Beiträge von LaBellaStella

    ach was bin ich asozial! :lol:

    und meine eltern müssen es auch gewesen sein.....

    2 kinder, 2 hunde, ein pferd und nen mann dazu - du meine güte, das geht wohl gar nicht.

    zumindest in manchen gegenden von DE.

    hier bei uns hab ich derlei reaktionen so direkt noch nicht erlebt - gottseidank. ich glaub, ich würd ausm hemd hüpfen und meine antwort wäre: "wie asozial ist das denn, kind ohne hund aufwachsen lassen?" ;)

    aber, mal im ernst:

    ich seh mit bedauern, dass es tatsächlich immer mehr eltern gibt, die ihre kinder möglichst "keimfrei" und in watte gepackt aufwachsen lassen.

    ein hund? der ist dreckig, stinkt, haart und ist per se gefährlich.

    ich leb ja neben einem grossen kindergarten/hort - und die mamas, die mit weit aufgerissenen augen ihre kinder mit geübtem schwung hochreissen, nur weil ich ihnen mit meinen kurz angeleinten (!) hunden entgegen komme, werden immer mehr...

    mir tut das immer total leid für die kinder - denn die sind eigentlich immer ganz zutraulich, wenn man sie lassen würde.

    da ich schlicht alle meine nasen als welpe bekam, wars da recht einfach mit der konsequenz. ;)

    ein platz und bleib langsam aufgebaut - und wirklich immer wenns nötig war, durchgesetzt. (nötig = die nase beschiesst, doch aufzustehen und durch die gegend zu tappern).

    durchgesetzt einfach dadurch, dass ich den grösseren dickschädel hatte und irgendwann wurd ihnen das "austesten" schlicht zu langweilig und es hat funktioniert. (gefühlte 100x zurück auf den platz schicken oder bringen, auch mal das aufstehen und weggehen blocken, das ganze von meiner seite aus möglichst "unaufgeregt" - die platz-zeit langsam ausdehnen)

    langsam aufgebaut heisst übrigens, dass ich ihnen nicht nur das schlichte "platz und bleib" beigebracht hab sondern auch drauf geachtet hab, den schwierigkeitsgrad langsam zu steigern. ich hätte anfangs nicht verlangt, dass sie sich auf ihren platz legen, wenn hier z.b. grade ein (event. uneinsichtiger) besuch mit der leberwurscht vor ihren nasen rumwedelt...(als krasses beispiel).

    und ich hab ganz allgemein schon von anfang an immer wieder an der impulskontrolle im gesamten gearbeitet - das hilft viel.

    und ja, das könnte man nun alles als zwang interpretieren ;)

    sie sind im sicht/hörweite-radius.

    wie weit das ist - kommt wie bei den meisten hier auf die umgebung an. :D

    von 1-100m ist da alles bei.

    kommt jemand oder ist was aussergewöhnliches los - dann umkreist mich sam auf ca. 10m radius und joey bleibt dicht bei mir - der hüti und der herdi eben. aber ist ganz praktisch, da brauch ich nicht ständig ranrufen - solange sie der meinung sind, man muss auf frauchen aufpassen ;)

    jap.

    also das mit dem kommunikationsproblem hätte ich jetzt auch so gesagt: und zwar zwischen den menschen :smile:

    es gibt hunde die gern menschhaut abschlecken und es gibt hunde, die machen das so gut wie nie.

    ob das nun so lebenswichtig ist - keine ahnung - aber ich würd eher sagen: nö.

    wenn ich besuch hab und meinem besuch ist das unangenehm - dann wirds schlicht unterbunden und gut is.

    sam ist auch so ein "schlecker" - manchmal ist mir das egal, manchmal mag ich es nicht - bis jetzt ist er ganz normal hund geblieben auch wenn er nicht immer so darf wie er grade möchte.

    ich hatte erst eine hündin - sie wurde nach der ersten läufigkeit kastriert (leider) - und sie war klasse.

    jetzt hab ich zwei rüden - unkastriert, das werden sie auch bleiben - und sie sind klasse. ;)

    wobei ich mehr in richtung rüde tendiere - so aus dem bauch raus.

    was du für dich als "besser" empfindest - das kann dir leider keiner sagen :smile: beim ersten hund würd ich da eine bauchentscheidung (was das geschlecht betrifft) empfehlen - oder aber, wenn du einen hund vom züchter holst, dem züchter zuhören, was er dir aus dem wurf für einen welpen empfiehlt.

