Beiträge von SavoirVivre

    Und hier eine Anzeige bei der ich mir denke, sofern der DSH wirklich belastbare Papiere hat, ist der Preis angemessen.

    Aber aus der Beschreibung in der Anzeige drängt sich sofort der Gedanke auf, dass sich da mal wieder jemand einen Gebrauchshund (naja, Gebrauchshund light) ins Haus geholt hat, ohne sich vorab mit der Rasse auseinander zu setzen. Steht in den Sternen wie wie viel Versäumtes nachgeholt werden muss. Aber sofern der Hund bis dato ein liebevolles Zuhause hatte, in dem z.B. "nur" Konsequenz und Erziehung fehlte, wäre dieser Hund auf dem ersten Blick nicht der schlechteste Griff für einen erfahrenen Hundehalter, der einem Second-Hand-Hund ein Zuhause geben möchte. Wie gesagt, vorausgesetzt die Papiere sehen gut aus.

    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/scha…202187-134-9527

    So, jetzt höre ich aber auch auf mit Anzeigen. Ich hab aus Neugierde, motiviert von der Diskussion hier, einfach mal kurz gestöbert.

    Und wie gesagt, mein nächster Hund soll als Welpe vom Züchter kommen. Wäre es jedoch ein junger Adult, würde ich durchaus in Kleinanzeigen stöbern. Für mich macht es keinen grossen Unterschied ob ich aus dem Tierheim einem ein Zuhause gebe, oder aus einem privaten Haushalt, wenn die Hintergrundgeschichte stimmig ist.

    Also alle die ich kenne, drucksen rum beim Preis. Keiner mag so richtig drüber sprechen oder offenlegen was er für seinen Hund gezahlt hat. Ich selbst frage allerdings auch nicht, da seit Jahren kein ernsthaftes eigenes Interesse an einen weiteren eigenen Hund, habe es aber mehrmals mitbekommen. Es scheint - also in meinem Umfeld - eher unangenehm je teurer der Hund.

    Für mich persönlich spielt es absolut keine Rolle was der Hund anderer gekostet hat. Ich sehe das weitgehend wertfrei und mache mir eher über Qualzucht, generelle Herkunft (Vermehrer) oder (un)passende Rasseeigenschaften Gedanken. Ungefragt kommentiere ich aber auch das nicht.

    Ich hab hier den Eindruck dass Besitzer von Begleithunden oder Hunden , die regelmäßig nur als Familienhunde ohne besondere Aufgabe gehalten werden bereitwillig deutlich höhere Welpenpreise akzeptieren wie Gebrauchshundehalter. Und das obwohl bei den Gebrauchshunden zusätzlich zur Optik, Gesundheit und Wesensprüfung noch ein ordentlicher Leistungsnachweis nötig ist.

    Eine recht simple Erklärung wäre die "Modehund" Erscheinung. Für alles was gerade "in" ist, ist der Otto-Normalverbraucher in der Regel bereit mehr Geld zu zahlen. Das zieht sich durch alle Konsumgüter durch und macht vor einem Lebewesen keinen Halt.

    Wie gut dass ich bei allem irgendwie hinterherhänge :lol:

    OT

    Ja Dinge wie Vollzeittätigkeit, wohnen im 1OG eines Mehrfamilienhauses anstatt eigenes Haus mit Garten, etc. können durchaus hinderlich sein :emoticons_look: .

    Vollzeitarbeit UND 1. OG? Kenne einige Boxer hier (mitten in Berlin). Keiner von denen wohnt im EG. Hunde können aber mit zur Arbeit.

    Gesundheit: da scheint mir Krebs das Schlimmste zu sein. Das kann man durch Zucht wohl nicht ausschließen.

    Das musst Du mir nicht erzählen :D. Ich sage ja, die Erwartungshaltung einiger Züchter ist recht.. ambitioniert. Es gibt ja auch sowas wie Homeoffice. 1OG finde ich persönlich jetzt auch nicht tragisch.

    Naja, beim Boxer kommen leider schon paar Anfälligkeiten dazu. Aber ich möchte diesen Thread nicht sprengen.

    OT

    Ja Dinge wie Vollzeittätigkeit, wohnen im 1OG eines Mehrfamilienhauses anstatt eigenes Haus mit Garten, etc. können durchaus hinderlich sein :emoticons_look:.

    Ich finde eine hohe Erwartungshaltung vom Züchter ja grundsätzlich gut, aber an der ein oder anderen Stelle habe ich mich schon gefragt wer heutzutage denn noch guten Gewissens einen Hund halten kann. Mir fehlte irgendwie eine goldene Mitte.

    ——————————

    Zahlen würde ich den vom VDH „empfohlenen„ Preis für die jeweilige Wunschrasse, plus ca. 300€ mehr für eine Aufzucht die ich „besonders“ gut finde.

    Landen würde ich wahrscheinlich bei max. 1.500€, da die Rasse die ich derzeit interessant finde nix extravagantes ist (Boxer). Die Herausforderung ist eher den passenden Züchter zu finden, da die Rasse keine wirklich gesunde ist und ich da wahrscheinlich sehr sorgfältig schauen müsste.

    Generell bei Wildtieren (aber auch Kühen) mit Jungtieren gilt, nicht zwischen Muttertier und Junge geraten.

    Da Jungtiere durchaus neugierig sind und gerne mal zum schauen näher kommen, was die Mütter widerrum nicht so prall finden, den Fehler aber eher beim Menschen als beim Nachwuchs sehen :headbash:, zusehen dass man bei Jungtiersichtung gleich die Biege macht.

    Ansonsten ruhig entfernen. Wenn nichts mehr hilft, nächsten Baum ansteuern auf den man es schaffen würde. Hund muss sich dann selbst helfen und ist hoffentlich schlau genug :flucht:.

    Ich finde es auch "interessant", unabhängig vom Preis, dass wir - also mein Partner und ich - von längst nicht jedem Züchter einen Hund bekommen würden. Das ist etwas, was mich auch nachdenklich stimmt, weil ich glaube dass wir gute und verantwortungsbewusste Hundehalter wären. Trotzdem habe ich von einigen Züchtern (bei Infogesprächen, noch kein ernsthaftes Kaufinteresse) ein sehr freundlich verpacktes "von mir würden sie eher keinen Hund bekommen" gehört.