Beiträge von Theobroma

    Würde an deiner Stelle einfach mal ein paar Zuchtstätten besuchen und schauen, ob der Funke überspringt.

    Ja, das habe ich vor. Lieber warte ich länger und dann wird es doch ein Welpe, aber der Hund passt zu uns.

    Die Frage wäre nur, warum es nun gerade ein Welpe sein muss, wenn man momentan gerade keinen anstrengenden Hund gebrauchen kann? Ein Welpe ist generell erst mal anstrengend.

    Es muss keiner sein - steht ja oben. Und natürlich ist ein Welpe anstrengend. Aber anders...

    Schon im Eingangspost steht nächstes Jahr, sie will nicht morgen nen neuen Hund. Und selbst wenn, was solls? Geht doch jeder anders mit der Trauer um und ja, wenn man einen Hund weggeben muss ist das auch Trauer.

    :bussi:

    Theobroma: Das was du suchst wirst du nicht bei einem Welpen finden. Ich glaube das weißt du auch.
    Du versuchst jetzt eine totale Absicherung zu finden und das wird einfach so nicht funktionieren.

    Ja, ich fürchte, du hast recht.
    Ich möchte halt einfach die Rasse dieses Mal mit höheren Ansprüchen auswählen. Zumindest aus dieser Sicht die besten Voraussetzungen schaffen.
    Noch mal möchte ich das alles nicht erleben, an einen Punkt zu kommen, wo ich im Sinne des Hundes die Reißleine ziehen muss.

    Was wäre eigentlich mit der Richtung Spaniel? Die sind doch in GB sehr verbreitet als Familienhunde. Laufen die alle nur angeleint wegen Jagdtrieb bei euch oder ist der händelbar? Oder kommt er wegen des haarens nicht in Frage? (ich finde so seidiges Langhaar persönlich angenehmer als stichiges Kurzhaar. Das Kurzhaar steckt überall fest, wobei sich langes Haar eher in Wölckchen in den Ecken ansammelt).

    Ja, die gibt's hier oft. Ich muss mir das mit dem Haaren mal näher anschauen... ich hab eine Gassibekanntschaft mit einem Springer.

    Noch mal an alle: wir brauchen hier die Abgabe nicht diskutieren. Ich hab das seit Monaten im Kopf gewälzt und als ich es ausgesprochen habe, gemerkt, dass ich nicht die einzige hier war. Ich hab über 2 Jahre mit dem Hund gelebt und sehr viel Arbeit investiert. Er hat sich toll gemacht, auch gut gehört - viel besser als ich zwischendran dachte, dass es werden würde. Aber er war nicht mehr er selbst damit. Er musste sich verbiegen, um zu dem Leben zu passen, was ein Hund hier führt. Meine letzte Hündin war damit glücklich, aber Felix halt leider nicht. Und deshalb hab ich die Reißleine gezogen. Nicht für mich, für ihn.
    Und mal ehrlich, was anderen davon halten, die uns nur virtuell kennen, ist für mich lange nicht so bedeutend, wie was Menschen denken, die mich wirklich kennen und meinen Umgang mit Felix im Alltag erlebt haben. Die Entscheidung war richtig.
    Und wenn wir uns für einen neuen Hund entscheiden, ist das auch allein unsere Entscheidung.

    Was ich hier interessiert, sind Erfahrungen und Vorschläge zur Rasse.
    Der Hund hat das Glück immer dabei sein zu können, 5 Menschen zu haben, die sich um ihn kümmern, kuscheln, spielen, Joggen, Wandern usw. - jeder auf seine Weise. Ich wünsche mir einfach nur einen Hund, der damit glücklich ist.

    Kurze Zwischenantwort, dann lesen ich weiter...

    Ich möchte noch was zum Zwergschnauzer sagen:
    die Exemplare die ich kenne, sind interessierte, lernwillige Hunde mit denen man viel machen kann.
    Jedoch absolut nicht kinderkompatibel :fear:
    Ganz großes Ding waren und sind Ressourcen, die auch vehement mit Zähnen verteidigt wurden/werden.

    Ich habe diese Hunde nur mit ziemlich kurzer Zündschnur kennengelernt, wenn denen etwas nicht passt, zögern die nicht lang :hust:


    ... der Labrador wäre vermutlich zu groß? Ansonsten finde ich den gut passend.

    Labbis sind ja hier gefühlte Millionen. Ich kenne nur wenige, die ich wirklich mag - und die haaren wir nichts. Mag auch an Pflege, Fütterung usw. liegen.
    Die Zwergschnauzer hier machen gar nicht so den Eindruck, als wären sie leicht zu zünden. Hier werden die schon lange als reine Familienhunde gezüchtet.

    Und beim Fell macht dein Mann wirklich keine Ausnahme mehr?

    Ungern. Also ich sag mal mit nem langhaarigen Monster brauch ich nicht ankommen. Was kurzhaariges, wenig haarendes evtl. Von meiner Staff-Hündin hab ich weniger Haare im Haus gefunden als von Felix jetzt.

