Beiträge von Theobroma

    Sie würde am liebsten täglich 3-4h oder auch den ganzen Tag draußen rumlaufen. Die glaubt ich spinne, wenn wir nur eine Stunde am Stück spazieren gehen - "Hallo? Ich bin gerade aufgewärmt??"
    Sie will auch kein Auslastungsprogramm stattdessen. Nur Jagen, Wachen, Laufen und Schnüffeln ist cool. "Hundesport? Das ist was für Luschen und für zwischendurch mal. Ich bin ein Freigeist!"

    :lol: Ja!

    Wäre ich alleine ohne Familie usw., wäre das auch alles machbar. Aber so reibe ich mich auf in dem Versuch, ihm gerecht zu werden. Und manche Dinge, die er wohl braucht, wie einen Hundekumpel und eine schöne Scheune oder ein großes Grundstück zum Bewachen hab ich einfach nicht.

    Deshalb - sei dankbar, dass Felix so ein offener und fröhlicher kleiner Kerl ist, der dem Leben voller Zuversicht und Übermut entgegen sieht!

    Das stimmt - er wird genauso positiv dort ankommen!

    Mir tut es weh, ihn gehen zu sehen. Es tut weh, zu sehen, wie süß meine Jüngste (4 Wochen Altersunterschied haben die beiden) ihn morgens mit Trockenfutter füttert. Sie sitzt irgendwo mit der Schüssel und er wartet, bis eins fliegt! :D Und eben zu wissen, dass das nicht mehr so sein wird bald. Es tut weh, die Kinder traurig zu sehen. Aber trotzdem weiß ich, dass es für ihn das Richtige ist.

    er muss eben nur Ruhe lernen und das war scheinbar an sich nicht richtig möglich in eurem Haushalt

    Glaub mir - das war ein zentraler Punkt unserer Erziehung und ist auch der Trainerin hier sehr positiv aufgefallen. Nur kann ich ihn ja nicht fesseln - wenn er wach ist und gelangweilt umherläuft, dann ist das so. Und es hat nicht mit "Überforderung" zu tun, denn er macht das auch, wenn er mal wochenlang nicht viel zu tun hat oder halt einfach ein gesundes Maß an Bewegung. Er tut sich inzwischen auch leichter, das zu akzeptieren, aber der Blick spricht Bände. Jetzt sitzt er auch gerade wieder vor der Tür und schaut wie drei Tage Regenwetter. Das ist einfach auf Dauer keine Lösung.

    Ich denke eher, dass ich ihn aufgrund der Lebenssituation hier öfter zur Ruhe zwingen musste, als es ihm gut tut... hier wurde im Haus nie gespielt oder so. Im Gegenteil, für ihn gelten strenge Regeln.

    So einen Hund muss man ja erstmal irgendwo unterkriegen.

    Das war auch meine Angst. Umso glücklicher bin ich, Leute gefunden zu haben, die genau so einen Hund schon mal hatten und eine Vielzahl weiterer Russels...

    Ich wünsche dir und vor allem Felix alles Liebe für die Zukunft und hoffentlich lesen wir weiterhin von dir und irgendwann von einem neuen Familienmitglied, der euch viel Freude bereiten wird

    Danke Dir!

    Ihr macht sehr viel mit Felix, dadurch ist seine Erwartungshaltung an euch sehr hoch.
    Ich würde seine Aktivität langsam runter fahren.

    Noch mal - das bringt nichts. Über Wochen getestet. Der Hund läuft Marathon im Haus bis ich ihn immer wieder auf die Decke schicken muss.
    Gerade in den letzten Wochen musste ich ihn runterfahren - unter anderem aus gesundheitlichen Gründen meinerseits. Ihm geht's nicht gut damit. Er kommt besser damit zurecht als noch vor einem oder einem halben Jahr. Ich will aber einen glücklichen Hund, keinen der sich ständig arrangieren und verbiegen muss.

    Ich will keine Symptome mehr behandeln - die Ursache liegt darin, dass wir ihm nicht geben können, was er braucht.

    Für mich liest sich das so als wenn du ihm das Programm von Anfang an aus Versehen auftrainiert hast weil er sonst keine Ruhe gibt und dementsprechend fordert er das jetzt ein und wenn nichts Spannendes passiert, macht er halt sein eigenes Ding.

    Wir brauchen das nicht neu diskutieren. Nein, haben wir nicht. Ja, ein Trainer hat sich das angeschaut. Felix ist, wie er ist.

    Warum darf er denn nicht raus in den Garten wenn er raus möchte?

    Er darf in den Garten. Er steht aber an der Haustür.

