Beiträge von SavoirVivre

    Muss man das denn überhaupt als so ein entweder-oder sehen? Meine früheren Hunde konnten beides, mit Sandor hab ich es bewusst geübt: Sowohl das bewusste Auseinandersetzen mit den Reizen und eigenständige Deeskalieren, als auch das gezielte konzentrierte Vorbeigehen mit Fokus auf den HH. Ist beides nützlich, hat beides seine Berechtigung, und wenn alle beides könnten, wäre die Welt echt um einiges angenehmer. Fakt ist halt, gerade im städtischen Bereich gibt es eben oft nicht die Möglichkeit, dass ein Hund einen für sein Befinden und das seines Gegenübers ausreichend großen Bogen läuft. Und da kann es viel Stress aus der Situation nehmen, wenn zumindest einer der beiden (besser natürlich beide) klar zeigen, "ich bin gerade bei meinem Menschen und interessier mich nicht für dich". An solchen Hunden kann selbst Sandor ganz dicht vorbeilaufen, und das heißt nicht, dass der Rest nicht ebenfalls gewollt wäre. Je nach dem halt, was im jeweiligen Moment sinnvoller erscheint.

    Genau so ist es, und manchmal ist die ein oder andere Passage halt noch zu anspruchsvoll um den Hund da nicht "umzulenken" von seiner Aufmerksamkeit.

    Ich habe letztens ein sehr positives Beispiel gesehen, direkt an der voll gefüllten Strandpromenade in Eckernförde, bei bestem Wetter. Vor uns lief eine junge Frau um die 20, neben ihr ein hübscher KurzhaarChi, ohne Halsband, ohne Leine, im stetigen Fuß mit Blick zu Frauchen hoch. Wir liefen mit Hund (nicht mit Eros) hinter ihr her. Hat mich echt beeindruckt. Es geht also, man muss nur wollen und auch einen winzigen Hund ernst nehmen wollen.

    Ich hoffe nicht, dass ein Hund sich so verhalten muss, um als "gut erzogen" zu gelten. Ich finde das sehr bedenklich, wenn ein Hund in einer belebten Umwelt fußlaufend seinen Halter anhimmelt und seine Umwelt ausblendet und am Halter klebt. Das würde ich für meine Hunde nicht wollen (abgesehen davon, dass mindestens einer meiner Hunde davon das nie leisten könnte, der andere schon, aber ich eher genau am Gegenteil arbeite, abtauchen in die Umwelt und nicht kleben an mir).

    So führe ich meinen Junghund durch fast alle "anspruchsvolleren" Passagen/Wegstellen. Ich nehme ihn ins Kommando. Ich möchte dann ein enges Fuß und möglichst Blickkontakt, zumindest Aufmerksamkeit bei mir, so lange bis wir "durch" sind. Das können 10m sein, aber auch 100m.

    Ist definitiv sinnvoller als 30kg Hund in der Leine, weil er irgendetwas sooo viel spannender findet als mich.

    Das heißt ja nicht dass in ruhigerer Umgebung nicht geübt wird, man von der Steigerung aber noch nicht dort angekommen ist.

    apropos

    Wie messt ihr?

    Wir tun uns da leider schwer, weil mein Zappelphillipp nie still stehen will.

    So mache ich es:

    Hund neben eine gerade Senkrechte positionieren (z.B. Türrahmen) und dann durch Leckeries "aufrecht" stellen. Also bissl Körperspannung und gerade Ausrichtung nach vorne. Leberwursttube hilft :lol:

    Dann legt ein Helfer ein Lineal oder etwas anderes gerade auf den höchsten Punkt der Rückens, möglichst waagerecht halten, bis zum Kontakt zum Türrahmen - dort dann einen Strich zeichnen. Die Höhe messe ich dann am Strich am Türrahmen.

