Beiträge von SavoirVivre

    @Murmelchen
    das wird in vielen fällen sein wie du es sagts, aber das sehe ich in diesem fall gänzlich anders. ich würde einen jungen, unerzogenen mali aus schlechter haltung und ungewissen genpool gar nicht an privatmenschen ohne gebrauchshunderfahrung abgeben. das sagt mir mein hundesachverstand und somit hat das TH für mich speziell in diesem fall in der beratung und entscheidung für diese halter in voller linie versagt. dieser hund kam bereits zweimal zurück. lernt man da nicht daraus?

    ich fasse mal zusammen. dieser hund ist vom vermehrer und kennt noch nichts vom leben. mehr noch, er hatte sehr schlechten start ins leben und hat rasseeigenschaften die man zu nehmen wissen muss.

    der K.O.-fragekatalog für diesen hund würde für mich wie folgt anfangen

    frage 1: haben sie bereits einen gebrauchshund(e) gehabt und wissen was auf sie zukommt?
    wird diese frage verneint wars das. da brauchen auch keine weiteren fragen mehr folgen.

    mit einem solchen hund würden selbst sehr erfahrene gebrauchshundhalter an ihre grenzen kommen. er ist ganz gewiss kein schlechter hund oder gar monster, aber die grundveraussetzungen sind die denkbar schlechtesten die ein hund haben kann. zusammen mit den rasseeigenschaften - eine echte herausforderung für gestandene hundehalter.

    @evilmaker
    ich an eurer stelle würde mir auch grundsätzlich gedanken darüber machen, ob ihr mit einem mail glücklich werdet - und er mit euch.
    natürlich ist es schxxx wenn der hund als dritter rückläufer zurück gegeben wird, aber wenn ihr euch einen anderen hund gewünscht habt, dann werdet ihr mit einem mali aus schlechter aufzucht nicht glücklich werden! einen gefallen tut ihr euch, wenn ihr nicht vollends willens seid und bereit all die arbeit auf euch zu nehmen, und auch dem hund nichts.

    es gibt halter-hund konstallationen, die passen einfach nicht und auch langes herumdoktorn macht die gesamtsituation trotzdem nie befriedigend.

    dem tierheim würde ich, unabhängig von eurer entscheidung, mal gehörig die meinung geigen. ganz offensichtlich haben sie euch falsch beraten. malis als rasse.. ok. das ist, so speziell sie auch sind, händelbar wenn man bereit ist sich auf ihre rasseeigenschaften und bedürfnisse einzulassen und zudem bereits hundehaltungserfahrung hat. aber ein mali von einem vermehrer und schlechter aufzucht - puh!
    ich kenne keinen aus meinem freundes- und bekanntenkreis (und darunter sind durchaus ambitionierte gebrauchshundhalter die ihre hunde auch aktiv sportlich führen und zig jahre erfahrung mit dieser hundegruppe haben) der einen solchen hund ein zuhause geben würde. so böse es klingt - es ist unverhältnismässig viel schweiss und blut notwendig, bis man einen akzeptablen begleiter hat.

    ich wünsche euch alles gute!

    wir haben eine offene küche. wenn wir das bambi alleine zuhause lassen, müssen wir penibel darauf achten dass alles essbare so verstaut ist. dass er nicht ran kann. er plündert in unserer abwesenheit alles! wenn wir da sind, kann essen auf dem kniehohen couchtisch stehen und er geht da nicht ran.

    seine tendenz vorwärts zu gehen, wenn er unsicher ist. nervt einfach und ist schwierig in der gesellschaft. wir haben es schon gut im griff, aber er wird nie ein nebenher laufender verlasshund sein.

    mein boxer-RR mix wird im sommer immer als pöhser kampfhund abgestempelt. allerdings nur geflüstert hinter meinem rücken, weil ich so lieb und nett aussehe - da mag man nicht geradeheraus doof sein, sonst weine ich noch oder so :headbash: .

    da mein hund aber auch seine problemchen mit menschen hat, kann ich es dem ein oder anderen auch nicht verübeln. zwar ist er gesichert, aber gerade dann kann man ja gefahrlos lästern.

    ich habe nicht die erwartungshaltung an nicht-hundehalter, dass sie sich hundegerecht verhalten. aber es gibt situationen, da ärgere ich mich einfach über distanzlose menschen, die sich wundern dass sie böse angebellt/-fletscht werden, weil sie den "prächtigen hund streicheln" wollen. am besten schnurstraks drauf zulaufen, nahe davor stellen, drüber beugen und den kopf tätscheln.

