Beiträge von Scherbenstern

    :gott: :applaus: :gold: :2thumbs: :reib:

    5 Smilies im Beitrag und alle drücken aus was ich von Martinas Posting halte!

    *grins*

    Jedenfalls geht es hier nicht um irgendwelche anderen Lerntheorien (es gibt nicht EINE Lerntheorie, sondern verschiedene Lerntheorien!) sondern um die Konditionierung und Verhaltensformung.
    Dabei ist es egal ob man mehrere Möglichkeiten kennt unerwünschtes Verhalten zu beeinflussen sondern NUR das man sie auch richtig anwendet!

    Ein Ersatzverhalten anbieten, nun ja, das gehört zur Verhaltenslöschung bzw. ist ein Punkt davon. Wir wollen hier aber kein Verhalten LÖSCHEN, sondern ein Verhalten FORMEN. Das ist, meines Erachtens, ein grober Unterschied.
    denn beim Clickertraining bieten nicht WIR dem Hund das Verhalten an, sondern der Hund bietet UNS eines an, welches wir dannw eiterentwickeln.
    Wir FORMEN es.

    Das Clickertraining hat seinen SINN genauso wie es ist. Und nicht das man munter alles durch variiert!
    Das bringt nämlich häufig nur das Gegenteil!

    Im übrigen unterdrücken Strafen nicht nur das Verhalten sondern durch das unterdrücken OHNE dem Individuum andere Ausdrucksmöglichkeiten zukommen zu lassen erhöht man die Chance auf Verhaltensstörungen. Z.B. "Zwangshandlungen" wie Wundlecken gehören dazu.

    Was Strafe angeht, wurde auch das weitaus mehr erforscht, als bloss zu sagen Asbleiben von Belohnungen, Auszeit oder "aktive Strafe".
    Strafe ist zu untergleidern in positive und negative Strafe.
    Und hat auch hier im Clickertraining nichts zu suchen. Die Gründe heirfür hat Martina bereits genannt.

    Klar kann man den Clicker auch anders einsetzen, z.B. als Intermediäre Brücke und man kann auch den Clicker gleichzeitig mit Strafreizen einsetzen nach de, Belohnung-Strafe-Prinzip Aber dann sollte man das ganze bitte NICHT Clickertraining nennen sondern vielleicht: Ich benutze ein Hilfsmittel für das Wörtchen FEIN und Belohne den Hund damit.
    Ob das Training dann immernoch so effektiv ist, ist eine andere Frage!

    Nina

    ÄHm darum gehts beim Clickern aber nicht!
    Der SINN ist ein anderer und nicht bloss das Hilfmittel für ein Fein!

    Der Clicker stellt, in seiner Reinform die Lerntheorie der Konditionierung dar!
    Klar kann man auch JEDEN anderen "laut" nehmen..aber die Lerntheorie der Konditionierung funktioniert SO ;)

    Nina

    Staffy, nichts anderes habe ich gesagt!

    Zitat

    Und genau so sollte es auch sein bei einer Ausbildung. Umfassendes Wissen vermitteln, nicht festgesteckte Wege vorschreiben. Mögliche Wege aufzeigen und Alternativen...

    Ich bekomm hektische Flecken, wenn ein Ausbilder nicht über seinen Tellerand hinwegkommt. Daher bin zunehmend zurückhaltender geworden beim Besuch von Seminaren. Wegen festgefahrener Ausbilder, die dann noch nichtmal die Fähigkeit haben trotzdem höflich mit dem Schüler (=Kunde!) umzugehen, auch, wenn sie die Sachlage anders sehen.

    Zitat

    Edit: Übrigens wurde uns nahegelegt, während des Studiums möglichst viele Praktika zu machen. Wenn man die Chance hat, dann auch bei den "Systemanbietern" ... je vielfältiger, desto besser. Und das ohne Wertung !

    Genau das! Super wichtig!