    Passt hier also nicht so sehr, ich sehe zum Terrier auch viele Parallelen und dieselben Baustellen wie bei Felix. Aktiv, nervenstark, jagdlich interessiert, braucht Grenzen, hatte früher ähnliche Aufgaben, kooperiert nur unter bestimmten Bedingungen.

    Ich sag mal ein "normaler" JRT oder Parson wäre ja auch noch gegangen. Die Zwergschnauzer, die ich hier im Wald treffe sind alle mit 5% meines Trainingseinsatz folgsame Hunde, die gut mitlaufen im Alltag.

    Vielleicht wäre etwas in Richtung Collie was für euch? Der ist dann wieder etwas größer, aber ich meine, dass es hier im Forum auch Hündinnen um die 54cm gibt!?

    Gefallen mir, vor allem KHC. Sind hier selten, aber hin und wieder zu bekommen. Wie haarig sind die denn? Oder Kurzhaar-BCs? Vor allem BCs gibt's hier halt häufig...

    hast du meine Rassenfrage gesehen?

    Kooiker - selten wie bunte Hunde hier. Aber ich schau mir den mal an.

    Das habe ich nirgends geschrieben. ;)Es gibt aber Rassen die eher zum "stiften gehen" neigen als andere und dazu gehören m.E eher selbstständige Rassen.
    Das was bei jedem Hund, egal welcher Rasse, passieren kann ist das, dass er sich bei einem Familienspaziergang anders verhält als bei einem Spaziergang nur mit mir.

    Anders verhalten ja. Aber stiften gehen, wenn ich dem Jüngsten mal die Nase putze, einen Schnürsenkel binde oder jemanden kurz tröste, weil hingefallen - Felix ist ja nicht mein erster Hund und er ist einfach extrem abenteuerlustig und außenorientiert. Sowas hab ich vorher noch nie erlebt. Daher sehe ich das nicht so extrem.

    Es ist halt meist schwierig einen ruhigen und anspruchslosen Hund zu finden, der nebenbei auch noch was leisten soll. M. E. nach sind die Hunde, die auch was können sollen, halt auch anspruchsvoller in der Haltung.

    Meine Schwester hat einen Tibet-Terrier. Der passt in der Größe und kommt auch gerne mit Laufen. Pferd, Jagdtrieb und Aggressionen jeglicher Art sind kein Problem. Als sie in der Schwangerschaft nicht länger also zehn Minuten gehen durfte, war die Hündin mit der Situation äußerst genügsam. Haaren tut sie auch nicht.

    Ob das mit der Rettunngshundearbeit passen würde, weiß ich nicht. Ich empfinde diesen Hund und auch meine absolut unkomplizierte Malteser-Mix Hündin (die kam erzogen auf die Welt!) nämlich als ziemlich dumm im Vergleich zu meinen Terrier :lol:

    Es scheint aber so, als ob es bei euch momentan wichtiger ist, dass der Hund mit wenig auch zufrieden ist. Deshalb würde ich mir überlegen, wie viel Rettungshundearbeit am Ende realistisch geleistet werden würde und diesen Aspekt evtl. hinten anstellen.

    Danke Dir - diese Gedanken werde ich so noch mal in die Diskussion werfen!

    Ganz oft stand uns beim Auslasten ja auch die Abenteuerlust und Freiheitsliebe von Felix im Weg. Sprich, er hatte oft erzwungenermaßen weniger Bewegung als eigentlich möglich, weil ich ihn stärker sichern musste als einen kooperativen Hund.
    Deswegen konnte er manchmal gar nicht mit, wenn wir unterwegs waren. Oder er war halt unglücklich, weil immer angeleint. Ich alleine kann mit ihm fast alles machen, sogar inzwischen mit Wild in der Nähe. Aber mit Familie geht halt nichts.

    Deshalb eben vor allem der Wunsch nach mehr Kooperation. Nach mehr Interesse an uns - was Felix einfach so gar nicht hat. Es gibt Menschen, die stört das nicht ("Der kommt schon zurück"), aber ich kann das nicht. Also beschränke ich ihn, er ist unzufrieden usw. Sein Charakter und eine Familie - das passt im Haus, aber nicht draußen.

    Aber das gehört hier nur am Rande rein... Es erklärt einfach, warum ich mir jetzt wünsche, was ich mir wünsche. Ich wünsche mir einen Hund, der Freude daran hat, etwas mit uns zu machen. Nicht alleine loszuziehen... ( und nein, es ist nicht eine Frage der Angebote gewesen, sondern seiner Prios) ...

    Das ist das Minimum was hier alle Hunde, egal welcher Rasse immer bekommen haben. DSH Mix, Huskymix, Zwergschnauzer, kurze Zeit ein Doggenmix, und seit 8 Jahren jetzt die Grosspudel. Finde das Pensum total normal und jetzt nicht irgendwie viel

    Jeden Tag 3-4 Stunden Gassi/Joggen (Strand = Rennen) + Abends-Pipi + Garten zur freien Verfügung + Spielen?
    Wir haben das mal eine Weile probiert. Fand er gut. Lustigerweise erzählt Dir dann jeder im DF, dass das ja völlig überzogen ist und kein Wunder, dass der Hund so hyper ist... :lol:

    Wie soll denn mit einem neuen Welpen das durchgehend bestehende Thema (Früh-)Kastration/Daycare/Hundespielpartner angegangen werden? Da kommt ja dasselbe nochmal auf euch zu.

