Beiträge von Theobroma

    Auch bei Menschen... das sind wirklich mal Hunde, die ich für richtig gefährlich halte und ich bin sonst nicht ängstlich und gehe überall ran. Viele machen ja nur viel Getöse um nichts. Aber die beiden - nee, das Grundstück würde ich nicht für ne Million betreten. Die Besitzer wissen das auch, gehen oft zu zweit spazieren, wechseln die Straßenseite usw.

    Ich denke, Wesensfestigkeit ist in einem gewissen Maße Charaktersache. Mit Erziehung kann man das Verhalten lenken und bestimmte Verhaltensweisen festigen. Aber der Grundcharakter bleibt.
    Meine Staffihündin hatte eine ganz schlechte Kindheit, wurde sogar misshandelt. Lebte dann lange 4 Jahre mit ihrer Freundin als Wachhund auf einem Grundstück mit regelmäßigem Menschenkontakt, aber als Hofhund.
    Dann kam sie zu uns. Nach etwas Eingewöhnung war dieser Hund einfach nur der entspannteste und freundlichste Hund. Da konnte 3 Kleinkinder drauf liegen, sie war entspannt. Wenn ihr mal was zu viel wurde, zog sie sich zurück. Sie war nur zwei mal überhaupt unsicher/aggressiv, nämlich als sie meinte uns beschützen zu müssen. Aber auch da ließ sie sich sofort abbrechen.
    Wer den Hund so kannte, hätte ihr jede Wesensfestigkeit bescheinigt. Sie hatte Angst vor Feuerwerk, Schüssen und mochte keine anderen Hunde. Aber sonst?

    Wenn das alles nur Prägung wäre, dann hätte es diesen Hund so gar nicht geben dürfen...

    Für mich ist Wesensfestigkeit vor allem eine Frage der Berechenbarkeit und der positiven Grundhaltung, die auch dann erhalten bleibt, wenn der Hund selbständig ein Problem lösen muss.

    Danke euch allen - ich seh schon - gibt's in voller Bandbreite!

    Felix bellt auch vor allem bei Katzen im Garten. Die Türklingel wird ignoriert. Fremde Stimmen im Hausflur - er darf ja nicht mit zur Tür - werden mit Knurren/Bellen kommentiert. Das lässt sich aber abbrechen. Fremde Menschen im Haus werden tagsüber ignoriert, am Abend, wenn es dunkel ist, aber verbellt.
    Ich finde das okay so. Mich hat das nur so beschäftigt, weil wir gestern mal wieder den beiden Scottys aus der Straße hier begegnet sind und die zu Hause im Garten so scharf sind, dass die mit Sicherheit sofort tackern, wenn da einer aufs Grundstück geht. Die Pöbeln aber auch beim Spazierengehen und scheinen zu denken, dass niemand außer ihnen hier atmen darf.

    ich finde schon, dass man in den kleinen Dingen konsequent sein sollte.

    Sehe ich genauso, kommt aber auch auf den Hund an. Wenn ich Felix da den kleinen Finger reiche und nicht alle Ansagen IMMER durchziehe, dann nimmt er den ganzen Arm und macht was er will. Ich merke das extrem, dass er nicht durchgesetzte Kommandos sofort auf allgemeines Nicht-Hören überträgt.

    Allerdings bedeutet das auch, dass ich Kommandos nur dann ausspreche, wenn sie mir wichtig sind und ich auch vorhabe, sie durchzusetzen. Sitz und Platz übrigens nie körperlich, da reicht ein langer Blick und eine "ich hab Zeit und warte" Haltung. Da weiß er dann, dass stur sein sinnlos ist.