    Schau mal hier https://www.the-pet-world.com/INFOPOINT/Hunde-richtig-messen

    Es ist die 7 die zählt

    Ich verstehe nicht, wieso es jetzt auf einmal darum geht, dass Hunde ungefragt angefasst, gestreichelt werden.

    Dass man das nicht machen soll, das verstehe ich. Ich mache das sowieso nicht. Ob das wirklich so oft vorkommt, das kann ich nicht beurteilen.

    Es ging aber doch darum, dass die Enge, das Gedränge im ÖPNV dazu führt, dass Menschen (Kinder) Hunden zu Nahe kommen und Hunde das ertragen können müssen, weil es nicht anders geht. Und dass Hunde, die damit nicht zurecht kommen, vorsichtshalber einen Maulkorb tragen sollten.

    Was ist daran so schwer zu verstehen, dass eine Diskussion an denen mehrere beteiligt sind, dynamisch ist?

    Gibt es irgendwo eine Regel die besagt dass man so lange bei einem Thema ganz konkret bleiben muss bevor ein Wechsel oder Ausweitung erlaubt ist?

    Das macht ein Forum aus, diese Dynamik und das ein Thema zum nächsten führt.

    Wir haben die fresco trainingknöchelchen auch gerade für uns entdeckt. Gefällt! So sehr dass ich mal einen Vorrat von 1,8kg (12x 150g) angelegt habe :ugly:

    Aber Lamm habe ich ausgespart, weil ich mehrfach (Rezensionen) gelesen habe das die Sorte mehr als die anderen fetten soll. So sind hier nur Huhn, Ente und Pferd eingezogen.

    Gestern hatten wir ein Pudelgassi. Nevio klebte das erste Mal einer gut riechenden Hündin am Hintern, da es ein schüchternes Kleinpudelmädchen war, hab ich es natürlich unterbunden und er müsste dann angeleint bleiben eine Zeit lang. Später ging es dann, dass er wieder frei lief und ich ihn halt immer weg geschickt habe von der Hündin. Für mich ein eher anstrengendes Gassi dadurch, aber es ging dann schon.

    Leinenführigkeit kann ich aber in so aufregenden Situationen immer noch völlig vergessen. Und dieser Hund hat ordentlich Kraft. :woozy_face:

    Same here.

    Auf vertrauten Strecken mit mal hier und da Hundesichtung (also mind. 10x pro Gassigang) klappt es schon ganz gut. Aber gemeinsamer Leinenspaziergang mit anderen Hunden, da wird er zum Ochsen und das Gehirn verabschiedet sich. Inzwischen sind wir zum gemeinsamen rumsitzen mit anderen Haltern und Hund, an der Leine, ohne Kontakt, übergegangen. Das klappt gut. Nach einiger Zeit gemeinsam losbewegen probieren wir als nächstes aus. Erstmal konditioniert Ruhe reinbekommen in solchen Situationen.

    Dafür klappt Freilauf immer besser. Machen wir ja nur im geeigneten Umfeld und sind dafür 2-3Tage/Woche mit dem Camper im Grünen. Bis zu 15km (3Std.) kein Problem, er bleibt vom Kopf bei uns, hält brav den Radius von 5-15m. Inzwischen hatten wir auch schon paarmal Wildsichtung, recht nahe sogar (also ich finde 5m sehr nahe, zu nahe 😝), und er lässt sich noch gut abrufen bzw. stoppen. Für aktive Umorientierung zu mir ist da aber der Reiz einfach noch zu groß.

    Auch andere Hunde auf den NachsbarsCampingplätzen, die viel anschlagen und jammern, hat er gelernt zu ignorieren und kommt trotzdem gut zur Ruhe. Wenn er nämlich anfängt mitzuwinseln, kommt er sofort in den Camper - Auszeit. Hat er schnell verstanden. Und bellen tut er ja gar nicht.

    Wir haben zwischendrin hin und wieder paar anstrengende Tage, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem jungen Mann 🥰