Beiträge von SavoirVivre

    Hier ich hab auch so einen Kandidaten. Er ist seit seinem zweiten Lebensjahr an meiner Seite und er passt, so lange wie ich ihn kenne, im Schritttempo. Allerdings trabt er normal, sobald er Tempo aufnimmt. Passt also wirklich nur anstelle Schritt.

    Er ist jetzt knapp 9 Jahre alt und war bis zu seinem 6,5ten Lebensjahr wahnsinnig athlethisch und sportlich. Keinerlei Einschränkungen im Bewegungsapparat. Er wurde auch mehrfach Oesteopathen und Physiotherapeuten vorgestellt, die keine Beträchtigung die das passen ausgelöst haben könnten, gefunden haben.

    Er wurde auch in einer TK vorgestellt, untersucht, geröngt und es wurde nichts gefunden. Keine Spondy, Wirbelsäule ok, leichte einseitige HD.

    Aber bei ihm ist mit 6,5Jahren das erste Kreuzband durchgeknallt und vor zwei Monaten die andere Seite. Das ist aber völlig unabhängig vom Passen zu betrachten sagt die Tierklinik.

    Wir haben jetzt Frieden damit geschlossen, dass es eine "Eigenart" ist. Die bisher behandelnen Fachkräfte haben gesagt er wurde jetzt vernünftig durchgecheckt und man kann davon ausgehen, dass gesundheitlich alles ok ist. Vermutung ist, dass er in sehr jungen Jahren (er war das erste Jahr in einem Shelter in Polen) mal Schmerzen hatte (weswegen auch immer) und deswegen in diesen Schongang gefallen ist, und beibehalten hat weil bequemer ist oder aus Gewohnheit.

    Ist Leo von Welpenbeinen an bei Dir oder hast Du ihn als Junghund bekommen?

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    Mein DSH Rüde war temporär auch Passgänger, im Trab. Leider nur vereinzelnt mal, teilweise auch nur mit einen eingeschobenen Zwischenschritt beim normalen Traben, so dass ich mein Augenmerk zu spät drauf gelegt habe. Ich mache mir bis heute noch Vorwürfe, denn wenige Monate nachdem es anfing (und es kam wirklich selten vor) hatte er einen zweifachen, schweren Bandscheibenvorfall, der unser gemeinsames Leben verändert hat.

    Daher verstehe ich Deine Sorge. Ich bin bei einem gefühlt unnormalen Gangbild auch übersensibel.

    Ich habe jetzt mal paar Tage intensiver darauf rumgedacht.

    Die letzten 13Jahre war ich in keinem Hundesportverein mehr zu finden. Mit meiner ersten DSHündin hingegen über Jahre regelmässig. Aufgehört habe ich, weil mir die Art und Weise des "fortgeschrittenen" Trainings nicht mehr zugesagt hat. Auch mein letzter Versuch vor 13Jahren war leider nicht zufriedenstellend, was sicherlich auch an mir lag, weil ich durchaus "sperrig" sein kann wenn mir etwas nicht zusagt. Also, ich lasse mich nicht zu Methoden drängen wenn ich sie nicht passend für meinen Hund finde.

    Wenn 2022 aber tatsächlich ein Boxer Welpe hier einziehen sollte, werde ich den Versuch nochmal wagen.

    Dieser Thread hier, hat meinen Blickwinkel nochmal etwas erweitert. Ich denke bessere Trainingsmöglichkeiten und -umfeld werde ich ausserhalb eines Hundesportvereins (habe nicht einmal einen Garten) nicht finden und es ist immer gut, wenn während der Ausbildung erfahrene Hundemenschen ein Auge drauf haben. Zumal ich auch den regelmässigen Live-Kontakt und Austausch mit anderen Hundehaltern vermisse. Man hat ja doch seine 2-3 Personen mit denen man besonders gut kann, auch wenn sich der Kontakt auf den Platz beschränkt.

    Ich kenne auch viele die lieber eine Flexi nehmen, allerdings sind das dann eher Halter von kleineren Hunden. Ich sag mal < 15kg

    Hm, die gibt es auch für größere Hunde. Es geht hier doch nicht darum, einen wilden Hund zu bändigen, sondern um das Gefühl, einen netten Junghund im näheren Radius ein bisschen mehr unter den Fittichen zu haben, um das Aufnehmen von wasweissichwas zu kontrollieren oder zu verhindern, dass er in irgendeinem Gebüsch verschwindet.

    Aber - auch wenn ich nerve - trainieren würde ich das ich das Liegenlassen bzw Nichtherunterschlucken von potentiell Fressbarem trotzdem, auch wenn es ein Retriever ist.

    Klar gibt es die auch für größere Hunde. Wenn Du nochmal liest, habe ich mich an keiner Stelle gegen eine Flexi ausgesprochen, sondern lediglich gesagt dass ich zu unbegabt für die Handhabung bin. Und dass die Flexi-Nutzer die ich persönlich kenne meist Kleinhundhalter sind.

