Darf ich auch mal mitmischen? 
Ich denke das was Tanja beschreibt ist in dem Maße erstmal NICHT als "Züchtigungsmaßnahme" zu sehen.
Und dürfte auch nicht als dieses dienen!
Das einzige was ich dort erkennen kann ist "Fixieren zum beruhigen".
Gerade wenn eines der Individuuen in eine Art "Raserei" verfällt ist ein kurzzeitiges Fixieren häufig das Mittel der Wahl um dem Individuum dazu zu verhelfen das es nichts in seiner näheren Umgebung, sowie sich selbst, dabei verletzt. Also Niemand zu Schaden kommt.
Das sollte allerdings NUR eine Ausnahmehandlung sein und dient nicht der Maßregelung oder der Verhaltensmodifikation - denn in diesem Moment läuft da nämlich nicht viel außer die Nase 
Denn unter so enormem Stress KANN nur eines funktionieren "denken oder Handeln".
Heißt man muss erst wieder an das Individuum heran und herein kommen können um mit ihm zu arbeiten.
Und dann gehts auch wieder "Hands off".
Ich möchte hier aber mal ganz kurz noch etwas sagen. Das was gemeinhin als "Kuschelpädagogik" bezeichnet wird hat vielweniger mit der Art des Arbeitsansatzes zu tun als mit einem selbst!
Kuschelpädagogik ist ein Wort was erfunden wurde von Leuten die, sorry, keine Ahnung haben was Dahinter steckt!
Eine Form des gefährlichen Halbwissens nach dem Motto: Ich weiß was ich tue ich habe zwei Kinder erzogen! 
Gemeinhin wird ja auch die Antiautoritäre Erziehung als "Kuschelpädagogik", "Wischiwaschi" etc. bezeichnet...
Aber sind nicht eh alle Sozialpädagogen "Dummschwätzer" oder "auf dem Kuscheltripp"?
Weil wir Erfolge woanders sehen als die meisten?
Ist nicht schon ein Erfolg wenn der der Hund nicht mehr JEDEN Hund anmacht sondern alle außer einen?
Ist es nicht schon ein Erfolg wenn man einen Jugendlichen hat der 5 Tage die Woche Diebstähle vollzieht und nach einiger Zeit der Arbeit nur noch 3 oder 4 Tage?
Im großen zu denken, Erfolg also so zu beschreiben das erst Erfolg ist wenn man GANZ Durchgebrochen ist, ist denke ich viel zu Einfach gedacht!
Denn, das Individuum tickt nicht so einfach - wäre schön aber können wir mal locker vergessen denke ich.
Das Individuum sieht in seiner Handlung ja etwas Sinnvolles.
Menschen, sowie Tiere.
Es würde nicht so handeln wenn es nicht äußerst Sinnvoll wäre in der Situation. Die Handlungen können variieren von Situation zu Situation aber das wichtige ist: Die Handlung macht IMMER Sinn!
Häufig ist der Sinn auch eher Unterbewusst.
Wenn ich aber nun dem Individuum eine Handlung nehme, sie ihm verbiete was geb ich ihm dann?
Den wenigsten ist bewusst was das für ein Individuum bedeutet!
Mehr als ihm nur etwas zu verbieten!
Zu einer Verhaltenslöschung gehört eben auch dazu das man ein Alternativverhalten anbietet.
Und was man dort anbietet ist noch etwas MEHR!
Da gehts noch drüber hinaus - das allerdings ist nicht Sichtbar also ist das für die wenigsten Realität!
Wenn ich mit einem Individuum über Druck und Zwang arbeite, hierbei sei gesagt das es sich nicht um Starkzwang Physischer Art handeln muss sondern auch psychischer Druck sein kann welcher mitunter gift ist für die Entwicklung und die Fortschritte des Individuums.
Denn, wenn ich von "Außen" Druck aufbaue indem ich die Lernerfahrung "Strafe" aufgebaut habe - sei sie noch so effektiv angebracht! - Erreiche ich eines: Es baut sich im Individuum diese Lernerfahrung auf.
