nicht verstehen können, wenn sie eine irgendwie sinnlose prüfung machen müssten.

    ob der leinenzwang wirklich irgendwann mal bundesweit kommt - ich glaub nicht. da wir in einem förderalismus leben und dergleichen schonmal zuerst ländersache ist und eben auch die städte und gemeinden da mitreden dürfen/sollen wird das noch sehr sehr sehr lange tatsächlich gebietsabhängig sein. unser stadtrat hier besteht zu einem grossteil aus hundehaltern :D - vielleicht haben wir hier deswegen (gottseidank) noch immer keine "hundeverordnung"....

    interessantes thema.....aber ich denk auch, dass ab und an ein "brav" mit "gut erzogen" verwechselt wird...

    wobei ich persönlich mich schon freue, wenn ein jogger/nordic walker/biker sich fürs zurseite gehen oder hunde abrufen nett bedankt und das dann noch mit dem zusatz "die sind aber brav/gut erzogen" :smile:

    da freu ich mich dann ganz ehrlich drüber - und dann sind die eher unfreundlichen zeitgenossen gleich gar nicht mehr so schlimm...

    es kommt natürlich immer auch drauf an, aus welcher perspektive man das ganze betrachtet:

    aus der sicht des joggers z.b., der vielleicht schon blöde erfahrungen machen musste mit "nicht jogger kompatiblen hunden" - der findet es natürlich dann schon gut, wenn er sowohl vom hh wahrgenommen wird und wenn er dann auch noch einfach so vorbei laufen kann, ohne dass er das zamperl am hosenbein hat...der findet dann natürlich meine hunde sehr "gut erzogen"

    aus der sicht eines obidience-"freaks"/hundeplatz-hh (und nein, das mein ich nicht böse!) sind meine jungs wohl nicht wirklich gut im training :lol:

    ein hh der einen jagdlich ambitionieren hund hat oder auch unsere jäger hier im wald - sind die jungs "genial" - weil sie eben nicht jagen (hab glück, denn die beiden grossen haben praktisch sehr sehr wenig trieb und der dackel ist zu "bequem" um da irgendwas auf die pfoten zu stellen :D - da hat es von meiner seite wenig erziehung gebraucht).

    aus der sicht eines hhs, der in der grossstadt wohnt, womöglich noch wo, wo leinenzwang herrscht - der würde wohl auch eher sagen, dass es an grossstadttauglichkeit fehlt (für mich hier auf dem land allerdings eher unwichtig).

    ich sag immer, meine hunde sind für meinen alltag "tauglich" - rückruf klappt, sie jagen nix und niemand, sie belästigen niemand, gefährden niemand, sie haben keine probleme mit artgenossen, sie lassen sich "offline" gut "lenken" - das ist mir wichtig.

    ne BH allerdings könnt ich nicht so ad hoc mit ihnen laufen :D - der gossi ist dafür zu hibbelig und würde wohl alles doppelt und dreifach machen bis auf den teil an der leine, da würd er verweigern - der herdihund säh keinen sinn und fände das generell zu anstrengend und würd sich erstmal hinlegen um drüber nachzudenken - am ehesten ginge das noch mitm dackeltier - wobei der wiederum erstmal abspecken müsste, damit man sieht ob er nun noch steht oder schon im platz liegt........

    also: alles eine frage des standpunktes! ;)

    tja so ein test:


    was genau wird denn getestet? und von wem? und wie wird nun was bewertet und gewichtet?

    ich kenne hhs, die haben ihre hunde im "abruf-fall" sofort wieder neben sich - zuverlässig - obwohl der hund einen eher grösseren radius hat. (gibts nicht? doch. komm vorbei, ich zeigs dir mit sam. und ich kenn noch viele, die das können).

    oh, mein sam kann kein perfektes bei fuss - so mit kopf hoch und angucken und am bein kleben - aber er kann ein "bleib da", ein "warte" oder ein "langsam". er kann ein "stopp" aus vollem lauf - er kann "zur seite", " auf den weg" und er kann sitz/platz auf jede hörbare entfernung....er ignoriert andere menschen völlig, hat keine probleme mit artgenossen, interessiert sich nicht im geringsten für jagdbares wild....und wenn ich pfeiffe - dann isser da, wie ne breze.

    ein prüfer, der unter BH-bedingungen prüft, würd mich wohl trotzdem durch so einen prüfung durchfallen lassen - eben weil sam an einer sehr langen "unsichtbaren" leine hängt.....und für meinen alltag, für meine örtlichen bedingungen und gegebenheiten - reicht das, was sam kann sowas von völlig aus.

    joey ist noch nicht auf dem gleichen level wie sam - aber auf einem guten weg dorthin und ein zuverlässiger abruf funktioniert auch schon. seine "unsichtbare" leine ist nicht ganz so lange die von sam -und sie wird wohl auch nie so lange werde, er bleibt lieber mehr in meiner nähe.

