Also was macht dich nachdenklich, dass du ihn nicht gerecht wirst und er es woanders besser haben könnte?
Felix ist nicht ausgelastet. Er steht oft an der Tür und schaut unglücklich (Worte meines Mannes "wie ein geprügelter Hund"). Nicht, weil er mal muss, nein, weil er raus will.
Letzten Donnerstag zum Beispiel war ich ja mit ihm am Strand. Da tobt er sich eine Stunde richtig aus. Jeder andere Hund wäre platt. Felix schläft ein Stündchen und möchte dann direkt wieder los - das gleich noch mal bitte. Geht er dann mit Herrchen Joggen 6km, kommt er heim und weiß immer noch nichts mit sich anzufangen.
Wirklich zufrieden ist er nur nach einer langen Wanderung von 6-8 Stunden, wilden Spieletagen usw.
Und ihm fehlen andere Hunde. Man hat das gestern gut gemerkt, dass er wirklich den Kontakt sucht. Selbst mit dem Rüden, der nicht mit ihm spielen wollte - dann gingen die beiden halt schnüffeln und markieren.
Ich kann ihm weder die tägliche Auslastung bieten, die er sucht, noch einen zweiten Hund.
Und aus dieser ständigen Unzufriedenheit seinerseits wachsen halt Probleme. Ich nenne das mal nett seine "Abenteuerlust". 3 Sekunden nicht hingeschaut - weg ist er. Samstag war ich alleine mit ihm im Wald ganz entspannt. Alles super, er hört klasse. Ich muss ein Häufchen aus den Brennnesseln holen, drehe mich um - weg ist er. Ja, man könnte wohl noch mehr an ihm rum kontrollieren und solche Dinge alle unter Kommando stellen - aber das macht ihn nicht glücklicher. Es ist halt ein Ausdruck seiner Bedürfnisse.
Wisst ihr - mir hat sehr geholfen, von anderen Haltern hier und der Trainerin Feedback zu bekommen. Ich kenne/sehe ja genügend andere PRT/Parsons hier. Und er ist extrem. Er steht nie still, es sei denn man zwingt ihn dazu. Wirklich glücklich ist er eigentlich nur im Urlaub, wenn wir alle den ganzen Tag mit ihm unterwegs sein. Wobei auch das oft genug stressig ist, denn an der Flexi bei uns gehen ist für ihn eigentlich nicht erfüllend.
Ich habe zwei Jahre lang unendlich viel Kraft und Zeit in Felix investiert. Gerne. Es hat mir enorme Freude gemacht und er ist ein toller Hund. Aber er ist nicht glücklich. Ich muss ihn verbiegen, damit er zu uns passt. Das ist nicht fair ihm gegenüber.
was sagen die Kinder? Der Mann? Ist geklärt, was danach passier?
Großes Kind heult, aber versteht die Entscheidung. Kleinere Kinder sind zu klein. Mann findet sie inzwischen richtig. Es gibt erst mal eine Hundepause, bis es einfach besser passt. Und wir eine passende Rasse gefunden haben, die mit unserem Leben wie es jetzt ist (es ist halt auch anders als vor 2 Jahren - das muss man vielleicht dazu sagen und das war nicht absehbar), besser zurecht kommt.
Evtl. wird es dann auch ein erwachsener Hund... wer weiß.
Beschissen. Aber mir geht es auch nicht gut, wenn ich ihn unzufrieden sehe, es aber nicht ändern kann.
Aber es gibt eben auch ein lachendes neben dem weinenden Auge, weil ich glaube, dass es für ihn einfach besser ist.
Da muss ich meine Gefühle zurückstellen.