Wenn wir Pech haben mit uns verknüpft, wenn wir Glück haben nur mit der "Handlung".
Wichtig ist hierbei noch zu erwähnen das die Lernerfahrung häufig noch etwas schwammig ist, denn es prasselt soviel an Information ständig auf das Individuum ein das WIR gar nicht wissen was es alles Wahrnimmt (Zweiferlsohne ist unsere persönliche Wahrnehmung nicht das die Gleiche!). Das heißt, selbst wenn wirklich punktgenau bestraft wird, sind Zeitgleich noch mehrere Millionen Reize und Informationen gleichzeitig dort das diese häufig mitvverknüpft werden. Heißt wir müssen teilweise noch ein/zweimal weiter Strafen bis der Strafreiz endgültig Sicher mit der Handlung und nur mit der Handlung verknüpft werden kann.
Und das NUR wenn wir schon Punktgenau und Sicher Strafen!
Zudem nehmen baut es im Individuum diese "Strafangst" auf. das bedeutet Stress und Druck. Selbst wenn es begriffen hat worum es geht udn slebst wenn es für ruhiges Verhalten gelobt wird ist es für das Individuum ziemlich schwierig das umzusetzen!
Denn alte Verhaltensmuster bestehen oft für Jahre und ihr wisst ja auch wie schwer es einem selbst fällt alte Verhaltensmuster zu durchbrechen und selbst DA passiert es uns immer wieder das wir in alten Mustern drin sind!
Häufig dauert es Jahre... und über einen langen Zeitraum mit Druck oder Zwang psychischer oder physischer Art zu Arbeiten finde ich, ehrlich gesagt, ganz schön Arm!
Denn häufig ist das was uns sagen lässt: es geht NUR so - UNSERE Wahrnehmung, Wir unsere alten Denk und Verhaltensmuster!
Es geht NIE auf NUR eine Art!
In diesem Thread, aber auch wenn ich sage ich möchte keinen Druck und Zwnag aufbauen,wird häufig gesagt das man nicht "Niemals, würde ich..." sagen soll. Hierbei sagen es genau DIESE Leute häufig selbst! *gg*
Auch der alte Thread zu den Schutzhunden und Diensthunden sowie Jagdhunden im Einsatz hat mir genau DAS gezeigt. darüber hinaus habe ich noch weitere Nachforschungen angestellt und narrative Interviews geführt und bin zum Schluss gekommen das alles eine Frage der Grundhaltung ist!
Ich finde es wird einfach noch mehr verpasst wenn man über Druck und Zwang (egal welcher Art) arbeitet.
Wobei ich hier absolut UNTERSCHEIDE was zur Stabilisierung und Sicherung beiträgt und KEINE Maßregelung ist .- wie z.B. einer fixierung in einer bestimmten Situation.
Dies KANN nötig werden, muss aber nicht!
Dennoch kann ich Elkes Standpunkt unterstützen, ich würde auch NIE das Individuum in so eine Situation hereinführen und dann noch "überrascht" sein das es so ausflippt! NICHTMAL um den Aggressionslevel zu erfahren!
Denn sorry den erkenne ich AUCH wenn ich geleitet eine Situation erschaffe und sehe wie groß ich einen Bogen wählen muss!
Dafür muss ich NICHT in eine Konfrontationssituation hinein gehen!
Und die Leine würde ich nicht in der Hand halten!
Was man in einer Anamnese sehen möchte sind die vorherschenden Bedingungen, der Besitzer geht tägl. mit dem Hund spazieren also will ich sehen was geht!
Und das sehe ich AUCH und besonders NUR dann wenn ich außen stehe und beobachten kann!
Bin ich selbst in der Situation kann ich nicht gucken!
Weil, auch ich unter einem gewissen Stress stehe und handeln MUSS.
