Die Sache mit wirklich aggressiven Hunden ist halt die, das reintreten oder körperliche Gewalt komplett ausgeblendet werden kann in dem Moment, oder sogar noch mehr pusht.
Wenn es einem gelingt einen Aggressor zu stoppen/vertreiben, dann meinte er es wahrscheinlich nicht bitterernst. Wenn man einen Hund durch blocken, anschreien, körperlich drohen, etc. verjagt bekommt ist das prima und best-case, aber wie gesagt, ernst meinte der Aggressor es dann eher nicht.
Das schreibe ich nicht um hier irgendjemanden zu demotivieren, sondern damit sich keiner einen Vorwurf macht, sollte er (auf Holz klopf) mal in eine solche Situation kommen, seinen Hund nicht erfolgreich geschützt zu haben.
Aber es ist Gott sei Dank auch nicht die Regel, das solche Hunde ungesichert rumlaufen. Um an einen solchen Hund zu geraten, muss man schon gewissermaßen Pech haben.
Meiner Einschätzung nach ist es Glück wenn man seinen Hund, und sich selbst, unverletzt aus einer Situation rausbekommt, in der der andere Hund (ab bestimmten Größe/Gewicht, um mal beim DSH zu bleiben) wirklich mit Beschädigungsabsicht raufgeht. Blocken ist so gut wie unmöglich, wenn der Angreifer es ernst meint. Ich möchte aber betonen, das mir das in 28Jahren Hundehaltung noch nicht einmal selbst passiert ist, ich es aber zweimal als "Zeuge" miterleben musste. Einmal war der Aggressor ein Staffordshire Bullterrier und einmal ein Rottweiler - das sind Szenen die man nicht so schnell vergisst. Drei bzw. vier erwachsene Personen waren lange nicht in der Lage die angegriffenen Hunde zu befreien.
Ich bin sehr froh, das die "Gebrauchshundrassen" denen ich so begegne sehr vernünftig, umsichtig und verantwortungsbewusst geführt werden. Gilt natürlich für alle Hunde, egal welcher Rasse, aber es gibt halt nunmal Rassen, die "ernst" nochmal anders leben als andere. Ich sage es mal so, wer seinen Hund fröhlich in einen DSH, Mali, Rottweiler, etc. reinknallen lässt, scheint seinen Hund nicht so lieb zu haben. Anders kann ich es mir nicht erklären.