Beiträge von SavoirVivre

    Moin

    falls es jemanden interessiert oder gar hilfreich ist..

    Wir waren gestern zum Ultraschall und intensiven Allgemeinuntersuchung bei einer Internistin mit Gustaf. Sie hat sich sehr viel Zeit genommen, knapp eine Stunde.

    Vorab sagte sie, trotz Blutbild, eine Diagnose wird bei ihnen eben nicht nur anhand des Blutbildes gestellt, sondern wichtiger noch (gemäß ihren Erfahrungswerten) ist der klinische Befund und bildgebende Untersuchung (Ultraschall).

    Tja, und beides sieht gut aus. Ultraschall war unauffällig (bis auf bissl Luft im Darm was den Ultraschall auf bestimmt 20min verlängert hat, um an gute Bilder zu kommen) und die klinische Untersuchung ebenfalls. Gustaf war fit und munter, verspielt und hungrig. Auch alle Lymphknoten die ertastet werden konnten waren unauffällig.

    Sie sagte er hat keine akute Pankreatitis und auch eine chronische lässt sich ebenfalls nicht bestätigen. Es sieht alles normal aus. Sie hat bestimmt 16-18 Ultraschallbilder gemacht und jedes einzelne ist unauffällig.

    Stellt sich die Frage warum die Pankreas Werte so hoch sind. Es werden jetzt alle Blutwerte nochmals geprüft, plus ein gastrintestinales und ein bestimmter Entzündungsmarker (ob eine systematische Entzündung vorliegt).

    Sie sagte auch, die möglichen Gründe für die hohen Pankreas Werte sind so vielfältig und in paar Wochen können sie schon wieder völlig normal sein. Ihrer Meinung nach müssen wir gar nichts machen, aber fettreduzierte Fütterung ist als (dauerhafte wenn es passt) Maßnahme gut.

    Am Freitag sind hoffentlich die neuen Blutwerte da. Sie sagt aber auch, auch wenn diese nicht besser aussehen, würde sie nicht medikamentös behandeln, da kein Bedarf. Dann erstmal nur bei 4Mahlzeiten am Tag und fettreduziert bleiben. Neues Blutbild dann in drei Monaten oder sollte sein Zustand schlechter werden.

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    Die schlimme Pododermatitis von Gustaf würde sie (sagte sie bei einem späteren Anruf, nachdem sie mit dem Dermatologen der Gemeinschaftspraxis gesprochen hat, bei dem Gustaf ebenfalls in Behandlung ist) aufgrund der letzten hohen Pankreaswerte nicht mit Cortison/Antibiotika behandeln, weil DAS zum derzeitigen Zeitpunkt eine akute Pankreatitis auslösen könnte. Aber er bekommt jetzt Apoquel, das ist auch bei Pododermatitis UND Pankreatitis geeignet.

    Zunächst einmal, Danke für eure Erfahrungsberichte 🤗

    Ich bin ein Mensch der rasch in eine Akzeptanzhaltung kommt und handeln will, aber dafür ist „verstehen” das Wichtigste für mich. Ungewissheit das Schlimmste, da für mich gleich Hilflosigkeit.

    Wir stehen ganz am Anfang und ich lese mich gerade ein.

    Unser Hund hatte im Herbst 2021 eine diagnostizierte Pankreatitis. Anschließend traten sporadisch immer Mal wieder Sodbrennen und Magengrummeln (frühmorgens) auf, an denen wir herumgedoktert haben. Weil es Anfang des Jahres wieder los ging haben wir die Pankreas untersuchen lassen. Ultraschall war unauffällig, der Lipase-Wert und cPLI waren erhöht. Habe dann in älteren Blutbildern geschaut (lassen wir regelmäßig machen, weil er auch eine SDU hat) und die Lipase war öfter erhöht, das scheint also schon länger ein Problem zu sein. Hunde mit Schildrüsenproblemen haben öfter auch Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, hat mir eine Tierärztin jetzt erklärt. Seit wir nach einem Rezept von Futtermedicus kochen war sofort Ruhe, bis wir einmal etwas zu viel Öl ins Futter gegeben haben... Sofort hat er eine akute Pankreatitis bekommen mit sehr stark erhöhtem cPLI, Bauchschmerzen und Erbrechen. Da müssen wir zukünftig sehr vorsichtig sein. Es war also eher ein Zusammensetzen von Puzzleteilen bis wir wirklich wussten, dass er eine chronische Pankreatitis hat.

    bei uns kommt erschwerend hinzu das mein Hund kaum etwas verträgt. Soweit getestet (viel selbstgekocht nach futtermedikus/napfcheck) keine tierischen Proteine und auch kein Getreide. Sein erstes Lebensjahr war gastrointestinal ein Trauerspiel und erst seit wir RC Hypoallergenic füttern, wurde alles gut. Gut, im Vergleich zu vorher.

