Wenn es wirklich drauf ankommt, greifen die meisten Hunde Ein.
Ich behaupte das ist Wunschdenken. Wenn „Buh“ nicht reicht , spätestens bei ein bisschen Gegenwehr stehst du alleine da, weil dein Hund dir viel Spaß gewünscht hat und weg ist - kann natürlich auch anders ausgehen, aber das sind dann eher die Ausnahmen und nicht andersrum.
Was natürlich trotzdem nicht hilft wenn der Hund unbeteiligte Passanten an die Wand nagelt!
Kann ich nur bestätigen. Und das würde ich von bestimmt 90% aller Nicht-Gebrauchshunden und Nicht-Listenhunden behaupten. Sogar unter den Gebrauchshunden die ich kenne, würden ca. 50% den Rückzug antreten. Listenhunde, die stehen meines Erachtens am ehesten ihren Mann wenn es darauf ankommt, aber das wäre für mich der WorseCase. Ich hab lieber einen Hund der den Rückzug antritt.
Der Bursche auf meine Profilbild macht optisch richtig was her. 39kg muskulöser Hund. Und wenn ihm was nicht passt, tritt er extrem vehement auf. Das sieht aus und hört sich an, als ob ich eine reissende Bestie an der Leine hätte. Aber ganz ehrlich. Wenn er Gegenwind bekommt, dann verabschiedet er sich und das ist auch gut so!
Von meinen beiden deutschen Schäferhunden, wäre meine Hündin dran geblieben und mein Rüde hätte tschüss gesagt.
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Mein erster eigener Hund war eine deutsche Schäferhündin aus Wildwurf. Vater war ein ehemaliger DDR-Grenzschutzhund aus LZ und die Mutter eine Bauernhofhündin aus HZ. Meine Hündin war eine sehr typische Schäferhündin und ich 16Jahre als ich sie bekommen habe.
Es hat unterm Strich gut geklappt und ich habe keinen Hundesport mit ihr gemacht (ok, knappe zwei Jahre war ich viel in Schäferhundvereinen, aber eher zum gucken und lernen als selbst ambitioniert dabei). Ich hatte aber viel Unterstützung durch erfahrene Gebrauchshundhalter. Ich selbst hatte davor 2Jahre lang einen Labrador-AmStaff-Mischling als festen Pflegehund, der 3-5Tage/Woche bei uns war.
Ich finde einen DSH als Ersthund durchaus ok, WENN das Wohnumfeld passt und man selbst selbstsicher ist, da DSH durchaus dazu neigen die Führung zu übernehmen - gerade in kritischen Situationen - wenn man als Hundführer nicht führt.