Beiträge von LaBellaStella

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    Ah ja. Und wie unterscheidest du, was jetzt Ungehorsam ist und was unsauber aufgebaut? Ein Hund ist ein Lebewesen, keine Maschine. Ich kann ihn nicht programmieren, wie ein Computer. Ein Hund hat seinen eigenen Kopf, sein eigenen Willen. Und da kannste deine Kommandos noch so sauber aufbauen.

    tja, binbin

    das ist dann eben der grosse unterschied zwischen dir und vielen, vielen anderen:

    die können das. die können das tatsächlich so sauber aufbauen, so geduldig lehren, so gut generalisieren, dass es sitzt.

    das hat ja eben grad gar nix mit programmieren zu tun - sondern mit LERNEN - dem einfachen erlernen von erwünschten handlungen.

    das haben dir jetzt x user erklärt. du verstehst es nicht - womit du allerdings allein auf weiter flur bist.

    im gegensatz zu dir weiss ich, dass meine hunde die kommandos, die ich selber mit ihnen sauber aufgebaut hab, tatsächlich ausm ff beherrschen.

    und im gegensatz du dir hab ich hier 3 hirnträger mit "eigenem kopf". einen herdenschutzhund, einen hütehund und einen dackel, der ja im ruf steht, recht eigensinnig zu sein.

    keiner wurd je geklapst - aber alle drei inkl. herdenschutzhund führen das, was ich von ihnen will und was ich mit ihnen erarbeitet hab, jederzeit sauber aus. zu lande, zu wasser und - wenn ichs will, auch in der luft. viel hats dazu nicht gebraucht - nur ein bissi köpfchen, gutes timing, geduld und konsequenz.

    .....eigentlich wär die vorstellung recht lustig, dem herdi mal ein paar watschn zu geben......wenns nicht so ein ernstes thema wäre...

    das unterschreibe ich sofort und genauso das vorstehende von Quebec.

    aber ob binbin das versteht? den unterschied zwischen lernen durch verstehen, durch übung und geduldiges training um dadurch etwas zu generalisieren und einem nofallmanagement, einem schnellen eingreifen, weils grade brennt aber wo ein hund nichts lernt?

    nö, er wirds nicht verstehen. wetten?

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    Folgt der hund nicht, ist die strafe, das aussbleiben der belohnung? Belohnst du echt wirklich jedes einzelne kommando???? Das wäre mir zu blöd. Sovile zeit hab ich gar nicht. Mein hund mus auch folgen ohne aussicht auf belohnung,

    belohnen ist nicht bestechen. irgendwie wird das ständig verwechselt...

    und ja, beim erlernen eines kommandos wird defnitiv jedesmal, wenn hund das richtige tut, belohnt. solange, bis es eben generalisiert ist.

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    Aber warum schützt der Neufi dich an Land? Du schreibst, weil er der Meinung ist, dass estwas/ jemand seines Schutzes bedarf. Okay.
    Wie trifft er die Entscheidung wer/ was/ wann/ in welcher Art und Weise geschützt werden muss?
    Ist es die Bindung? Wenn ja: was bewegte deinen Hund dazu den Vogel zu bergen?

    Mich intressiert vorallem das 'warum'. :)

    hab zwar keine neufis, aber ich könnte mir vorstellen, dass es da mehrere "ursachen" gibt, warum ein hund sich entschliesst, dass er jetzt, in der situation so oder so eingreift (ausser der unsicherheit oder eben der angst)

    einmal das territorialverhalten - das ist m.e. tatsächlich etwas, was ein hund mehr oder weniger wohl "mitbringt". also das "verteidigen einer ressource".

    ein auslöser könnte auch ein unbewusstes singnal des halter sein - ein kurzes zögern, ein unmerkliches luftanhalten, ein kurzer unsicherer blick - also die unsicherheit des halters - nicht die des hundes. bei einem hund/halter team, dass sich gut kennt, ist es wohl für den hund nicht schwer, alles mögliche aus den kleinsten veränderungen rauszufiltern - warum also nicht auch die kleinste auch unbewusste unsicherheit? ich kenn ein paar hunde, die brauchen nicht mehr, um dann sozusagen "das kommando zu übernehmen" (was jetzt nicht heisst, dass sie sich dann auf alles stürzen).

    ich denk da auch an das splitten, dass der eine oder andere mehrhundehalter vielleicht schon erlebt hat bei seinen hunden untereinander - warum sollte ein hund das nicht auch in der hunde/mensch beziehung einsetzen? ob nun als beschützen oder schlicht als "entspannung reinbringen".

    wie gesagt, das sind jetzt nur ein paar gedanken, die mir eingefallen sind, warum ein hund sich entschliessen könnte jetzt "zu schützen" - ohne dass der eigentliche auslöser die unsicherheit des hundes ist.

    je nachdem, was den hund antreibt, wird das "schützen" natürlich völlig unterschiedlich ausfallen - der eine geht gnadenlos nach vorne, der nächste versuchts mit splitten, der nächste versuchts vielleicht mit einem wie auch immer gearteten "bergen" aus der "gefahrenzone", der eine belässte es souverän beim drohen, der nächste frisst den phösen buben und wieder ein anderer vertreibt die gefahr schlicht aus seinem dunstkreis.......

    jo und was willst jetzt mit dem herdbeispiel?

    willst uns sagen das kind hätte nur dann nicht auf die herdplatte gelangt, wenn man ihm vorher eine gelangt hätte?