    Ich kenne auch viele die lieber eine Flexi nehmen, allerdings sind das dann eher Halter von kleineren Hunden. Ich sag mal < 15kg

    Ich stelle mich was die Handhabung einer Flexi angeht an wie der letzte Depp. Ich kanns einfach nicht :headbash:. Mit einer Flexi hatte ich auch das Vergnügen so dermaßen zu fliegen, dass ein zweifacher Überschlag inbegriffen war. So heftig hat mich zuvor noch nie ein Hund von den Beinen geholt. Am anderen Ende hing übrigens ein 25kg, 14monatiges Labbi-Mädchen. Die war zart, im Gegensatz zu dem was ich sonst so am anderen Ende der Leine habe :D

    Hat jemand Erfahrung, wie eine OP-Versicherung in einem solchen Fall handeln würde? Zahlen? Zahlung verweigern? Obduktion einfordern?

    Ich schätze mal die zahlen. Denn wie gesagt, die Leistung wurde ja erbracht. Es zählt nicht das Ergebnis. Wenn die Rechnungsstellung rechtens ist, dann dürfete auch die Kostenübernahme nicht zur Debatte stehen.

    Einer der Gründe warum ich vor vielen Jahren dem, ich nenne es einfachshalber mal Vereinssport, den Rücken gekehrt habe. Aber das ist so lange her, dass ich die Hoffnung hatte es hat sich eine Menge positiv geändert. Wie es heute ist kann ich nicht beurteilen.

    Mein sehr weicher und sensibler DSH Rüde wäre daran kaputt gegangen, was ich aber Gott sei Dank vorab erkannt bzw. so eingeschätzt habe. Meine erste DSH Hündin hingegen hat viele falsche Entscheidungen von mir aushalten und ausbaden müssen. Trotzdem bin ich unterm Strich dankbar, denn ohne Unterstützung der Vereinskollegen hätte ich wirkliche Probleme mit meiner DSHündin gehabt, da sie sehr griffig war und mein Ersthund. Ich habe auch mit Hilfe 3 Jahre gebraucht bis sie eine unkomplizierte und für mich stets händelbare Wegbegleiterin war.

    Nur für den Fall dass das nicht bekannt ist. Eine Obduktion eines Hundes kostet ca. 90-120€ was ich verhältnismässig wenig finde. Ich dachte immer es wäre bedeutend teurer. Das Ergebnis kann dabei helfen womöglich gemachte Fehler zukünftig zu vermeiden, oder grundsätzlich Wissenswertes herauszuziehen.

    Vor vielen Jahren hat mir der Pferdepensionsinhaber und Landwirt, wo mein Pferd eingestallt war, mir mal erzählt dass er an unbekannt verendete Kälber der Tierpathologie zur Verfügung stellt, damit die Nachwuchs-Tierärzte lernen können.

    Haustierhalter zahlen meines Wissens, je nach Grösse und auch Bundesland/Stadt, diese 90€-120€ dazu und es ist eine win-win Situation. Man selbst erfährt mehr über die Umstände des Todes des eigenen Tieres und TÄ in Ausbildung lernen anhand von Autopsien, was nicht ohne weiteres möglich wäre wenn sie keine toten Tiere "zur Verfügung" gestellt bekommen.

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    Der Tod des Hundes Deiner Freundin tut mir sehr leid. Es ist immer tragisch sein Tier zu früh gehen lassen zu müssen.

    Ist ja völlig OK. Ist halt auch ein Unterschied ob eine französische Bulldogge frei läuft oder ein Deutscher Schäferhund bzw. > 35kg Hund. Ich vermute mal dass ich deutlich mehr Rücksicht auf die Ängste/Unbehagen anderer Menschen achten muss als Du ;). Mir reicht es schon dass ich morgens den Eindruck habe dass Herr Hund keinen guten Tag hat und er bleibt an der Leine.

    Es geht ja weder um dich, noch um mich, sondern um den Hund der TE, der Freilauf offensichtlich auch sehr wichtig ist. :smile:

    Und deshalb finde ich persönlich es wichtig, die Grundlagen von klein auf (in dem Fall von zuhause, über Garten bis hin zu draussen) festzulegen und zu trainieren.

    Und gerade auf die TE und deren Hund bezogen macht es Sinn zu hinterfragen ob sie sich mit 80% Freilauf einen Gefallen tun. Ganz offensichtlich ist es derzeit mit viel Stress verbunden. Das wäre es mir nicht wert - aus Sicht der TE. Es gibt mehr Negativ-Erlebnisse als Positive, plus der Hund gefährdet sich selbst.

    Wir reden hier von einem derzeitigen und hoffentlich temporären Zustand, nicht für lebenslang. Lebenslang gibt es meines Erachtens als Hund-Halter-Gespann auch nicht. Es ist alles vom Trainingszustand abhängig. Und derzeit ist der Trainingszustand weit weg von 80% Freilauf. Mein Rat bezog sich darauf, deutlich mehr anzuleinen um vom Stresslevel runter zu kommen. Für Hund und Halterin.

    Zumal ich es immer so sehe. Steht der Hund nicht zuverlässig im Gehorsam, kommt er nicht von der Leine. Das ist für mich diskussionslos. Heisst ja nicht dass sich das nicht rasch ändern kann.