Beiträge von Theobroma

    :( ... ich war in der Klinik. Ein Bild des Jammers. Er hat heute Vormittag auch wieder gekolikt. Könnte ein Ileus sein oder ein erneuter Vorfall.
    Bei Leon gibt es wohl einen Riss im Bindegewebe, durch welchen Darmschlingen austreten. Ich dachte erst, das Loch wäre klein, aber nein der Riss ist 20cm lang. Er liegt so ungünstig, dass er nicht genäht werden kann. Die Hoffnung wäre also, dass er von selber heilt, aber es kann eben auch wieder Darm vorfallen.

    Hätte ich das gewusst, wäre er nicht wieder aufgewacht. Der TA meinte nun, wir sollten ihm 24 Stunden geben, ob der Darm in Schwung kommt. Er bekommt Schmerzmittel usw.
    Ich für mich habe entschieden, dass er morgen früh - wenn er nicht eine Besserung zeigt - eingeschläfert wird.
    Er will nicht mehr...

    Danke euch!
    Aus der Klinik hab ich noch nichts gehört heute. Aber keine News sind wohl gute News.

    Was bin ich froh, dass wir so schnell gehandelt haben.
    Es ist fast ein Wunder, dass er das überlebt hat. Alleine das nächtliche Weglaufen. Hier ist überall Stacheldraht. Hätte er die Straße verlassen, hätten wir ihn nicht rechtzeitig gefunden. Er lag ja.
    Hoffentlich geht's jetzt wirklich aufwärts. Die nächsten Stunden und Tage sind noch mal spannend...

    Scheinbar ist die gängige Meinung tatsächlich, dass Impulskontrolle - Selbstkontrolle - nur mittels aversiven Strafreizen möglich ist
    Schade.

    Wo liest Du das?

    Impulskontrolle kann man wunderbar trainieren - Wochen-, monate- und jahrelang. Da fliegen Bälle, sausen künstliche Hasen usw. - der Hund sitzt. Da läuft ne lebende Katze vorbei - der Hund tickt aus. Und ja, auch da kann er lernen.
    Die Frage ist halt, wie weit möchte ich das treiben? Möchte ich, dass mein Hund 10 Jahre nur an der Leine geht, damit ich das bis zum Umfallen üben kann?
    Ist das fair?

    Aber um zu lernen, nicht jedem Impuls nachzugeben, sich selber im Griff zu haben, muss nicht zwingend gestraft werden.

    Richtig. 99,9% Lob, 0,1% "Strafe" im Sinne von Abbruch.

    Egal welches Wesen der Hund hat, es muss diese Schablone drüber... Positiv finde ich das nicht, auch wenns so heißt.

    Danke! :gott:
    Sehr treffend!

    Felix Aha-Erlebnis beim Thema jagen war ne Katze. 10m von uns, er ohne Leine. Bis ich es gesehen hatte, war er dort, die Katze in die Ecke gedrängt, er drauf. Ich natürlich hin, gebrüllt und die Leine geschmissen. Er kriegt sie ab, dreht sich zu mir um, denkt und geht weg.
    Seitdem reicht ein ähäh, wenn wir es gleichzeitig sehen oder ein Abbruch, wenn er schon hinterher ist. Und ja, er kommt dann beschwichtigend wieder, weil er weiß, das war verboten. Und? Dafür hat er jetzt zum Beispiel im Stall die Freiheit, ohne Leine sein Ding zu machen. Im Stroh nach Ratten zu stöbern. Sich im Dreck zu wälzen, zu schnüffeln usw. Weil ich ihm vertrauen kann und nicht mehr ständig das Gefühl hab, ihn sichern zu müssen. Das ist für uns beide viel schöner als den Hund ständig an der Leine zu haben.
    Und ich jage mit ihm gemeinsam am Strand Möwen - also ich schicke, er rennt. Findet er super! Wir haben damit unseren Weg gefunden und zu 99% funktioniert dieser Weg.

    Mein Terrier hat mich jedenfalls geleert, dass Hunde ganz schön unterschiedlich ticken können und es auch recht extreme Charaktere gibt. :D
    Die ganz besonderen halt. :herzen1: Jeder auf seine Art.