    Felix hat es heute geschafft, mein "aller guten Dinge sind drei" Angebot so auszunutzen, dass er an der kurzen Leine geendet ist. Normalerweise in den letzten Wochen war er im Stall immer ein echter Streber. Tja, bis vor ein paar Tagen, als er sich schon mal heimlich vom Acker gemacht hat. Heute wieder - eine Sekunde nicht hingeschaut und weg ist er. Kam auch nicht direkt auf Pfeifen, erst nach 10 Sekunden. Jo, Leine. Zweiter Versuch in der Scheune. Ging ne Weile gut, dann wieder - eine Sekunde nicht auf den Hund geschaut - weg war er. Wieder 10 Sekunden beim RR. Da war 5 Minuten Leinenknast am Anbinder angesagt. 3 Versuch beim Gang zur Koppel. Da läuft er sonst sogar im Wald anständig frei. Heute nicht. Er rennt vor, ich pfeife, er bleibt stehen, schaut mich an und hopst fröhlich ins Unterholz. Da bin ich hin, es gab nen Anschiss, der sich gewaschen hat + Wegtreiben. Da war er klein mit Hut und an der Leine. Da blieb er auch (3 Chancen sind echt genug). Er musste dann ins Auto und dort warten bis wir geritten sind usw. Zum Rausbringen des Ponys durfte er noch mal raus und mitlaufen. Und siehe da - es ging. An uns orientiert, Abbruch sofort, RR kein Problem.

    Bitte sagt mir, dass das alles nur eine Phase ist... *ooooohhhmmmm*

    Mich würde mal ganz ernsthaft interessieren, wie viele von euch eine Kinderschar zu Hause haben und dann mit einem nicht erzogenen kleinen Hund irgendwo hin wollen, wo sich andere Familien mit Kindern aufhalten!?

    Mein Kleinhund ist 15 Monate und trotz stetem Bemühen um eine gute Erziehung nicht perfekt. Drei Kinder hab ich auch und wir haben viel Kinderbesuch. Und er darf auch oft mit - zum Beispiel bis zum Schultor.
    Und ich freue mich immer noch regelmäßig über unsere Entscheidung für einen kleinen Hund (nach mehreren großen Hunden), den ich im Notfall auch einfach mal allein über Kraft kontrollieren kann.

    Unser Hund bleibt auf seiner Decke und wartet.

    Unserer auch... daher kann das hier

    und nicht direkt aus der Haut fahren wenn ein fremdes Kind ihm aug die Rute tritt.

    nicht passieren.

    Nicht, ob ein Hund, wenn er eventuell mal loslegt einen von den Füßen holt!!!!

    Wenn ich meine Kinder (5 und 8) so mit Felix spielen sehe, bin ich froh, dass er so klein ist. Die können auch mal richtig wild sein, ohne dass ich mir Sorgen machen muss.

    Ich will nicht sagen, dass man einen kleinen Hund nehmen soll für eine Familie, aber es hat unbestrittene Vorteile. Und dann einfach zu behaupten, dass große Hunde ein besseres Gemüt haben, ist doch sehr kurz gedacht und reines Klischee. Ich fand die Beiträge hier ehrlich und wer einen solch großen Hund möchte, sollte besser vorher gewarnt sein, worauf er sich einlässt als dann den Hund mit 6-9 Monaten wieder abzuschieben, weil das alles viel schwieriger ist als gedacht.
    Vor allem dem Hund zuliebe!

    Hab ich gesagt, dass die Zeiten, wo Felix kreischend in der Leine hing, vorbei wären? :ugly: Jo, er kanns noch... Beim 3 Eichhörnchen auf 100m, dass weniger als 5m vor/neben/über ihm unterwegs war, wars mit seiner Geduld ganz vorbei.
    Überhaupt ist er momentan ja eh völlig gaga. Die schönen Zeiten sind vorerst Geschichte.

    Was heute aber gut funktioniert hat: erst die erste halbe Strecke Cani-Crossen und dann an der 20m-Schlepp in Ruhe zurück. Ohne Schlepp wäre es nicht gegangen. Wenn ich überlege, wie schön er vor 4 Wochen frei lief. Super kontrollierbar, nicht überhastet. Und nun? :omg:

    Was ist denn ein austral. Collie Doodle? Was ist ein austral. Collie?

    Die Schoko-Doodle werden einen höheren Kleinpudelanteil als Labbianteil haben. F2B meint ja, dass hier mit Doodle-Elterntieren zweiter Generation und Pudel gezüchtet wurde. Daher wohl auch die Größe. Allerdings ist gerade diese Generation gerne mal wieder streuuend, man kann da also gut ne Überraschung erleben. Klingt aber, als ob die öfter mal Welpen ziehen, finde ich... nun ja.