Stehe ich außen kann ich schauen wie siehts aus und kann AUCH sehen ob es eher am Halter liegt als am Hund. Dafür muss ich den Hund nicht führen - zumal auch der jeweilige der am anderen Ende ist, zwar cooler damit umgehen kann aber dennoch unter Stress steht und einen Handlungsdruck hat!
Sonst müsste man die Situation ja zwei, dreimal durchspielen um wirklich alle Ergebnisse zusammen zu tragen.
Damit das beispiel WIRKLICH halt hat.
Und das wäre nun wirklich durchaus zu viel, oderß
Zum Thema Ausbildungen:
Hier wurde oft "Back to Basic" erwähnt. ich sehe bei den sog. "Back to Basic" Leuten immer zurück zu den Anfängen und nicht nur "Zurück zum Einfachen, zum Grund!" Und die "Einfachheit" spiegelt sich mir in den Handlungsweisen und Erklärungen wieder.
Was den wenigsten bewusst ist, was davon ist IHRS 
Was mich allerdings auch stört und ich kann es deutlicher benennen als es hier schon genannt wurde, sind diese ganzen Trainer mit ihren "Programmen" und "Einwegkonzepten zu Arbeitsansätzen".
Sie stören mich weil sie "Altbekanntes" und "Bewährtes" einfach umbenennen und weil sie tolle "Methoden" verkaufen und als das EINZIG WAHRE hinstellen.
Das was ich erkannt habe: Das WAS ist Scheißegal! Die Methode ist letzlich egal - ob ich nun "Speechless" arbeite oder mit dem Futterbeutel oder über Clicker. Das WIE ist das wichtige daran!
Wie bringe ich das rüber, woran orientiere ich mich? Aber auch die Selbstreflexion! Was ist der wahre Inhalt meiner Arbeit? WAS ist mein Eigenanteil?
Zur Ausbildung von Canis
Sag mal wer kontrolliert dann die, die sagen: das ist Weißheit letzter Schluss?
mal ganz ehrlich ich finde es absolut lächerlich das Organisationen Ausbildungen entwickeln, diese Anerkennen lassen und "als die einzig richtige" verkaufen wollen!
DIE Ausbildung, die wirklich zu einem staatlich anerkannten Beruf führt, sollte wirklich ALLE Bereiche abklopfen und nicht nur deren eigene Meinung und Überzeugung!
Sorry aber wenn ich nur lernen würde das etwas 100% so und so und so ist und daraus ergeben sich dann nur diese udn jene Handlung dann würde ich das auch als bare Münze nehmen! *gg*
Und dann WÜRDE ich auch nur das so und so sehen!
Aber es gibt ziemlich viel daneben, dazwischen, davor und dahinter!
Gelehrtw erden sollte vorallem eine ehtische grundhaltung, verschiedene Ansätze und handlungswege aber eben auch Know How zum "Selbsterarbeiten".
Man KANN nicht alles innerhalb von 1-4 Jahren lernen. Selbst das normale Studium der Psychologie, Pädagogik, Biologie oder was auch immer nicht. man muss sich weiterbilden, dran bleiben.
Ich persönlich bin überhaupt kein Canistyp und wenn ich mir die meisten Konzepte von Ausbildungen durchlese kriege ich Bauchkrämpfe und Brechreiz.
Konzepte sind meistens blabla und unseriös.
Meistens steht nämlich NUR drin das alles andere schlecht ist, weil, sie machen alles besser! Nicht wieso und warum -> das könnte ja geklaut werden, deswegen muss man viel viel geld bezahlen damit man es heraus findet udn dann lernt: das ist Weißheit letzter Schluss!
Dabei wissen die wenigsten was ihr Eigenanteil an dem ganzen Mist ist*gg*
Ich wollte immer keine von diesen "komischen Ausbildungen" machen, die sind mir alle zu "Einseitig" und zu "unprofessionell".
Dennoch werde ich jetzt eine machen 
Nina