Ich hab jetzt nicht alles gelesen, nur überflogen und mit dünkt es geht wieder darum: Wie mans benutzt und wenn man es gut und richtig einsetzt ist es gut.
Von vorneherein, egal ob man es benutzen kann, oder nicht - ich finde es unmöglich ein Lebewesen mit Strom zu traktierenum es von einem Verhalten abzubringen bzw. sein Verhalten zu trainieren.
Niemand würde auf die Idee kommen einem Kind so ein Teil umzubinden! Vorallem nicht die, die diese Teile benutzen!
Wenn ich als Pädagogin mit den Benutzern dieser halsbänder spreche und das Argument bringe das ich, wenn diese Teile wirklich SO toll und wirkungsvoll sind, dafür sorge tragen werde das sie auch im Kindergarten oder der Schule und Sportvereinen eingesetzt werden - was meint ihr was dann los ist?! *gg*
Ich forsche ja ziemlich viel rum und versuche mir so einiges was das Menschliche Verhalten gegenüber den Tieren so aussagt bzw. angeht zu erklären.
Darum ein kurzer Ausszug aus meinen bisherigen Gedanken:
Wieso werden solche Methodiken noch angewendet und verbreitet?
Antwort: Weil sie funktionieren!
Der folgende Auszug befasst sich zwar mit der "Diagnose: Dominanz" dürfte aber in dem Zusammenhang einiges erklären, denke ich.
"Kommen wir nun zum spannenden Teil. Wieso funktionieren die Rangordnungs und Dominanztheorien? Das möchte ich gerne anhand dieses Beispieles erläutern.
Trainerin der Hundeschule A erklärt, Hund "Fritzchen" ist dominant, weil er seine Familie K. nicht mehr aufs Sofa und sich sein Futter auch nicht von ihnen wegnehmen lässt. Fritzchen stürmt aus der Haustür wenn es zum Gassigehen nach draußen geht und hat auch Karl, den 4 Jährigen Sohn der Familie desöfteren dabei umgestoßen und verletzt, sowie Frau K. die Hand in der Tür eingeklemmt.
Was genau zu Hause bei Familie K. passiert muss der Trainer in den einzelnen Situationen beobachten. Manche Trainer machen deswegen Hausbesuche, beobachten die Situationen und können sie oft binnen Sekunden einordnen. Das bedeutet, durch ihr Wissen und ihre Erfahrungen, also auch aus ihrer Grundhaltung heraus nehmen sie die Situation wahr, klassifizieren, beurteilen und erklären sie.
Laut verschiedenen Trainern liegen solche Probleme z.B. an:
ungenügend festen Strukturen und Regeln
zu wenig Konsequenz (zu viele Ausnahmen)
schlechte, falsche und ungenügende Kommunikation bzw. Kommunikationsprobleme
fehlende oder ungenügende Bindung (keine Beziehung, ich meine Bindung)
damit hängt auch die Vertrauensbeziehung/Vertrauensbasis zusammen
Die Trainerin bespricht also mit Familie K. Fritzchens Problem. Sie diagnostiziert ein Dominanzproblem. Fritzchen glaubt er sei der Chef des Rudels und bestimmt deswegen wer, wann, wo auf erhöhten Positionen sitzen darf und zeigt deutlich das Andere dort nichts zu suchen haben. Er frisst zuerst und teilt seine Ration auch nicht, womit er zusätzlich deutlich macht das er der Chef ist.
Da Fritzchen also ein klares Dominanzproblem hat gibt die Trainerin die Anweisungen wie mit ihm zu verfahren ist:
Fritzchen kommt nicht mehr aufs Sofa, Sessel oder Betten
Fritzchen darf nicht mehr als Erster aus der Tür gehen
Fritzchen kriegt sein Futter nur wenn die Leute zu erst gegessen haben und
Fritzchen übt mit seiner Familie das ordentliche an der Leine gehen.
Diese Regeln sollen jetzt Abhilfe schaffen und dem Hund zeigen wo seine Stellung im Rudel ist und Herr und Frau K die Rudelchefs.
Fritzchens Familie fängt nun an diese Regeln umzusetzen. Er hat Sofa verbot, muss sich vor der Tür immer hinsetzen und warten bis er raus darf. Mit ihm wird zusätzlich intensiv das Abrufen und das an der Leine gehen geübt. So macht Fritzchen langsam Fortschritte. Er weiß das er nicht mehr aufs Sofa darf, wartet brav an der Tür bis er ein Leckerli bekommt und nach der Familie raus gehen darf. Familie K. ist sehr erleichtert, das mittlerweile alles wunderbar klappt.
Da das Problem des Dominanten Hundes somit aus der Welt geschafft wurde hat sich scheinbar auch die Diagnose "Dominanzproblem" bestätigt.
Trainerin und Familie sind zufrieden und Fritzchen ist es scheinbar auch. Das Leben in der Familie hat sich erheblich verbessert und die Stimmung ist gelöster und freundlicher geworden. "
Auszug aus: N. Werner - Titel noch unbekannt, vorsicht Rohfassung!
Ich denke das kann man sehr gut auch auf Methodiken ummünzen.
Methoden funktionieren und verbreiten sich nur so lange wie man erklären kann was dort passiert bzw. solange sie funktionieren! Wenn auch nur oberflächlich, weil erreicht wird was man erreichen wollte.
Ob nun Augenscheinlich die Theorie bzw. Dioganose bestätigt wird, oder ob sich im Hintergrund etwas anderes tut ist doch egal.
Denn NUR der wirkliche Profi wird erkennen was dort im Untergrund alles abläuft.
Ich persönlich sehe in dem Beispiel das etwas anderes abläuft... was dazu führt das die Methoden funktionieren und die Diagnose bestätigen.
Was ich damit sagen möchte ist: SO lange, wie Reizstromgeräte im Einsatz funktionieren und der Hund dann NATÜRLICH meidet, was er meiden soll, werden diese Geräte weiter vertrieben und auch weiter benutzt, verkauft und auch angepriesen.
Ob sich nun der HH oder der Trainer Gedanken darum macht oder nicht.
Viele tun es nicht, weil es mit einem so extremen Negativreiz bzw. der Positiven Strafe eben so hübsch einfach ist.
Und selbst Leute die diese Teile gut finden und benutzen, stimmen mir in dem Punkt zu: Diese Methode ist, einfach 
Man muss wissen WIE man es benutzt, keine Frage - aber es ist einfacher als müsste man Jahrelang ein Verhalten Löschen etc.
Und viele Nutzen diese Methodik als "letzten Ausweg".
Naja, meine Meinung dazu.
Nina