Hier bin ich
. Vorab, Hamburg ist groß und hat unfassbar unterschiedliche Stadtteile. Es gibt nicht das Großstadtleben in Hamburg.
Aber, kurz und knapp. Wären wir keine Camper und >120Nächte im Jahr mit diesem unterwegs, Tendenz steigend, wäre in unsere derzeitige Wohnsituation - mitten in Hamburg aber grün - kein Boxer eingezogen.
Es klappt gut mit Gustaf, er ist perfekt für uns, und ich würde die Rasse - vom VDH Züchter und offenen Auges bzgl. Veranlagungen zu bestimmten gesundheitlichen Problemen/Krankheiten - empfehlen, wenn man weiß worauf man sich beim Boxer einlässt.
Nicht für das Leben in Hamburg so wie wir wohnen, wenn kein konsequenter Ausgleich möglich ist, aber am Stadtrand oder ruhigeren, weniger stark frequentierten Vierteln sehe ich kein Problem.
Wer grundsätzlich bereit ist einen großen, kräftigen, bewegungsfreudigen, temperamentvollen, energiegeladen, teilweise grenzwertig clownigen Hund adäquat auszulasten, der Wach- und Schutztrieb mitbringt, aber auch WTW und WTP, macht mit dem Boxer keinen schlechten Griff.
Mein Boxer kennt und kann alles was für unser gemeinsames Leben notwendig ist. Was wir nicht brauchen im Alltag, machen wir nicht, es gilt Prioritäten zu setzen um den Hund nicht zu überfordern.
Aber ich habe auch über zwei Dutzend Jahre Gebrauchshunde in Hamburg gehabt (und aus vielen Fehlern gelernt), als er einzog, so das ich die Erziehung, Auslastung und Führung von Gustaf intuitiv mache. Ich merke rasch wenn etwas in die falsche Richtung läuft und habe einen soliden Werkzeugkoffer um es zu richten.
Zum Sicherheitsbedürfnis Deiner Frau. Ich bin eine zarte Asiatin, 1,57m und 49kg. Gustaf ist jetzt 17Monate alt, voll pubertär aber gut führbar. Ich führe ihn, nicht umgekehrt, nie. Er hat keinen Wach-/Schutzauftrag von uns und er zeigt noch null Wach- oder Schutztrieb. Er bellt nie, er meldet nix, er ist ein Blümchen und überlässt alles uns. Weil wir das so forcieren.
Das wird alles schon noch kommen, rassebedingt, aber es werden immer mein Mann oder ich sein die jede Situation regeln. Anders möchte ich es, gerade in der Innenstadt, auch gar nicht haben. Seine reine körperliche Präsenz muss reichen. Ich will ausdrücklich keinen Hund der auf mich aufpasst. Nicht sein Job.
Bestes Beispiel heute.
Heftig aufgeladene Situation zwischen mir und einem Radfahrer, weil ich eine sehr alte Frau vor diesem beschützt und verteidigt habe. Ich habe so laut geschrien (um Hilfe und Polizei) das meine Stimme sich überschlug. Der Radfahrer hat noch lauter gebrüllt und war aggressiv von der Körpersprache. Und Gustaf? Dumdidum.. wann bist du fertig Frauchen? Vooooll langweilig hier. Oh, ein Grashalm.. Ui, ein Blatt. Dumdidum.. und was ist jetzt mit spielen? Ich war so stolz auf ihn
