Beiträge von SavoirVivre

    Es gibt durchaus Hunde denen das Mäkeln geradezu systematisch anerzogen wurde durch überbemühte Halter. Und das kommt nicht so selten vor, auch wenn das im DF natürlich nicht passiert ;).

    Ich sage mal so, nur ein Beispiel von vielen, wenn der Hund zuhause nur gaaaanz erlesen frisst, in Fremdbetreuung aber mit Genuss das was er zuhause verschmäht…

    Aber ja, man sollte immer zunächst Gesundheit und Verträglichkeit abklopfen bevor man meint der Hund erzieht einen.

    Freilauf lernen Hunde im Freilauf, ist so.

    Aber bis man soweit ist, kann man an Schleppleinen gut Umorientierung und Abruf üben. Schritt für Schritt, klassischer Aufbau, von keine Ablenkung und dann zunehmend.

    Mein Junghund ist 17Monate alt. Er lief bis er 7-8Monate alt war oft ohne Leine wo es verkehrstechnisch ruhig war, weil nichts toller war als ich und mir zu gefallen. Dann kam die Pubertät und hat sich häuslich eingerichtet 🙄. Nicht schlimm, aber mit ihr kam der Aussenfokus und das enorme Interesse an anderen Hunden.

    Ich bin immer noch toll, aber eben nur wenn er Zeit hat, sprich keine anderen Hunde in der „Nähe“. Deswegen muss ich ihn konsequent immer wieder daran erinnern das mich zu ignorieren nicht zum Ziel führt. Ich bestrafe es nicht, aber er kommt nicht zum Ziel, und nur erwünschtes Verhalten wird belohnt.

    Seit einem Monat läuft er in geeigneter Umgebung (die wir gezielt anfahren) komplett frei, ohne Schleppleine. Die Monate davor immer mit schleppender Schlepp als finale Absicherung.

    Ich berücksichtige und checke vorher mehrere Dinge. Seinen Aussenfokus, seine Ansprechbarkeit, seine Umorientierung zu mir und natürlich die Umgebung. Wenn alles stimmig ist, darf er in den Freilauf. Zwischendrin stelle ich genannten Punkte immer wieder auf den Prüfstand. Sobald ich merke einer(!) der Punkte ist nicht mehr zufriedenstellend, bekommt er eine Pause an der kurzen Leine oder wir stehen einfach, er angeleint, paar Minuten in der Gegend rum bis er wieder „bei mir“ ist. Der Trick bei ihm ist, ihn gar nicht erst hochspulen zu lassen sondern bei Ansätzen schon Ruhe und Fokus einfordern.

    Es gibt auch Tage (eine Phase lang oft) wo einfach nix geht. Dann bleibt er an der 10m Flexi, ich lasse ihn in Ruhe und verkürze die geplante Runde.

    17monatiger Boxer. Ohne Ablenkung alles super, mit Ablenkung (= Hund/-e) würde er mit hoher Wahrscheinlichkeit hinlaufen. Würde, weil ich lasse es nicht daruf ankommen. Ergo, Freilauf nur wenn alles weit genug überschaubar und dafür fahren wir an 2-3Tagen/Woche an entsprechend geeignete Orte. Zuhause (städtisches Umfeld) ist immer und ausnahmslos eine Leine oder Flexileine dran.

    Abgehauen zu anderen Hunden ist er mir in den 15Monaten die ich ihn habe einmal. Das war in einem umzäunten, riesigen Hundefreilaufgebiet, also keine überschaubare Hundewiese oder so, sondern mehrere Hektar groß mit angelegten Wegen durch Wiesen, Feld und Wald. Keine Ahnung welcher Teufel mich da geritten hat. Wir waren ca. 20min drin (davon 10min. um ihn wieder einzufangen) und seitdem nie wieder solche Experimente.

    Ich brauche keine Entschuldigung dafür das mein Hund noch weit weg ist von "fertig im Gehorsam". Es dauert so lange wie es dauert. Hunde sind Indivudalisten. Ich kann Dir nur raten Dich davon frei zu machen :smile: , es setzt Dich nur unter Druck und erzeugt Stress. Müsste ich es aber in Zahlen ausmachen, würde ich bis 24Monate locker unter Pubertät verbuchen. Danach ist es, wie gesagt, vollkommen individuell. Je öfter der Junghund die Möglichkeit bekommt sich eines Kommandos zu entziehen, deso schwieriger wird es, unabhängig von der Pubertät. Ich verlange möglichst nicht vom Hund was ich nicht auch durchsetzen kann wenn er die Mitarbeit verweigert.