    Das stimmt. Das ist ein Punkt, den ich nicht ändern kann. Ob diese Probleme nun als Grund reichen, keinen Hund mehr zu halten?

    Ich weiß nicht, ob es das als Hobbyfunsport in GB gibt, aber in meinem Verein sind das rund 15-20Std pro Woche Zeitaufwand inkl. fester Termine, weiter Fahrtwege plus Einsätze. Wie passt das zusammen?

    Hier geht das nur bei der Mountain Rescue. Das will mein man eh (wieder) machen. Der Hund ist nur ein Zugabe. Hier wird einmal monatlich am Wochenende trainiert. Es gibt viel weniger Hunde und Trainer - alles ist viel weiter auseinander.

    Ich würde aber noch mindestens die Zeit warten, dass der Platz fest steht, falls er doch nicht für immer übernommen wird.

    Der Platz ist fest. Was sich in den nächsten 12-15 Jahren nicht ändern wird, ist die Tatsache, dass wir Felix immer zurücknehmen würden. Gilt ja nicht "aus den Augen, aus dem Sinn".

    Momentan ist Mai/Juni im Gespräch. Evtl. aber auch erst nach den Sommerferien.
    Zumindest für einen Welpen.
    Was ich jetzt schon machen werden, ist mal schauen, was es wo so gibt. Und sollte uns eine kindererprobte, erwachsene Scheidungswaise über den Weg laufen, die sonst in allem passt, überlegen wir schon eher. Aber genau dafür ist mir wichtig, zu wissen, was ich will. Damit ich mich auch dran halte und dann nicht das Herz an einen eigentlich ungeeigneten Hund verliere.

    Ich will Dir ebenfalls nicht zu nahe treten, liebe @Theobroma , aber kann es sein, dass Du die eierlegende Wollmilchsau suchst?

    Freilich tue ich das. Warum auch nicht. Ich hatte die sogar schon mal - war Zufall, aber ich weiß, dass es solche Hunde gibt.
    Umso gründlicher ich aussuche und desto klarer ich dabei mit den Ansprüchen bin, desto größer stehen ja die Chancen, dass der Hund glücklich wird.

    Vielleicht ist auch Euer ganzes Leben gerade zu bewegt, um einen Hund entsprechend zu formen?

    Nein. Es geht ja nicht um die Arbeit des Erziehens und Formens, wie du es nennst. Dafür ist Zeit da.

    Wichtig ist, dass man den Hund dabei nicht verbiegen muss.
    Wenn ein Hund nach 1,5 Stunden Strand und 6km Joggen am Abend immer noch signalisiert, dass er mehr möchte - genauso wie nach ein paar ruhigen Tagen mit normalen Spaziergängen, dann empfinde ich das als überdurchschnittlich (und nicht nur ich). Das kann ich nicht erfüllen.
    Ein "normales" Maß aber schon.
    Ich habe nicht für mich so entschieden, sondern für den Hund. Dank guter Erziehung ist Felix im Alltag zu managen, aber mir reicht das nicht. Ich will, dass der Hund glücklich ist.

    Dass Leute das befremdlich finden, ändert nichts daran, dass es für mich richtig ist.

    Und ich traue Theobroma auch zu, einen Pudel ausgelastet zu bekommen, anspruchsvoller als Felix sind die sicher nicht.

    Vor allem würde ich hoffen, dass er damit glücklich wäre. Anders als Felix, der halt einfach viel mehr braucht als der Durchschnitt.

    Mein KP hat 38cm und 9,5 kg und wäre wohl damit in der Gewichtsklasse, die gesucht wird, ob es das so in GB gibt, kann ich nicht beurteilen.

    Klingt jedenfalls optimal.

    Wir kennen doch alle komplett unausgelastete Omas Mini-Locken-Kampfhunde auch, oder nicht?

    Nun, hier ist ein Hund weder unausgelastet, noch unerzogen. ;)

    Ja, vorher hatte sie einen Hund zu dem vorhandenen geholt und nach Hündinnen-Streitigkeiten weggegeben.

    Ah, das meinst Du.

    Ich habe vor vielen Jahren zwei erwachsene Hündinnen aus dem TS übernommen. Diese haben sich nach 1-2 Jahren übelst in die Haare bekommen. Bis aufs Blut. Wir hatten Trainer da, Hundepsychologin usw. - alle haben zur Trennung geraten. Daher die Abgabe. Das ist 10 Jahre her. Sorry, aber was hat das mit der Situation jetzt zu tun.

    Felix ist noch nicht mal richtig weg oder erst seit kurzem weg und jetzt geht es schon wieder um den nächsten Hund

    Da tickt jeder anders. Ich hab gerne etwas worauf ich mich freuen kann, weil ich dann besser mit der Situation jetzt klarkomme.
    Der eine braucht Zeit zum Trauern, ich schaue nach vorne. Das heißt nicht, dass dieses Jahr hier noch ein Hund einzieht.