    aber auch joey würde wohl, müssten wir so eine prüfung unter BH-bedingungen oder in einer grossstadt machen, nicht wirklich durchkommen. (aber das würden wohl viele hunde nicht).

    also, wie sollte denn so eine "prüfung" aussehen, wer sollte sie abnehmen, wer sollte sie auswerten und wie?

    denn das, was meine hunde können - ist für andere unter anderen bedingungen völlig irrelevant - und umgekehrt müssten meine hunde nicht lernen, wie sie sich in der grossstadt ohne leine bewegen, denn das wird nie passieren.

    nicht nur wie lange das mit der schleppleine gemacht wird - wie lange wird überhaupt etwas konsequent gemacht?

    du hast geschrieben, ihr macht das schon, mit abrufen-ohne-grund-ohne-anleinen - darum frage ich, wie lange ihr das nun schon so macht? 2x die woche und das seit 4 wochen oder täglich mehrmals und das schon seit monaten...oder oder oder? alldiweil die meisten tipps oder übungen eben NICHT schnell und prompt helfen.

    was den trainer betrifft:

    Zitat

    Ja, ein Bekannter Trainer war es noch dazu. Der Sinn eines Trainers ist es ja, es dem Halter zu zeigen WIE es geht. Dass es bei dem Trainer besser geht sollte klar sein, denn dafür ist er ja auch Trainer. Aber das Problem ist ja, dass der Besitzer das genauso anwenden kann.

    der mag so bekannt sein wie er will - es wird nix bringen, wenn er nicht in der lage ist, dem besitzer klar zu machen, was falsch läuft und wie man es besser machen kann. ein guter trainer wird eh weniger den hund "trainieren" sondern mehr den mensch.


    wenn ich mantrailen will mit meinen jungs und hol mir eine trainer oder geh in einen kurs - dann möchte ICH mit meinen hunden trailen - es würde nix nützen, wenn der trainer mit meinen hunden trailt.....auch wenns noch so gut ausschaut - ich würde meine fehler hinterher immer noch machen. ist doch ganz logisch.

    ein spanischlehrer mag noch so toll auf spanisch parlieren können - wenn er mir nicht beibringt wie ich selber spanisch reden kann, dann isser bestenfalls als dolmetscher nützlich aber nicht zum erlernen der fremdsprache.

    aha, da liest sich ja jetzt einiges ein bisschen freundlicher und anders.

    ok, aus der ferne, wie schon geschrieben immer schwierig, aber ich hab da ein beispiel aus der praxis:

    eine hh hatte ein ähnliches problem: sie hatte lange zeit und mühe und geduld aufgewendet, ihrem hund einen funktioniereden abruf beizubringen und es klappte wirklich perfekt. sie hat gerufen, hund kam sofort.

    sie war zurecht stolz drauf - aber machte einen fehler: sie hörte auf zu üben. denn der hund konnte es ja. sie hat den hund nur noch dann abgerufen, wenn es einen grund gab (spaziergänger, wild, strassenüberquerung - was auch immer) - ihm ein trockenes leckerli in die gosch gestopft und - denn das war ja der sinn des ganzen - angeleint.

    eine ganze zeit hat das ganz gut funktioniert: sie hat gerufen, hund ist gekommen, wurde angeleint - schluss mit lustig also aus hundesicht....

    und irgendwann war schluss mit abruf: sie rief, der hund kam zwar immer noch sofort zu ihr - aber blieb genau wie bei dem TE-problem gut 2m vor ihr stehen und sie konnte ihn nicht mehr dazu bewegen, ganz herzukommen um ihn anzuleinen - keine chance. er lief nicht weg - aber er wich höchst geschickt aus.

    ihre "hausaufgabe" war es dann, den abruf wieder spielerisch zu üben. möglichst immer "ohne grund" abrufen und vorallem, ohne dass der hund dann angeleint wurde - er bekam seine party -und durfte wieder "weiter im text" machen....

    das wieder "wegschicken" des hundes musste das anleinen deutlich überwiegen - es hat einige zeit gedauert aber nun kommt er wieder ganz her zu frauchen. aber: sie muss das trotzdem weitermachen - immer mal wieder, ganz spielerisch und die motivation fürs kommen aufrecht erhalten...

    vielleicht wäre das ja ein ansatz?

    training auf dem hundeplatz ist ja nix verkehrtes - aber vielleicht sollte man auch mal mit einem trainer ausserhalb des HP den alltag "trainieren" und am bindungsaufbau, an der impulskontrolle, an der allgemeinen motivation usw arbeiten?

    henrike, sehr gut!

    genau das ist es ja: schlichte rücksichtnahme unter (mit)menschen. und die setzt ja immer was gegenseitiges voraus.

    witzig finde ich nur, dass in dieser diskussion ein wenig äpfel mit birnen verglichen werden.