    meine kinder habens auch völlig ohne "geklapste" und ohne "selbstversuch" nicht probiert.

    genauso, wie keiner meiner hunde einem hasen oder anderem wild nachhetzt - völlig ohne klapsen. sie wurden auch stubenrein ohne klapsen. sie sind alltagstauglich - ohne klapsen.

    nochmal: die allermeisten hundehalter schaffen es, ihre hunde ohne uraltmethoden wie dein geklapse zu erziehen.

    erziehung ohne "watschn" heisst ja eben grade, dass man souverän, mit geduld, konsequent, mit regeln und mit einem gewissen selbstbewusstsein erzieht. fair und ohne völlig unnötiges und lächerliches aus-dem-hemd-hüpfen oder aus-dem-handgelenk-gewatsche.

    da braucht man schlicht kein "geklapse" - aber das wird binbin in hundert jahren nicht kapieren, wie das geht.

    binbin spricht von etwas, was er nicht hat: autorität. er ersetzt autorität durch unnötiges geklapse und durch stammtischsprüche wie " vor 50 jahren da war alles besser" und "eine watschn hat noch keinem geschadet".

    er weiss nicht, wie man regeln auch ohne geklapse durchsetzen kann - eigentlich kann er einem leid tun.

    ...die erde ist eine scheibe...ich wiederhole mich gern..

    und nein: ich will nicht die körperlich stärkere sein in der hund/mensch beziehung - ich bin schlicht die mental stärkere - alldiweil ich die bin, die das hochentwickelte primatenhirn hat - und dieses auch nutzt.

    Zitat

    Ich versteh immernoch nicht, was an einem Klaps so schlimm sein soll. Klapsen ist beim Menschen sogar Teil des Liebesspiels. Is ja nett, daß ihr mir hier alle erklären wollt, wie Erziehung funktioniert. Aber ist eigentlich schonmal jemandem in den Sinn gekommen, daß ich mich da selber schon mit beschäftigt habe? Habt ihr euch noch nicht gefragt, warum eure Argumente größtenteils an mir abprallen? Weil ich vieles davon schon weiß.

    aua - das tut ja schon richtig weh.

    geklapse beim liebesspiel? naja, wers mag und braucht. ich hoff allerdings, du "klapst" dabei nur dann, wenn eine partnerin/dein partner einverstanden ist damit.........

    interessante argumentation übrigens - erst die babys, die nach der geburt "geklapst" werden, danach "geklapse" beim liebesspiel....und das ernsthaft als argument, warum man welpen "watschn" sollte?

    dass DU nicht verstehst, was nun an einem klaps als strafe bei unerwünschtem verhalten bei hunden/welpen so schlimm sein soll, wundert mich überhaupt nicht.

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    Warum soll der Hund das nicht verstehen? Ob ich ihm beibringe: "Du darfst nur draussen machen." oder ob ich beibringe: "Drin machen ist verboten.", läuft im Endeffekt aufs selbe raus.

    nein, eben nicht.

    deine einstellung erinnert mich an die erzählungen meiner grossmutter - die bekam von ihrer lehrerin immer ne backpfeiffe wenn sie beim rechnen ein falsches ergebnis rausbekam. war so um 1930 rum...

    nun, ich kanns nur nochmal sagen: du kannst es wohl nicht verstehen. vermutlich, weil du es selber nicht anders gelernt hast. traurig.

    und gleichzeitig auch kurios: abertausende von hundehaltern bekommen ihre hunde völlig ohne irgendwelche watschn stubenrein - nur du nicht. die erde scheint für dich immer noch eine scheibe zu sein....

    die urteilsbegründung in allen ehren - allerdings: die gefährdungshaftung als solche hat es schlicht in sich.

    das o.g. beispiel ist nur genau das: ein beispiel.

    MIR schmeckt die gefährdungshaftung und das gedöns drumrum genauso wenig wie allen anderen.

    und mir ist es im prinzip auch völlig wurscht, ob ich einen "einbrecher" selber beisse, mit der bratpfanne ausser gefecht setze oder ob er von meinen jungs schachmatt gesetzt wird.

    mir gehts um was ganz anderes: ich lese und sehe und höre immer wieder, dass es völlig reicht, irgendwo ein "vorsicht bissiger hund" schild hinzuhängen und ein zäunchen ums grundstück zu bauen und dann wäre man ja schon "auf der sicheren seite".

    und nein, das ist man eben nicht. letztendlich müssen immer die hunde in irgendeiner form "büßen" für die wurschtigkeit mancher hundehalter.

    ich persönlich weiss, was ich verantworten kann und was nicht. bin aber wohl bei dem thema etwas sensibel, da ich hier nen herdi hab - und da insofern auch die volle verantwortung trage, dass niemandem ohne "grund" was passiert. genau aus der thematik raus - "och, ich hab ein grosses grundstück soll doch der kangal mal drauf aufpassen" ect. warn ich gern, dass das eben nicht immer das gelbe vom ei ist und unter umständen ziemlich blöd ausgehen kann. für hund und auch für den hundehalter.

    die gefährdungshaftung und die verhältnismäßigkeit sind juristische klippen, die nicht jeder versteht. damit befassen tun sich die meisten erst, wenn was passiert ist. egal obs bei der verhältnismäßigkeit um die "bratpfanne" geht oder bei der gefährdungshaftung um den hund.

    gefallen muss mir das alles nicht - aber wissen sollte ichs.