    Hatten eure Hunde im Verlauf des Zahnwechsels Durchfallprobleme, die eindeutig aufs Zahnen zurückzuführen waren?

    Ja, aber der vierbeinige Typ der hier sitzt hat generell und von Anfang an einen sensiblen Verdauungstrakt.

    Während des Zahnwechsels war es aber klar zuordbar wenn Matschkot/Durchfall hinten raus kam. Immer dann wenn neue Zähne durchbrachen. Wenn mal Ruhe war, war auch hinten Ruhe. Und der Eisengeruch aus dem Maul.. unschön.

    Aber ja, gelegentlich beneide ich auch die Leute, die vor dem Camper sitzen und lesen, während ihr Hund, unbeeindruckt von der Aussenwelt neben ihnen liegt und pennt. Emil könnte da zwar liegen, würde aber permanent die Gegend scannen und never ever schlafen, Lucifer würde vermutlich bei Hundesichtung den Platz zusammenjodeln

    Hier :winken: .. zu der Katogerie gehören wir :D

    Es gibt aber solche und solche Tage. Mit Nachbarshunden die wuselig sind, würde Gustaf dann nicht zur Ruhe kommen und im Zweifel im Camper geparkt werden - mit etwas offener Schiebetür damit er uns sehen kann. Aber wenn keine Nachbarshunde, oder entspannte Nachbarshunde, schläft Gustaf auch entspannt draußen.

    Zur Verdauungszeit.. ganz aktuell.

    Bekommt Gustaf abends Nassfutter, muss er morgens - wenn es gut läuft - um 7Uhr raus. Es kam aber auch schon vor, das er um 4Uhr morgens sehr dringend Pipi musste.

    Bekommt er abends hingegen TroFu, scheuche ich ihn um 7:30Uhr aus dem Bett zum Gassi gehen. Er selbst würde, ohne geweckt zu werden, wohl bis 8Uhr schlummern.

    Letzte Runde ist irgendwann zwischen 22:00-22:30Uhr.

    Mein Hund ist scheinbar der einzige Hund der vor dem vollen Napf verhungern würde. Sie hat so dermaßen lautes Magengrummeln, aber rührt das Futter nicht an. Gestern hat die vielleicht ein Maul voll von dem Belcando gefressen. Weil ihr Magen so laut knurrt habe ich es damit dann aufgegeben und ihr eben das SensiPlus angeboten. Nö. Sie nimmt es aus dem Napf und wirft es ins Wohnzimmer. Langsam werde ich echt irre. Ich hatte dann Sorge sie könnte was mit den Zähnen haben, hab mir alle angeschaut, drauf rumgedrückt, keine Reaktion. Auch das Zahnfleisch sieht gut aus. Auch hatte Kauartikel sind kein Problem.

    Die Dose Orlando hat sie sofort gefressen. Keinen Durchfall danach, keine Geräusche, alles gut. Also wird ja auch magentechnisch alles normal sein?

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

    Klingt nach meinem Hund.

    Allerdings nur morgens. Er gehört zu den Kandidaten die nicht gut mit einem leeren Magen zurecht kommen, fängt dann an zu schmatzen, macht Magen-Darm-Geräusche und ist dann bereits übersäuert . Darauf TroFu ist scheinbar blöder als Nassfutter. Seit ich ihm frühmorgens (Mädchenblase :roll: ) im vorbeigehen einen halben Zwieback oder Knäckebrot gebe, hat er das nicht mehr.

    Wir gehen jetzt dazu über morgens nass/selbstgekocht zu füttern und abends TroFu. Sind gerade in der Umstellung. Vorm schlafengehen dann noch einen kleinen Snack damit der Magen nachts nicht durchgängig leer ist.

    Gustaf bekommt i.d.R. auch 2x/Tag seine Mahlzeiten. 1x wäre mir von der Menge zu viel, und 3x hätte er auch nach dem füttern noch Hunger. Da er einen nüchternen Magen nicht gut verträgt, bekommt er nach der letzten Löserunde noch einen kleinen Snack und morgens vor der ersten Runde einen Zwieback.

    Nur derzeit sind wir noch bei 3x/Tag, da er noch in den Ausläufern einer Rekonvaleszenz ist.