    Ich habe nicht direkt Canis angesprochen sondern größtenteils allgemein. Zudem wurden hier im Thread desöfteren Andeutungen gemacht die ich, überall mit eingebunden habe!

    Ich bemängele allgemein an den Ausbildungen das sie "ihre Methode/ihren Weg" verkaufen ;)
    Und zwar als "Non Plus Ultra!" und da stimmst du mir ja offenbar zu ;)
    Aber nicht nur eine "methode7ein Weg" sondern vorallm auch eine Denkrichtung bzw. eine Grundhaltung wird verkauft - DAS ist das tragische am ganzen.
    Über den Tellerrand zu schauen und nicht nur ne Methode zu sehen sondern die Grundhaltung und den Menschen der dahinter steht!
    Der Mensch der sagt:"So und so ist es, aber ihr habt diese und jene Möglichkeiten und Alternativen" der Mensch sieht oft gar nicht wie sehr seine Meinung nicht von der Realität abhängt sondern von sich selbst udn seiner eigenen Wahrnehmung!
    DAS ist es was mich noch mehr stört.

    Klar habe ich meine Ideen hier wie man es besser machen könnte:

    Vorpraktika, Praktika während des Studiums.
    Theorie-Praxisteile.
    Wichtig wäre mir eben einen umfassender Überblick über ALLES. Über die Dominanztheoretischen Teile, sowie über die "Antidominanztheoretischen"
    und nicht nur eine Schiene!
    Wichtig wäre es auf Biologisches Gut einzugehen, wie auch auf Psychologsiches. Eben einen Umfassenden Rundumschlag.
    vertiefungen können zusätzlich sein bzw. eben als Weiterbildungen/Fortbildungen.
    Wie ich auch schon erwähnt habe wäre eine Berufsehtik und vorallem eine Grundhaltung zu erarbeiten.
    Zusätzlich finde ich wichtig das man darauf eingeht wie man den Unterricht gestaltet - als WAS ist unterrichten und wie komme ich an den menschen ran. etc.pp.
    Selbstreflexion sollte genauso Inhalt sein wie eine gewisse Grundphilosophie!

    Darüber wie man das auf/ausbauen kann habe ich mir noch keine größeren Gedanken gemacht, weil ich bisher nicht vorhatte ne Ausbildung auf die Beine zu stellen :p
    Dennoch bin ich mir sehr im klaren darüber was "professionalität erlangen" bedeutet.
    Und das umfasst eine sehr ausführliche Reise und vorallem eine extreme Tiefe.
    Vielleicht angelehnt an die Pädagogischen Ausbildungen/Studiengänge die es so gibt.
    Nicht das die überragend gut sind (kann ja selbst die Fehler sehen) aber das Leitmuster ist schonmal nicht schlecht.
    Verschiedene Fächer mit bestimmten Gesichtspunkten für Theorieteile die übergreifend sind über geschichtliche Hintergründe und Theoretische vergleiche. Also Quasi mal Theorie und Arbeitsansätze gegenüber zu stellen.
    Also Quasi wie Psychologie, Erziehungs"wissenschaften", Biologie als Fachüberschriften dann mit entsprechenden inhalten. Um eben ganz übergreifend die verschiedenen Bereiche abzuklappern die wichtig sind.
    Denn wenn man nur aus einem Blickwinkel sieht fehlen einem ja andere Perspektiven, oder?
    Mir ist die Mehrperspektive jedenfalls weitaus lieber...

    Aber eben auch praxisnahe Teile indem man lernt sein Seminar zu leiten und zu führen - pardon, die wenigsten können das.
    Und Kundenberatung, sowie Gesprächsführung - sowas, Humanpädagogik/Humanpsychologie.

    Ich weiß das in einigen Ausbildungen schon viel davon vorkommt, dennoch ist es oft "ausgerichtet" und vorgefiltert.