    ob kastrieren oder nicht: grundsätzlich würde ich über eine kastration nur dann nachdenken, wenn sie wirklich unumgänglich ist. sprich: wenn es ohne gesundheitliche probleme gäbe oder wenn es - z.b. bei hypersexualität - andere wichtige gründe gibt. und dann auch nur ab einem gewissen alter und keine frühkastration.

    ich bin kein radikaler kastrationsgegener - aber kastrationen nur "weil man es eben so macht" oder "weils bequemer ist" oder weil eine kastration bei eher normalen erziehungsproblemen helfen soll (was sie nicht tut) lehne ich ab.

    erwachsene tierschutzhunde sind meistens schon kastriert.

    ich persönlich kenne keinen einzigen sterilisierten hund und kann also nicht allzuviel über sterilisation sagen.

    hier hängt noch irgendwo so ne kette rum. die trug meine alte hündin. dafür hing da nie ne leine dran - sie hatte eine "unsichtbare" ;)

    sie trug die kette nur, weil es damals pflicht war, an einer halsung die steuermarke zu befestigen - und da war die kette einfach am praktischten zum "schnell anziehen" - ansonsten wär sie völlig "nackig" gelaufen.

    die jungs tragen geschirr - sam könnte auch "nackig" oder eben mit irgendeiner halsung, aber irgendwie hab ich mich an das ritual geschirranziehen gewöhnt und bei joey könnte es theoretisch noch vorkommen, dass er an der leine mal durchstartet - also geschirr.

    beim trailen gehts eh nicht anders.

    ich denke, wenn ein hund soweit ist, dass er nicht mehr durchstartet, dass er also wirklich "leinenführig" ist - ist es wurscht, welche art von halsband er trägt.

    aber solange "liesschen müller" ihrem "fiffi" das ziehen noch abgewöhnt, oder solange noch die schlepp ran muss oder solange noch die gefahr besteht, dass "fiffi" in der leine hängt bei sichtung von "XYZ" wär für mich ein würger ein no-go. da würd ich schon kein normales halsband empfehlen.

    ein richtiger stachler ist für mich überhaupt nicht zu diskutieren.

    jap.

    die frage der fragen ist: wie lange kann denn der hund überhaupt alleinebleiben?

    wie wurde das alleinebleiben aufgebaut?

    ein "der gewöhnt sich schon dran" funktioniert ja augenscheinlich nicht. zumindest eben nicht bei diesem hund.

    also: wie wurde das alleinbleiben aufgebaut, wie lange bleibt sie allein, ohne alles mögliche kaputt zu machen?

    ob das ganze aus "langeweile" passiert oder eher aus "unruhe und überdrehtheit" wäre ebenfalls eine frage, die man vielleicht stellen sollte.

    mirjam cordt - unbedingt die erste ansprechpartnerin wenns um herdis geht.

    ein paar argumente wären in dem fall für mich:

    ein HSH ist schon eine etwas speziellere nummer. er ist nicht der typische, nette familienhund. zumindest wird er es nicht "einfach so".

    ein herdenschutzhund ist nicht everybodys darling - und will das auch gar nicht sein. er hat einen ausgeprägten territorialschutztrieb - und wenn ich schreibe ausgeprägt, dann mein ich das auch ganz genau so. da ist dann kein aufgeregt bellender hund im garten, der halb freudig halb aufgeregt eben mal besuch meldet - da ist ein wächter im garten, der nicht nur verbellt, sondern unter umständen völlig selbstständig handelt und den vermeidlichen besuch an die wand stellt.

    mein halb-herdi stammt aus einem wurf von 11 welpen. eine seiner schwestern ging zu einem hundeerfahrenen rentnerehepaar. nette leute, hatten jahrelang schäfis. sie lieben ihre hündin - aber sie würden nach eigener aussage keinen herdimix mehr nehmen - wenn sie gewusst hätten, was auf sie zukommt, hätten sie die hündin nicht übernommen.

    wenn ihre kinder und enkel zu besuch kommen, ist doppelte vorsicht geboten - die hündin akzeptiert nicht einfach so besuch. sie könne mit ihr zwar spazieren gehen - aber da sie nicht mehr ganz so fit sind, gehen sie meist den gleichen weg - und ihr herdimix ist nun der meinung, das sei alles eigenes territorium und handelt entsprechend. ein entspanntes spazierengehen ist nicht oder nur mit vorsicht möglich.

