Für mich klingt es nicht so, als würde man die Hunde alles machen lassen . Eher, als würde man die Hunde nicht vor allem und jedem (fremden) abschirmen, wie es hier oft passiert.
So ist es.
Wir gehen gemeinsam und rasen nicht 70 m auf Hundegruppen zu.
Sowas hat doch eine Dynamik. Bis er gefragt hatte, waren es vielleicht noch 60. Die Leute liefen flott, ich auch. Als er durchgestartet ist, waren es noch 50m, als er ankam, noch 40m, die ich weg war, noch 30m als er den ersten Hund begrüßt hat. Da wir uns auf einem breiten Wiesenstreifen waren, kam ich nie näher als 15m an die Leute ran. Felix hat ein paar der Hunde begrüßt, die Frauen haben ihn angesprochen, was er aber grundsätzlich ignoriert, dann hab ich gepfiffen, weil wir aneinander vorbei waren und Felix kam mir brav hinterher.
Die nächsten beiden Hunde waren beim Erblicken nur 40m weg, er hat gefragt, ich hab nein gesagt. Er blieb also bei mir und hat die Freigabe dann doch noch bekommen, weil einer der beiden zu uns kam.
Warum soll ich ihn "gängeln", wenn es unnötig ist? Wenn ich die Situation im Griff hab und er hört - warum soll ich ihn dann nicht über die Wiese rennen lassen? Er bremst immer vor Erreichen der anderen Hund ab und nähert sich dann ruhig und höflich. Die Hundegruppe hat gelassen reagiert. Ein paar kamen interessiert entgegen, der Rest ging ignorant weiter. Diese Hunde lässt Felix in Ruhe. Hätten sich keiner für ihn interessiert, wäre er eh abgedreht.
Es geht auch nicht ums "Helikoptern".
Die Grenze ist fließend. Hier wäre ein "nein" auf seine Frage Helikoptern gewesen.
Für mich ist das die Frage der Kontrollierbarkeit. Heute zum Beispiel: Terrierhündin, ballspielend mit Frauchen. Kam erst zu Felix mit Spielaufforderung. Wir weiter, Frauchen rief auch. Alles auf einer großen Wiese. Wir liefen parallel, der Ball dort drüben flog mehrfach. Felix wollte eigentlich unbedingt da hin... leise Ansprache und er blieb bei mir. Solange er so gut hört, bekommt er auch Freiheiten.