    Zitat

    Das Gegenteil ist doch der Fall. Viele verkaufen ihr Konzept, teils mit unverschämten Franchiseauflagen, predigen daß nur ihr Weg der einzig Wahre ist ... und was tun die für die allgemeine Anerkennung ?? Nix !!

    Leider ist das so!

    Wenn es nach mir ginge würde sich sowieso noch einiges ändern, auch gerade was den Bereich des Menschen angeht...

    Ich habe doch mit keinem Wort gesagt das es das bei anderen gibt!
    Oder?

    Ja die größte Bandbreite an Referenten heißt aber nicht gleichzeitig das alle gut sind ;)

    Ich denke man kann auch anders professionalität erreichen und derzeitig ist es fast egal WO ich die Ausbildung mache. Weil man eh noch ne ganze Menge dazu tun muss.

    Denn mir stellt sich weiterhin die Frage: Wer kontrolliert bzw. WER darf sagen was reingehört in die Ausbildung und was nicht? Alles super vor definiert und gefiltert. Und diese Filterung kommt auch immer auf den Dozenten/Referenten an.
    Natürlich MUSS man auch auswählen, weil alles lehren geht ja auch nicht - vom Zeitfaktor und der intensität. ABER wenn eine Gewisse Grundahnung vermittelt werden kann indem man Theorien gegenüber stellt, lehrt zu Hinterfragen, zu reflektieren und dahinter zu schauen, dann erübrigt sich das!

    Ich perösnlich fände es sogar GUT wenn man vorher z.B. ein Abi/Fachabi haben muss um diese Ausbildung/Studium zu absolvieren! Weil es Studierfähigkeit, zumindest vorschützt.
    Es gibt ja auch die Möglichkeit für nicht Abiturienten eine "Reifeprüfung" abzulegen ;)
    So könnte nicht jeder "Hans und Franz" die Ausbildung machen und man hat abgesichert das eine Auswahl an Fähigkeiten und Fertigkeiten vorhanden ist die dafür wichtig ist (meiner Meinung nach).

    Ich will hier nicht sagen Ausbildung x ist besser Ausbildung y ist schlechter - weil nur ICH das finde, auch ich kanne s begründen. Aber die anderen sehen es Teilweise GANZ anders. - Man sagt ja nicht umsonst, bei den ganzen Angebioten ist für Jeden was dabei - Blöd nur das sich, egal was passiert, JEDER Hundetrainer nennen kann, weiterhin! Solange bis es den berufsstand des Caniologen der Canigogik oder des Hundeerziehrs gibt.

    Das bringt also nur wenig, darüber anzufangen.
    Ich denke man kann bei den meisten was gutes lernen und sei es für einen selbst zu sagen "So nicht". Dafür viel Geld auszu geben ist natürlich Mist.
    Sondern eher darüber, was könnte zur Professionalität führen und wie könnte man das umsetzen.

    Nina

    Ich denke Stressabbau und Trieb*gg*
    Klar will sie, so langsam wirds ja auch ernst ;)

    Das können Hündinnen, nach meinen Beobachtungen, sogar zeigen wenn nicht sie selbst Läufig sind, sondern Hündinnen in der Umgebung/befreundete/bekannte Ladys.

    Auch meine Rüden reagieren sich so ab wenns zu "schlimm" wird, jedenfalls jetzt nur noch unser einer "Vollrüde"*gg* Die anderen beiden mussten Eier lassen :p

    So lange es nicht zu heftig wird und der andere "niedergerammelt" wird, denke ich steht das alles normal.
    So lange würde ich auch nicht eingreifen.

    Ich denke das legt sich wieder wenn sie "ruhiger" wird*gg*

    Nina

    Zitat

    Die Ohren entsprechen dann eben nicht dem Standard für JRT.
    => Macht ihn nicht zum schlechteren Hund, sollte bei Rüsseln aber halt nicht sein.

    Interessehalber: Von welchem Verein sind denn die Papiere?

    @ Sarja das ist Quatsch!