    auch die kraft, die ihre hündin entwickelt, haben sie unterschätzt - die frau kann sie nicht halten, wenns brenzlich wird, muss der mann die leine nehmen.

    die hündin ist zuhause, wenn das ehepaar mit ihr allein ist, ein schatz. lieb, verschmust - alles kein problem - solange sie eben mit ihr alleine sind. wenn nicht: wirds stressig.

    einem herdi(mix) so das übliche an grundgehorsam beizubringen ist nicht immer einfach - und funktioniert nie über (stark)zwang - denn der rächt sich beim herdi immer. meistens dann, wenn der herdi erwachsen wird - was er übrigens ziemlich spät wird.

    grad beim kangal(mix) sind die rüden im erwachsenen alter oft nicht unbedingt auf friedlichen kontakt mit artgenossen aus - und ein kangal, der am rad dreht ist beileibe nix schönes. da landen dann viele so im alter zwischen 3,4 jahren im TS - weil die besitzer sie schlicht unterschätzt und sich selber überschätzt haben.

    da ein herdenschutzhund am liebsten das tut, wofür er jahrhundertelang gezüchtet wurde, nämlich wachen, bringt man den schutztrieb auch nicht aus ihm raus. man kann ihn händeln und managen und in gewisse bahnen leiten - aber er ist fest verankert. genauso fest wie das umschalten von "eben noch friedliche und schläfrig" auf "alarmstufe rot" - und zwar genau dann, wenn der herdi meint, es droht gefahr. einen herdi der auf "wachmodus" läuft wieder runterzubringen ist nicht immer ganz leicht.

    kangals sind tolle hunde - herdis allgemein auch (ich hätte sonst keinen ;) ) aber man muss sich unbedingt im klaren sein, was man sich da holt und wie man mit den herditypischen eigenschaften umgeht und vorallem, ob sie ins eigene leben passen.

    es sind wunderbare hunde - wenn man - und das mein ich sehr sehr ernst - wirklich weiss, was man will und dass gewisse dinge (besuch, fremde, andere hunde ect.ect.ect.) nicht einfach von selber funktionieren sondern vielleicht auch nach jahrelangem training nie ganz einfach sind. (vergl. jagdhund mit starkem jagdtrieb!).

    tja - ob es so einen hund gibt?

    weisst du, es gibt sehr viele hunde, die kein grösseres problem haben, vormittags ein paar stunden alleine zu bleiben, wenn sie es langsam gelernt haben.

    aber - es gibt immer mal wieder hunde, die haben damit ein grosses problem. die lernen das alleine bleiben nur ganz langsam und so wirklich toll finden sie es nie.

    meine hunde bleiben auch 4 x die woche vormittags für 4 bis 5 stunden alleine.

    aber: ging das nicht - dann hätte ich einen entsprechenden "plan B" gehabt. ich wäre dann erst abends, wenn mein mann und meine kinder zuhause sind, zur arbeit gegangen, diese möglichkeit hätte ich immer.

    und: meine ganze familie wollte hunde und hat spass daran. hier sind also 4 personen, die gern was mit den hunden unternehmen, die sich gern kümmern.

    von daher funktioniert unser alltag mit hunden sehr gut. was er aber wohl nicht tun würde, wenn z.b. mein mann kein so ein hundefreund wäre oder meine kinder.

    so kann ich, wenn ich mal was ohne hund machen will (kommt auch bei mir mal vor ;) ) immer drauf bauen, dass jemand da ist, der gern die hunde "hütet". ohne dass ich lange suchen muss oder organisieren oder bitten.

    denn wenn sie vormittags alleine bleiben, dann möcht ich persönlich nicht, dass sie das auch noch nachmittags oder abends müssen.

    wäre ich "allein" oder meine familienmitglieder wären die hunde eh nicht so "recht" und sie würden nicht alle mithelfen, dann wär alles wesentlich schwieriger: immer erst organisieren, wenn man mal spontan was ohne hund machen will (oder auch muss: arzt zum beispiel) oder immer erst lange bitten und überreden oder auch bezahlen für einen hundesitter - das alles muss man schon bedenken, bevor man sich für einen hund entscheidet.