    Aber Sodbrennen und Gras fressen wenn er zu lange leer im Magen ist, ist hier keine Ausnahme. Spätabends und frühmorgens eine kleine Handvoll TroFu (ca. 10-15g) und alles ist gut.

    Klingt wirklich ähnlich wie bei uns.

    Zufallsbefund, keiner hat damit gerechnet, sehr moderate Symptome (die man erst zuordnen kann wenn man es weiß), cPLi bei 1.172.

    Und ja, lebenslang fettarm ist auch bei mir hängengeblieben bei der Recherche.

    Mein Junghund hatte mit ca. 1,5 Jahren auch laut Labor eine akute Pankreatitis mit sehr hohem cPli, alle anderen Werte waren allerdings nicht verändert.

    Klinisch war nichts auffällig, er hatte kein Erbrechen, kein Durchfall, keine Schmerzen, keine Verhaltensänderung. Ich habe dann ein paar Tage fettarm gefüttert und ihn wenig belastet und bei der Kontrolle war wieder alles schick. Tatsächlich ging damals mein Gedanke eher zu einer Verwechslung im Labor, aber das ist bis heute in Mysterium.

    Das beschreibt so ziemlich meinen Zustand und Gedankengang beim Anruf der Tierärztin, die es selbst kaum glauben kann. Es ist ein reiner Zufallsbefund.

    Wir haben aber unseren Urlaub jetzt abgebrochen (waren in Schweden und hätten noch weitere zwei Wochen) und sind heute Mittag wieder zuhause. Morgen Termin bei einer Internistin.

    Ich kann nicht entspannt Urlaub im Ausland machen, ich brauche eine belastbare Diagnose und (Be)handlungsleitfaden.

    Darf ich fragen wie ihr sie letztendlich in den Griff bekommen habt?

    War nach drei Wochen vorbei, Werte wieder normal und Ultraschall unauffällig (Pankreatitis wegen Vergiftung mit Zinkphosphid). Die ersten zwei Wochen waren so schlimm, dass wir dachten, dass sie es vielleicht nicht schafft.

    Und ist es bei einer akuten Pankreatitis geblieben, die komplett ausgeheilt ist?

    Das wünsche ich euch zumindest sehr.

    Und fütterst du seitdem fettarm, oder ist das nicht nötig weil es einen expliziten Auslöser gab?

    Seid ihr mit euren Hunden mit dem Krankheitsbild „Pankreas“ beim allgemeinen Tierarzt, oder beim Facharzt.

    Ich habe jetzt einen Termin beim Internisten gemacht.

    Ja war bei einer schweren, länger andauernden Pankreatitis zur Abklärung bei einer internistischen Spezialpraxis. Die initiale Behandlung hat die Haustierarztpraxis übernommen, da gab es aber rein gar nichts auszusetzen. Für eine umfassende Beurteilung und gerade auch Ultraschall würde ich aber jederzeit wieder zur Internistin.

    Darf ich fragen wie ihr sie letztendlich in den Griff bekommen habt?

    Da gehen die Meinungen auseinander, unsere TÄ sagt nur bei EPI, bei einer Entzündung sagt sie sind sie kontraproduktiv, andere TA sagen, kann man bringt aber nichts, andere befürworten es. Frägst Du zehn, hast Du vermutlich zehn Meinungen.

    Ja das ist so, wurde auch im Thread hier öfter diskutiert. Ich hab am Anfang Enzyme gegeben bis ich mich näher damit befasst und es für uns als unnötig betrachtet habe. Geändert hat es gar nichts.

    Was ist bei euch denn diagnostiziert? Chronische Pankreatitis?