    In keinem der mir bekannten Standards (3: Jack Russell Fci, Parson Russell FCI und Parson Jack Russell JRTCGB/alter Englischer ) sind Stehohren als Unzulässig beschrieben!

    Es wird lediglich das Ohr beschrieben und als Fehler sind alle Abweichungen beschrieben.
    Also ist ein Stehohr lediglich ein FEHLER und nicht "Hund entspricht nicht dem Standard"

    Dieser Fehler kann auftreten beim Zahnen, häufig stellen sich dabei die Öhrchen etwas auf.
    Und ansonsten ist das genetisch bedingt. Das heißt nicht das beide Elterntiere undbedingt Stehohren haben müssen um diese auch zu vererben ;) Im Phänotyp muss das nicht verankert sein.

    In den besten Linien kann dieser Fehler mal vorkommen und führt nicht direkt zum Ausschluss von der ZZLP!
    Ich habe schon Hunde gesehen dir auf Shows gerichtet wurden mit Stehöhrchen und trotzdem gute Bewertungen bekommen haben. Denn gerade bei Shows, auf denen der Jagdgebrauch gerichtet wird (also ob der Hund für die Jagd zu gebrauchen wäre) tun Ohren nicht so viel zu Sache.
    Da wären wohl eine zu breite und tiefe Brust (schlecht zu spannen) schlechter!

    Nina

    Darf ich auch mal mitmischen? :p

    Ich denke das was Tanja beschreibt ist in dem Maße erstmal NICHT als "Züchtigungsmaßnahme" zu sehen.
    Und dürfte auch nicht als dieses dienen!
    Das einzige was ich dort erkennen kann ist "Fixieren zum beruhigen".
    Gerade wenn eines der Individuuen in eine Art "Raserei" verfällt ist ein kurzzeitiges Fixieren häufig das Mittel der Wahl um dem Individuum dazu zu verhelfen das es nichts in seiner näheren Umgebung, sowie sich selbst, dabei verletzt. Also Niemand zu Schaden kommt.
    Das sollte allerdings NUR eine Ausnahmehandlung sein und dient nicht der Maßregelung oder der Verhaltensmodifikation - denn in diesem Moment läuft da nämlich nicht viel außer die Nase ;)
    Denn unter so enormem Stress KANN nur eines funktionieren "denken oder Handeln".
    Heißt man muss erst wieder an das Individuum heran und herein kommen können um mit ihm zu arbeiten.
    Und dann gehts auch wieder "Hands off".

    Ich möchte hier aber mal ganz kurz noch etwas sagen. Das was gemeinhin als "Kuschelpädagogik" bezeichnet wird hat vielweniger mit der Art des Arbeitsansatzes zu tun als mit einem selbst!
    Kuschelpädagogik ist ein Wort was erfunden wurde von Leuten die, sorry, keine Ahnung haben was Dahinter steckt!
    Eine Form des gefährlichen Halbwissens nach dem Motto: Ich weiß was ich tue ich habe zwei Kinder erzogen! ;)

    Gemeinhin wird ja auch die Antiautoritäre Erziehung als "Kuschelpädagogik", "Wischiwaschi" etc. bezeichnet...
    Aber sind nicht eh alle Sozialpädagogen "Dummschwätzer" oder "auf dem Kuscheltripp"?
    Weil wir Erfolge woanders sehen als die meisten?

    Ist nicht schon ein Erfolg wenn der der Hund nicht mehr JEDEN Hund anmacht sondern alle außer einen?
    Ist es nicht schon ein Erfolg wenn man einen Jugendlichen hat der 5 Tage die Woche Diebstähle vollzieht und nach einiger Zeit der Arbeit nur noch 3 oder 4 Tage?
    Im großen zu denken, Erfolg also so zu beschreiben das erst Erfolg ist wenn man GANZ Durchgebrochen ist, ist denke ich viel zu Einfach gedacht!
    Denn, das Individuum tickt nicht so einfach - wäre schön aber können wir mal locker vergessen denke ich.

