Beiträge von BigJoy

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    (...) Es ist ein dreijähriger Jagd Terrier Mix (...)


    Hi Sabine, DAS wird es sein ;) Der Terrier regt sich zu sehr auf, das ist Stress- oder "Hyperaktivkotzen".
    Ich würde den Hund nicht so spielen lassen, dass er sich hochfährt! Das ist purer Stress.
    Lieber ab und an abrufen, cool down, wieder freigeben zum spielen.
    Oder auch zusammen laufen mit den Hunden und nicht auf der Stelle stehen bleiben zum Spielen, dann ist das Spiel - zumindest auf Dauer - meist weniger hochpushend, als wenn die Hunde mehr auf einer Stelle "kreiseln".

    Terrier neigen dazu so hochzudrehen, da muss man ein Auge drauf haben.

    Zitat

    (...) Er braucht fast einen Tag zum Trocknen, wenn man nicht fönt und er nicht in der Sonne liegt - das ist die schiere Masse von Fell bei ihm.
    Die Winzeline ist viel schneller trocken, da seidiges, dünnes Fell.


    =) Du siehst mich geschockt. Musst du (und ggf. später ich auch :roll: ) da auch aufpassen, dass er sich nichts weg holt, nicht zB auf kalten Fliesen liegt (im Winter) und sich verkühlt?

    Sorry, ich hab den Ablauf, das "Problem" noch nicht richtig verstanden:
    Sie zieht sich in der Wohnung in die Box zurück und du meinst, sie hat was und weißt nicht was?

    Und das Lahmen war eine andere Situation, aber seitdem geht sie in die Box (auch wenn ihr jetzt nix mehr weh tut?)

    Ist sie jetzt "handscheu", oder meinst zu mit "ablehnendes Verhalten" ihren Rückzug in die Box?

    :???:

    Ich kann nur von mir als Mensch reden:
    Dicken Zeh gebrochen und mit so einem dicken Gips auf Krücken aus der Ambulanz nach Hause.
    Nächsten Morgen zum Orthopäden, der hat den Gips kopfschüttelnd abgemacht und mir einen Klett-Schuh verpasst, der eine "wippende" Sohle hatte, so dass nicht über dem Zeh abgerollt wurde.
    Zuhause: Auf Socken rumgelaufen und aufgepasst, dass ich nicht irgendwo dran stoße.

    Ich kenne auch für die kleinen Zehen einen "Dachziegelverband" aus Leukoplast.

    Zweitmeinung einholen, am besten in einer Tierklinik, die haben meist mehr Fälle und Erfahrung.


    Wie hat er sich denn den Zeh gebrochen?
    (Passiert ja so kleinen Rassen leider eher :tropf: )


    ich drück die Daumen, dass der Gips schnell(er) wieder ab kann!

    Oder andersherum: Der Hund hat sich angewöhnt, dass er nicht nach seinen Menschen gucken muss, weil die immer nach ihm gucken ;)

    Ich weiß nicht, ob hier der Grund/Auslöser für das Verhalten jetzt so wichtig ist. Ich würde einfach mehr mit ihr trainieren, damit sie besser im Gehorsam steht. Denn letztlich ist ja nicht das Problem, dass sie sich mal entfernt oder ihr Ding macht - sondern dass sie nicht kommt, wenn du sie rufst. Also eine Gehorsamkeitssache = Training. Ggf. wieder mit Schleppleine, um das Kommando durchsetzen zu können.
    (Zumal der Hund sich und andere ja auch in Gefahr bringt, zur Straße läuft, s.o.)

    Das mit dem Pudelfell ist auch so, dass einige, die antreten, und ihren Pudel immer kurz geschoren halten wollen, dann doch die Liebe zu Frisuren, speziellen Schuren, Zöpfen,... entwickeln. Da gibt es nämlich einen Pudelvirus.

    Das Pudelfell gibt es von weich-fluschig (trocknet langsamer) bis hart und "steif" (ist wasserabweisender). Man weiß anfangs nicht so recht, wie sich das Fell entwickelt.

    Das Pudelhaar gleicht dem Menschenhaar: Es fallen jeden Tag Haare aus, aber es gibt keinen direkten Fellwechsel 2x im Jahr.
    Und wenn man es nicht/nie shampooniert, fasst es sich auch irgendwann ekelig - das ist ein großer Unterschied zu Hunden mit Fell, die man ja nicht shampoonieren soll! (Und verstehen Nicht-Pudel-Kenner auch immer wieder nicht.)