    aber genauso wichtig ist es, dass man eine guten "planB" hat, falls ausgerechnet der eigene hund zu denen gehört, der das alleinebleiben nicht oder nur schlecht lernen kann. eine 100% garantie, dass das klappt, gibts leider nicht für jeden hund. und man muss sich vor augen führen: ein hund möchte sein leben lang - das können auch 15 jahre sein - bei "seinen" menschen bleiben. also sollte nach menschlichem ermessen dieser zeitraum ein klein wenig planbar sein. (natürlich kann immer was unvorhergesehenes passieren - aber wenn ich weiss, in 2 jahren möchte ich z.b. zum studieren ein jahr in die USA - dann würde ich doch eher von einem hund absehen).

    :smile:

    och, ich glaub, von mir denken auch viele, die geht ja gar nicht gassi mit ihren hunden...

    zumindest die, die mich nur 1x die woche treffen...vorne, am flusswanderweg entlang... :D

    ich gehör auch zu denen, die eher da gehen, wo nix los ist. gelände und auswahl dafür hab ich hier genug, mehr als genug. :smile:

    die "hundegassiautobahn" nutz ich nur dann, wenn ich mal was unter ablenkung üben und vertiefen will, wenns richtig stürmt (obwohl dann auch kein mensch/hund dort unterwegs ist) oder wenn ich besuch mit hund hab, die sich mal eben ein bisschen beine vertreten und direkte umbegung ansehen wollen.

    und mein göga geht die "hunderunde" am abend dort. den sieht man jeden tag. (da wird wohl auch der eine oder andere glauben, der "arme trottel von ehemann muss auch noch täglich abends nach der ganzen arbeit die armen hunde bespassen" :lachtot: )

    hier gibts soviele schöne unterschiedliche ecken, die ich alle mit dem auto in höchstens ner viertelstunde erreiche - ich bin seltenst 2x hintereinander am gleichen fleck zu finden.

    so schaut dann eben auch unsere grosse runde am nachmittag täglich anders aus: mal im sommer 1,2,3 stunden "nur" zum baden, mal rauf in den wald und ein bissi trailen oder nasenarbeit machen, mal rüber die bachrunde und dann an der grossen wiese ein bisschen UO üben oder frisbee spielen oder dummytraining, mal sitzen wir auch nur am bach und die jungs spielen holzfäller, mal sind wir im reitstall und die jungs toben mit den anderen stallhunden, mal gehen wir ne kleine bergtour, mal laufen wir mit anderen hhs zusammen, mal machen wir "freestyleagi" mit baumstämmen, bänken, ausgehölten bäumen, oder wir klettern, balancieren......je nachdem, wies grade kommt und worauf wir lust haben und wie das wetter ist und und und....

    mal dauert die grosse runde nen halben tag (bergtour) mal nur ne dreiviertelstunde (gewitter, regen, sturm) - mal "arbeiten" wir richtig - und mal machen wir wirklich nur nen gemütlichen spaziergang...

    aber jeden tag das absolut gleiche machen wir nie. und auch eher selten immer "gleichlang". ich könnte also beim besten willen nicht sagen, ich geh tatsächlich jeden tag genau eine stunde dreissig mit den jungs...das wie und wo und wie lange entscheide ich ganz nach gusto, lust und laune.

    im schnitt werden es etwa täglich so um die 2-3 stunden sein, die wir tatsächlich die hunde beschäftigen - sprich, die ausschliesslich für die hunde reserviert sind. das kann aber an einzelnen tagen auch mal nur insgesamt ne stunde sein (raus in den garten fürs pipi machen zähl ich da nicht mit) und auch mal ein ganzer tag, wenn wir ne grössere tour machen. (wobei wir da allerdings auch nicht die hunde noch zusätzlich bespassen -logisch, wer erst aufn berg raufläuft und dann wieder runter - der braucht nicht unbedingt noch zusätzlich ne runde frisbee...)

    ich mach mir da wenig kopf drum, ob ich nun genau nach plan A oder B meine jungs ausgelastet hab - im mittel stimmts auf alle fälle. sie wirken auf mich ausgeglichen, wissen, wann sie zuhause ruhe geben sollen, fressen niemanden auf - und fallen auch nicht gleich in eine sinnkrise, wenn aus irgendwelchen gründen mal ein tag dabei ist, wo keine "action" ist.