    Das Individuum sieht in seiner Handlung ja etwas Sinnvolles.
    Menschen, sowie Tiere.
    Es würde nicht so handeln wenn es nicht äußerst Sinnvoll wäre in der Situation. Die Handlungen können variieren von Situation zu Situation aber das wichtige ist: Die Handlung macht IMMER Sinn!
    Häufig ist der Sinn auch eher Unterbewusst.

    Wenn ich aber nun dem Individuum eine Handlung nehme, sie ihm verbiete was geb ich ihm dann?
    Den wenigsten ist bewusst was das für ein Individuum bedeutet!
    Mehr als ihm nur etwas zu verbieten!
    Zu einer Verhaltenslöschung gehört eben auch dazu das man ein Alternativverhalten anbietet.
    Und was man dort anbietet ist noch etwas MEHR!
    Da gehts noch drüber hinaus - das allerdings ist nicht Sichtbar also ist das für die wenigsten Realität!
    Wenn ich mit einem Individuum über Druck und Zwang arbeite, hierbei sei gesagt das es sich nicht um Starkzwang Physischer Art handeln muss sondern auch psychischer Druck sein kann welcher mitunter gift ist für die Entwicklung und die Fortschritte des Individuums.
    Denn, wenn ich von "Außen" Druck aufbaue indem ich die Lernerfahrung "Strafe" aufgebaut habe - sei sie noch so effektiv angebracht! - Erreiche ich eines: Es baut sich im Individuum diese Lernerfahrung auf.
    Wenn wir Pech haben mit uns verknüpft, wenn wir Glück haben nur mit der "Handlung".
    Wichtig ist hierbei noch zu erwähnen das die Lernerfahrung häufig noch etwas schwammig ist, denn es prasselt soviel an Information ständig auf das Individuum ein das WIR gar nicht wissen was es alles Wahrnimmt (Zweiferlsohne ist unsere persönliche Wahrnehmung nicht das die Gleiche!). Das heißt, selbst wenn wirklich punktgenau bestraft wird, sind Zeitgleich noch mehrere Millionen Reize und Informationen gleichzeitig dort das diese häufig mitvverknüpft werden. Heißt wir müssen teilweise noch ein/zweimal weiter Strafen bis der Strafreiz endgültig Sicher mit der Handlung und nur mit der Handlung verknüpft werden kann.
    Und das NUR wenn wir schon Punktgenau und Sicher Strafen!

    Zudem nehmen baut es im Individuum diese "Strafangst" auf. das bedeutet Stress und Druck. Selbst wenn es begriffen hat worum es geht udn slebst wenn es für ruhiges Verhalten gelobt wird ist es für das Individuum ziemlich schwierig das umzusetzen!
    Denn alte Verhaltensmuster bestehen oft für Jahre und ihr wisst ja auch wie schwer es einem selbst fällt alte Verhaltensmuster zu durchbrechen und selbst DA passiert es uns immer wieder das wir in alten Mustern drin sind!
    Häufig dauert es Jahre... und über einen langen Zeitraum mit Druck oder Zwang psychischer oder physischer Art zu Arbeiten finde ich, ehrlich gesagt, ganz schön Arm!

    Denn häufig ist das was uns sagen lässt: es geht NUR so - UNSERE Wahrnehmung, Wir unsere alten Denk und Verhaltensmuster!
    Es geht NIE auf NUR eine Art!

    In diesem Thread, aber auch wenn ich sage ich möchte keinen Druck und Zwnag aufbauen,wird häufig gesagt das man nicht "Niemals, würde ich..." sagen soll. Hierbei sagen es genau DIESE Leute häufig selbst! *gg*

    Auch der alte Thread zu den Schutzhunden und Diensthunden sowie Jagdhunden im Einsatz hat mir genau DAS gezeigt. darüber hinaus habe ich noch weitere Nachforschungen angestellt und narrative Interviews geführt und bin zum Schluss gekommen das alles eine Frage der Grundhaltung ist!