    ich glaub, niemand von denen, die gegen eine generelle leinenpflicht sind, haben ein problem mit einem "punktuellen" leinenzwang - da, wo es sinn macht. ich auch nicht. und die allermeisten leinen ja auch ihre hunde eh schon freiwillig an, wo es not tut. aber eben auch wieder ab - wenn die situation überschaubar ist.

    dazu zwingt (wenn man es schon nicht aus rücksichtnahme seiner umwelt zuliebe macht) eine sowieso der gesunde menschenverstand und unsere bereits vorhandenen regeln und gesetze.

    wieso soll man den beispielsweise einem befreundeten senner von mir vorschreiben, dass er im sommer auf seiner alm seinen hund anleinen soll? die 2 bergsteiger, die da alle paar wochen mal vorbeikommen, werden vom hund nicht belästigt. das rindvieh auch nicht. oder wieso soll ich oder schwiegermuttern das dackeltier anleinen, wenn wir irgendwo ausserhalb unterwegs sind, auf einem feldweg, wo er sich nie mehr als 1,2 meter entfernt und niemand belästigen kann, weil niemand da ist?

    oder wie soll eine andere freundin von mir ihren fabelhaft erzogenen reitbegleithund anleinen, der wirklich sozusagen für diesen "job" geboren ist??? oder soll sie in zukunft ihren wallach mit auf die hundewiese nehmen.....das ist doch käse!

    nochmal: das ablehnen eines generellen leinenzwangs hat überhaupt nix damit zu tun, dass man rücksichtslos seine unerzogenen hunde querbeet durch die gegend toben lässt und andere leute dadurch halb zu tode erschreckt oder ärgert.

    es hat auch nix damit zu tun, dass man in irgendeiner weise hh die ihre hunde an der schlepp trainieren, abwerten will.

    es hat schlichtwegs damit was zu tun, dass es immer noch sehr viele ecken bei uns gibt, wo man einen alltagstauglich erzogenen hund (betonung liegt auf erzogen!) ganz entspannt von der leine lassen kann - was nicht heisst, dass man den hund dann alleine mal machen lässt....aber das ist scheints schwer verständlich oder nicht vorstellbar, dass das "anderswo" wirklich klappt...so wie hier oder auch bei einigen anderen mitschreibern...

    TE, du hast um antworten gebeten - die sind gekommen - wenn auch scheints nicht nach deinem sinn.

    ob du dich nun mit dobis auskennst oder nicht - spielt ja eigentlich auch keine rolle - denn es geht ja nicht um deinen dobi sondern um einen anderen.

    Zitat

    Nochmal: Es ist so dass er es manchmal macht manchmal eben nicht. Gleiche Situation, gleicher Ort, gleiche "Ablenkung"... mal macht er es und wenn er eben nicht will dann nicht.

    und nun? was sagt uns das? richtig! es sagt uns, dass der hund das kommando eben nicht zu 100% ausführt. sprich, dass es eben nicht zu 100% sitzt. oder du hast ein völlig anderes verständnis von "immer und stets = 100%" als ich.

    und was kann man draus schliessen? richtig! dass man irgendwas falsch gemacht hat beim üben/trainieren - und dass man weiter dran arbeiten muss. event. auch mal andere wege beschreiten, andere methoden ausprobieren, einen anderen "trainingsstil" als den, den man hatte und der ja augenscheinlich nicht wirklich zum gewünschten erfolg geführt hat.

    würde einer meiner hunde 2m von mir weg stehen bleiben und nicht kommen und sogar wegrennen, wenn ich auf ihn zugehe - würde ich persönlich mich fragen, woran das wohl liegt. und auch da meine übungs/trainingsansätze überdenken....

    genau das gleiche gilt für das schnappen: auch das ist ja ein problem, das man gern gelöst hätte.

    natürlich, man kann da - wenn man gern will - dominanz/rudelrangfolge/absichtliches ärgern des hhs/ ect. mit reininterpretieren - aber so wie sich das liest, hat das bis jetzt ja nichts gefruchtet - warum also nicht mal andere lösungsansätze wenigstens in die überlegungen miteinbeziehen und es mit ruhe, konsequenz, neuen für den hund verständlichen übungen in kleinen sequenzen und einer gewissen ehrlichen selbsteinschätzung probieren?

    köpfchen fordern, nasenarbeit, impulskontolle, bindungsarbeit, hund runterfahren statt hochfahren, kleinere schritte machen - wieso ist das denn so schlecht, dass man nichtmal drüber nachdenken möchte?

    Zitat

    :lachtot:
    Armer Sam, armes Fraule!
    Ja, ja der Joey hat wohl die Sonnenseite des Lebens gebucht! :D
    Äääääääääh und ich dachte noch, daß es bei euch da unten, etwas besser ist, mit den Zecken. :/


    Und wir wollen doch nächste Woche an den Chiemsee, da muss ich dann wohl die Chemiekeule rausholen. :sad2:


    conny, kannst ruhig kommen - frag einfach joey, der wird dir bestätigen dass es hier überhaupt kein zeckenproblem gibt.... :lol: