Alles anzeigenMeine Hunde hatten in solchen Phasen (wir reden hier ja von einem eher kurzen Zeitraum) dauerhaft ein leichtes Halsband oder Hausgeschirr um. Als Grundübung gibt es hier keine Verschiedungs- und keine Begrüßungsszenen. Das geht hier unaufgeregt von statten, weil Alltag.
Wenn der Junghund hochdreht und meint anspringen wäre eine gute Idee, packe ich ihn durchaus energisch am Halsband/Geschirr und hindere ihn am anspringen und fixiere ihn am Boden (also so dass alle vier Pfoten unten sind). Das Ganze passiert kommentarlos, emotionslos (wird sonst als Aufforderung verstanden) und ohne Blickkontakt. Sobald(!) er ruhig hält lockere ich den Griff und gebe eine alternative Aufgabe (z.B. Sitz), was dann gelobt wird.
Und draußen üben wir viel rumsitzen und Menschen beobachten. Vor einem Spielplatz, Bushaltestelle, Jogging-/Fahrradstrecke, etc. Sich bewegende Menschen, egal ob zu Fuß oder auf Gegenständen (Rad, Scooter, etc.) sollen zum normalen Alltag gehören. Für ruhiges Beobachten gibt es ein Makerwort + Leckerli. Steigerung ist dann das Ganze in Bewegung.
Mein Hund ist erst 6Monate alt, aber es ist egal ob rennende und kreischende Kinder, Kinder auf Laufrädern, Joggern, Radfahrern, Spaziergängern - sie werden alle ignoriert. Nur Menschen die ihn aktiv ansprechen würden noch angesprungen werden, aber das unterbinde ich ganz klassisch mit Leine und "nein". Für darauffolgendes Sitz gibt es eine Belohnung.
Mir ist wichtig dass der Hund eine Alternative verinnerlicht. Bei uns ist das Sitz. Sobald mein Junghund merkt, etwas ist nicht erwünscht, setzt er sich erstmal hin und wartet ab.
Hey Sophie hat. Die Verabschiedung und Begrüssung hier bei mir zu Hause führe ich genauso durch. Ich gehe und komme ohne etwas zu sagen und sie bekommt auch keine überschwängliche Zuneigung beim zurückkommen. Sie springt mich dann auch nicht an. Sie springt wenn dann nur im aufgedrehten Modus draussen bei besagten Begenungen. Wie machst du das da?
Öhm.. das macht er eigentlich gar nicht wenn er nicht soll. Wenn ich draussen mit ihm spiele oder trainiere, pushe ich ihn sogar aktiv - und in solchen Frequenzen, die ich beginne und beende, darf er das. Also mich anspringen. Das ist mir sogar wichtig, damit er lernt dass wenn ich Aus sage, auch augenblicklich Schluss ist. Aber das macht er wirklich eher vorsichtig und zaghaft für einen Boxer
. Also volle Pulle auf die Alte, das gibts hier nicht.
Ich überlege gerade, vielleicht war das der Schlüssel
. Das er gelernt hat dass mich anspringen nur dann drin ist wenn ich es aktiv erlaube.
Bei fremden Menschen muss schon aktive Animation kommen und selbst dann bleibt er eiiiigentlich mit allen vier Pfoten auf dem Boden. Sonst reguliere ich das über Leine + Halsband. Und ich bitte die Leute auch freundlich das zu unterlassen. Ruhige Ansprache und streicheln gerne, aber bitte kein qietschiqietschietütü.