    Ich finde es wird einfach noch mehr verpasst wenn man über Druck und Zwang (egal welcher Art) arbeitet.
    Wobei ich hier absolut UNTERSCHEIDE was zur Stabilisierung und Sicherung beiträgt und KEINE Maßregelung ist .- wie z.B. einer fixierung in einer bestimmten Situation.
    Dies KANN nötig werden, muss aber nicht!

    Dennoch kann ich Elkes Standpunkt unterstützen, ich würde auch NIE das Individuum in so eine Situation hereinführen und dann noch "überrascht" sein das es so ausflippt! NICHTMAL um den Aggressionslevel zu erfahren!
    Denn sorry den erkenne ich AUCH wenn ich geleitet eine Situation erschaffe und sehe wie groß ich einen Bogen wählen muss!
    Dafür muss ich NICHT in eine Konfrontationssituation hinein gehen!
    Und die Leine würde ich nicht in der Hand halten!

    Was man in einer Anamnese sehen möchte sind die vorherschenden Bedingungen, der Besitzer geht tägl. mit dem Hund spazieren also will ich sehen was geht!
    Und das sehe ich AUCH und besonders NUR dann wenn ich außen stehe und beobachten kann!
    Bin ich selbst in der Situation kann ich nicht gucken!
    Weil, auch ich unter einem gewissen Stress stehe und handeln MUSS.
    Stehe ich außen kann ich schauen wie siehts aus und kann AUCH sehen ob es eher am Halter liegt als am Hund. Dafür muss ich den Hund nicht führen - zumal auch der jeweilige der am anderen Ende ist, zwar cooler damit umgehen kann aber dennoch unter Stress steht und einen Handlungsdruck hat!

    Sonst müsste man die Situation ja zwei, dreimal durchspielen um wirklich alle Ergebnisse zusammen zu tragen.
    Damit das beispiel WIRKLICH halt hat.
    Und das wäre nun wirklich durchaus zu viel, oderß

    Zum Thema Ausbildungen:

    Hier wurde oft "Back to Basic" erwähnt. ich sehe bei den sog. "Back to Basic" Leuten immer zurück zu den Anfängen und nicht nur "Zurück zum Einfachen, zum Grund!" Und die "Einfachheit" spiegelt sich mir in den Handlungsweisen und Erklärungen wieder.
    Was den wenigsten bewusst ist, was davon ist IHRS ;)

    Was mich allerdings auch stört und ich kann es deutlicher benennen als es hier schon genannt wurde, sind diese ganzen Trainer mit ihren "Programmen" und "Einwegkonzepten zu Arbeitsansätzen".
    Sie stören mich weil sie "Altbekanntes" und "Bewährtes" einfach umbenennen und weil sie tolle "Methoden" verkaufen und als das EINZIG WAHRE hinstellen.

    Das was ich erkannt habe: Das WAS ist Scheißegal! Die Methode ist letzlich egal - ob ich nun "Speechless" arbeite oder mit dem Futterbeutel oder über Clicker. Das WIE ist das wichtige daran!
    Wie bringe ich das rüber, woran orientiere ich mich? Aber auch die Selbstreflexion! Was ist der wahre Inhalt meiner Arbeit? WAS ist mein Eigenanteil?

    Zur Ausbildung von Canis

    Sag mal wer kontrolliert dann die, die sagen: das ist Weißheit letzter Schluss?
    mal ganz ehrlich ich finde es absolut lächerlich das Organisationen Ausbildungen entwickeln, diese Anerkennen lassen und "als die einzig richtige" verkaufen wollen!