    Und bei den anderen Leuten würde er dann täglich 6 Stunden Spazieren gehen dürfen damit er platt ist?

    Zweimal täglich 1,5 Stunden Basisprogramm + weitere Aktivitäten und Garten mit einem anderen Hund. Das kann ich ihm nicht bieten.

    Das soll ganz bestimmt kein Vorwurf sein, auch, wenn sich das vllt. so liest, das sind nur meine Gedanken dazu warum das zwischen euch evtl. nicht passt.

    Das sind alles Dinge, die ich hier mit Leuten vor Ort 100fach durchgekaut hab. Wenn es sich ändern ließe, hätte ich alles dafür getan.
    Felix ist nicht mein erster Hund - ich hab sowas auch noch nie erlebt. Ich möchte nur, dass er glücklich ist.

    Also hast du dich jetzt 100%ig entschieden?

    Ja.
    Tränenreich, aber ja.

    Also was macht dich nachdenklich, dass du ihn nicht gerecht wirst und er es woanders besser haben könnte?

    Felix ist nicht ausgelastet. Er steht oft an der Tür und schaut unglücklich (Worte meines Mannes "wie ein geprügelter Hund"). Nicht, weil er mal muss, nein, weil er raus will.
    Letzten Donnerstag zum Beispiel war ich ja mit ihm am Strand. Da tobt er sich eine Stunde richtig aus. Jeder andere Hund wäre platt. Felix schläft ein Stündchen und möchte dann direkt wieder los - das gleich noch mal bitte. Geht er dann mit Herrchen Joggen 6km, kommt er heim und weiß immer noch nichts mit sich anzufangen.
    Wirklich zufrieden ist er nur nach einer langen Wanderung von 6-8 Stunden, wilden Spieletagen usw.
    Und ihm fehlen andere Hunde. Man hat das gestern gut gemerkt, dass er wirklich den Kontakt sucht. Selbst mit dem Rüden, der nicht mit ihm spielen wollte - dann gingen die beiden halt schnüffeln und markieren.

    Ich kann ihm weder die tägliche Auslastung bieten, die er sucht, noch einen zweiten Hund.

    Und aus dieser ständigen Unzufriedenheit seinerseits wachsen halt Probleme. Ich nenne das mal nett seine "Abenteuerlust". 3 Sekunden nicht hingeschaut - weg ist er. Samstag war ich alleine mit ihm im Wald ganz entspannt. Alles super, er hört klasse. Ich muss ein Häufchen aus den Brennnesseln holen, drehe mich um - weg ist er. Ja, man könnte wohl noch mehr an ihm rum kontrollieren und solche Dinge alle unter Kommando stellen - aber das macht ihn nicht glücklicher. Es ist halt ein Ausdruck seiner Bedürfnisse.

    Wisst ihr - mir hat sehr geholfen, von anderen Haltern hier und der Trainerin Feedback zu bekommen. Ich kenne/sehe ja genügend andere PRT/Parsons hier. Und er ist extrem. Er steht nie still, es sei denn man zwingt ihn dazu. Wirklich glücklich ist er eigentlich nur im Urlaub, wenn wir alle den ganzen Tag mit ihm unterwegs sein. Wobei auch das oft genug stressig ist, denn an der Flexi bei uns gehen ist für ihn eigentlich nicht erfüllend.

    Ich habe zwei Jahre lang unendlich viel Kraft und Zeit in Felix investiert. Gerne. Es hat mir enorme Freude gemacht und er ist ein toller Hund. Aber er ist nicht glücklich. Ich muss ihn verbiegen, damit er zu uns passt. Das ist nicht fair ihm gegenüber.

    was sagen die Kinder? Der Mann? Ist geklärt, was danach passier?

    Großes Kind heult, aber versteht die Entscheidung. Kleinere Kinder sind zu klein. Mann findet sie inzwischen richtig. Es gibt erst mal eine Hundepause, bis es einfach besser passt. Und wir eine passende Rasse gefunden haben, die mit unserem Leben wie es jetzt ist (es ist halt auch anders als vor 2 Jahren - das muss man vielleicht dazu sagen und das war nicht absehbar), besser zurecht kommt.
    Evtl. wird es dann auch ein erwachsener Hund... wer weiß.

    Wie geht es Dir dabei?

    Beschissen. Aber mir geht es auch nicht gut, wenn ich ihn unzufrieden sehe, es aber nicht ändern kann.
    Aber es gibt eben auch ein lachendes neben dem weinenden Auge, weil ich glaube, dass es für ihn einfach besser ist.
    Da muss ich meine Gefühle zurückstellen.