    Wichtig ist nur: Man MUSS das Pudelhaar pflegen, ohne geht's nicht, weil das Haar stetig weiterwächst und dann elendig verfilzen würde (gibt auch "systematisch verfilzte" Pudel mit Dreadlocks, aber das ist was anderes und auch sehr pflegeintensiv).

    Gute Züchter gewöhnen schon die Welpen an die Pflegeprocedur, so dass sie es gleich als "Bestandteil der Welt" erfahren und damit dann gut leben können.


    Ich habe einen Pudel in lockerer Planung. Der soll in "Lammschur" laufen, gleichmäßig kurz geschoren, Gesicht und Füße ausrasiert. Ich rechne damit, ihn ca. 1x/Monat baden und ggf. fönen zu müssen, dann Schur (2 Std - je nach Geschick) und 1x/Woche bürsten/"drüber kämmen" plus Ohren auszupfen.
    Ich rechne damit, ca. 200.- für eine gute Schwermaschine mit Köpfen ausgeben zu müssen plus Blower.

    Ich war mit meinem Hund auch an dem Punkt und hab mich dann vorübergehend für "natürliche Nervennahrung" entschieden:
    L-Tryptophan in Form von Hüttenkäse mit Honig als Frühstück.

    L-Tryptophan gibt es auch als Pulver und ja auch in einigen der Mittel, die du reingestellt hast. Wichtig ist, dass man es mit Kohlenhydraten gibt, damit das Zeug auch im Hirn und nicht in den Muskeln landet.
    - Am besten googelst du dich mal durch.

    Zum Zyklene gibt es hier auch Threads.

    Am besten wäre ein TA, der auch Verhaltenstherapie drauf hat. Weil er dann besser beurteilen kann, was man mit Training, was mit Gewöhnung, was mit Medikamenten zu erreichen ist.

    Ich hab auch noch gute Erfahrung mit dem Konstitutionsmittel vom Heilpraktiker gemacht.
    Das ist ein anderer Schnack als Bachblüten. Das Konstitutionsmittel und wirkt auf den ganzen Hund, stärkt "sein ganzes Wesen", geht nicht nur auf isolierten Symptome wie die Angst.
    Es gibt auch TÄ mit homöopathischer Zusatzausbildung, die können das auch mit den Konstitutionsmitteln.
    (Die sind m.E. nach wirksamer als sog. Komplexmittel, die man symptombezogen einsetzt.)


    Und, was ich auch noch loswerden möchte, ohne eure Geschichte, dich oder deine Hündin näher zu kennen: Man sollte schauen, ob der Hund in den richtigen Lebensumständen ist. Man kann zB nicht jeden Hund in die Stadt verfrachten.

    Und noch ein Tipp:
    Die Stresshormone wie zB Cortisol oder Adrenalin bleiben noch sehr lange im Körper, Stunden, mitunter Tage, nachdem der auslösende Reiz/die Situation vorbei ist. Das ist bei Angsthunden ein Problem, weil man sie schlecht auf eine entspannte Nulllinie bekommt: Der neue Stress ist da, bevor der alte ganz abgebaut ist.
    Die "Lösung": Körperliche Bewegung baut die Stresschemie im Körper sehr viel schneller ab! Deshalb ist es gut, wenn ein Angsthund viel Bewegung, am besten in reizarmer Umgebung, bekommt und sich da den Stress "runterlaufen" kann. Sprich Freilauf oder Schleppleine oder Radfahren - auf jeden Fall rennen können.
    Ich bin dazu mit meiner immer raus, an ruhige Orte gefahren und da konnte sie pesen. Das hat sie gerade anfangs sehr genutzt, ist wie von der Tarantel gestochen gerannt - weil so viel Anspannung in ihr war.

    Und auch entspannte Spaziergänge in reizarmer Umgebung mit keinen/wenigen Stressmomenten sind wichtig, damit der Hund runterkommt. Wo er sein Tempo laufen kann, nicht überfordert ist an Reizen, nichts ausgesetzt ist. Man sieht das den Hunden dann meist auch gut an, wie sie dabei entspannen. Dauert eine Zeit, aber lohnt sich und braucht es in meinen Augen. Dann auch kein Training dabei, sondern das wirklich als Entspannungsgang für den Hund begreifen.

    Alles Gute euch!

    PS Meine Angsthündin hat ca 1,5 J gebraucht, bis sie sich halbwegs normal verhalten hat. Aber es lohnt sich, einen langen Atem zu haben! Das intensive Training, das ein Angsthund braucht, fördert die Bindung ungemein. Schließen sich solche Hunde erst mal einem an, begreifen sie, dass man den Menschen als Hilfs-Ich benutzen kann, vertrauen sie sich der menschlichen Führung an - sind es unglaublich treue Gefährten.