    DIE Ausbildung, die wirklich zu einem staatlich anerkannten Beruf führt, sollte wirklich ALLE Bereiche abklopfen und nicht nur deren eigene Meinung und Überzeugung!
    Sorry aber wenn ich nur lernen würde das etwas 100% so und so und so ist und daraus ergeben sich dann nur diese udn jene Handlung dann würde ich das auch als bare Münze nehmen! *gg*
    Und dann WÜRDE ich auch nur das so und so sehen!
    Aber es gibt ziemlich viel daneben, dazwischen, davor und dahinter!
    Gelehrtw erden sollte vorallem eine ehtische grundhaltung, verschiedene Ansätze und handlungswege aber eben auch Know How zum "Selbsterarbeiten".
    Man KANN nicht alles innerhalb von 1-4 Jahren lernen. Selbst das normale Studium der Psychologie, Pädagogik, Biologie oder was auch immer nicht. man muss sich weiterbilden, dran bleiben.

    Ich persönlich bin überhaupt kein Canistyp und wenn ich mir die meisten Konzepte von Ausbildungen durchlese kriege ich Bauchkrämpfe und Brechreiz.
    Konzepte sind meistens blabla und unseriös.
    Meistens steht nämlich NUR drin das alles andere schlecht ist, weil, sie machen alles besser! Nicht wieso und warum -> das könnte ja geklaut werden, deswegen muss man viel viel geld bezahlen damit man es heraus findet udn dann lernt: das ist Weißheit letzter Schluss!

    Dabei wissen die wenigsten was ihr Eigenanteil an dem ganzen Mist ist*gg*

    Ich wollte immer keine von diesen "komischen Ausbildungen" machen, die sind mir alle zu "Einseitig" und zu "unprofessionell".
    Dennoch werde ich jetzt eine machen ;)

    Nina

    Hi,
    ja unsere Hunde haben ihre Macken, siehe z.B. diesen Outing-thread zur Alltagstauglichkeit.

    Trotzdem sind wir "rundumglücklich"!
    Unsere Hunde haben macken, wie wir auch welche haben - ich bin leider nicht das perfekte Frauli was ich gerne wäre.
    Ich liebe die Jungs, manches nervt, anderes nervt nicht. (Aber bei welchem Partner, Freund, Kind, Angehörigem nervt so gar nichts?)
    Wir arbeiten dran, das gemeinsam mit viel viel Spass.

    Ich hatte mal überlegt Amadeus abzugeben, ja.
    Ich war überfordert und extrem depressiv, ich bin durch diese Phase durch und habe es geschafft.
    Erziehungsarbeit ist immer auch Arbeit mit und an sich selbst!
    Wenn ich überfordert wäre, würde ich meine Hunde abgeben oder dran arbeiten, aber es nicht so lassen nur weil ICH den Hund liebe! Immerhin sollen es unsere Hunde gut haben und ein tolles, glückliches Leben führen. Mit nem überforderten und unfairen sowie dadurch Willkürlichen Besitzern werden sie das gewiss nicht!

    Ich bin GLÜCKLICH mit den Jungs! :)

    Nina

    Kannd ein hudn Rückwärtsgehen? Also kennt den bewegungsablauf, Rückwärts schon aus anderen Übungen?
    Wenn nein, würde ich als erste Rückwärtsübung etwas anderes machen :)

    Wir haben es so gemacht:
    Grundstellung (links am bein), du streckst ein Bein nach hinten ab und lockst/schiebst deinen Hund Rückwärts durch die Grätsche auf die andere Seite. Das geht mit ner Leckerchenhand oder mit nem Target ganz gut :)
    Kommt er auf der anderen Seite an wird erstmal gelobt und belohnt.
    Der erste Schritt, also quasi erstmal der Bewegungsablauf bis der gut klappt.
    Macht das dein Hund nimmst du wenn dein Hund rechts angekommen ist, das andere Bein nach hinten und lockst/schiebst wieder durch und belohnst dort wieder.
    Auch dieser Bewegungsablauf wird einige viele Male gemacht.

    Und das kann man dann so fortführen :)

    NIna