    @RafiLe1985
    Äh, wieso nochmal wäre das Ehepaar in den von Dir genannten Umständen in der Pflicht euch zu bitten eure Hunde anzuleinen?

    Wären eure Hunde einfach an denen vorbeigelaufen, wäre wahrscheinlich auch kein Thema draus geworden. Dass es eng wird mit dem Rad, und die daraus resultierende Reaktion eurer Hunde, das hättet ihr sehen müssen - nicht das Paar. Insbesondere weil das Rad hinter dem Paar, aber in eurem frühen Sichtfeld war.

    Ein Mensch der Angst hat vor Hunden, empfindet einen wuseligen, freundlich auf ihn zukommenden großen Hund nunmal als bedrohlich. Das war sicher kein Angriff von Newton, aber man kann der Frau auch ihren Eindruck nicht absprechen.

    Eine Anzeige sehe ich hier auch nicht. Unverhältnismäßig.

    Aber ich könnte mich auch meiner eigenen Verantwortung nicht entziehen. Das Wissen wie fahrlässig diese Frau agiert und reagiert, und das Wissen um die Höhe der Wahrscheinlichkeit, dass es ein nächstes Mal mit einem nächsten Kind geben wird, da diese Frau null einsichtig ist > das einfach zu ignorieren mit "geht mich nichts an" , das könnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.

    Ich sehe meinen Part gewiss nicht darin andere Hundehalter zu belehren, aber ich trage Mitverantwortung die über die für mich und meine Lieben hinaus geht. In diesem Fall indem ich das Ordnungsamt auf diese Hundehalterin aufmerksam mache. Sollen sie den (hier dringend notwendigen) Part der Kontrolle und Belehrung übernehmen.

    Mir ginge es in diesem Falle nicht um die Geringfügigkeit der Verletzung, sondern die Fahrlässigkeit der Halterin.

    1. war es nicht das erste Mal
    2. sie hat den Hund trotz dieses Wissens ungesichert rumlaufen lassen, obwohl Kinder/ein Kind anwesend sind
    3. hat sie im Nachgang absolut unangemessen, uneinsichtig, verharmlosigend reagiert

    Ich würde das Gespräch suchen um ihr mitzuteilen, dass ich sie beim OA melden werde - wegen den o.g. Punkten zusammen.
    Über jeden für sich allein gestellt hätte man reden können, vielleicht sogar über zwei der Punkte zusammen genommen. Das ist aber genau die Art grobe Fahrlässigkeit, die zu der Ablehnung unserer Hunde und uns Hundehaltern in der Gesellschaft führen.

    Glaubt hier jemand wirklich diese Hundehaltern ändert ihre Führungsweise nach diesem Vorfall jetzt? Sorry, aber ihre Reaktion zufolge in meinen Augen - nein. Die Wahrscheinlichkeit das es wieder vorkommt ist realistisch gegeben, und das nächste Kind trägt vielleicht nicht nur ein rotes Ohr davon, und ist im Nachgang nicht so gefasst wie der Sohn der TE. Daran ist nicht der Hund schuld und auch nicht das Kind, sondern diese untragbare Halterin.

    ich schliesse mich den voran gegangenen meinungen an. intensiv riechendes Fell hat meines Erachtens fast immer den ursprung in der fütterung.
    was ein wenig hilft, ist regelmässiges ausbürsten des felles. oft "hängen" auch einfach unappetitliche dinge im dichten fell, die fürs auge nicht offensichtlich sind.

    im winter würde ich auf keinen fall baden, wenn sich der hund nicht gerade in kadavern gewälzt, oder ein stinktier geärgert hat.